Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Nemana » Mi 1. Okt 2008, 18:39

Aus christlicher Sicht natürlich. Aus meiner Sicht sieht das etwas anders aus. Das was ich als Magie verstehe bedeutet, dass ich aus eigener Kraft etwas zu ändern versuche oder eine höhere Macht dazu zwinge. Das erste ist, als ob ein Leie einen Atomreaktor bedienen wollte. Das das zweite in die Hose geht versteht sich von selbst.

Wo ist der Unterschied, wenn ich zu meinen Götter bete, oder wenn ein Christ zu Jesus oder Gott betet (außer natürlich, dass der Christ nicht zu anderen Göttern beten darf!)?
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 22:59

Grasy hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Ich schließe die Bibel nicht aus - aber Gott ist größer als die Bibel.


Du hast recht. Aber stellst du jetzt damit in den Raum Gott würde auch nur irgendwo der Bibel widersprechen?

"Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren. " (Luk 4:21 - Lut1912)



Du hast recht. Das ist eine gelungene Frage - Respekt.
Und danke für die gute Partie - Matt ist Matt.

http://turbulence.org/spotlight/thinking/chess.html
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Psalm150 » Fr 3. Okt 2008, 23:28

Nemana hat geschrieben:Aus christlicher Sicht natürlich. Aus meiner Sicht sieht das etwas anders aus. Das was ich als Magie verstehe bedeutet, dass ich aus eigener Kraft etwas zu ändern versuche oder eine höhere Macht dazu zwinge. Das erste ist, als ob ein Leie einen Atomreaktor bedienen wollte. Das das zweite in die Hose geht versteht sich von selbst.

Wo ist der Unterschied, wenn ich zu meinen Götter bete, oder wenn ein Christ zu Jesus oder Gott betet (außer natürlich, dass der Christ nicht zu anderen Göttern beten darf!)?

Wie der Unterschied zwischen dem Telefonieren mit einem Spielzeugtelefon und einem echten.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Nemana » Fr 3. Okt 2008, 23:42

Solange man mit dem "Spielzeugtelefon" telefonieren kann wie mit einem echten, gibt es keinen Unterschied zwischen dem Spielzeugtelefon und dem echten :lol:. Und da sich bisher auf der anderen Seite meines Spielzeugtelefons meistens jemand gemeldet hat, gehe ich mal davon aus es funktioniert.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Psalm150 » Sa 4. Okt 2008, 00:58

Beim Anbeten der Götzen kam ne Antwort? :shock:
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Nemana » Sa 4. Okt 2008, 12:04

In gewisser weise schon. Meine Bitten wurden zu häufig (und teilweise auf zu verrückte weise :) ) erfüllt, als das es sich um Zufall handeln konnte. Außerdem spüre ich oft ihre Präsenz. Manchmal als Gefühl der Zustimmung, oder das Gefühl einer tröstenden "Hand auf der Schulter", zu oft aber auch ein mahnender Blick im Rücken :oops: .

Aber mal wieder zurück zum Thema. Ich habe oft das Gefühl, dass manche Christen andere Religionen (im besonderen die paganen) etwas von oben herab betrachten.
Beweisstück A:
Wie der Unterschied zwischen dem Telefonieren mit einem Spielzeugtelefon und einem echten.


Eine wirkliche Kommunikation kann aber nur stattfinden, wenn man auf einer Ebene spricht. Ein guter Anfang wäre es dabei zu sagen: "Von meinen Glauben her ist es falsch was du tust.." Statt: "Was du tust ist falsch!".
Christen, die Andersgläubige immer mit dem erhobenen Finger betrachten, sollten sich vielleicht manchmal daran erinnern, dass es eine Zeit gab, wo das Christentum nur eine jüdische Sekte war.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Enggi » Sa 4. Okt 2008, 13:21

Nemana hat geschrieben:Aber mal wieder zurück zum Thema. Ich habe oft das Gefühl, dass manche Christen andere Religionen (im besonderen die paganen) etwas von oben herab betrachten.

