Yoga

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 14:47

onThePath hat geschrieben:Doch, es sind oft genug zumindest von Außen indizierte Gehirnvorgänge, eigentlich unerfahrbare Wirklichkeiten werden im Gehirn "gespiegelt".

Es gibt die Trennung von Subjekt und Objekt, dies ist bereits eine Leistung des Bewußtseins. Das ist aber auch wieder "Innen", denn für das Gehin gibt es kein außen oder innen. Der Ursprung der Subjekt-Objekt-Dualität liegt bereits im Physiologischen, aufgrund der Grenzflächen, die ja alle Zellen und Organismen haben. Auf unserer Ebene mit dem Nervensystem, dem Gehirn und der Sprache sind diese Prozesse natürlich weitaus komplexer. Sie werden z.B. anschaulich geschildert durch diesen Vortrag bei TED: http://de.youtube.com/watch?v=UyyjU8fzEYU

Ich differenziere da. Selbst die Gehirnmanipulation durch Drogen kann außer Halluzinationen auch noch anders bewirken: Solche Grenzüberschreitungen. Deshalb ist so manches Kraut ja auch ein beliebtes "Hexenkraut" gewesen: Als Mittel zur Grenzüberschreitug. Das kann auch Trance bewirken.

Natürlich sie hat IMMER eine physiologische Komponente, da auch die Wirkung von Halluzinogenen physiologisch ist. Das Psychische ist eine Binnendifferenzierung, die mit dem Innen-Außen, mit dem Selbst-Sein und der Ich-Bildung verbunden ist. Die Phytotherapie war im übrigen auch Ausgangspunkt der modernen Medizin. Heute können diese Wirkungen klassisch nachgewiesen werden. Hingegen die Wirkung von homöopathischen Mitteln nicht. Sie beruhen auf dem ebenfalls sehr wirksamen Placebo-Effekt.
onThePath hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Es sind tranzendente Erfahrungen, aber das gilt ja für alles - das macht den Menschen aus, gegenüber dem Tier, das er offen ist für Erfahrungen - aber diese Offenheit ist begrenzt. Was er dann als "Überschreiten" bezeichnet, bezeichnet er in einem religiösen Kontext eben mit seinem Gottesbild. Es ist aber nach wie vor eine Vorstellung.


Entschuldige, aber solch eine Formulierung gefällt mir ganz und gar nicht.

Warum? Christus ist keine Vorstellung, er ist konkret . Nur viele machen ihn zu einem abstrakten Phänomen. Der Mensch ist konkret und wie es in Mt. 25 heißt, begegnen wir im geringsten Menschen Christus.


Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon onThePath » Di 30. Sep 2008, 15:13

Hallo, chrystal

Ich denke anscheinend ziemlich anders über Dinge wie mystische Erfahrungen und parapsychologische Phänomene, als Du.

Für mich steht fest, dass sie nicht nur Gehirnvorgänge sind, sondern Geschehnisse des Einwirkens des Jenseitigen auf das Hirn in Form von geistigen Dingen oder gar direkt Einwirkungen auf die physische Welt.

Natürlich, insofern sie echt sind.

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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 15:22

onThePath hat geschrieben:
Nenn' doch Namen, dann kann man ganz konkret darüber reden. Meinst du Hans Bender oder John Beloff?
Selbst unter "Parapsychologen" ist inzwischen klar, dass es wissenschaftliche Belege nicht geben wird. Alles andere ist dann den Systemen des Glaubens überlassen. Glauben kann man so gut wie alles.

Anders herum ist es wirklichkeitsnäher:

Jedem, der nachprüft, sollte es leicht sein, logisch zu erfassen, dass die Vorkommnisse nicht nur Glaubensdinge sind, sondern Dinge, die wissenschaftlich nicht erkärt werden können.

Und oft weder Täuschungen noch sonstwie unreal sind.

lg, oTp


Also keine Namen wie? Nun wissenschaftlich erklärt werden kann aber weitaus mehr, als das, was du dir bisher vorstellst.

Täuschungen sind auch real. Und die Folgen einer Täuschung - die Enttäuschung - auch. Wir sollten einmal über den Realitätsbegriff reden. Bei dir ist Realität alles Objektivierbare, außerhalb des einzelnen Bewußtseins, oder?

Zum realen Einfluss von Dämonen sagte Nikolaus von Cusanus dazu

"Über die Wesen, welche keine Vernunft haben, hat der Dämon Gewalt. Daher kann der Dämon auf unsere geistige Natur nicht einwirken. Denn was der Dämon fesselt, das fesselt er durch sich selbst und durch sein Einwirken. (...) Allein in den vernünftigen Geist kann außer dem Wort Gottes nichts einwirken, weil er Gott ähnlich ist, welcher ein Geist ist und zwischen Gott und dem Geiste ist keine vermittelnde Natur. Zwischen der Wahrheit und dem Geiste kann es keine dazwischenliegende Natur geben. Gott ist die Wahrheit; die Wahrheit wird im Geister erfasst. Nur Gott also dringt in die geistige Natur ein."( Philosophische und theologische Schriften.)

Es ist doch klar, dass jemand, der Dämonen austreiben will, auch Dämonen sucht und wahrnimmt. Und dass er dies Außerhalb von sich sucht. Daher kannst/willst du garnicht diese in dir selbst erkennen. Aber es gibt eben nur ein Innen ohne Außen. Das, was wir außen nennen, ist auch ein In-Gott -Sein - würdest du die Menschen in Gott sehen, wo wären dann die Dämonen?

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 15:41

Johncom hat geschrieben:Ich habe nicht versucht zu deuten. - Nein, das Christentum lehrt nicht das Leiden sondern dass mit den Leidenden sein, den Leidenden beistehn. So verstehe ich das zumindest.

Das verstehe ich auch so.
Das Koerperhafte leidet, auch das Koerperhafte an uns. Das Koerperhafte ist aber nicht alles, wir sind noch mehr. Und dieses "mehr" leidet und stirbt nicht. Wenn wir ... mit Christus auferstanden sind. Das fuehrt allerdings schon wieder weg vom Thema.

Nein. Der Mensch leidet immer als Ganzes - als Körper-Seele-Geist. Und da sind wir auch nicht mehr oder weniger, sondern das ist alles - das Ganze. Deshalb bezieht ja auch die Auferstehung nach christlicher Auffassung dieses Ganze - Körper-Seele-Geist - mit ein.

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Di 30. Sep 2008, 16:12

Enggi hat geschrieben:Ich bin gespannt, was Quigor an Werner Vogel gut findet.

Hi, Enggi!

Das kann ich sehr einfach beantworten: Vogel versucht, seinen christlichen Glaubensgeschwistern ihre Ängste vor dem Yoga zu nehmen und ihnen so dessen Segnungen zu ermöglichen. Das ist in meinen Augen eine noble Tat.
In diesem Sinne verstehe ich auch Johncoms Engagement - das ich allerdings mitnichten teile.
Soweit ich das verstanden habe, ist ein Teil der Diskussionsteilnehmer hier der Ansicht, der Yoga sei des Teufels... *g*, nun, dann überlaßt ihn halt "dem Teufel".
Und der andere Teil meint, der Yoga sei eine Art Gymnastik für Bewegungsfaule - *g*, gut, ist mir auch recht.
Chacon à son gout, nicht wahr?

Und gerade weil du (chrystal) nichts gegen Yoga hast bin ich froh, dass du Werner Vogels Seite für mich gelesen hast und ihn gründlich zerpflückst.

