James und Ellen White

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 13:40

Zu Sola Scriptura und E.G.W. gebe ich jetzt eben mal einen Link hier rein, mal sehen ob diese Seite komplett gelesen wird!
Die Bibel ist eine vollkommene und vollständige Offenbarung.
Offenbarungen sind ihrer Form nach Intuitionen und nach ihrem Inhalt das, was ohne Intuition nicht offen gelegt werden kann. Offenbarungen aber, die einer Interpretation harren, sind keine Offenbarungen. Eine Offenbarung hat nichts Verborgenes mehr und wäre da noch etwas Verborgenes, dann müsste dies offenbart werden, was ein Mangel an Offenbarem wäre und dieser Mangel wäre das Unvollkommene einer Offenbarung. Der erste Teilsatz ist also falsch, die Bibel ist keine vollkommene Offenbarung. Sie kann eine Offenbarung sein, aber keine vollkommene. Und solange sie nicht vollkommen ist, kann gar kein Urteil darüber gegeben werden, ob es sich mit der Bibel überhaupt um eine Offenbarung handelt.
Sie ist unsere einzige Richtschnur für Glauben und Leben. ... Echte Visionen sollen uns zu Gott und seinem Wort hinführen.
Die Bibel kann nicht die einzige Richtschnur für den Glauben sein, denn dem liegt der Glaube voraus, dass sie die einzige Richtschnur sei. Der erste Glaube also, ist der Glaube, der nicht aus der Richtschnur kommt. Dies ist aber nur für solche gültig, die sich bemüßigt fühlen, ihr eigenes Handeln zu reflektieren. Sei die Bibel aber die einzige Richtschnur für das Leben, dann dürfte es im Vollzug des Lebens nicht eine einzige Handlung geben, die sich nicht von der Bibel ableitet und das ist unmöglich. Unmöglich ist es eigentlich nicht, aber eben nicht wahr, denn alles, was das Leben in seiner Wirklichkeit betrifft, ist nicht in der Bibel enthalten.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 14:07

Lieber Leser, ich empfehle dir das Wort Gottes als die Richtschnur deines Glaubens und Handels. Durch dieses Wort sollen wir gerichtet werden. Gott hat in diesem Wort versprochen, in den „letzten Tagen" Visionen zu geben, nicht als eine neue Richtschnur des Glaubens, sondern zum Trost seines Volkes und um jene zu korrigieren, die von der biblischen Wahrheit abirren.
Jenseits jeder Aporie der Wahrheit des Vollkommenen der Bibel als das Wort Gottes, als die einzige Richtschnur, sollen Visionen kommen, aber keine neuen Inhalte geben. Und gesetzt sei, nicht vom Wort Gottes abzuirren. Nicht abzuirren ist der komplette Inhalt eines nicht Abirrens, denn nicht Abzuirren, ist mit sich selbst identisch und alles, was darüber ist, ist ein neuer Inhalt.
Die Vision des Nichtabirrens, ist das Nichtabirren, was die Vision selbst zu einem Abirren macht, sagt sie etwas anderes, als nicht Abzuirren, womit jede Vision überflüssig ist. Sind aber Visionen, dann sind auch neue Inhalte und so kann man ganz ohne Vision sagen, dass diese beiden Herrschaften nicht bei sich selbst sind und das ist kein Trost.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Di 3. Mai 2005, 14:16

:)
Scardanelli, der Rufer in der Wüste...
Wieso machst du das eigentlich?
Hoffst du, dass einer von denen, an die du ds wahrscheinlich eigentlich adressierst, auch nur ansatzweise bereit ist, deine Gedanken nachzudenken?

gby

WeißesLicht

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 14:17

Er besitzt nicht die Freiheit, sich von der Schrift abzuwenden, um seine Pflichten von irgendeiner Geistesgabe zu erfahren.
Wovon die bestimmten Visionen auszunehmen sind, sollen sie wahr sein. Es sei denn, diese Visionen sind keine Geistesgaben, also reine Formbestimmungen, womit dann zu fragen wäre, was man als nächstes tun soll, als da bliebe, daran zu glauben, dass Visionen kommen werden, aber nicht auf ihre Inhalte zu achten?
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Lamdil » Di 3. Mai 2005, 14:21

Original von WeißesLicht
Hoffst du, dass einer von denen, an die du ds wahrscheinlich eigentlich adressierst, auch nur ansatzweise bereit ist, deine Gedanken nachzudenken?

oder auch nur in der Lage :)

Also ich finde es interessant.
Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

Dem heiligen Gna!(Müslischnitzel.)
Benutzeravatar
Lamdil
Wohnt hier
 
Beiträge: 4326
Registriert: Sa 26. Jun 2004, 18:41
Wohnort: Gechmei

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 14:27

@WeißesLicht,
auf dieser Website wird behauptet: STA schreiben E. W. White eine besondere Bedeutung zu und STA sind wohl ein Haufen Leute. Es ist interessant zu erkunden, was viele Menschen eine besondere Bedeutung zuschreiben. Und was ich da bisher gelesen habe, ist angesichts dieser vielen Menschen überaus faszinierend. Menschen sind interessante Wesen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 14:42

Jeder Christ … sollte ernsthaft darum beten, dass der Heilige Geist ihm hilft, die Schrift nach der ganzen Wahrheit und allen seinen Pflichten zu erforschen. ... Die Zeugnisse dürfen nicht den Platz des Wortes einnehmen.
Hat der Hl. Geist geholfen, die Pflichten aus der Schrift zu erkennen und diese Pflichten sich im Leben zeigen, dann entsteht die Möglichkeit eines Zeugnisses, als das Resultat der Leitung durch den Hl. Geist. Dieses Zeugnis hat also zu seiner Form, dass es exakt mit dem Hl. Geist übereinstimmt. Wenn aber jetzt dieses Zeugnis nicht den Platz des Wortes einnehmen könnte, dann ist es ein Zeugnis aus falschem Leben, oder kurz gesagt, das Zeugnis eines Christen ist immer falsch, denn das einzig wahre sei die Schrift. Ist aber die Schrift das einzig Wahre, dann wollen wir vor ihr niederknien und uns daran erfreuen, im Akt des Niederknienes ein falsches Zeugnis zu finden, oder das, was ein Zeugnis nur sein kann, eben die Darstellung falschen Lebens. STA stellen also stets mit ihrem Leben, falsche Zeugnisse aus, weshalb man sich hier im Forum anderenorts über die Zeugnisse von STA nicht wundern sollte.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 15:15

Wenn wir sie [die Visionen] als von Gott kommend und in völliger Übereinstimmung mit seinem geschriebenen Wort stehend betrachten, müssen wir unsere Verpflichtung anerkennen, bei ihren Lehren zu bleiben und uns von ihren Ermahnungen korrigieren zu lassen.
Visionen kommen immer als Intuitionen daher, heißt, sie verhalten sich zum Visionär wie Intuitionen und Intuitionen erwecken den Anschein, einen Inhalt zu haben, der vom Visionär unabhängig ist. Das ist aber nur eine Formfrage, denn am Ende kommt es auf Inhalte an und diese Inhalte stünden unter der Bedingung in völliger Übereinstimmung mit dem sog. geschriebenen Wort zu stehen. Ist diese Bestimmung in Gültigkeit, dann handelt es sich bei diesen Inhalten um genaue Kopien von geschriebenem Wort Gottes, also um Redundanz. Mit den Worten: „Und es wurde ihm ein Mund gegeben der große Dinge und Lästerungen redet; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken“, stimmt völlig überein: „Und es wurde ihm ein Mund gegeben der große Dinge und Lästerungen redet; und es wurde ihm Macht gegeben, 42 Monate zu wirken“. Wir hielten also diese mögliche Vision für völlig übereinstimmend mit dem geschriebenen Wort und würden damit der angegebenen Bedingung des Prüfens entsprechen, um dann auszurufen: „Ja, das ist aus einer gültigen Vision“:
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Di 3. Mai 2005, 15:32