Das stimmt sicher, aber auch das Umgekehrte kommt häufig vor. Viel schlimmer sind jene, die eine Vermischung von beidem als das "wahre" oder das "bessere" Christentum anpreisen.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Nemana » Sa 4. Okt 2008, 14:26

Das stimmt sicher, aber auch das Umgekehrte kommt häufig vor.

Stimmt leider. Ist auch mit ein Grund, warum ich mich in christlichen Foren rumtreibe.
Ich hoffe die Diskusionen mal eher in Richtung gegenseitiges Verständnis, als in Richtung der üblichen Wadenbeißreflexe ala: "Ihr hab Hexen verbrannt und Kreuzzüge geführt! Aber ihr habt früher Meschenopfer gebracht!" leiten zu können. Beides ist dem heutigen Christentum und den heutigen paganen Religionen fremd (auch wenn ich mir bei den amerikanischen Evangelikalen da manchmal nicht sicher bin. :D ).

Viel schlimmer sind jene, die eine Vermischung von beidem als das "wahre" oder das "bessere" Christentum anpreisen.

Da stimme ich dir auch zu. Meiner Meinung nach ist ein Religion entweder ganz zu haben oder gar nicht. Alles andere ist a) Unsinn und b) respektlos gegenüber der Religion bei der man sich bedient. Mich nervt das Ganze teilweise ziemlich. Wenn zum Beispiel jemand einen Budda in den Garten stellt und über die Guten Ideen des Taoismus redet und groß Yoga anpreist, ohne im geringsten zu verstehen, was hinter diesen Dingen steht. :cry:
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon kingschild » Sa 4. Okt 2008, 14:29

Nemana hat geschrieben:Aus christlicher Sicht natürlich. Aus meiner Sicht sieht das etwas anders aus. Das was ich als Magie verstehe bedeutet, dass ich aus eigener Kraft etwas zu ändern versuche oder eine höhere Macht dazu zwinge. Das erste ist, als ob ein Leie einen Atomreaktor bedienen wollte. Das das zweite in die Hose geht versteht sich von selbst.

Wo ist der Unterschied, wenn ich zu meinen Götter bete, oder wenn ein Christ zu Jesus oder Gott betet (außer natürlich, dass der Christ nicht zu anderen Göttern beten darf!)?



Der Unterschied ist das Du diese Kraft nicht suchst.

Mt 6:13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Und die Herrlichkeit wird nur in dieser zu finden sein.

Der Christ darf beten und glauben was er will er ist frei aber er hat erkannt welche Kräfte den Tod bringen auch wenn sie Leben versprechen. Zudem hat er erkannt das es bloss eine Illusion ist andere Kräft kontrollieren zu wollen ohne die Kraft des Höchsten.

God bless
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Deviant » Fr 10. Okt 2008, 20:34

Psalm150 hat geschrieben:Beim Anbeten der Götzen kam ne Antwort? :shock:



Eine Erfahrung die schon mancher Heide gemacht hat (aus eigenener und der Erfahrung guter Freunde und Bekannter).

Kein Grund gleich zu schockiert zu sein.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Enggi » Sa 11. Okt 2008, 10:30

Deviant hat geschrieben:
Psalm150 hat geschrieben:Beim Anbeten der Götzen kam ne Antwort? :shock:

Eine Erfahrung die schon mancher Heide gemacht hat (aus eigenener und der Erfahrung guter Freunde und Bekannter).

Kein Grund gleich zu schockiert zu sein.

Mich erstaunt das nicht; einen Grund müssen die Heiden ja haben, ihre Götter anzubeten. Wenn ihre Gebete nur bis zur Zimmerdecke gehen würden, wäre das Neo-Heidentum schon längst der Wissenschaft gewichen, die ja ihrerseits ihre Wurzeln teilweise darin hat, wenn auch heute kaum noch wahrnehmbar, da sie das Götter-Axiom verworfen und durch das Verstandes-Axiom ersetzt hat.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mo 13. Okt 2008, 20:09

Enggi hat geschrieben:
Deviant hat geschrieben:
Psalm150 hat geschrieben:Beim Anbeten der Götzen kam ne Antwort? :shock:

Eine Erfahrung die schon mancher Heide gemacht hat (aus eigenener und der Erfahrung guter Freunde und Bekannter).