*Lol*, wie Johncom schon bemerkt hat, hat Chrystal dabei nichts über den Yoga selbst gesagt - durchaus löblicherweise; denn wie Vogel geschrieben hat:
"Wer nicht selbst Yoga geübt hat, kann sich ein Urteil über diesen Weg nicht erlauben."
Nun kann man sich natürlich ein Urteil über alles und jedes erlauben... nicht wahr?

Ueberhaupt kann ich mir Yoga ersparen, obwohl einige User gerne offen oder versteckt dafür Werbung machen.

Selbstverständlich kannst Du das.
Ich praktiziere Yoga täglich seit 33 Jahren - und ich versichere Dir: Ich würde Dir meine Variante davon nie und nimmer unterjubeln wollen.
Daß Du das gesamte Potential dieser Praxis verwirfst - ja, das steht Dir frei. Nur zu!
Daß in diesem Thread schon so manche, ... hm, "weniger qualifzierte" Bewertung über den Yoga getroffen wurde - yep, ich gebe es zu, nicht nur Johncom hat es geschmerzt, sondern auch mich. Aber nur kurz.


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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Di 30. Sep 2008, 16:20

chrystal hat geschrieben:Nein. Der Mensch leidet immer als Ganzes - als Körper-Seele-Geist.

Du irrst: Es gibt etwas in uns, das ist fern jeden Leidens.
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 16:25

quigor hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Nein. Der Mensch leidet immer als Ganzes - als Körper-Seele-Geist.

Du irrst: Es gibt etwas in uns, das ist fern jeden Leidens.


Naja - dann leidet er ja auch nicht - wofür war das also ein Gegenargument?

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon onThePath » Di 30. Sep 2008, 20:15

chrystal hat geschrieben:Also keine Namen wie?

Ja, Bender war einer von ihnen. Aber da Du anscheinend kein ehrliches Interesse hast, warum fragst Du dann überhaupt nach Namen von Parapsycologen ? Du wirst Dich ja doch nicht mit ihren Publikationen auseinander setzen.


Nun wissenschaftlich erklärt werden kann aber weitaus mehr, als das, was du dir bisher vorstellst.


Ach ja ? Klingt nur pauschal, mehr nicht.


Es ist doch klar, dass jemand, der Dämonen austreiben will, auch Dämonen sucht und wahrnimmt. Und dass er dies Außerhalb von sich sucht. Daher kannst/willst du garnicht diese in dir selbst erkennen. Aber es gibt eben nur ein Innen ohne Außen. Das, was wir außen nennen, ist auch ein In-Gott -Sein - würdest du die Menschen in Gott sehen, wo wären dann die Dämonen?
[/quote]

Ja, ja und wer meint Jesus war im Irrtum, der meint, Dämonen vollig verbannen zu können aus seiner Vorstellungswelt. Aber dadurch werden sie genauso wenig Nichtexistent wie Gott durch die Meinung der Atheisten.

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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 21:12

Johncom hat geschrieben:Nun, die körperlichen und geistigen Wirkungen sind ja das eigentliche im Yoga. Die 'Qualitaet' des Yoga-Lehrers, sein Erfolg mit den Schuelern, ist das was ihn ausmacht. Im Yoga Unterricht werden keine Vortraege erwartet, es wird mit Koerper und Wahrnehmung gearbeitet. Und je wortloser desto qualitativer wird dann oft der Prozess.

Natürlich - aber der Ruf des Yoga-Lehrers ist eben nicht gerade unwichtig. Oder diskutieren wir das auf der ebene von Gymnastik? Vogel hat den bedeutendsten esoterischen Verlag. Also er ist nicht irgendwer.
Johncom hat geschrieben:Dann schiessest Du Dich auf einige Ungereimtheiten ein. Halb oder sogar falsch zitierte Kirchenvaeter ? Muss zugeben, das Karl Rahner Zitat kannte ich auch nur in der gekuerzten Version. - In dem Punkt geb ich Dir aber Recht .. wenn das wirklich so ist: Ein geweihter Priester, der seit 30 Jahren das Amt ruhen laesst, sollte sich dann auch nicht als Priester vorstellen. Eher als Gymnasiallehrer, also dass was er wohl neben der Yoga Taetigkeit durchgehend ausgeuebt hat. Aber nochmal: Der Yoga Schueler gewinnt das Vertrauen zum Lehrer in der realen Praxis. Die Yoga Welt ist nicht eine Welt, die sich der akademischen Kritik aussetzen muss.

Nein - akademische Kritik habe ich auch nicht geübt. Mir ging es darum, daß ich Zweifel an seiner Wahrhaftigkeit und Redlichkeit habe, die ich auch belegen konnte.
Karl Rahner wird in diesen Kreisen immer wieder zitiert, aber keiner macht sich die Mühe, diesen Aufsatz zu lesen und auch keiner interessiert sich wirklich für die Theologie von Karl Rahner.
Was Werner Vogel auf diese Website schrieb ist ein Artikel fuer die Zeitschrift "Deutsches Yoga Forum”. Nicht an Theologen gedacht, aber bestimmt auch als Ermunterung zu verstehen fuer Laien, die immer wieder solche 'christlichen' Vorurteile anhoeren duerfen.

Du machst jetzt auf naiv? Hier geht es schlichtweg um "Bauernfängerei". Ich habe mich da wohl falsch ausgedrückt - als ich die Haltung kritisiert habe, die er durch das Zitat von Lindenberg aufzeigte. Also ich präzisiere das, weil das auch genau das Problem ist, auf das meine Überschrift zielte und das mir in seiner ganzen Tragweite durch diesen Beitrag von ihm überhaupt klar geworden ist.

“So wird ein Hindu durch die Ausübung der Yoga-Praxis ein besserer Hindu, ein Buddhist ein besserer Buddhist, ein Jude ein besserer Jude, ein Mohammedaner ein besserer Mohammedaner, ein Christ ein besserer Christ.”

Die Yoga Praxis ist ohne die geistige Haltung bloß eine reine Körperübung. Durch den entsprechenden Lehrer kommt eine "spirituelle" Ergänzung hinzu. Der Lehrer hat da also großes Gewicht, hinsichtlich der Motivation und Deutung. Ein nicht erleuchteter Lehrer, kann auch wohl kaum seine Schüler zur Erleuchtung führen. Nur was bitte bedeutet im Yoga Erleuchtung? Sie ist zumindest nicht dasselbe wie das Erwachen im Buddhismus.
Lindenberg konnte nur aus völliger Unkenntnis der buddhistischen Praxis diesen Spruch loslassen. Der eignent sich aber wiederum hervorragend, um zu belegen, daß Yoga für alles gut ist. Das kann ich auch für den Zen-Buddhismus sagen. Nur - dann kann ich das doch auch gleich ganz lassen.
Nun, warum soll ein Christ durch Yoga nicht ein besserer Christ werden ? Ein Buddhist ein besserer Buddhist ? Mein Ansatz waere es, Yoga-praktizierende Christen oder Buddhisten selbst zu befragen. In dieser von Wladimir Lindenberg bestimmt "freundlich und wohlgemeinten" Aussage erkenne ich wirklich keinen Denkfehler. Und auch Lindenberg ist als Schriftsteller zitiert, nicht als Wissenschaftler oder Theologe.