Original von Lamdil
Original von WeißesLicht
Hoffst du, dass einer von denen, an die du ds wahrscheinlich eigentlich adressierst, auch nur ansatzweise bereit ist, deine Gedanken nachzudenken?

oder auch nur in der Lage :)

Also ich finde es interessant.


tja....da kann man fast ein bisserl neidisch auf das Forum hier werden ;)
Solche Denker wie Scardanelli würde ich gerne öfters bei uns lesen wollen. Aber anscheinend braucht er auch die Reibung ;)
du übrigens wohl auch :D

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Di 3. Mai 2005, 15:34

Original von Scardanelli
@WeißesLicht,
auf dieser Website wird behauptet: STA schreiben E. W. White eine besondere Bedeutung zu und STA sind wohl ein Haufen Leute. Es ist interessant zu erkunden, was viele Menschen eine besondere Bedeutung zuschreiben. Und was ich da bisher gelesen habe, ist angesichts dieser vielen Menschen überaus faszinierend. Menschen sind interessante Wesen.



ich weiß, ich weiß, nachdem ich aber unseren STA-Sonnenfuchs hier so zulese, befürchte ich nur, dass du mit solchen Gedanken auf taube Ohren stoßen wirst...

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon William Penn » Di 3. Mai 2005, 15:49

Scardi, ich kenne den Zusammenhang der von Dir zitierten Stelle nicht, und ich betrachte mich auch nicht als Apologeten (Verteidiger) für das umfangreiche Schrifttum von Mrs. White. Aber mit "Zeugnissen" (testimonies) meint man im Adventismus in der Regel nicht das zeugnishafte Tun des Christen, sondern die schriftlich fixierten Durchgaben von Ellen White - speziell jene, die ihrer Überzeugung nach auf Visionen zurückgehen und inform von Briefen an Personen oder Gemeinden und das gesamte Adventvolk gerichtet waren.

Im erweiterten Sinn bezeichnet denn auch die aus Offb 19:10 stammende Wortgruppe "Geist der Weissaggung" (spirit of prophecy) nicht das Phänomen an sich, sondern speziell das Wirken von James Whites Frau. Diese eingrenzende Bedeutung ist nicht immer offensichtlich, aber auch einem STA wird von Zeit zu Zeit klar, daß die Bibel die Gabe der Weissagung nicht auf ein einziges Gemeindeglied beschränkt.

Und was das Spannungsverhältnis zwischen jeweiliger Gründerliteratur und dem sola-scriptura-Prinzip (die Schrift allein) betrifft: Das findest Du als leidiges Thema in vielen Gruppen, aber wirklich schwierig wird´s halt immer dann, wenn der Gründer Prophetenstatus o. ä. genießt ...

Ich halte es mit Ellen White so:

1. nicht bekämpfen
2. nicht verteidigen
3. mich auf die Bibel
konzentrieren


Nenn´ es Verdrängung, wenn Du willst ... ich nenn´s Modus vivendi (erträgliche Form des Zusammenlebens).

Und damit jetzt kein falscher Eindruck von mir entsteht: Ich hab aus Ellens Büchern extrem viel gelernt, speziell zum geistlichen Wandel - egal, ob es nun originär (von ihr) oder kopiert war (und solche "Kopien" aus Büchern Dritter hat es bekanntlich gegeben). Aber der Bibel (und ihrem eigentlichen Autor!) gebührt in meinen Leben heute viel mehr Zeit, und das ist gut so. Und ich meine, das wollte Mrs. White auch letztlich ...

@Lamdil:

Scardi zu verstehen ist ganz einfach: Man muß scardanellisch können, d. h., man muß ihn mögen ... ;)

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

Benutzeravatar
William Penn
Wohnt hier
 
Beiträge: 4324
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 01:13
Wohnort: Grenze D/CH

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 17:58

... dass sie im Auftrag Gottes Wahrheiten liefert ("source of truth";), die Gott bereits in der Schrift enthüllt hat. Dies entspricht Ellen White´s eigenem Verständnis, wollte sie doch keine zusätzliche Wahrheit ("additional truth";) oder neue Offenbarung (no "new light";) bringen
Der ständige Konflikt zwischen Anspruch und Ergebnis, der ein Konflikt als ein Widerspruch ist, führt zu sinnlosen Aussagen und das über den gesamten Text hinweg, so dass dieser Konflikt als wesentlich erscheint und die Begriffe selbst allen Inhalt verlieren. Es ergibt der obige Teilsatz, mit dem dieses Zitat einsetzt, keinen Sinn.

Tatsächlich kann es an dieser Not dann nicht fehlen, wenn man sich völlig entäußert, um vielleicht mitleiderheischend seinen Kram an den Mann bringen zu können.
Frau White hege mit ihren Visionen nicht die Absicht ... Was soll das? Wer Visionen hat, der kann nur dann welche haben, wenn er keine Absicht hegt, wenn er überhaupt nichts hegt. Visionen stellen den Träger der Visionen kalt und es bleibt das reine Zusehen, wie vor etwas Fremdem und dann kann man nicht hergehen und sagen, man hege mit den Inhalten von Visionen Absichten. Damit offenbart es sich, dass es gar keine Visionen sind, sondern vom angeblichen Visionär selbst gesteuerte Inhalte.
Frau White könnte höchstens sagen, sie hätte Visionen gehabt und jetzt müsse geprüft werden, ob diese Visionen mit der Bibel übereinstimmen. Ihre Absichten hinter den Visionen interessieren überhaupt nicht.
Was aber am Ende bleibt, dass sind die Inhalte, und wenn diese nicht mit der Bibel deckungsgleich sind, dann sind es Interpretationen der Inhalte der Bibel, womit wir also eine weitere Interpretation der Bibel vor uns haben, und es ist jedem freigestellt, dieser Interpretation zu folgen.

Warum also kann man es nicht so sagen wie es ist. Durch Frau White ist es zu einer Interpretation der Bibel gekommen, der viele nachfolgen.
Leider findet sich in diesem Text aber kein Muster dieser Interpretation. Zu gerne würde ich mal eine lesen, denn sie verspricht geistvolles und ich lasse mich gerne erheben.

Texte aus: www.thh-friedensau.de
freundlich durch SunFox empfohlen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Di 3. Mai 2005, 18:12

@Willam,
... sondern die schriftlich fixierten Durchgaben von Ellen White
Kannst du nicht mal „schriftlich fixierte Durchgaben“, hier durchgeben? „Durchgaben“ meint wohl, dass etwas durch sie für andere durchgegeben wurde, womit sie in dem Falle den Status eines Mediums hätte und im Übrigen sind alle inspirierten Schriften durch anderes, Durchgaben. Sie wird es nicht abschütteln können, dass sie auf gleicher Stufe sich wähnt, wie die Hl. Schrift. Entweder etwas ist gültig und hat einen eindeutigen Adressaten, oder nicht. Entweder Oder!
Wenn Gott die Quelle einer Vision oder einer Inspiration ist, dann steckt Gott dahinter und dann ist es vollumfänglich göttlich und hat göttliche Autorität. Das wird dann auch nicht besser oder irgendwie anders, wenn man Seitenlang um den heißen Brei herumredet.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Nemo » Di 3. Mai 2005, 19:31

Original von Scardanelli
@Willam,
... sondern die schriftlich fixierten Durchgaben von Ellen White
Kannst du nicht mal „schriftlich fixierte Durchgaben“, hier durchgeben? „Durchgaben“ meint wohl, dass etwas durch sie für andere durchgegeben wurde, womit sie in dem Falle den Status eines Mediums hätte und im Übrigen sind alle inspirierten Schriften durch anderes, Durchgaben.