Kein Grund gleich zu schockiert zu sein.

Mich erstaunt das nicht; einen Grund müssen die Heiden ja haben, ihre Götter anzubeten.


Die Bibel bezieht hier aber ziemlich klar Stellung im Kapitel, wo es unter anderem um die Frage geht ob man Götzenopfer essen darf:

"Was soll ich denn nun sagen? Soll ich sagen, daß der Götze etwas sei oder daß das Götzenopfer etwas sei? Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt. Ihr könnt nicht zugleich trinken des HERRN Kelch und der Teufel Kelch; ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des HERRN und des Tisches der Teufel." (1.Kor 10:19-21 - Lut1912)
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Enggi » Mo 13. Okt 2008, 20:30

Grasy hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Mich erstaunt das nicht; einen Grund müssen die Heiden ja haben, ihre Götter anzubeten.


Die Bibel bezieht hier aber ziemlich klar Stellung im Kapitel, wo es unter anderem um die Frage geht ob man Götzenopfer essen darf:

"Was soll ich denn nun sagen? Soll ich sagen, daß der Götze etwas sei oder daß das Götzenopfer etwas sei? Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt. Ihr könnt nicht zugleich trinken des HERRN Kelch und der Teufel Kelch; ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des HERRN und des Tisches der Teufel." (1.Kor 10:19-21 - Lut1912)

Du schreibst aus unserer Sicht, derjenigen der Christen. Aber die Heiden müssen ja einen Grund vorweisen können, weshalb sie nicht an Jesus glauben. Und das sind ihre erhörten Gebete, die sie an Odin oder wen auch immer richten. Hinter den Göttern der Heiden verbergen sich die Teufel (nach Luther) oder Dämonen (nach Elberfelder), aber das wissen die Heiden nicht, ausser der Heilige Geist offenbare es ihnen.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Mustikka » Di 14. Okt 2008, 10:56

Enggi hat geschrieben: Hinter den Göttern der Heiden verbergen sich die Teufel (nach Luther) oder Dämonen (nach Elberfelder), aber das wissen die Heiden nicht, ausser der Heilige Geist offenbare es ihnen.

Das glauben die Heiden nicht ;)
Es sind oftmals die kleinen Dinge innerhalb einer Konversation, die dem Gegenüber offenbaren, ob man ihn ernst nimmt - oder eben nicht. Abgesehen davon, dass es auch nicht besonders höflich ist, die Götter eines anderen als Teufel oder Dämonen zu bezeichnen. Auch wenn das unter Christen Gang und Gäbe ist ...
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Di 14. Okt 2008, 11:23

Enggi hat geschrieben:Hinter den Göttern der Heiden verbergen sich die Teufel (nach Luther) oder Dämonen (nach Elberfelder), ...

Dieses Denken ist mit zu rationalistisch, und man kann nichts damit anfangen, es ist also belanglos.

Paulus, der in der Mission erfahrene Paulus, denkt da ganz anders:

Apg 17,16ff
Während Paulus in Athen auf sie wartete, packte ihn die Wut beim Anblick der zahllosen Götterbilder, die es da in der Stadt gab. In der Synagoge sprach er dann mit den Juden und den Gottesfürchtigen, und auf dem Marktplatz unterhielt er sich täglich mit den Vorübergehenden. Auch etliche aus dem Kreis der epikureischen und stoischen Philosophen liessen sich auf ein Gespräch mit ihm ein, und einige sagten: Was will dieser Schwätzer eigentlich?, andere dagegen: Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein. Er verkündigte nämlich Jesus und die Auferstehung. Sie nahmen ihn mit, führten ihn auf den Areopag und sagten: Können wir erfahren, was für eine neue Lehre das ist, die du da vorträgst? Befremdliches bringst du uns zu Ohren; wir möchten erfahren, worum es da geht. Alle Athener und die Fremden, die sich dort aufhalten, tun nämlich nichts lieber als letzte Neuigkeiten austauschen. Da stellte sich Paulus hin, mitten auf dem Areopag, und sprach: Männer von Athen! Ihr seid - allem Anschein nach - besonders fromme Leute!