Weil ein Christ nur durch Christus ein besserer Christ wird - und Yoga ist da die falsche Ebene. Und auch ein Buddhist, wird nur durch Buddha ein besserer Buddhist. Er lässt sich ganz auf den Weg ein, der Christus ist - oder Buddha und praktiziert den achtfachen Pfad.
So wie jemand im Yoga nicht zur Erleuchtung kommt, wenn sein Lehrer nicht erleuchtet ist, so kommt er auch nicht näher zu Christus, wenn sein Lehrer da Probleme mit hat. Das ist eben nicht beliebig und auch nicht neutral. Wer aber stellt fest, was Erleuchtung im Yoga ist? Offenbar ist es etwas, was man durch die Praxis erreichen kann. Das nun wieder ist eben dem Buddha völlig entgegengesetzt - und auch dem Christus. Weil es nicht durch uns zu erreichen ist, ist Christus in die Welt gekommen.
Da liegt der Unterschied. Der Yoga ist ein Programm, wie sich das Selbst durch sich selbst erhöht.

Und dies zeigt sich im Argument bei Vogel - was er mit dem Thomas von Aquin-Zitat zu belegen glaubt. Und was ja auch wieder keiner seiner Leser wohl beurteilen wird. Und alle nicken ehrfürchtig.
Es gibt für den Menschen eben keine Möglichkeit, durch die Entwicklung seiner eigenen Fähigkeiten näher zu Gott zu kommen oder Gnade zu finden. Gnade ist allein die Entscheidung Gottes und er gibt sie, dem, dem er sie geben will.
Die einzige Möglichkeit die aber jemand hat, ist die durch Christus.
Somit wird niemand ein besserer Christ durch Yoga. Daher kann man diesen Zusammenhang einfach streichen.

Ich versuch mal, meinen Eindruck zu Deiner Arbeit zusammen zu fassen: Du bist in Vogels Darstellung auf Fehler gestossen und hast diese hervorgehoben. Seine Absicht aber war es wohl weniger, "nachzuweisen dass Yoga fuer die christliche Botschaft nuetzlich ist", sondern aufzuzeigen, warum Yoga fuer ihn persoenlich - und als Christ - eine wahre Bereicherung ist, die vor allem auch die spirituellen Ebenen aufschliesst. Denn wenn Yoga in Bezug zu Religion steht, und nicht nur zu physischer Gesundheit, kommt es oft zu einer Erkenntniserweiterung. Und in der liegt die "eigentliche" Chance, auch .. aber nicht nur fuer den Christen.

Erkenntniserweiterung für einen Christen ergibt sich nur durch Christus und durch das Studium der Evangelien. Wenn er dieses nicht leistet und niemanden hat, mit dem er dieses Studium ebenso ernsthaft betreibt, wie den Yoga, dann funktioniert das nicht. Die spirituelle Ebene wird immer auch durch den Geist des Lehrers beeinflusst.
Johncom hat geschrieben: Kenne ich Gott, und kennt Gott mich ? "Wer in Gottes Grund kommen will, der muss in seinen eigenen Grund kommen" sagte Meister Eckhart.

Mich interessiert, wo Eckhart das gesagt hat und in welchem Zusammenhang.
Eckhart ist sehr schwer zu verstehen und Quint hat ihn auch teil schlecht übersetzt. Er war ein Erwachter, der in seinen Predigen seine Erfahrung vollkommen ausdrücken konnte. Er konnte diesen Grund denken und erfahren und beides gehört auch zusammen. Daher ist der Begriff vom Grund das eine, was er mit Erfahrung meint, ist die andere Seite davon. In der Armutspedigt z.B. schreibt er:
"Alles, was je aus Gott kam, das ist gestellt auf ein lauteres Wirken. Das dem Menschen zubestimmte Wirken aber ist: Lieben und Erkennen. Nun ist es eine Streitfrage, worin die Seligkeit vorzüglich liege. Etliche Meister haben gesagt, sie liege in der Liebe, andere sagen, sie liege in der Erkenntnis und in der Liebe, und die treffen's (schon) besser. Wir aber sagen, daß sie weder in der Erkenntnis noch in der Liebe liege; es gibt vielmehr ein Etwas in der Seele, aus dem Erkenntnis und Liebe ausfließen; es selbst erkennt und liebt nicht, wie's die Kräfte der Seele tun. Wer dieses (Etwas) kennen lernt, der erkennt, worin die Seligkeit liegt. Es hat weder Vor noch Nach, und es wartet auf nichts Hinzukommendes, denn es kann weder gewinnen noch verlieren. Deshalb ist es auch des Wissens darum, daß Gott in ihm wirke, beraubt; es ist vielmehr selbst dasselbe, das sich selbst genießt in der Weise, wie Gott es tut.
So quitt und ledig also, sage ich, soll der Mensch stehen, daß er nicht wisse noch erkenne, daß Gott in ihm wirke, und so kann der Mensch Armut besitzen."
Geuebte Yoga-Praktizierende koennen in diesen inneren Grund einkehren, die Seeligkeit miterleben und in ihr auftanken. Manche beschreiben dieses Erleben als eine Gnade, aber was nuetzt das Theoretisieren ueber Gnade oder eigene Bemuehung ?

Da haste Eckhart mißverstanden.
Es geht auch nicht ums auftanken, so schön das auch für den einzelnen ist. Gnade ist wie Erleuchtung für eine Zuschreibung nicht geeignet. Es ist sicherlich gut, sich wohl zu fühlen, aber es sind ja nicht gerade die Leute aus den favelas, die Yoga praktizieren, damit sie sich besser fühlen, oder?
Qui bono, ganz genau.

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Re: Yoga

Beitragvon Enggi » Di 30. Sep 2008, 21:58

quigor hat geschrieben:Das kann ich sehr einfach beantworten: Vogel versucht, seinen christlichen Glaubensgeschwistern ihre Ängste vor dem Yoga zu nehmen und ihnen so dessen Segnungen zu ermöglichen. Das ist in meinen Augen eine noble Tat.

Danke für deinen Beitrag, quigor. Ich werde als Nicht-Yoga-Treibender versuchen, hier drin weniger zu schreiben, ausser mich sticht wieder der Hafer.

Eigentlich würde ich sowieso lieber Musik hören, als zu schreiben.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Yoga

Beitragvon Grasy » Di 30. Sep 2008, 22:44

quigor hat geschrieben:Vogel versucht, seinen christlichen Glaubensgeschwistern ihre Ängste vor dem Yoga zu nehmen und ihnen so dessen Segnungen zu ermöglichen.


:?: - Ich würde es nicht unbedingt als Segen bezeichnen Esoterik, fernöstlichen Religionen oder Dämonen die Tür aufzustossen.
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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Di 30. Sep 2008, 22:50

Hallo Chrystal

Wenn man z.B Geschehnisse vorausträumt , müsste man doch eher geistig erweitert, denn beschränkt sein!?

Meine Schwägerin fiel bei der Geburt von meinem Neffen ins Koma. Zeitgleich bin ich im Traum "erwacht" und vor mir stand eine Gestalt aus gelbem Licht. Sie sah aus wie eine Kopie von meiner Schwägerin, nur eben aus Licht und etwas grösser. Sie packte mich und riss mich nach vorne. Dann bin ich "richtig" aufgewacht und habe mir die genaue Uhrzeit gemerkt. Anderntags erfuhr ich das ganze Drama.

Ich hatte keine Ahnung, dass sie überhaupt schon im Spital war. Auch im Vorfeld hatte ich keinerlei Bedenken,weil ihre SS optimal verlaufen war.Auch von einem mentalen oder emotionalen Draht kann keine Rede sein, denn sie ist mir völlig wesensfremd, ich fühlte mich also auf keine Art und Weise mit ihr besonders verbunden.
War das jetzt bloss eine Halluzination, Deiner Diagnose nach?