Das ist "Channeling", ... womit wir wieder beim Teufel wären !
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
Benutzeravatar
Nemo
Wohnt hier
 
Beiträge: 2739
Registriert: Sa 14. Aug 2004, 19:49
Wohnort: Gottes Urknall

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Di 3. Mai 2005, 21:23

uiuiui...Channeling?
Wer die Bibel für das wortwörtliche Wort Gottes hält, glaubt doch letztlich an genau diese Art von Durchgabe, da dann der biblische Autor auch eifnach Medium zur Übermittlung des Wortes Gottes ist. Das ist dann auch Channeling...ich wäre also etwas vorsichtiger mit Hinweisen auf den Teufel...


gby

WeißesLicht

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon William Penn » Di 3. Mai 2005, 21:41

Wir anständigen Christen sagen aber Inspiration dazu und nicht Channeling! Und WLs Lieblingssmily sieht das sicher auch so: :tongue: !

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

Benutzeravatar
William Penn
Wohnt hier
 
Beiträge: 4324
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 01:13
Wohnort: Grenze D/CH

Re: James und Ellen White

Beitragvon onThePath » Mi 4. Mai 2005, 02:29

Wo ist da das Problem ?

Wenn der Teufel überall sehr laut die Trommel angeblicher göttlicher Weisheit schlägt , so wollen wir doch trotz dieser negativen Begebenheiten des Channeling, der Esoteik und des Spiritismus

nicht daran zweifeln, daß Gott immer noch zu Seinem Volk redet.

Aber: Wir Christen müssen dies unterscheiden können.
vom lügendurchmischten Reden Satans.

Und Botschaften von Gott bitte nicht Channeling nennen !

mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20486
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: James und Ellen White

Beitragvon Cool » Mi 4. Mai 2005, 02:40

Original von Scardanelli
Menschen sind interessante Wesen.


Neue Erfahrung!

Echt Cool
Viele Wege führen nach Rom - aber nur ein Weg in den Himmel!
"Wer sagt: ..." (1.Johannes 2,4)
Benutzeravatar
Cool
Wohnt hier
 
Beiträge: 1242
Registriert: Do 21. Apr 2005, 22:48

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Mi 4. Mai 2005, 07:03

guten Morgen William

Original von William Penn
Wir anständigen Christen sagen aber Inspiration dazu und nicht Channeling! Und WLs Lieblingssmily sieht das sicher auch so: :tongue: !


ein anderes Ettikett macht aber aus einem Vorgang nicht etwas grundsätzlich Anderes....das siehst du doch sicher auch so? :tongue:


gby

WeißesLicht


Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon Nemo » Mi 4. Mai 2005, 13:40

Original von WeißesLicht
uiuiui...Channeling?
Wer die Bibel für das wortwörtliche Wort Gottes hält, glaubt doch letztlich an genau diese Art von Durchgabe, da dann der biblische Autor auch eifnach Medium zur Übermittlung des Wortes Gottes ist. Das ist dann auch Channeling...ich wäre also etwas vorsichtiger mit Hinweisen auf den Teufel...


Stimmt es ist Channeling. Es lässt sich sogar selbst in der Bibel mit dazugehörigen Transendenzerfahrungen nachlesen.
Ich nannte es nur teuflisch, da ja der Christ dieses Wort "Channeling" als teuflisch inspiriert deutet.
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
Benutzeravatar
Nemo
Wohnt hier
 
Beiträge: 2739
Registriert: Sa 14. Aug 2004, 19:49
Wohnort: Gottes Urknall

Re: James und Ellen White

Beitragvon jeremia » Mi 4. Mai 2005, 20:31

Original von WeißesLicht
:)
Scardanelli, der Rufer in der Wüste...
Wieso machst du das eigentlich?
Hoffst du, dass einer von denen, an die du ds wahrscheinlich eigentlich adressierst, auch nur ansatzweise bereit ist, deine Gedanken nachzudenken?

gby

WeißesLicht


das frage ich mich schon, seit ich scardi lese!
aber ich lese den kerl unheimlich gerne und gestehe hiermit!: ich habe mir schon beitraege von scardi kopiert und sie in diskussionen verwendet! :)
lieber scardi: " wurscht, ob dich wer liest, oder nicht. egal, ob die, an die´s gerichtet ist, es lesen oder nicht!
schreib bitte weiter.....!"
jeremia
was sucht ihr den lebenden bei den toten?
jeremia
Power Member
 
Beiträge: 681
Registriert: So 25. Jul 2004, 07:12
Wohnort: österreich

Re: James und Ellen White

Beitragvon WeißesLicht » Mi 4. Mai 2005, 21:24

grins Jeremia, jetzt machen wir nen Scardanelli-Fanclub auf! Ich hab auch schon mal einen Beitrag von ihm kopiert und in einer Diskussion verwendet...

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

Benutzeravatar
WeißesLicht
Wohnt hier
 
Beiträge: 3901
Registriert: Fr 14. Nov 2003, 19:39

Re: James und Ellen White

Beitragvon Cyril » Do 5. Mai 2005, 20:33

Original von WeißesLicht
:)
Scardanelli, der Rufer in der Wüste...
Wieso machst du das eigentlich?
Hoffst du, dass einer von denen, an die du ds wahrscheinlich eigentlich adressierst, auch nur ansatzweise bereit ist, deine Gedanken nachzudenken?

gby

WeißesLicht


Hallo WeissesLicht

Nein - vermutlich nicht; aber man soll es immer wieder versuchen. Prinzip Hoffnung.

Ich habe die letzten Tage versucht, im Forum Papstnachfolger? SunFox und Rejo die Unhaltbarkeit ihrer Position, einerseits am Sola Scriptura (Allein die Schrift) und andererseits an den ´inspirierten Prophetien´ von E.G. White festzuhalten, aufzuzeigen. Erfolglos. Ausser Monologen nichts gewesen, kein Ansatz erkennbar, Argumente auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Vielleicht lag es an mir, kann sein. Jedenfalls hoffe ich, dass es Scardanelli auf seine unnachahmliche Art gelingen wird, etwas Bewegung in die starren Fronten zu bringen, ohne dass nachher ´Sieger´ und ´Besiegte´ dastehen.

Letzlich versuchen wir ja alle, so gut wir es können, unserem Herrn und Heiland nachzufolgen.

Gruss

Cyril
ILLUM OPORTET CRESCERE
ME AUTEM MINUI

Joh 3,30
Benutzeravatar
Cyril
Power Member
 
Beiträge: 515
Registriert: Fr 11. Feb 2005, 18:53

Re: James und Ellen White

Beitragvon onThePath » Do 5. Mai 2005, 20:42

Original von Nemo
Original von WeißesLicht
uiuiui...Channeling?
Wer die Bibel für das wortwörtliche Wort Gottes hält, glaubt doch letztlich an genau diese Art von Durchgabe, da dann der biblische Autor auch eifnach Medium zur Übermittlung des Wortes Gottes ist. Das ist dann auch Channeling...ich wäre also etwas vorsichtiger mit Hinweisen auf den Teufel...


Stimmt es ist Channeling. Es lässt sich sogar selbst in der Bibel mit dazugehörigen Transendenzerfahrungen nachlesen.
Ich nannte es nur teuflisch, da ja der Christ dieses Wort "Channeling" als teuflisch inspiriert deutet.


Vergiß nicht, daß die Juden keine falschen Propheten zuließen.
Und auch Magier und Zauberer zum Schweigen brachten,
um nichts Falsches zuzulassen.

Denn schnell ist mal durch Kritiklosigkeit und Kritikunfähigkeit auf dem falschen Dampfer.

mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20486
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: James und Ellen White

Beitragvon Lamdil » Do 5. Mai 2005, 20:56

Original von onThePath
Vergiß nicht, daß die Juden keine falschen Propheten zuließen.

War das nicht der Grund dafür, dass sie Jesus loswerden wollten? Wer war denn da auf dem falschen Dampfer?

Es ist also nicht nur wichtig, sich vom falschen zu distanzieren, man muss sich auch stets wieder herantasten, um zu prüfen, was wirklich falsch ist.