Nein, nicht ganz! Im ersten Moment sieht Paulus auch nur die Götterbilder. Aber dann erinnert sich Paulus auch, dass nicht die Götterbilder im Zentrum des Evangeliums steht, sondern Jesus Christus mit seiner Botschaft an den einzelnen Menschen.

..und das Wunder passiert, Paulus kann die Menschen deshalb auch direkt ansprechen. Er sieht bei der Begegnung mit Menschen nicht mehr die Dämonen und Teufel, sondern den einzelnen Menschen, der eigentlich die Frömmigkeit sucht. So lässt sich der Mensch im Herzen besser ansprechen.


Gruss Taube
Zuletzt geändert von Taube am Di 14. Okt 2008, 11:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Mustikka » Di 14. Okt 2008, 11:34

Apg 17,16ff
Alle Athener und die Fremden, die sich dort aufhalten, tun nämlich nichts lieber als letzte Neuigkeiten austauschen. 22 Da stellte sich Paulus hin, mitten auf dem Areopag, und sprach: Männer von Athen! Ihr seid - allem Anschein nach - besonders fromme Leute!

Hm, hat Paulus aufgrund dieser Aussage geschlossen, dass die Menschen besonders fromm sind?
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Di 14. Okt 2008, 11:42

Nein, der nächste Vers gehört zum Mindesten noch dazu:

23 Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer anschaute, fand ich auch einen Altar, auf dem geschrieben stand: Dem unbekannten Gott
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Di 14. Okt 2008, 23:38

Taube hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Hinter den Göttern der Heiden verbergen sich die Teufel (nach Luther) oder Dämonen (nach Elberfelder), ...

Dieses Denken ist mit zu rationalistisch, und man kann nichts damit anfangen, es ist also belanglos.

Paulus, der in der Mission erfahrene Paulus, denkt da ganz anders:


Denkt er das? Dann musst du mir aber erklären von wem 1.Kor 10 stammt.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Mi 15. Okt 2008, 09:53

Grasy hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Hinter den Göttern der Heiden verbergen sich die Teufel (nach Luther) oder Dämonen (nach Elberfelder), ...
Dieses Denken ist mit zu rationalistisch, und man kann nichts damit anfangen, es ist also belanglos.

Paulus, der in der Mission erfahrene Paulus, denkt da ganz anders:
Denkt er das? Dann musst du mir aber erklären von wem 1.Kor 10 stammt.
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Ist doch kein Widerspruch, Paulus hat ja nicht gesagt, dass es richtig sei, was die Athener machen. Das behaupte ich auch nicht. Aber Paulus gesteht den Athenern zu, dass sie fromme Menschen sind, und dies ist für Paulus ein Anknüpfungspunkt für seine Missionsarbeit. Da hat Lukas in der Apostelgeschichte sehr differenziert dies beschrieben und aufgezeigt, dass die spezifische Missionstätigkeit eigentlich ein personenbezogenes Vorgehen ist, im dialogischen Prinzip und eingehend auf den einzelnen Menschen in seiner Verlorenheit.

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 15. Okt 2008, 12:46

Taube hat geschrieben:Paulus hat ja nicht gesagt, dass es richtig sei, was die Athener machen.


Ja aber darüber hinaus ist auch 1.Kor 10 von ihm. Daß er auf besondere Art und Weise auf´s andere anknüpfte ändert ja nichts daran daß 1.Kor 10 von ihm ist.