Liebe Grüsse von einer geistig Behinderten!
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Re: Yoga

Beitragvon Grasy » Di 30. Sep 2008, 23:24

Um hier jetzt auch noch auf die Diskussion zu Werner Vogel einzugehen:

Werner Vogel beschreibt auf der Seite (Quelle: http://www.yoga-journal.ch/erfahrungen_ ... _dem_y.htm) Yoga als einen der wichtigsten spirituellen Wege und bezieht das auf den inneren Weg zur Vollendung des Menschseins. Dann braucht's also Yoga und nicht des Erlösers Jesus Christus? Yoga wird nämlich - und das wird auf der Seite auch gar nicht verheimlicht - von Menschen unterschiedlicher Religionen ausgeübt. Da sollen unter anderem angeblich Juden bessere Juden werden und Buddhisten bessere Buddhisten und Christen bessere Christen. Also kurz: Alle sollen besser werden? :shock: - Scheint also ein richtiges Wundermittel zu sein. Seltsam ist dann aber durchaus daß Yoga eigentlich nicht in der Bibel gelehrt wurde! Wie das wenn es doch so wichtig ist? Weder im AT noch im NT. Yoga kann nie und nimmer eine Alternative zu Jesus Christus darstellen! Yoga kann nicht allen Religionen einfach so das Evangelium reinspülen. Ebenso wenig kann es eine Antwort für die Sünde von uns Menschen sein.

Er schreibt weiter von einer verwandelnden Kraft des Yoga und vom spirituellen Reichtum des Ostens in Verbindung mit Yoga. Wurde hier nicht ständig versucht gerade solche Aspekte dem Yoga abzusprechen? Aber nicht nur das. Auch von "Urenergiefelder", "reiner Lebenskraft", "reinen Schwingungen", und "göttlicher Sphäre" kann man lesen. Durch was? Durch Yoga? Hallo?! Da schrillen doch ständig die Alarmglocken! Mein Sportlehrer hat von so was eigentlich doch nicht wirklich was zu berichten gewusst.


Mfg,
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Di 30. Sep 2008, 23:51

heuschrecke hat geschrieben:Hallo Chrystal

Wenn man z.B Geschehnisse vorausträumt , müsste man doch eher geistig erweitert, denn beschränkt sein!?

Meine Schwägerin fiel bei der Geburt von meinem Neffen ins Koma. Zeitgleich bin ich im Traum "erwacht" und vor mir stand eine Gestalt aus gelbem Licht. Sie sah aus wie eine Kopie von meiner Schwägerin, nur eben aus Licht und etwas grösser. Sie packte mich und riss mich nach vorne. Dann bin ich "richtig" aufgewacht und habe mir die genaue Uhrzeit gemerkt. Anderntags erfuhr ich das ganze Drama.

Ich hatte keine Ahnung, dass sie überhaupt schon im Spital war. Auch im Vorfeld hatte ich keinerlei Bedenken,weil ihre SS optimal verlaufen war.Auch von einem mentalen oder emotionalen Draht kann keine Rede sein, denn sie ist mir völlig wesensfremd, ich fühlte mich also auf keine Art und Weise mit ihr besonders verbunden.
War das jetzt bloss eine Halluzination, Deiner Diagnose nach?

Liebe Grüsse von einer geistig Behinderten!


Ich denke, man muss sich nicht alles erklären. Es hat wohl eine Verbindung zwischen euch gegeben und von wesenfremd würde ich nie ausgehen. Das denkst du, aber dein Wesen sieht das offenbar anders.
Wie geht es denn deiner Schwägerin jetzt?
Ich selbst habe solche Dinge auch erlebt - ich lass dies einfach so sein und ergründe das nicht tiefer.

Von einem bestimmten Horizont her sind wir alle mehr oder weniger geistig behindert.

Lieben Gruß
chrystal
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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Mi 1. Okt 2008, 10:05

Wo ist meine Antwort an Chrystal?
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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 10:45

Enggi hat geschrieben:Ich werde als Nicht-Yoga-Treibender versuchen, hier drin weniger zu schreiben, ausser mich sticht wieder der Hafer.
Eigentlich würde ich sowieso lieber Musik hören, als zu schreiben.

Hi, Enggi!

So sehr ich auch verstehen kann, daß Dir Musik lohnender und schöner erscheint, als hier auf eine Tastatur zu klopfen, möchte ich doch nicht den Eindruck erwecken, Dir eine Beteiligung an der laufenden Diskussion vermiesen zu wollen.

Ich selbst beteilige mich mit dem größten Vergnügen an den Gesprächen mit den (katholischen) Theologen unseres Forums - ich nehme allerdings Abstand davon, ihnen ihr eigenes Fach zu erklären: Sie sind dabei nämlich ein gewaltiges Stück kompetenter als ich. Damit stellen sie eine reiche Quelle des Wissens für interessierte Banausen wie mich dar, und gerade aufgrund ihrer hohen Qualifikation gehen sie gelassen und souverän auch noch mit meinen unbedarftesten Meldungen und Anfragen zum Thema um. Ich gehe aber davon aus, daß sich diese amikale und großzügige Haltung in Befremden verwandeln würde, wenn ich mich dazu verstiege, mit größter Bestimmtheit Aussagen zu tätigen, die jeglicher festen Basis entbehrten.

So lasse es Dich bitte nicht verdrießen, hier - auch durchaus kritisch, hinterfragend und prinzipiell ablehnend - mitzuschreiben, wann immer es Dich gelüstet.
Nur einem Yogi wie Johncom zu erklären, was das Wesen dessen ist, was er praktiziert - das ist gewagt; im Gegensatz zu einem Nicht-Yogi kennt er es nämlich.
Letzteres ist allerdings nicht speziell an Deine Adresse gerichtet. ;)
Johncom wäre eine prachtvolle Auskunftsquelle zum Thema Yoga; er ist auch sichtlich bereit, sich diesbezüglich "benützen" zu lassen... Wieso tut ihr das eigentlich nicht?


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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 11:00

chrystal hat geschrieben:
quigor hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Nein. Der Mensch leidet immer als Ganzes - als Körper-Seele-Geist.

Du irrst: Es gibt etwas in uns, das ist fern jeden Leidens.

Naja - dann leidet er ja auch nicht - wofür war das also ein Gegenargument?

Lol!
Er leidet nicht, wenn er auf es "zugreifen" kann...

Und wenn wir schon bei diesem "es" sind:
Da haste Eckhart mißverstanden.

Das hast Du an Johncom geschrieben.
Und einen Absatz davor hast Du selbst Eckhart zitiert, und zwar folgende Passage:
"Alles, was je aus Gott kam, das ist gestellt auf ein lauteres Wirken. Das dem Menschen zubestimmte Wirken aber ist: Lieben und Erkennen. Nun ist es eine Streitfrage, worin die Seligkeit vorzüglich liege. Etliche Meister haben gesagt, sie liege in der Liebe, andere sagen, sie liege in der Erkenntnis und in der Liebe, und die treffen's (schon) besser. Wir aber sagen, daß sie weder in der Erkenntnis noch in der Liebe liege; es gibt vielmehr ein Etwas in der Seele, aus dem Erkenntnis und Liebe ausfließen; es selbst erkennt und liebt nicht, wie's die Kräfte der Seele tun. Wer dieses (Etwas) kennen lernt, der erkennt, worin die Seligkeit liegt. Es hat weder Vor noch Nach, und es wartet auf nichts Hinzukommendes, denn es kann weder gewinnen noch verlieren. Deshalb ist es auch des Wissens darum, daß Gott in ihm wirke, beraubt; es ist vielmehr selbst dasselbe, das sich selbst genießt in der Weise, wie Gott es tut.
So quitt und ledig also, sage ich, soll der Mensch stehen, daß er nicht wisse noch erkenne, daß Gott in ihm wirke, und so kann der Mensch Armut besitzen."