Aber manche Menschen müssen wohl den Irrtum so sehr lieben, dass sie keine Alternativen mehr in Erwägung ziehen wollen.


Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

Dem heiligen Gna!(Müslischnitzel.)
Benutzeravatar
Lamdil
Wohnt hier
 
Beiträge: 4326
Registriert: Sa 26. Jun 2004, 18:41
Wohnort: Gechmei

Re: James und Ellen White

Beitragvon Nemo » Do 5. Mai 2005, 21:09



Original von onThePath
Stimmt es ist Channeling. Es lässt sich sogar selbst in der Bibel mit dazugehörigen Transendenzerfahrungen nachlesen.
Ich nannte es nur teuflisch, da ja der Christ dieses Wort "Channeling" als teuflisch inspiriert deutet.


Vergiß nicht, daß die Juden keine falschen Propheten zuließen.
Und auch Magier und Zauberer zum Schweigen brachten,
um nichts Falsches zuzulassen.

Denn schnell ist mal durch Kritiklosigkeit und Kritikunfähigkeit auf dem falschen Dampfer.


Och bitte, mach dir doch nichts vor.

Wenn ich mich durch die Transzendenzberichte biblischer Authoren durchlese, so begegnen mir allerhand magische und zauberhafte Dinge, die sogar selbst, nicht in Bezug auf Jesus stehen. Lies doch endlich mal die Bibel mit offenen Augen und nicht mit den Filtern, die du dir selbst gesetzt hast.
So Begegnen mir in der Bibel goldene Lichter oder posaunenhafte Stimmen und allerhand von solchem Zeugs. Bitte sag mir doch was dies sein soll ?
Wenn dir heutzutage damit Jemand kommt, so vermutest du doch dahinter einen Magier, falschen Prophet, Zauberer, Teufel, Satan, etc....
Aber nur weil es in dem Buch der Bücher steht ist diese dort erfahrene Transzendenz exclusiv von Gott.

Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
Benutzeravatar
Nemo
Wohnt hier
 
Beiträge: 2739
Registriert: Sa 14. Aug 2004, 19:49
Wohnort: Gottes Urknall

Re: James und Ellen White

Beitragvon SunFox » Do 5. Mai 2005, 22:27

Original von Cyril

Letzlich versuchen wir ja alle, so gut wir es können, unserem Herrn und Heiland nachzufolgen.

Gruss

Cyril


Bild

Aber der muß noch sein!Bild

Jetzt aber nicht gleich! Bild


Viele Grüße von Sunfox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Fr 6. Mai 2005, 15:52

Es wäre sehr freundlich, wenn mir jemand eine Internetadresse nennen könnte, wo schriftlich fixierte Durchgaben von E. White stehen, also das, was den obersten Status hat.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Rekned » Fr 6. Mai 2005, 16:56

Original von WeißesLicht
uiuiui...Channeling?


Solche unfehlbaren Entscheidungen sind naturgemäß sehr selten. Die letzte, die in aller Form getroffen wurde, betrifft die leibliche Aufnahme der Jung-frau Maria in den Himmel. Papst Pius XII. hat am 1. November 1950 mit der Apostolischen Konstitution "Munificentissimus Deus" unfehlbar als von Gott geoffenbarte Glaubenswahrheit (Dogma) erklärt, daß die Gottesmutter "nach Vollendung ihres irdischen Lebenslaufes mit Leib und Seele zur himmlischen Herrlichkeit aufgenommen worden" ist. Auch damit hat er eine viele Jahrhunderte in der Kirche lebendige Überzeugung nur endgültig als zum Glauben gehörig festgestellt.

quelle: http://www.turibulum.de/archiv/unfehlbar.htm
Die Dogmatik hat in der Öffentlichkeit kein gutes Image, wird sie doch zumeist mit Dogmatismus in Verbindung gebracht. Richtig verstanden und betrieben, hat sie freilich mit Dogmatismus nichts gemein. Dogmatismus ­ ihn gibt es nicht nur im Bereich der Religion, sondern auch in Politik und Gesellschaft ­ bezeichnet eine starre, unverrückbare, sich jeder Kritik entziehende Meinung, Position oder Überzeugung bzw. ein entsprechendes System. Religiöser Dogmatismus ist eine extreme und letztlich unhaltbare Glaubenseinstellung, aber auch religiöse Beliebigkeit ist dies. Dogmatismus und Beliebigkeit sind die grossen Versuchungen unseres pluralistischen Zeitalters.

quelle: http://www.kath.ch/skz-1999/theologie/th36.htm

Irgendwie erscheint mir die Abgrenzung zwischen Dogmatismus und Dogmatik eine schwierige Angelegenheit zu sein.

Sichere Wahrheit erkannte kein Mensch/und wird keiner erkennen/Über die Götter und alle die Dinge,/von denen ich spreche./Sollte einer auch einst die vollkommendste Wahrheit verkünden,/Wissen könnt’ er das nicht: Es ist alles durchwebt von Vermutung.« Xenophanes, um 500 v. Chr.


Ich halte die Ansicht von Xenophanes für ehrlicher als die der römisch katholischen Kirche.

Irrt sich ein Zahlensynestiker, wenn er behauptet, dass eine schwarze 2 auch rot ist?
Irrt sich ein "normalsichtiger" Mensch, wenn er behauptet, dass eine schwarze 2 nicht rot ist?
Irrt sich ein "normalsichtiger" Mensch, wenn er sagt eine Rose sei rot, nur deswegen, weil Waschbären farbenblind sind?
Ich denke nein.
Der Irrtum kann erst dann beginnen, wenn der Zahlensynestetiker anfängt zu Glauben, dass dem Normalsichtigen etwas fehlt... .







Rekned
Hat sich eingelebt
 
Beiträge: 58
Registriert: Fr 4. Mär 2005, 20:00

Re: James und Ellen White

Beitragvon Nemo » Fr 6. Mai 2005, 18:09

Wer die Bücher eines Autors verstehen möchte, muß unbedingt dessen Ziele und Absichten kennen. Leser, die die Absicht eines Verfassers nicht erfassen, versuchen oft, seine Aussagen auf eine Art und Weise zu benutzen, wie es vom Autor selbst nie vorgesehen war. Deshalb ist es wichtig, daß wir begreifen, wie Ellen White selbst ihre Rolle innerhalb der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten sah.
Sehr wesentlich ist im Zusammenhang mit dieser Frage die Erkenntnis, daß Ellen Whites Veröffentlichungen in absolut keiner Weise den Platz der Bibel einnehmen. In der Einleitung zu ihrem Buch "Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis" schrieb sie: "In seinem Wort hat Gott den Menschen die für das Seelenheil nötige Erkenntnis anvertraut. Die Heilige Schrift soll als eine maßgebende, untrügliche Offenbarung seines Willens angenommen werden. Sie ist der Maßstab für den Charakter, die Verkünderin der Grundsätze, der Prüfstein der Erfahrung … Der Geist wurde nicht gegeben - und kann auch nie dazu verliehen werden -, um die Heilige Schrift zu verdrängen; denn die Schrift erklärt ausdrücklich, daß das Wort Gottes der Maßstab ist, an dem alle Lehren [einschließlich ihrer eigenen] und jede Erfahrung geprüft werden müssen." (GK, 9)
Anders als manche, die sich als moderne Propheten ausgeben und deren Anhänger ihre Schriften fast wie ein drittes Testament behandeln, sah Ellen White ihre Aufgabe darin, das Wort Gottes "zu erhöhen und die Aufmerksamkeit der Menschen darauf zu lenken, damit die großartige Schlichtheit der Wahrheit alle beeindrucken möge" (5T, 665).