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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Mi 15. Okt 2008, 14:24

Grasy hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Paulus hat ja nicht gesagt, dass es richtig sei, was die Athener machen.
Ja aber darüber hinaus ist auch 1.Kor 10 von ihm. Daß er auf besondere Art und Weise auf´s andere anknüpfte ändert ja nichts daran daß 1.Kor 10 von ihm ist.
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Klar ist es von ihm, was ist dabei das Problem?
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Enggi » Mi 15. Okt 2008, 16:20

Taube hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Ja aber darüber hinaus ist auch 1.Kor 10 von ihm. Daß er auf besondere Art und Weise auf´s andere anknüpfte ändert ja nichts daran daß 1.Kor 10 von ihm ist.
Mfg,
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Klar ist es von ihm, was ist dabei das Problem?

Das Problem begann mit der Erhörung der Gebete von Heiden durch ihre Götter.
Siehe weiter oben im Thread.
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 15. Okt 2008, 21:05

Enggi hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Ja aber darüber hinaus ist auch 1.Kor 10 von ihm. Daß er auf besondere Art und Weise auf´s andere anknüpfte ändert ja nichts daran daß 1.Kor 10 von ihm ist.
Mfg,
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Klar ist es von ihm, was ist dabei das Problem?

Das Problem begann mit der Erhörung der Gebete von Heiden durch ihre Götter.
Siehe weiter oben im Thread.


Und daß man dann nicht wirklich sagen kann "Paulus, der in der Mission erfahrene Paulus, denkt da ganz anders" - wenn doch gerade eben 1.Kor 10 von ihm ist! Paulus denkt anders als es in 1.Kor 10 drin steht?! Nein, nicht wirklich Taube. Viele Götzenstatuen standen wohl einfach rum und wurden verkauft und die Menschen haben sich davor niedergeworfen. Vor toten Dingen die sie selbst gemacht haben. Götzen sind ein Greuel. Sie führen die Menschen in die Irre.

"Er geht frisch daran unter den Bäumen im Walde, daß er Zedern abhaue und nehme Buchen und Eichen; ja, eine Zeder, die gepflanzt und die vom Regen erwachsen ist und die den Leuten Brennholz gibt, davon man nimmt, daß man sich dabei wärme, und die man anzündet und Brot dabei bäckt. Davon macht er einen Gott und betet's an; er macht einen Götzen daraus und kniet davor nieder. Die Hälfte verbrennt er im Feuer, über der Hälfte ißt er Fleisch; er brät einen Braten und sättigt sich, wärmt sich auch und spricht: Hoja! ich bin warm geworden, ich sehe meine Lust am Feuer. Aber das übrige macht er zum Gott, daß es ein Götze sei, davor er kniet und niederfällt und betet und spricht: Errette mich; denn du bist mein Gott!" (Jes 44:14-17 - Lut1912)

Und auf's andere kann man Götzendienst auch mit Ehebruch vergleichen. Meinst du denn es war das Ziel von Paulus daß sie weiterhin ihre Figuren verkaufen sollten? Paulus hat doch hier keine verdorbene Mischmasch-Religion gelehrt. Damit würde man zwar vermutlich so manche Menschen erreichen aber den lebendigen Gott kann man nicht verkaufen! Weder billig noch sonst wie!

"und ihr sehet und höret, daß nicht allein zu Ephesus sondern auch fast in ganz Asien dieser Paulus viel Volks abfällig macht, überredet und spricht: Es sind nicht Götter, welche von Händen gemacht sind. Aber es will nicht allein unserm Handel dahin geraten, daß er nichts gelte, sondern auch der Tempel der großen Göttin Diana wird für nichts geachtet werden, und wird dazu ihre Majestät untergehen, welcher doch ganz Asien und der Weltkreis Gottesdienst erzeigt." (Apg 19:26-27 - Lut1912)

Es geht hier aber auf's weitere darum daß es sehr wohl eine unsichtbare Welt gibt. Wenn nämlich Götzenfiguren aus Erz oder Ton oder Holz anfangen sollen "zu reden" braucht man sich nicht zu wundern wer da dann dahinter steckt. Es gibt nämlich keine anderen Götter.