Das ist in meinen Augen eine recht plastische Beschreibung.
Und da glaubst Du wirklich, daß Johncom Eckhart mißverstanden hätte? :mrgreen:


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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Mi 1. Okt 2008, 11:01

Ich selbst habe solche Dinge auch erlebt - ich lass dies einfach so sein und ergründe das nicht tiefer.


Hallo Chrystal

Wie jetzt? Du wolltest doch konkrete Beispiele,damit Du es "wissenschaftlich" analysieren könntest! Meine Frage war: "Ist mein Erlebnis eine Halluzination?" Ja oder Nein?

Ohne Ergründung der Dinge kann man auch nichts beurteilen! Dann muss ich also annehmen, dass Deine Beurteilungen auf blossen Behauptungen oder irgendwas Gelesenem beruhen?

Das enttäuscht mich jetzt aber!
Liebe Grüsse
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Re: Yoga

Beitragvon Robby » Mi 1. Okt 2008, 11:05

quigor hat geschrieben: Nur einem Yogi wie Johncom zu erklären, was das Wesen dessen ist, was er praktiziert - das ist gewagt; im Gegensatz zu einem Nicht-Yogi kennt er es nämlich.
Letzteres ist allerdings nicht speziell an Deine Adresse gerichtet. ;)
Johncom wäre eine prachtvolle Auskunftsquelle zum Thema Yoga; er ist auch sichtlich bereit, sich diesbezüglich "benützen" zu lassen... Wieso tut ihr das eigentlich nicht?

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Hi Quigor

Ein Christ muss Yoga nicht selber praktiziert haben, um beurteilen zu können, welche Gefahren davon ausgehen können. Schliesslich gibt es genug Informationen darüber, welche Ziele und Herkunft Yoga beinhalten.


Lieber Gruss
Robby
Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süss und Süsses bitter nennen!Jesaja 5,20
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Re: Yoga

Beitragvon Robby » Mi 1. Okt 2008, 11:12

heuschrecke hat geschrieben:Wo ist meine Antwort an Chrystal?


Nicht abgeschickt, verloren? Auf jeden Fall nicht durch uns gelöscht.


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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 11:27

heuschrecke hat geschrieben:
Ich selbst habe solche Dinge auch erlebt - ich lass dies einfach so sein und ergründe das nicht tiefer.


Hallo Chrystal

Wie jetzt? Du wolltest doch konkrete Beispiele,damit Du es "wissenschaftlich" analysieren könntest! Meine Frage war: "Ist mein Erlebnis eine Halluzination?" Ja oder Nein?

Ohne Ergründung der Dinge kann man auch nichts beurteilen! Dann muss ich also annehmen, dass Deine Beurteilungen auf blossen Behauptungen oder irgendwas Gelesenem beruhen?

Das enttäuscht mich jetzt aber!
Liebe Grüsse


Wissenschaftlich ließe sich das nur ergründen, wenn ich dich analysierte und dazu müsste ich dich persönlich längeren Tests unterziehen. Hier - im Forum - lasse ich das so bestehen, als deine Geschichte, die ich nicht hinterfrage. Ansonsten hinterfrage sich jeder selbst. Das tue ich auch und da gibt es viele Erlebnisse, die ich einfach so stehen lasse und mich darum nicht weiter kümmere.

Du magst über meine Beurteilungen denken, was du willst. Wie bitte, soll ich dich denn widerlegen? Widerlegen kann ich nur Aussagen und Sätze, deine Erlebnisse nicht.
Und wenn ich dich enttäusche, sei froh, Enttäuschungen sind allemal positiv. Sie geben uns Hinweise über unsere Täuschungen. Und da du mich nicht kennst, ist Täuschung wohl das Normale.

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 11:33

Grasy hat geschrieben: :?: - Ich würde es nicht unbedingt als Segen bezeichnen Esoterik, fernöstlichen Religionen oder Dämonen die Tür aufzustossen.

Hi, Grasy!

Nun, da siehst du, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind! ;)
Wenn ich Dir auch gerne zugestehe, daß Dir an Dämonen, anderen Religionen und Horoskopen etc. mit Sicherheit nichts liegt, habe ich mich doch gewundert, daß Du einen dermaßen bewährten Weg der "Innenschau" nur in diese Richtungen deuten willst.

In Deinem nächsten Beitrag ist mir Deine Ablehnung allerdings klarer geworden:
Seltsam ist dann aber durchaus daß Yoga eigentlich nicht in der Bibel gelehrt wurde! Wie das wenn es doch so wichtig ist? Weder im AT noch im NT.

Ja - auch in meinen Augen ein gewisser Mangel... der Bibel nämlich. Aber im Grunde ist das nicht so schlimm: Es steht auch von den Segnungen beispielsweise der Elektrizität nichts in der Bibel - und doch dürfen wir uns alle daran erfreuen.

Yoga kann nie und nimmer eine Alternative zu Jesus Christus darstellen!

Der Yoga versteht sich nicht als "Alternative", zu welcher Religion auch immer. Er ist eine Methode - die "Zugtiere" unter das "Joch" zu vereinen und so den "Wagen" in ein funktionsfähiges und lenkbares Gefährt zu verwandeln. Die Richtung gibst Du dann selbst vor.

Er schreibt weiter von einer verwandelnden Kraft des Yoga und vom spirituellen Reichtum des Ostens in Verbindung mit Yoga. Wurde hier nicht ständig versucht gerade solche Aspekte dem Yoga abzusprechen?

Ja, leider.
Es ist, als würde man einen 300-PS-Boliden damit anpreisen, daß er so hübsche Felgen habe. Hat er, gar keine Frage - aber sein wirklicher Vorzug liegt in seiner Kraft.


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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 11:43

chrystal hat geschrieben:Ich denke, man muss sich nicht alles erklären.
...
Ich selbst habe solche Dinge auch erlebt - ich lass dies einfach so sein und ergründe das nicht tiefer.

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Na, dafür hast Du aber ziemlich große Töne gespuckt gegenüber oTp und dem Heugümper...

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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Mi 1. Okt 2008, 11:53

Ansonsten hinterfrage sich jeder selbst. Das tue ich auch und da gibt es viele Erlebnisse, die ich einfach so stehen lasse und mich darum nicht weiter kümmere.


Hallo Chrystal

Entweder man lässt etwas stehen oder man hinterfragt es. Wenn man etwas hinterfragt, kommt man der Sache nach und nach auch auf den Grund, man kommt also unweigerlich tiefer und würde folglich auch meine Frage beantworten können. Mit Begründung sogar, welche man in der Tiefe gefunden hat!

Geschehnisse(ob eigene oder fremde), die man also einfach stehen lässt, kann man logischerweise auch nicht beurteilen. Konkret; Du weisst also nicht mal bei Dir selbst, ob Du halluzionierst? Hier willst Du Dich dann aber als kritische, bodenverhaftete, realistische Wissenschaftlernatur präsentieren!

Belustigte Grüsse :lol:
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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 11:54

Robby hat geschrieben:Ein Christ muss Yoga nicht selber praktiziert haben, um beurteilen zu können, welche Gefahren davon ausgehen können. Schliesslich gibt es genug Informationen darüber, welche Ziele und Herkunft Yoga beinhalten.

Hi, Robby!