Ihr Ziel bestand für sie darin, Menschen "zurück zu dem Wort" zu bringen, "dem sie versäumt hatten zu folgen" (5T, 663). Sie äußerte: "Die niedergeschriebenen Zeugnisse sollen keine neue Erkenntnis vermitteln, sondern die bereits offenbarten Wahrheiten des Werkes Gottes lebendig in das Herz eingraben." (2Sch, 252.253) Ellen White sah sich selbst "als kleineres Licht, um Männer und Frauen zum größeren Licht [der Bibel] zu führen", weil sie der Heiligen Schrift nur wenig Beachtung geschenkt hatten (CM, 125). Dies ist vielleicht die anschaulichste Beschreibung ihrer Aufgabe.
Dieses Verständnis ist grundlegend für unsere Erkenntnisse darüber, was Ellen White mit ihrem schriftstellerischen Wirken beabsichtigte. Während sie stets die Menschen auf die Bibel als Maßstab für ihr christliches Leben zurückverwies, beanspruchte sie für ihre eigenen Schriften nie die gleiche Autorität wie für die Bibel. Außerdem behauptete sie zu keiner Zeit, daß ihren Schriften unabhängig von der Heiligen Schrift irgendeine Autorität zukäme.
Leider nehmen Ellen Whites Schriften für manche Menschen einen Rang ein, der ihnen nach Ellen Whites Ansicht niemals zukommen sollte. Wenn gewisse Leute behaupten, daß ihre Schriften mehr Autorität besitzen als die Bibel, oder wenn sie ständig mehr Zeit mit Ellen Whites Büchern als mit der Bibel zubringen, benutzen sie Ellen Whites Veröffentlichungen im Grunde dazu, sich selbst von der Bibel wegführen zu lassen. Dieser Fehler wird all denen nie unterlaufen, die begriffen haben, wie Ellen White selbst ihren Auftrag verstand.
Wenn Menschen ihre Schriften wirklich lesen, werden sie merken, daß sie selbst zum Studium und zur Autorität der Bibel zurückgebracht werden.

Mit dieser Funktion von Ellen Whites Büchern ist eine zweite Absicht der Autorin eng verbunden: Sie wollte ihren Lesern dabei helfen, die biblischen Prinzipien für ihr Leben besser zu verstehen.
Im Jahre 1871 sah sie sich in einem Traum, wie sie die Bibel mit einigen ihrer "Zeugnisse" umgab. Sie hörte sich selbst zu den Menschen sagen: "Ihr kennt die Heilige Schrift nicht gut genug. Wenn ihr Gottes Wort sorgfältig studiert hättet und dabei gewünscht hättet, den biblischen Grundsätzen zu folgen und christliche Vollkommenheit zu erreichen, hättet ihr die ,Zeugnisse´ nicht gebraucht. Sie wurden euch gegeben, weil ihr versäumt habt, Gottes inspiriertes Buch kennenzulernen. Gott selbst versuchte, euch durch einfache, direkte Zeugnisse zu erreichen und eure Aufmerksamkeit auf die inspirierten Botschaften zu lenken, denen ihr nicht gefolgt seid. Er drängt euch, euer Leben in Übereinstimmung mit den reinen und erhabenen Lehren der Bibel zu gestalten." (2T, 605)
Aus dem gleichen Traum berichtete sie: "Die geschriebenen Zeugnisse sollen kein neues Licht geben, sondern die bereits geoffenbarten inspirierten Wahrheiten deutlich in das Herz einprägen. Die Verpflichtungen des Menschen gegenüber Gott und seinen Mitmenschen wurden in Gottes Wort deutlich genannt; und trotzdem gehorchen nur wenige dem gegebenen Licht. Die Zeugnisse bringen keine zusätzliche Wahrheit; sondern Gott hat die großen Wahrheiten, die er bereits gegeben hat, durch die ,Zeugnisse´ vereinfacht. Er teilte sie den Menschen auf seine eigene Weise mit, um sie wachzurütteln und sie ihnen einzuprägen, damit niemand eine Entschuldigung vorweisen kann." (ebd.)
Bei anderer Gelegenheit schrieb sie: "Das Wort Gottes genügt, um den verdunkeltsten Verstand zu erleuchten. Es kann von jedem verstanden werden, der nur das geringste Bedürfnis nach Verständnis spürt. Trotzdem sieht man, daß einige, die vorgeben, das Wort Gottes zu studieren, in direktem Gegensatz zu seinen einfachsten Lehren leben. Damit Männer und Frauen keine Entschuldigung haben, gab Gott schlichte und treffende Zeugnisse. Dadurch wollte er sie auf das Wort verweisen, dem zu folgen sie versäumt hatten." (2T, 455)
Bis jetzt haben wir zwei Ziele untersucht, die Ellen White mit ihren Schriften verfolgte. Einerseits wollte sie die Bibel hervorheben und Männer und Frauen zu ihr führen; andererseits wollte sie die großen Grundsätze der Heiligen Schrift für das tägliche Leben verdeutlichen. Sie betonte jedoch sorgfältig, daß man ihre Schriften nicht benötigt, um den Erlösungsplan zu verstehen. Ihre Aufgabe sei es nicht gewesen, neue oder zusätzliche Wahrheiten darzustellen, sondern die bereits in der Bibel vorhandenen Wahrheiten zu vereinfachen und zu unterstreichen.
Den gleichen Gedanken formulierte Ellen White mit anderen Worten, als sie schrieb: "Bruder J. wollte die Gemüter verwirren, indem er es so darzustellen versuchte, als sei die Erkenntnis, die Gott durch die ,Zeugnisse´ gegeben hat, ein Zusatz zum Wort Gottes; dadurch stellt er die Sache in ein falsches Licht. Gott hat es für gut angesehen, auf diese Weise das Denken seiner Kinder auf sein Wort zu richten, damit sie es besser verstehen können." (2Sch, 251)

Ellen White nennt ein drittes Ziel ihres Wirkens: Sünde zu tadeln und zum Gehorsam gegenüber der Bibel anzuhalten. Diese Absicht hängt ohne Zweifel eng mit ihren ersten beiden Zielen zusammen. Sie riet: "Wenn das Volk, das vorgibt, Gottes besonderer Schatz zu sein, seinen Geboten, wie sie in seinem Wort aufgezeichnet sind, gehorchen würde, brauchten keine besonderen Zeugnisse gegeben zu werden, um es an seine Pflicht zu erinnern und ihm seine Sündhaftigkeit und die furchtbare Gefahr zu zeigen, die darin liegt, daß es dem Worte Gottes nicht gehorcht. Das Gewissen vieler ist abgestumpft, weil sie erkannte Wahrheiten beiseite setzten, vernachlässigten oder gar verachteten." (2Sch, 254)

Ein viertes Ziel, das Ellen White verfolgte, bestand darin, biblische Prinzipien auf die modernen Lebensumstände anzuwenden. Diese Absicht wird durch die zahlreichen praktischen Ratschläge für den Alltag mehr als deutlich, die in ihren "Zeugnissen", in vielen thematischen Zusammenstellungen aus ihren Veröffentlichungen und ihren Büchern und Artikeln über biblische Fragen zu finden sind. Sie stellte fest: "Die Bibel ist ganz praktisch zu nehmen." (1FG, 20). Gleiches gilt auch für ihre eigenen Schriften. Sie stellen weder eine herkömmliche Gesamtdarlegung der Dogmatik dar, noch maßt sie sich darin die Rolle einer unfehlbaren Bibelauslegerin an. Im Gegenteil - ihre Ratschläge sind äußerst praktisch.
Ellen Whites Veröffentlichungen lenken unsere Aufmerksamkeit auf die Bibel, heben biblische Grundsätze hervor, tadeln Sünde und geben Ratschläge für den Alltag. Außerdem weisen sie auf die einzige Lösung für das Problem der Sünde hin. Sie spenden Trost, indem die Leser auf Jesus, auf Gottes Liebe und auf den Erlösungsplan als einzige Hoffnung für eine verlorene Menschheit aufmerksam gemacht werden.
Ellen White betont in ihren Schriften die zahlreichen biblischen Zusagen, die in Leben und Wirken, Tod und Auferstehung, im himmlischen Dienst und dem zweiten Kommen unseres Erlösers Jesus Christus gipfeln. So beschenken sie uns mit dem Trost und der Hoffnung der Bibel. Bücher wie "Der bessere Weg" und "Das Leben Jesu (Jesus von Nazareth)" sind hervorragende Beispiele dafür, aber auch in ihren anderen Veröffentlichungen wird Trost gespendet und Hoffnung geweckt. Indem sie die Bedeutung der Bibel hervorhebt, streicht sie beständig Jesus und den Glauben an ihn als einzige Hoffnung der Menschheit heraus.