"Aber ich sage: Was die Heiden opfern, das opfern sie den Teufeln, und nicht Gott. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinschaft sein sollt. Ihr könnt nicht zugleich trinken des HERRN Kelch und der Teufel Kelch; ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des HERRN und des Tisches der Teufel." (1.Kor 10:20-21 - Lut1912)


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Mi 15. Okt 2008, 21:38

Grasy hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Klar ist es von ihm, was ist dabei das Problem?
Und daß man dann nicht wirklich sagen kann "Paulus, der in der Mission erfahrene Paulus, denkt da ganz anders" - wenn doch gerade eben 1.Kor 10 von ihm ist! Paulus denkt anders als es in 1.Kor 10 drin steht?! Nein, nicht wirklich Taube. Viele Götzenstatuen standen wohl einfach rum und wurden verkauft und die Menschen haben sich davor niedergeworfen. Vor toten Dingen die sie selbst gemacht haben. Götzen sind ein Greuel. Sie führen die Menschen in die Irre.

Ich sage doch nichts anderes. Was soll das?

Paulus sagt vorerst den Athener nicht "Götzen sind ein Greuel"! Paulus redet in seiner Botschaft zu Menschen, sei es zu den Athenern oder sei es im Brief zu den Korinthern, die Worte gewählt an die Situation. Andere sprechen lieber von den Götzen, von der Hölle, vom Teufel, etc., schaue doch mal auch hier im Forum. Das ist eben der himmelweite Unterschied in der Evangelisation, in der Mission: Die einen sprechen lieber von der bösen Zeit, von der Hölle, vom Teufel, vom Dämon: Andere nehmen lieber Jesus oder Paulus als Beispiel, sie sprechen fast immer zu den Menschen, Jesus z.B. zu den Traurigen, zu den Beladenen, Paulus hier im Beispiel zu den frommen Athenern, oder zu den Korinthern. Paulus holt die Menschen ab, indem er sie in ihren Positionen abholt.

"Verhalten der Christen zu anderen Religionen" heisst das Thema hier. ...und da finde ich es mal wichtig, dass Mission die Menschen abholen will, eine Alternative aufzeigen will, die Freude über die gute Nachricht teilen will. Aber vielfach habe ich das Gefühl, dass, auch hier im Forum, vor allem gezeigt werden will, dass Evolution dämonisch ist, dass der Atheist in der Hölle landen wird, dass es die Hölle gibt.


Gruss Taube
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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Grasy » Mi 15. Okt 2008, 22:51

Taube hat geschrieben:Ich sage doch nichts anderes. Was soll das?


Hast du nicht 1.Kor 10 widersprochen und zwar derart daß Paulus eben anders denke? Genau auf das bezog sich das weitere.


Paulus redet in seiner Botschaft zu Menschen


Richtig.


Die einen sprechen lieber von der bösen Zeit,


Zwischen "lieber davon sprechen" und "lieber völlig verleugnen" ist aber auch ein gewisser Unterschied. Daß es in erster Linie um den Herrn Jesus geht sollte aber klar sein. Den hat ja auch Paulus gepredigt:

"wir aber predigen den gekreuzigten Christus, den Juden ein Ärgernis und den Griechen eine Torheit;" (1.Kor 1:23 - Lut1912)

"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:16 - Lut1912)

"Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden.« Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein HERR, reich über alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.« Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger?" (Röm 10:11-14 - Lut1912)


dass es die Hölle gibt.


Oder lieber darüber daß es die Hölle angeblich nicht gibt obwohl davon in der Bibel steht (was auch immer man sich jetzt darunter vorzustellen hat)? Nein darüber brauchen wir an der Stelle wirklich nicht zu diskutieren. Oder willst du? Wenn nicht was provozierst du's dann in die Richtung? Da gibt's genug andere Threads.


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Re: Verhalten der Christen zu anderen Religionen

Beitragvon Taube » Do 16. Okt 2008, 05:06

Grasy hat geschrieben:
Taube hat geschrieben:Ich sage doch nichts anderes. Was soll das?
Hast du nicht 1.Kor 10 widersprochen und zwar derart daß Paulus eben anders denke? Genau auf das bezog sich das weitere.

Nein!
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