Na, das klingt doch schon moderater als der Beitag von Silas auf der ersten Seite dieses Threads, in dem er feststellt:
"Für einen Christen wird Yoga im Dämonenkult enden." :mrgreen:

Was die Informationen zum Yoga betrifft: Kommen sie Dir nicht teilweise recht widersprüchlich vor? Und prüfst Du die Quellen dazu auch nach der Erfahrung mit der Methodik, oder nur nach der "korrekten" christlichen Einstellung?


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Re: Yoga

Beitragvon Robby » Mi 1. Okt 2008, 12:06

quigor hat geschrieben: Was die Informationen zum Yoga betrifft: Kommen sie Dir nicht teilweise recht widersprüchlich vor? Und prüfst Du die Quellen dazu auch nach der Erfahrung mit der Methodik, oder nur nach der "korrekten" christlichen Einstellung?
mfg
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Die christliche Quelle hat für mich zugegebenermassen Priorität. Jedoch zeigen auch neutrale Quellen wie Wiki u.a. den Ursprung und das Ziel der verschiedensten Yoga-Arten auf.


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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 12:18

heuschrecke hat geschrieben:
Ansonsten hinterfrage sich jeder selbst. Das tue ich auch und da gibt es viele Erlebnisse, die ich einfach so stehen lasse und mich darum nicht weiter kümmere.


Hallo Chrystal

Entweder man lässt etwas stehen oder man hinterfragt es. Wenn man etwas hinterfragt, kommt man der Sache nach und nach auch auf den Grund, man kommt also unweigerlich tiefer und würde folglich auch meine Frage beantworten können. Mit Begründung sogar, welche man in der Tiefe gefunden hat!

Geschehnisse(ob eigene oder fremde), die man also einfach stehen lässt, kann man logischerweise auch nicht beurteilen. Konkret; Du weisst also nicht mal bei Dir selbst, ob Du halluzionierst? Hier willst Du Dich dann aber als kritische, bodenverhaftete, realistische Wissenschaftlernatur präsentieren!

Belustigte Grüsse :lol:


Ich hatte bisher keine Halluzinationen - und auch keine Wahnvorstellungen. Sollte das jemals eintreten, dann begebe ich mich in entsprechende Hände. Sofern ich das selbst behandeln kann, tue ich das zunächst auch. Aber - wie gesagt - weder glaube ich einem Voggenhuber, noch habe ich je fliegende Bänke gesehen, noch spukst bei mir. Offenbar gibt es bei mir einen Schutzkreis, durch den das Okkulte nicht dringen kann. Liegt wohl an meiner grundlegenden Skepsis.

Und ich habe auch Humor und lass mich überraschen, was Menschen sich so alles einfallen lassen, um wichtig genommen zu werden. Der Mensch ist Anerkennung, sagte Arnold Gehlen.

Wenn man die Dinge hinterfragt, erkennt man so manche Hintergründe - die liegen entweder in der Person oder in der Sache oder in beidem Da ich dich nicht persönlich kenne, kann ich über dich keine Angaben machen. Wenn ich eigene oder auch fremde Geschehnisse so stehen lasse, wie sie sind, dann liegt darin auch schon eine Wertung. Das, was für mich keine Bedeutung hat, das nehme ich auch nicht wahr. Dämonen haben für mich keine Bedeutung. Für andere schon - mit diesen Menschen habe ich keinen Kontakt - ich arbeite und lebe mit Menschen, die auf solche Sachen keinen Wert legen.
Und auf Sensationen bin ich auch nicht begierig. Wissenschaftliche Sensationen sind entweder Betrug oder das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit.

Und nun frag dich mal, was du von mir wirklich willst.

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 12:23

quigor hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Ich denke, man muss sich nicht alles erklären.
...
Ich selbst habe solche Dinge auch erlebt - ich lass dies einfach so sein und ergründe das nicht tiefer.

:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Na, dafür hast Du aber ziemlich große Töne gespuckt gegenüber oTp und dem Heugümper...

mfg
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Erklär' das mal ein bißchen genauer.
Und dann lies auch erstmal genauer, was ich geschrieben habe und in welchem Kontext. Mir scheint, du geheimst da was hinein, was da nicht steht.
Du wirst mir aber nachsehn, daß ich hier nicht meine Erfahrungen ausbreite - auf die ich im übrigen auch nichts groß gebe - denn was sollte das für einen Sinn haben, wenn wir uns unsere Banalitäten gegenseitig vorrechnen. Du hast 33 Jahre Yoga - ich 20 Jahre Nicht-Yoga. Was ist wohl "besser", höher und weiter?

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Mi 1. Okt 2008, 12:35

Es hat wohl eine Verbindung zwischen euch gegeben und von wesenfremd würde ich nie ausgehen. Das denkst du, aber dein Wesen sieht das offenbar anders.


Nein Chrystal! Wesen-tliches unterscheidet bzw. trennt uns. Sie kommt schonmal aus einer anderen Kultur, mit der ich überhaupt nix anfangen kann. Afrika sagt mir gar nichts und hat mich auch noch nie näher interessiert. Die meisten Afrikaner, die ich kenne, sind mir zu grob, zu grell, zu archaisch irgendwie!

Zwischen mir und ihr liegen Universen. Man sieht das schon äusserlich. Sie ist so ein typisches afrikanisches Powerpaket, grell, laut, extrovertiert und ich genau das Gegenteil. Neben ihr muss ich wohl wie eine Elfe wirken; pastellig, leise, introvertiert. Ich habe auch tatsächlich Mühe mit ihren grobstofflichen Energien. Wenn sie vor mir steht, habe ich oft das GEfühl, dass sie mich beim Ausatmen wegbläst. :lol:
Genauso grob ist auch ihre Sprache, ihre Gesten, ihre Umgangsformen. Die meisten Leute(also nicht nur Mimosen) schrecken vor ihr förmlich zurück! Unsere Interessen und vorallem unsere Wertvorstellungen sind nicht zu vereinbaren, wie gesagt, 2 Welten für sich!

Was uns verbindet, ist einzig und allein mein Neffe! Der Junge ist mir LEIDER sehr ähnlich. Er ist äusserst feinfühlig. Ich kann nur hoffen, dass er nicht unter die Räder kommt. Er macht das aber bis jetzt erstaunlich gut, obwohl da jedem Kinderpsychologen wohl die Haare zu Berge stehen würden. Denn man hat das Gefühl, dass der noch nicht mal 3 Jahre alte Junge seine Mutter therapiert! :shock:

Er sagt ihr z.B. regelmässig, sie solle ihn nicht anschreien. Das, was er und nicht nur er als Anschreien empfindet, ist leider ihr normaler Tonfall. Er muss ihr auch direkt an den Kopf sagen, dass er in den Arm genommen werden möchte, denn von alleine merkt sie das nicht! Er duscht sich auch schon selbst! Kuscheln sei nur was für Babys hat er mir letztens erklärt. Da steht mir manchmal fast das Herz still!

Ich gehe mit einem knapp 3jährigen Kind anders um!

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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 12:43

quigor hat geschrieben: Er ist eine Methode - die "Zugtiere" unter das "Joch" zu vereinen und so den "Wagen" in ein funktionsfähiges und lenkbares Gefährt zu verwandeln. Die Richtung gibst Du dann selbst vor.

Und wer ist dieses "Selbst"? Dass die dhyanas Methoden sind, um den Geist zu konzentrieren und zu sammeln ist garnicht das Problem. Wer lenkt das Gefährt? Wer bist du, dass du glaubst, du könntest die Richtung vorgeben.
Im Buddhismus gibt es keinen Lenker, keinen Täter, sondern nur die Tat. Daher ist im Buddhismus die Meditation auch nur ein Aspekt unter den acht Gliedern des Pfades.

quigor hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Er schreibt weiter von einer verwandelnden Kraft des Yoga und vom spirituellen Reichtum des Ostens in Verbindung mit Yoga. Wurde hier nicht ständig versucht gerade solche Aspekte dem Yoga abzusprechen?