Nun sollten wir noch auf ein letztes Ziel von Ellen Whites Schriften achten: Sie wurden von Gott gegeben, um ein Volk für die letzten Tage der Weltgeschichte vorzubereiten. Bücher wie "Der große Kampf" und andere entfalten die biblischen Themen, die sein Volk der Endzeit in besonderer Weise betreffen werden. Mit ihrem gesamten Wirken wollte Ellen White nicht nur auf die Wiederkunft Jesu in den Wolken des Himmels hinweisen, sondern Männern und Frauen auch Ratschläge für die notwendige Vorbereitung auf diesen Tag geben. In diesem Sinne spiegelt sie den Auftrag Christi wider, der die Menschen dazu drängte, für sein baldiges Kommen bereit zu sein (vgl. Mt 24,36-25,46; Offb 22,20).
Doch selbst in ihren Bestrebungen, ihre Leser auf die Wiederkunft Christi vorzubereiten, verwies Ellen White fortwährend zurück auf die Bibel. So lesen wir in "Der große Kampf": "Nur wer seine Seele mit den Wahrheiten der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen." (GK, 594) Ellen White wurde nie müde, Gottes Wort zu erhöhen oder Menschen darauf hinzuweisen.

In diesem Kapitel haben wir festgestellt, daß Ellen White ihre Schriften wiederholt der Bibel unterordnete. Sie sah ihre Bücher als Wegweiser für Gläubige, um sie zu einem besseren Verständnis des Wortes Gottes und zum Gehorsam gegenüber der Bibel zu führen. Diese Unterordnung bedeutet jedoch nicht, daß sie glaubte, ihren Schriften würde die göttliche Autorität fehlen.
Ganz im Gegenteil: Wiederholt wies sie darauf hin, daß hinter ihren Ratschlägen göttliche Autorität steht. So konnte sie schreiben: "Allen, die sich den Zeugnissen entgegenstellen, möchte ich sagen: Gott hat zu seinem Volk gesprochen, und seine Stimme wird gehört werden, ob ihr sie nun hören wollt oder nicht. Eure Gegnerschaft konnte mich nicht verletzen; aber ihr werdet dem Gott des Himmels, der diese Warnungen und Anleitungen gesandt hat, um sein Volk auf dem richtigen Weg zu halten, Rechenschaft ablegen müssen." (1FG, 44; vgl. LS, 433)
Darüber hinaus schrieb sie: "Ihr mögt sagen, dies war ja nur ein Brief. Ja, es war ein Brief, aber vom Geist Gottes eingegeben, um euch Dinge zum Bewußtsein zu bringen, die mir gezeigt wurden. In den Briefen, die ich schreibe, in den Zeugnissen, die ich vortrage, stelle ich euch das vor Augen, was der Herr mir gezeigt hat." (1FG, 27)
Ellen White war sich sehr wohl ihrer prophetischen Berufung und ihrer Aufgabe, Gottes Volk durch Wort und Schrift zu führen, bewußt. Sie glaubte fest daran, daß Gott in der Tradition biblischer Propheten durch ihre Stimme und durch ihre Feder sprach.

Bild
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
Benutzeravatar
Nemo
Wohnt hier
 
Beiträge: 2739
Registriert: Sa 14. Aug 2004, 19:49
Wohnort: Gottes Urknall

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » Fr 6. Mai 2005, 20:29

In diesem Kapitel haben wir festgestellt, daß Ellen White ihre Schriften wiederholt der Bibel unterordnete. Sie sah ihre Bücher als Wegweiser für Gläubige, um sie zu einem besseren Verständnis des Wortes Gottes und zum Gehorsam gegenüber der Bibel zu führen. Diese Unterordnung bedeutet jedoch nicht, daß sie glaubte, ihren Schriften würde die göttliche Autorität fehlen.
Dieser Selbsteinschätzung fehlt es nicht an Autorität, aber sicher an Geist. Geistlos ist es, wenn man Gottes Geist in seiner Autorität beschneidet, denn alles, was Göttlich ist, ist sich selbst in dieser Form gleich. Es gibt keine Worte Gottes, die 100% sind und solche, die es nur zu 50% sind. Wenn eine Schrift beansprucht, göttliche Autorität zu haben, dann ist sie dies ganz Schlichte - es ist Wort Gottes.

Das würde aber nichts an der möglichen Verfasserschaft Gottes der exponierten Schriften von E. White ändern, denn auch geistig einfältige Menschen können zu ausgezeichneten Werkzeugen Gottes werden und ein Anzeichen dafür wäre die Form der Vision, denn diese Form kann auch aus einem einfältigen Menschen ein Werkzeug Gottes machen. Was aber gegen die Freiheit Gottes sprechen würde, denn die würde den Geist wählen.
Also mit Klugheit ist diese E. White nicht geschlagen, aber möglicherweise mit der Gnade ein Medium Gottes zu sein. Gimpel sind ja auch eine ausgezeichnete Form, sich fremden Inhalten unterzuordnen, denn sie können ja nicht darüber nachdenken. Es flieht aber der Geist der Geistlosigkeit.

P. S. Ich hätte aber gerne mal so ein Muster einer Vision, die mich wirklich überraschen kann - etwas richtig Originelles, ob darin vielleicht Geist sei.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Nemo » Fr 6. Mai 2005, 22:41

Original von Scardanelli
P. S. Ich hätte aber gerne mal so ein Muster einer Vision, die mich wirklich überraschen kann - etwas richtig Originelles, ob darin vielleicht Geist sei.



Wenn solche Visionen nicht von alleine kommen, kannst du ja ein wenig nachhelfen. Meskalin soll ein ausgezeichnetes Visionsmittel sein. Dort begegnet man seinen inneren Geistern und Wesen. Aldous Huxley berichtet davon. Die Pforten der Wahrnehmung: " Zwischen Himmel und Hölle ".
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
Benutzeravatar
Nemo
Wohnt hier
 
Beiträge: 2739
Registriert: Sa 14. Aug 2004, 19:49
Wohnort: Gottes Urknall

Re: James und Ellen White

Beitragvon onThePath » Sa 7. Mai 2005, 01:12

@ Nemo

He, ist der Typ nicht ein Okkultist ?
Ein kurzes Googeln sagt, er habe dieses Teufelszeug Meskalin ausprobiert.

mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20486
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: James und Ellen White

Beitragvon onThePath » Sa 7. Mai 2005, 01:23

@ Scardanelli

Eine wirklich beeindruckende Art von Erfahrungen sind persönliche Begegnungen mit Christus.

Dabei sieht, hört, fühlt derjenige Christus mit einer übermenschlichen Qualität des Erlebnisses.

Deshalb hinterläßt so eine Begegnung auch stärkste Eindrücke.

mfg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
Benutzeravatar
onThePath
My home is my castle
 
Beiträge: 20486
Registriert: Mo 21. Feb 2005, 01:21
Wohnort: Köln

Re: James und Ellen White

Beitragvon greatest » So 22. Mai 2005, 15:50

@Scardanelli

bitte verstehe das folgende nicht persönlich. Ich möchte damit nur eine Art Hinweis geben, wie ich dich bei diesem Theme verstehe!

____________

ist die Art wie du in diesem Tread Texte eines Menschen, der sich Christ nennt, in der Luft zerreist, als "das Suchen nach der Wahrheit" zu bezeichnen?!

Bisher hatte ich bei jedem Posting, aus diesem Tread das Gefühlt, du wärst vom Haß getrieben! :?

außerdem:
wenn wir schon bei der kritischen Außereindersetzung wären ...
eine sonderbare Art hast du es zu tun.
eins ist es, wenn ich mit der Auslegung von jemandem nicht einverstanden bin.
etwas anderes ist es, wenn ich Zitate herausreiße und über eine Grundsatzfrage alle Aussagen dieses Menschen als Blödsinn darstellen lasse.

Besonders interessant ist es für mich gewesen, daß du fast absolutheitsansprüche stellst bei deiner Wortwahl :?
Besonders erkennbar an deiner "Beweisführung" und Schlußfolgerungen



Original von Scardanelli
In diesem Kapitel haben wir festgestellt, daß Ellen White ihre Schriften wiederholt der Bibel unterordnete. Sie sah ihre Bücher als Wegweiser für Gläubige, um sie zu einem besseren Verständnis des Wortes Gottes und zum Gehorsam gegenüber der Bibel zu führen. Diese Unterordnung bedeutet jedoch nicht, daß sie glaubte, ihren Schriften würde die göttliche Autorität fehlen.
Dieser Selbsteinschätzung fehlt es nicht an Autorität, aber sicher an Geist. Geistlos ist es, wenn man Gottes Geist in seiner Autorität beschneidet, denn alles, was Göttlich ist, ist sich selbst in dieser Form gleich. Es gibt keine Worte Gottes, die 100% sind und solche, die es nur zu 50% sind. Wenn eine Schrift beansprucht, göttliche Autorität zu haben, dann ist sie dies ganz Schlichte - es ist Wort Gottes.

Das würde aber nichts an der möglichen Verfasserschaft Gottes der exponierten Schriften von E. White ändern, denn auch geistig einfältige Menschen können zu ausgezeichneten Werkzeugen Gottes werden und ein Anzeichen dafür wäre die Form der Vision, denn diese Form kann auch aus einem einfältigen Menschen ein Werkzeug Gottes machen. Was aber gegen die Freiheit Gottes sprechen würde, denn die würde den Geist wählen.
Also mit Klugheit ist diese E. White nicht geschlagen, aber möglicherweise mit der Gnade ein Medium Gottes zu sein. Gimpel sind ja auch eine ausgezeichnete Form, sich fremden Inhalten unterzuordnen, denn sie können ja nicht darüber nachdenken. Es flieht aber der Geist der Geistlosigkeit.



dieses Posting weckt das Gefühl, als würdest du weder das Wort noch den Zustand kennen: DEMUT!!!
Wenn sie glaubt / denkt / weiß, daß Sie von Gott gewählt wurde, dann ist es die Demut, die aus Ihr spricht, wenn sie sagt, daß Ihre Schriften der Bibel unterzuordnen sind.

Wir stehen vor einem großen Problem, daß wir nicht als solches erkennen:
fehlende Fähigkeit die Bibel richtig zu lesen.
Wenn du schon Frau White zitierst, dann ist es besser zu zitieren, wenn sie schreibt, daß man Ihre Werke nicht brauchen würde, würde man die Bibel lesen können!

_________________

ich möchte mich an dieser Stelle noch ein Mal wiederholen:
verstehe mich bitte nicht persönlich!!!


Wenn ich Schriften irgendwelcher Christen lese, dann nicht um Ihn sofort in Frage zu stellen, sondern mit der Neugier und Hoffnung durch das ich dabei etwas lernen kann. Auch wenn das Buch meiner Überzeugung grundsätzlich widerspricht. (und solche hatte ich bereits auch ... ).

Ich bezeichne es als "Die Suche nach der Wahrheit Gottes".
Nicht weil darin diese Steckt, sondern weil die Gedanken die man dort finden mich zum Denken anstoßen ... mich zum gründlicheren Bibelstudium anregen, mich zwingen alles in der Bibel nachzuprüfen ...

DAS nenne ich "Suche". Reines Bibelstudium ist sicher unverfälscht und rein. Doch wer von uns kann behaupten, daß er keine Hilfe in Form anderer Bücher benötigt(e) ...
Benutzeravatar
greatest
Member
 
Beiträge: 470
Registriert: So 27. Feb 2005, 17:08
Wohnort: Deutschland

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » So 22. Mai 2005, 18:01

@greatest,
Bisher hatte ich bei jedem Posting, aus diesem Tread das Gefühlt, du wärst vom Haß getrieben!
Das ist nicht gut. Es sollte so sein, dass man im Guten einvernehmlich ist.
eins ist es, wenn ich mit der Auslegung von jemandem nicht einverstanden bin.
etwas anderes ist es, wenn ich Zitate herausreiße und über eine Grundsatzfrage alle Aussagen dieses Menschen als Blödsinn darstellen lasse.
Die Kritik hat sich hier bei einer Formfrage beschränkt, welche über die Selbsteinschätzung von E. White entscheidet.
E. White unterstellt auf der einen Seite, der Seite der Bibel, Wort Gottes zu 100% und auf der anderen Seite Wort Gottes weniger als 100%. Und das ist geradeaus Unsinn. Sie will diesen Unterschied festhalten und windet sich ihn zu begründen, wo gar kein Grund ist.
Irgendwo in diesem Ganzen ist also ein Betrug.
Dabei habe ich gar nichts über die Inhalte dessen gesagt, was E. White als das „eigentümliche“ Wort Gottes bezeichnet hat.

Man kann mit Sprache seine Absichten verschleiern, oder man kann mit Worten sich selbst seine Absichten verschleiern, ohne es zu bemerken. Man muss nur schauen, was Menschen tatsächlich tun, und nicht was sie davon denken, was sie tun, oder getan haben.
verstehe mich bitte nicht persönlich!!!
Hier lieferst du dazu gleich ein Beispiel. Ich werde dich über diese, deine Selbsteinschätzung hinweg, sicher versuchen persönlich zu verstehen, denn dies gebietet die Höflichkeit.
bitte verstehe das folgende nicht persönlich.
Die erste Variante, die aber was ganz anderes bedeutet. Ich soll also das, was ich gesagt habe, von mir abspalten, damit ich mich nicht persönlich angegriffen fühle, obgleich du meine Aussage angreifst. Das ist auch eine Fehleinschätzung, denn was ich denke, das bin ich nun mal und greifst du mein Denken an, dann greifst du mich an. Das ist so, und damit muss ich und musst du fertig werden und das zu leugnen ist nur ein Angstabwehrmechanismus. Greife mich an, ich werde es aushalten und es ist ehrlich, weil es nur so beabsichtigt sein kann, denn es ist in dieser Form wahr. Und wahrhaftig soll auch eine E. White sein und nicht etwas behaupten, was gar nicht ist.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon greatest » So 12. Jun 2005, 16:10

@persönliches
entweder liegt hier ein Missverstätndis vor, oder wir haben unterschiedliche Vorstellungen davon, was heißt, persönlich angegriffen zu sein.

@Thema
ich habe mir noch ein Mal deine Eingangspostings durchgelesen:

abgesehen davon, ob ich deine Meinung teile oder nicht. Ich finde du gehst an dieses Thema viel zu philosophisch ran.

Aus einem Buch der christlichen Geschichte, konnte ich etwas lernen:
Philosophie kann ein Werkzeug sein, um in der Bibel zu studieren. Allerdings führte es zu oft zu Verwirrungen unter den Theologen in den ersten Jahrhunderten.

Wenn wir philosophisch logische Fehler in den Aussagen von Christen suchen, die ehrlich an Gott glauben, dann beschäftigen wir uns mit den falschen Problemen. Weder die Bibel noch Grundaussagen von wahren Christen können philosophisch sein, denn die Grundaussage der Bibel ist die Liebe Gottes zum Menschen.

Bsp:
"Die Bibel kann nicht die einzige Richtschnur für den Glauben sein, denn dem liegt der Glaube voraus, dass sie die einzige Richtschnur sei. Der erste Glaube also, ist der Glaube, der nicht aus der Richtschnur kommt."