Ja, leider.
Es ist, als würde man einen 300-PS-Boliden damit anpreisen, daß er so hübsche Felgen habe. Hat er, gar keine Frage - aber sein wirklicher Vorzug liegt in seiner Kraft.

Ja. Kraft mag ein Vorzug sein. Aber allein ist sie nichts. Ohne Richtung ist sie blind. Auch als feine Kraft ist sie nur Strömung, Wirbel, und Entäußerung. Daher bedarf es einer Orientierung, eines Eingebetteseins in den Alltag. Und genau das ist die grundlegende Schwäche des Yoga.
Daher braucht der 300-PS-Bolide eine Bahn und Regeln und Praxis, um ihn adäquat zu nutzen.
Mir scheint er steht nur in der Garage herum und soll bewundert werden. Das ist auch angesichts der Klimabedingungen die zukünftige und vernunftgemäße Nutzung. :lol: Netter Vergleich mit Yoga. Hinkt kaum.

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon quigor » Mi 1. Okt 2008, 12:45

chrystal hat geschrieben:Erklär' das mal ein bißchen genauer.

Hi, chrystal!

Bereits bei diesem Satz habe ich aufgemerkt - er schien mir ein wenig ruppig formuliert. Ich beschloß aber zunächst, dies auf einen eventuellen Zeitmangel Deinerseits und eine gewisse Nonchalance gegenüber den Gepflogenheiten des geselligen Umgangs zurückzuführen. Kurz, ich wollte Deinem "Ersuchen" Folge leisten.
Bereits mit Deinem nächsten Satz hatte sich mein Entgegenkommen allerdings erledigt:
Und dann lies auch erstmal genauer, was ich geschrieben habe und in welchem Kontext.

Chrystal, mir konverniert der Tonfall nicht, den Du mir gegenüber anschlägst: Ich bin nicht Dein Befehlsempfänger.
Ende der Debatte.

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Re: Yoga

Beitragvon heuschrecke » Mi 1. Okt 2008, 12:52

Und nun frag dich mal, was du von mir wirklich willst.

Gruß
chrystal


Ich will von Dir noch immer dasselbe.Keine Ausreden, keine breiartigen Ausweichmanöver sondern eine Antwort auf meine wiederholte Frage!

Voggenhuber kannst Du ja offenbar auch beurteilen, ohne ihn persönlich gesprochen zu haben. Aber bei mir willst Du das dann nicht können. Merkst Du eigentlich, wie Du Dich fortlaufend in Widersprüche verwickelst?

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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 13:49

heuschrecke hat geschrieben:
Es hat wohl eine Verbindung zwischen euch gegeben und von wesenfremd würde ich nie ausgehen. Das denkst du, aber dein Wesen sieht das offenbar anders.


Nein Chrystal! Wesen-tliches unterscheidet bzw. trennt uns. Sie kommt schonmal aus einer anderen Kultur, mit der ich überhaupt nix anfangen kann. Afrika sagt mir gar nichts und hat mich auch noch nie näher interessiert. Die meisten Afrikaner, die ich kenne, sind mir zu grob, zu grell, zu archaisch irgendwie!

Zwischen mir und ihr liegen Universen. Man sieht das schon äusserlich. Sie ist so ein typisches afrikanisches Powerpaket, grell, laut, extrovertiert und ich genau das Gegenteil. Neben ihr muss ich wohl wie eine Elfe wirken; pastellig, leise, introvertiert. Ich habe auch tatsächlich Mühe mit ihren grobstofflichen Energien. Wenn sie vor mir steht, habe ich oft das GEfühl, dass sie mich beim Ausatmen wegbläst. :lol:
Genauso grob ist auch ihre Sprache, ihre Gesten, ihre Umgangsformen. Die meisten Leute(also nicht nur Mimosen) schrecken vor ihr förmlich zurück! Unsere Interessen und vorallem unsere Wertvorstellungen sind nicht zu vereinbaren, wie gesagt, 2 Welten für sich!

Was uns verbindet, ist einzig und allein mein Neffe! Der Junge ist mir LEIDER sehr ähnlich. Er ist äusserst feinfühlig. Ich kann nur hoffen, dass er nicht unter die Räder kommt. Er macht das aber bis jetzt erstaunlich gut, obwohl da jedem Kinderpsychologen wohl die Haare zu Berge stehen würden. Denn man hat das Gefühl, dass der noch nicht mal 3 Jahre alte Junge seine Mutter therapiert! :shock:

Er sagt ihr z.B. regelmässig, sie solle ihn nicht anschreien. Das, was er und nicht nur er als Anschreien empfindet, ist leider ihr normaler Tonfall. Er muss ihr auch direkt an den Kopf sagen, dass er in den Arm genommen werden möchte, denn von alleine merkt sie das nicht! Er duscht sich auch schon selbst! Kuscheln sei nur was für Babys hat er mir letztens erklärt. Da steht mir manchmal fast das Herz still!

Ich gehe mit einem knapp 3jährigen Kind anders um!

Liebe Grüsse


Ich denke, dass hat nichts mit Yoga zu tun.
Wir sollten die weitere Diskussion über die Frage, ob Afrikaner Menschenwesen sind - es also eine Wesensverwandtschaft zwischen dir und deiner Schwägerin gibt und ob sie ihre Erziehungsarbeit nach deiner Beurteilung richtig macht - in einen andere Top legen lassen.

Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 13:57

heuschrecke hat geschrieben:
Und nun frag dich mal, was du von mir wirklich willst.

Gruß
chrystal


Ich will von Dir noch immer dasselbe.Keine Ausreden, keine breiartigen Ausweichmanöver sondern eine Antwort auf meine wiederholte Frage!

Voggenhuber kannst Du ja offenbar auch beurteilen, ohne ihn persönlich gesprochen zu haben. Aber bei mir willst Du das dann nicht können. Merkst Du eigentlich, wie Du Dich fortlaufend in Widersprüche verwickelst?

Lieber Gruss


Nach seiner website - und seiner Selbstdarstellung kann ich schon sehen, was er so macht und das reicht. Ob er Erfolg hat, das müssen seine Klienten beurteilen. Und wenn er so gut durchs Leben kommt. dann ist es doch genau das, was seine Mutter will und er wohl auch.

Ich beurteile dich nicht öffentlich und auch nicht auf der Basis von Null-Daten. "Heuschrecke" ist mir dafür zu wenig. Und aus deinem Erzählten kann ich auch nur erkenne, das du irgendwie "ein Problem" mit dir herumschleppst.
Wie alt bist, was machst du beruflich, welcher Glaubensgemeinschaft gehörst du an - all diese ganze Datenflut - das wollen wir uns hier nicht erzählen. Ich will das nicht wissen von dir.

Das ist hier auch wieder OffTopic. Für Beratung im Persönlichen bin ich auch nicht zuständig. Vielleicht gibt es hier ja eine Ecke dafür.

Gruß
chrystal
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 14:00

quigor hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Erklär' das mal ein bißchen genauer.

Hi, chrystal!

Bereits bei diesem Satz habe ich aufgemerkt - er schien mir ein wenig ruppig formuliert. Ich beschloß aber zunächst, dies auf einen eventuellen Zeitmangel Deinerseits und eine gewisse Nonchalance gegenüber den Gepflogenheiten des geselligen Umgangs zurückzuführen. Kurz, ich wollte Deinem "Ersuchen" Folge leisten.
Bereits mit Deinem nächsten Satz hatte sich mein Entgegenkommen allerdings erledigt:
Und dann lies auch erstmal genauer, was ich geschrieben habe und in welchem Kontext.

Chrystal, mir konverniert der Tonfall nicht, den Du mir gegenüber anschlägst: Ich bin nicht Dein Befehlsempfänger.
Ende der Debatte.

Quigor


Du bist witzig - wie sollte ich denn hier irgendjemandem igendetwas befehlen können? Du kannst doch machen was du willst. Du brauchst das vor niemandem zu rechtfertigen. Nur du stellst dich doch der Kritik, oder? Und da kannst du meine unmaßgeblichen Ansichten ausklammern, wenn sie dir nicht gefallen. Da sind wir uns jetzt einig.




Gruß
chrystal
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Re: Yoga

Beitragvon Enggi » Mi 1. Okt 2008, 15:11

quigor hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Ich werde als Nicht-Yoga-Treibender versuchen, hier drin weniger zu schreiben, ausser mich sticht wieder der Hafer.
Eigentlich würde ich sowieso lieber Musik hören, als zu schreiben.

Hi, Enggi!

So sehr ich auch verstehen kann, daß Dir Musik lohnender und schöner erscheint, als hier auf eine Tastatur zu klopfen, möchte ich doch nicht den Eindruck erwecken, Dir eine Beteiligung an der laufenden Diskussion vermiesen zu wollen.

Nein, den Eindruck hatte ich nicht. Sorry, wenn das aus meinem Beitrag für dich so wirkte. Mein Überdruss am Thema Yoga hängt nicht mit dir zusammen oder von dir ab, sondern mit dem Thema grundsätzlich. Ich werde mich jetzt einfach mehr auf das Mitlesen beschränken.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Yoga

Beitragvon onThePath » Mi 1. Okt 2008, 17:54

Quigor, nach Deinen 20 Jahren bestätigt sich doch schon mal das Urteil, mit dem Christentum hast Du es nicht so ?

Mag ja sein, dass das Yoga ( genauer genommen DEIN Yoga) für Dich richtig ist; ein Christ sieht in Yoga nicht den Weg und nicht sein Ziel.

lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Yoga

Beitragvon chrystal » Mi 1. Okt 2008, 18:28

quigor hat geschrieben:
chrystal hat geschrieben:Nein. Der Mensch leidet immer als Ganzes - als Körper-Seele-Geist.

Du irrst: Es gibt etwas in uns, das ist fern jeden Leidens.

Naja - dann leidet er ja auch nicht - wofür war das also ein Gegenargument?
quigor hat geschrieben:Lol!
Er leidet nicht, wenn er auf es "zugreifen" kann...

Was für einen Namen hat "es" denn, auf das er "zugreifen" kann?

chrystal hat geschrieben:Da haste Eckhart mißverstanden.


Das bezog sich auf die Aussage - "geübte Yoga-praktizierende können in diesen inneren Grund einkehren", der wiederum auf sein Zitat zurückführt: "Wer in Gottes Grund kommen will, der muss in seinen eigenen Grund kommen" sagte Meister Eckhart.

Und nun nochmals - wo hat Eckhart das geschrieben. Und die Schlußfolgerung daraus auf einen Yoga-Praktizierenden halte ich für falsch. Der Praktizierende mag es sich einbilden, er könne da in einen inneren Grund hineinkommen - das ist aber nicht Gottes Grund. Und solange es noch ein "eigen" in diesem Grund gibt, ist es auch nicht die Grunderfahrung, von der Eckhart spricht. Darauf bezog sich mein Zitat.

quigor hat geschrieben:Das hast Du an Johncom geschrieben.
Und einen Absatz davor hast Du selbst Eckhart zitiert, und zwar folgende Passage:
"Alles, was je aus Gott kam, das ist gestellt auf ein lauteres Wirken. Das dem Menschen zubestimmte Wirken aber ist: Lieben und Erkennen. Nun ist es eine Streitfrage, worin die Seligkeit vorzüglich liege. Etliche Meister haben gesagt, sie liege in der Liebe, andere sagen, sie liege in der Erkenntnis und in der Liebe, und die treffen's (schon) besser. Wir aber sagen, daß sie weder in der Erkenntnis noch in der Liebe liege; es gibt vielmehr ein Etwas in der Seele, aus dem Erkenntnis und Liebe ausfließen; es selbst erkennt und liebt nicht, wie's die Kräfte der Seele tun. Wer dieses (Etwas) kennen lernt, der erkennt, worin die Seligkeit liegt. Es hat weder Vor noch Nach, und es wartet auf nichts Hinzukommendes, denn es kann weder gewinnen noch verlieren. Deshalb ist es auch des Wissens darum, daß Gott in ihm wirke, beraubt; es ist vielmehr selbst dasselbe, das sich selbst genießt in der Weise, wie Gott es tut.
So quitt und ledig also, sage ich, soll der Mensch stehen, daß er nicht wisse noch erkenne, daß Gott in ihm wirke, und so kann der Mensch Armut besitzen."

Das ist in meinen Augen eine recht plastische Beschreibung.
Und da glaubst Du wirklich, daß Johncom Eckhart mißverstanden hätte? :mrgreen:


Ich glaube vor allem, dass Johncom das selbst beantworten sollte. Und ohne die genaue Quelle dieses Eckhart Zitates hat es auch wenig Sinn, sich darüber weiter auszutauschen. Falls er Eckhart kennt, wird es ja keine Schwierigkeiten bereiten, darüber Klarheit zu bekommen.



Gruß
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Re: Yoga

Beitragvon Grasy » Mi 1. Okt 2008, 20:42

Robby hat geschrieben: Jedoch zeigen auch neutrale Quellen wie Wiki u.a. den Ursprung und das Ziel der verschiedensten Yoga-Arten auf.


Richtig. Die Äußerung es wäre in der westlichen Welt eher Sport ist auch nicht wirklich haltbar. Wir haben es nicht mal in dem Thread geschafft - und das nur mit einer handvoll an Leuten die mitdiskutieren - klar zu stellen daß es so betrachtet würde. Selbst hier kann man Verweise bekommen was die Leute darin sehen und unbedenklich fand und finde ich's durchaus nicht.

Mfg,
Grasy
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Re: Yoga

Beitragvon Grasy » Mi 1. Okt 2008, 20:54

quigor hat geschrieben:Ja - auch in meinen Augen ein gewisser Mangel... der Bibel nämlich. Aber im Grunde ist das nicht so schlimm: Es steht auch von den Segnungen beispielsweise der Elektrizität nichts in der Bibel - und doch dürfen wir uns alle daran erfreuen.


Im Bezug zur Elektizität findet man zwar so Ausdrücke wie "Energie" und evtl. auch "Schwingung" - der Vergleich hinkt aber trotzdem bei weit weitem. Denn mit "Urenergiefelder", "reiner Lebenskraft", "reinen Schwingungen", und "göttlicher Sphäre" oder fernöstlichen Religionen oder Lebenwegen hat die Elektizität in diesem Sinne nichts wesentlich gemeinsam. Würde Yoga einfach nur straffere Waden versprechen - naja - aber das tut's ganz einfach nicht. Das ist schlicht falsch definiert. Wenn aber jemand behauptet er würde da einen Weg kennen der dies und das besser lösen würde bis hin zu Bezeichnungen wie "einer der wichtigsten" und diese Aussagen überschneiden sich thematisch mit der christlichen Lehre und den Aussagen der Bibel kann man das nicht einfach mit Elektrizität vergleichen.
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