Abgesehen davon, daß ich es für falsch halte:
es geht darum, was dem Menschen heil bringen kann. Und da der Mensch nun mal nach Regeln sucht, kann er diese nur in der Bibel finden, worauf sie den Leser hinweist. Wenn die Bibel sagt: wer sucht, der findet. dann geht es in erster Linie um einen Frieden mit Gott. Um meinen Seelenfrieden. Also richtet sich der Aufruf zu einem Suchenden! Einer der noch nicht begriffen hat, der den Seelenfrieden braucht, wird es auch nicht lesen wollen, daß die Bibel die einzige Richtschnur ist.
Benutzeravatar
greatest
Member
 
Beiträge: 470
Registriert: So 27. Feb 2005, 17:08
Wohnort: Deutschland

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » So 12. Jun 2005, 21:33

@greatest,
Der philosophierende und der religiöse Mensch, suchen beide nach der Wahrheit. Der Unterschied besteht nur darin, dass es dieser deshalb tut, um sein Heil zu finden und der andere um die Wahrheit zu finden. Dieser benutzt die Wahrheit als Mittel und jener als Zweck.

Wenn du mir also vorwirfst ich würde viel zu philosophisch herangehen, dann monierst du wohl, dass ich mein Heil nicht im Auge habe und damit liegst du richtig.
Philosophie kann ein Werkzeug sein, um in der Bibel zu studieren. Allerdings führte es zu oft zu Verwirrungen unter den Theologen in den ersten Jahrhunderten.
Wenn es dir um dein Heil geht, dann wird dich Philosophie beim Bibelstudium verwirren. Wenn es dir aber um die Wahrheit geht, dann kann sich die Bibel selbst verwirren. Sie kann, sie muss nicht. Es kommt darauf an, was man unberührt lässt. Der eine lässt die Bibel unberührt, der andere die Wahrheit. Es ist aber nur an der Philosophie zu ergründen, warum einer sein Heil im Auge hat und nicht die Wahrheit.
Weder die Bibel noch Grundaussagen von wahren Christen können philosophisch sein, denn die Grundaussage der Bibel ist die Liebe Gottes zum Menschen.
Das habe ich zu meiner Bestürzung erfahren, denn wenn die besagten Grundaussagen nicht philosophisch sind, dann haben sie mit Wahrheit nichts zu tun, denn Philosophie ist nur die Suche nach dieser.
Wenn wir philosophisch logische Fehler in den Aussagen von Christen suchen, die ehrlich an Gott glauben, dann beschäftigen wir uns mit den falschen Problemen.
Das könnte nur ein verantwortungsloser Mensch so sehen, denn philosophisch logische Fehler sind Fehler an der Wahrheit selbst.
Und da der Mensch nun mal nach Regeln sucht, kann er diese nur in der Bibel finden, worauf sie den Leser hinweist.
Das ist z. B. ein ungültiges Urteil, weil ihm das Moment der Allgemeinheit fehlt. Auch die Straßenverkehrsordnung gibt Regeln vor, weshalb ein Mensch, der Regeln sucht, dort welche finden kann, und auch diese Regeln versprechen Heil.
Wenn die Bibel sagt: wer sucht, der findet. dann geht es in erster Linie um einen Frieden mit Gott. Um meinen Seelenfrieden.
Wenn in der Bibel ausgesagt wird: wer sucht, der findet, dann hat dies nicht die Bibel gesagt, sondern ein bestimmter Autor der Bibel hat dies überliefert. Dass die Bibel etwas sagt, ist deine Interpretation, die aus dir kommt, aber nicht so aus der Bibel. Philosophie will erst mal ergründen, warum die Bibel etwas sagen könnte, was hat das für Voraussetzungen, denn es ist nicht so ohne weiteres klar, dass die Bibel etwas sagt.
Die Bibel sage etwas, erweckt den Anschein, als wenn sich dieses Buch jedes Mal wenn es spricht, in sich zusammenziehen würde, allen Inhalt je auf eine Aussage konzentrieren würde um so zu sprechen. So als wäre dieses Buch ein Wesen, etwas Lebendiges wie ich, der ich, wenn ich etwas sage, mich je ganz zusammenziehe und mein ganzes Sein in einen Gedanken hineinlege. Das aber einem Buch beizumessen, ist schon erklärungsbedürftig.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon Scardanelli » So 12. Jun 2005, 22:15

@greatest,
Weder die Bibel noch Grundaussagen von wahren Christen können philosophisch sein,
Das ist die wahre Einheit aus diesen beiden Teilen: Die Bibel und der Christ. Es ist der Christ, der sagt, die Bibel sei die einzige Wahrheit und die Bibel ist es, die dasselbe dem Christen sagt. Beides ist durch das andere vermittelt. Keines kann ohne den andere sein.

Wenn die Bibel in ihrer vollständigen Wahrheit im Menschen selbst ist, dann hat er Heilsgewissheit. Ist also Heilsgewissheit, dann ist die Bibel ausgeschöpft. Ist die Heilsgewissheit keine Gewissheit, dann muss man diesen Mangel anhand der Bibel auszutilgen versuchen. Ist dann aber Heilsgewissheit, dann ist es so, als wenn einem die Bibel sagt, du bist in der Wahrheit.

Ausgeschöpft heißt hier, die Bibel kann der Heilsgewissheit nichts mehr hinzufügen, obgleich man noch in ihr lesen kann, aber das Ziel ist erreicht – die Wahrheit der Bibel ist in einem.

Und so kommt es zu diesem merkwürdigen Verhältnis zwischen Christ und Bibel. Der Heilsgewisse herrscht jetzt über dieses Buch, denn er hat es längst in sich aufgehoben, denn er ist heilsgewiss. Selbst dann, wenn er in diesem Buch noch auf Stellen stößt, die ihn eigentlich in einen Widerspruch in seinem Verhältnis mit Gott bringen müsste, setzt er dem seine Heilsgewissheit entgegen. Er verstehe dies und das jetzt nicht, aber das macht ja nichts, denn er ist ja heilsgewiss. Und deshalb wird einem so einigermaßen klar, warum ein Christ sagen kann, die Bibel sei die Wahrheit schlechthin, denn diese geht ihn ja nichts an, weil er dieser seine Heilsgewissheit entgegenstellen kann und so täuscht er nicht nur sich selbst, sondern auch seine Mitmenschen über das wahre Verhältnis zwischen sich und der Bibel.

Der Christ sagt nur dann, die Bibel sei wahr, wenn er heilsgewiss ist, denn dann geht sie ihn nichts mehr an. Dann kann er sie wie eine Waffe gegen andere gebrauchen, aber ihm selbst gegenüber hat sie eine stumpfe Klinge bekommen.
Benutzeravatar
Scardanelli
Gesperrt
 
Beiträge: 9346
Registriert: So 6. Okt 2002, 21:02

Re: James und Ellen White

Beitragvon William Penn » Di 14. Jun 2005, 23:04

Original von Scardanelli
Der Christ sagt nur dann, die Bibel sei wahr, wenn er heilsgewiss ist, denn dann geht sie ihn nichts mehr an. Dann kann er sie wie eine Waffe gegen andere gebrauchen, aber ihm selbst gegenüber hat sie eine stumpfe Klinge bekommen.
Also entweder bin ich kein Christ und habe keine Heilsgewißheit, oder das mit der stumpfen Klinge stimmt bei mir so nicht, wie Du es darstellst, Scardi. Kann es sein, daß Du das Gewissen vergessen hast, in Deiner etwas einfachen Rechnung? Das ist bei mir nämlich immer noch stärker als jene trügerische Selbstsicherheit, die Du mit der Gewißheit, jetzt Vergebung und ewiges Leben zu haben, gleichstellst ...

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

Benutzeravatar
William Penn
Wohnt hier
 
Beiträge: 4324
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 01:13
Wohnort: Grenze D/CH

Nächste

Zurück zu Christentum und andere Religionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast