Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Frauenemanzipation: was sagt die Bibel dazu?

Ich finde es gut, dass sich die Frauen immer mehr emanzipieren.
15
33%
Ich finde die Entwicklung der Emanzipation nicht gut.
23
51%
Ist mir eigentlich egal
7
16%
 
Abstimmungen insgesamt : 45

Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon CorvusCordis » Mo 2. Sep 2002, 13:17

Hi Joggeli

Jetzt fehlt dir eben die Hintergrundinformation

*vomstuhlfallvorlachen* lieber Joggeli, wieviel mehr Hintergrundinformation brauche ich als die Erfahrung mit Frauen? Viel hintergründiger als die Frauen selbst kann kein Papier sein ;) Klar weiss ich auch von diesen Dich so irritierenden Veränderungen, die Frau ist nunmal kein Wellensittich der jeden Tag dasselbe Lied pfeifft. Ich will darauf hinaus, dass wir Männer genauso unsere Tage haben, nur sind sie bei uns anderen Rythmen ausgesetzt. Ich bin auch an gewissen Tagen empfindlicher, meine Frau auch, da kann es mir eigentlich egal sein, ob das nun prämenstruell bedingt ist oder einfach grad Vollmond ist. Akzeptieren wir doch einfach, dass jeder mal seine Tage hat, dann sind Frauen und Männer einander schon viel ähnlicher.
Deshalb hat dieser Gedanke auch nichts damit zu tun, ob Emanzipation gerechtfertigt ist oder ob Frauen in der Lage sind, Führungsaufgaben wahr zu nehmen.

es grüsst
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Mo 2. Sep 2002, 15:52

Original von starbright

naja, handicap würd ichs nicht nennen. darin liegt soviel potential, dass ich es eher als segen sehen. is halt ansichtssache, und ja, ich hab auch sehr oft regelbeschwerden und ich geniesse es dann, einen tag lang "krank" zu sein, zu leiden, und mich von meiner umwelt verwöhnen und umsorgen zu lassen.
hat eben alles sein gutes :)

liebe grüsse


ach, wenn du dann krank machen kannst, ist das gut^^

Aber ich krieg leider Ärger, wenn ich jeden Monat mal krank wäre, also zwinge ich mich halt zur Arbeit/Schule und lasse mir allgemein nichts mehr anmerken.

Dass ich dann besonders schlecht gelaunt bin würde ich nicht sagen, einfach sehr still, bin dann genug mit Kopf- und Bauchschmerzen beschäftigt^^"
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Ahk » Mo 2. Sep 2002, 15:53

Original von Desiree

Wie ich gestern in der Predigt gehört habe: Das Christentum hat weder die Sklaverei noch das Patriarchat in Frage gestellt - aber es hat die Spielregeln dafür verändert. Das Christentum ist nicht als sozialrevolutionäres Konzept zu verstehen, sondern als Gebrauchsanweisung für die Umsetzung...


Ja ich denke das klingt sehr plausibel.........das problem wenn es in einer gesellschaft ungerecht zugeht, ist nicht primär das system, sondern vor allem der mensch. Da stimme ich voll und ganz zu.
Nun stellt sich aber die frage: ist unter diesem gesichtspunkt betrachtet die aussage, bezüglich der unterordnung der frau, in den paulusbriefen als gesetz zu sehen? Wollte Paulus am ende "nur" den frieden in einer gemeinde wiederherstellen, und hat er am ende nicht gemeint, dass sich die frau dem manne bis ans ende der zeit sozial unterordnen soll? Hhhhmmmmm......
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Shadow » Mo 2. Sep 2002, 16:00

Ahk: Also heisst das wiedereinmal, dass man die Bibel interpretieren muss? Danke, das werd ich zitieren :)
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Peace » Mo 2. Sep 2002, 16:12

@Joggeli

Ich fasse es nicht! Da werden wieder mal (pseudo)wisschenschaftliche Gründe für die sogenannte Minderwertigkeit (und teilweise Unzurechnungsfähigkeit) der Frauen angefügt!! :x Aber die Menstruation ist ja so leicht angreifbar und für Männer nicht fassbar (ausserdem ist sie ja auch ein wichtiger Faktor, dass Frauen Kinder bekommen können - vielleicht schwingt ja hier auch der leise Neid der Männer mit, dass sie dies nicht können...) Für mich klingt das etwas sehr nach mittelalterlichen Vorstellungen über den Zyklus der Frau (die ja nach damaliger Vorstellung während dieser Zeit unrein war).

Genau so gut kann man behaupten, Männer seien aufgrund ihres erhöhten Testosteronspiegels generell aggressiv, unberechenbar, stets auf der Suche nach einer Partnerin, mit der sie ihre Gene weitergeben können.

Das ist doch einfach Unsinn und so nicht haltbar. Auch wenn es stimmen würde, dass eine Frau unter dem Einfluss ihrer Hormone mathematische Aufgaben (zeitweise) weniger gut lösen kann, dann heisst das noch lange nicht, dass sie darin schlechter ist als ein Mann. Vielleicht hat sie ja das grössere mathematische Potenzial? ;)

Ich bleibe dabei: Ich sehe nicht ein, wieso ich mich einem Mann unterordnen sollte (oder er sich mir!!). Es funktioniert nur als Team, in dem jeder seinen Teil je nach seinen Gaben wahrnimmt und erfüllt! Es ist eine Partnerschaft und Partner sind andersartig aber gleichberechtigt. Das macht ja eine Beziehung erst interessant, dass man den andern in seiner Andersartigkeit annimmt, ohne ihn zu unterdrücken oder immer seinen Willen durchsetzen zu wollen. Es stellt allerdings auch erhöhte Anforderungen an die Konfliktfähigkeit.

Liebe Grüsse
Peace
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Joggeli » Mo 2. Sep 2002, 16:50

Ich fasse es nicht! Da werden wieder mal (pseudo)wisschenschaftliche Gründe für die sogenannte Minderwertigkeit (und teilweise Unzurechnungsfähigkeit) der Frauen angefügt!


Hallo Peace

So möchte ich diesen Text nicht interpretieren. Mit unzurechnungsfähig würde ich keine Frau tituieren, und schon gar nicht minderwertig.

Man kann alles ins Lächerliche ziehen, man kann auch Erfahrungen in der Luft zerreissen - es ändert nichts an Tatsachen. Was soll´s - den einen mögen diese Erkenntnisse etwas bringen (und hoffentlich auch deren Frauen) und den anderen ist das ganze "Wurst".

Auf jeden Fall war´s ganz interessant, diese Sache auch mal von Mann her gesehen zu betrachten - auch wenn es ein Thema ist, über das man sonst nicht spricht.
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Mo 2. Sep 2002, 17:35


welche erkenntnisse meinst du jetzt genau?
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Joggeli » Di 3. Sep 2002, 06:03

welche erkenntnisse meinst du jetzt genau?


Ich meine die Erkenntniss, dass gewisse, immer wiederkehrende Verhaltensmuster (ich beziehe dies nun klar auf MEINE Frau, die mag bei anderen Frauen auch nicht so sein) in einem gewissen Zusammenhang mit dem Hormonspiegel zusammenhängen können. Damit will ich niemanden schubladisieren, oder kategorisieren - aber es ist vielleicht ein Teil einer "Gebrauchsanweisung", die mir hilft, meiner Frau in der richtigen Art zu begegnen.

Es ist mir klar, dass sich mit der "Zyklus-Geschichte" keine Eheprobleme lösen lassen. Ebensowenig lassen damit alle Streitigkeiten zwischen Partnern erklären und entschuldigen. Aber ich, als Ehemann, kann damit meine Frau etwas besser verstehen, und dementsprechend mein Verhalten anpassen.

Wie gesagt - kein Geheimrezept - aber vielleicht eine Möglichkeit einander besser zu verstehen.
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Joggeli » Di 3. Sep 2002, 06:41

Vielleicht wieder mal zurück zu eigentlichen Thema:

Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Die Abstimmung zeigt bisher, dass ein Grossteil der Stimmenden, die Emanzipation eher schlecht findet. Zudem ist ja eigentlich gefragt, was die Bibel dazu meint -> da in der Bibel die Emanzipation als solche kein Thema war zu biblischen Zeiten, fragen wir stattdessen, was uns die Bibel zum Verhältnis zwischen Frau und Mann sagt, und welche Rollen den beiden Geschlechtern zugewiesen werden.

Ganz klar, hier geht es nicht um Unterdrückung (der Frau). Wenn die Liebe das bindende Glied in einer Ehe ist sollte dies auch kein Thema sein. Und wenn in der EHE das mittler "H" gleichbedeutend mit "HERR" ist, und damit Gott der Mittelpunkt der Gemeinschaft ist, sollte der Kessel eigentlich geflickt sein.

Es kommt nun aber vor, dass das "H" aus dem Mittelpunkt verschwindet, und mindestens ein Teil der Partnerschaft andere Wege sucht. Oder dass die Liebe eben doch nicht so gross ist, um alle "Fehler" des anderen zu überdecken. Dann kommt es eben zum grossen Finale, welches oft in einer Trennung oder Scheidung endet.

Uebrigens, wenn wir von Unterdrückung sprechen wollen: Es ist auch durchaus möglich, dass der Mann der Unterdrückte ist.

Wenn die Frau "die Hosen an hat", müsste dann nicht oft der Mann emanzipiert werden? :D
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon CorvusCordis » Di 3. Sep 2002, 07:33

Sei gegrüsst, Franek

3. Moses 25,44
Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen von den Völkern, die um euch her sind

hey ich möchte auch Sklaven (ich hasse putzen und abwaschen), darf ich mir jetzt einen aus Deutschland holen oder muss ich da einen vom Nachbarkanton ersteigern? Nur damit ich mich biblisch korrekt verhalte.
Steht auch irgendwo im Buch Moses, ob und wie ich die Sklaven züchtigen darf, wenn sie nicht recht arbeiten?

es grüsst
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Di 3. Sep 2002, 10:42


nun, ich habe noch nicht abgestimmt, aber ich finde die Emanzipation (zumindest in der extremen Form wie sie von einigen Frauen betrieben wird) auch nicht besonders.

Denn die Form, die manche Frauen gerne sehen würden wäre, das auf Hauen und Stechen in manchen Fällen einfach eine Frauenquote o.ä. hin muss, anstatt die Leute nach den Qualitäten auszuwählen.

Das wäre eine bevorteilung der Frau, und das ist wiederum den Männern gegenüber nicht fair. Und das wollen wir ja auch nicht;)
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon CorvusCordis » Di 3. Sep 2002, 10:51

Sei gegrüsst, Joggeli

Die Abstimmung zeigt bisher, dass ein Grossteil der Stimmenden, die Emanzipation eher schlecht findet

die Abstimmung ist irreführend!
ich für meinen Teil habe NICHT abstimmen können, weil die Auswahlen zuwenig differenziert sind. Ich kann nur wählen ob ich Emanzipation gut finde oder nicht.
Ich bin klar für Emanzipation, doch ich finde die Art wie sich manche Frauen emanzipieren fragwürdig. Ich hätte nur abstimmen können wenn ich die Wahl hätte im Stil von "Ich bin für Emanzipation, solange es nicht zu einem Geschlechterkampf verkommt".
Aber um das falsche Bild etwas zu korrigieren, werd ich gleich für die Emanzipation stimmen, ich vertraue da eher den Frauen, dass sie es nicht übertreiben, als dass ich den Jungs trauen würde, die haben nun ein paar Jahrtausende bewiesen dass sie es nicht können ;-)

es grüsst
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 10:56

Hallo zusammen,

seit einiger Zeit lese ich schon mit, in Beitrag in einem anderen Forum hat mich zum Einsteigen endgültig angeregt.

Zu der Frage der Stellung der Frau: Die Unterordnung der Frau unter den Mann (Stellung von Mann zu Frau, wie von Gott zu Mann, völlige Unterwerfung in allen Dingen) wird nicht nur in einem, sondern in 5 Briefen betont. Und wer sich fragt, was denn an Unterordnung so schlecht ist, nun, wie würde derselbe denn reagieren, wenn die Unterordnung für ihn gefordert werden würde?

Aber interessant fand ich die Menstruationsdebatte. Hier schlägt noch eine uralte Stammessitte wieder durch. Leviticus 15, 19ff. Hier wird, direkt nach den Vorschriften, wie vorzugehen ist bei Geschlechtskrankheiten des Mannes, ausgeführt, dass bei der Menstruation der Frau die gleichen Vorschriften anzuwenden sind. Eine Frau mit Menstruation gilt u.a. für 7 Tage als unrein.

Nicht nur, dass dies auffällig darein passt, dass die Bibel eben nicht das Werk eines allmächtigen Gottes ist, sondern das OT schlicht und ergreifend die religiöse Verbrämung einer eher brutalen und unwissenden Stammesmoral ist, ist die Botschaft eindeutig.

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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Di 3. Sep 2002, 11:00


mutiger Beitrag:)

das mit der Stellung Maan-Frau wie Gott-Mann

war mir allerdings neu, aber ein sehr interessanter Aspekt.

In welchen Briefen sind diese Aussagen zu finden? ich möchte mich da auch mal reinlesen^^"
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 11:25

Hallo Alchemistin,

1. Peter 3, in der die Frauen aufgefordert werden, dem Mann gehorsam zu sein, (likewise) ein Sklave seinem Herren gehorsam sein soll.

Oder auch 1. Kor 11,3. Das Oberhaupt des Mannes ist Jesus, das Oberhaupt der Frau ist der Mann (wohlgemerkt, nicht Jesus direkt, dazu reicht es dann nicht)

Ganz beliebt auch 1. Tim 2 11-15, in der, gem. der Tradition auch des alten Testamentes der Frau die Schuld an der Sünde gegeben wird.

Man muss dazu allerdings wissen, dass man schlecht von einer göttlichen Botschaft in der Bibel überhaupt reden kann. Die endgültige Bibel wurde im 4. Jhd beschlossen und aus den damals existierenden "Briefen" (ähnlich wie die diversen Vorhäute Jesu) wurde halt das passende herausgesucht. Spätere Textänderungen gab es auch noch.

Wobei es nicht sehr schwierig war aus dem AT eine frauenunfreundliche Botschaft zu destillieren und noch einmal zu verstärken.

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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Gabriel » Di 3. Sep 2002, 11:51

Hallo Florian

Weist Du was das heisst, das Haupt sein der Frau sowei JESUS das Haupt ist der Gemeinde?

JESUS war für die Gemeinde nicht ein CHEF, oder ein BOSS oder ein TYRANN. JESUS diente allen Menschen, er hatte sich selber unter die Menschen gestellt. Er diente Ihnen, aber er sagte ihnen auch die Wahrheit. Er war ehrlich und er gab sich für die Gemeinde hin bis zum TODE.

Nun übertrag dies mal in eine Ehe-Situation. Dann wirst Du auch verstehen, dass wenn Männer meinen sie seien der BOSS, eine Frau "anti-reagiert". Hingegen wenn ein Mann seine Frau liebt und sich für sie hingibt sowie JESUS sich für die Gemeinde hingab, dann wird die Frau automatisch den Mann EHREN. Die Frau ist des Mannes abglanz, sowie ein Gottesfürchtiger Mann der Abglanz Gottes ist. Denn dies ist wie eine Kettenreaktion. Ein Mann der Gott fürchtet, der wird sich auch der Frau hingeben, denn er fürchtet auch das Wort Gottes. Dann wird auch die Frau sich automatisch unterordnen und daraus ergibt sich ein wunderbarer Abglanz der Frau des Mannes. Denn daran lässt sich erkennen, dass ein solcher Mann seine Frau inniglich liebt! Und das ist dann auch eine Ehre für den Mann wenn die Frau sich dann auch ihm unterwirft - aus Liebe, weil der Mann alles für SIE ist! Merkst Du? es ist ein Zusammengehörtes Dreieck! Ohne Gottes Wort wird eine EHE nie so gesegnet sein können. Denn ohne Gottes Wort wird ein jeder für sich selber schauen. Das liegt mehr oder weniger in der Natur. Leider gibt es heute sehr viele die sich christlich bezeichnen aber die Bibel nicht kennen - und es gibt auch solche, die aus der Bibel nur die eine Seite rauspicken (emanzipierte Frauen) Weil sie keine Gemeinschaft mit Ihrem Vater haben. Daraus eribt sich auch die Situation, dass ein Mann eine solche Bibelstelle total falsch versteht und dies dann wirklich ausnützen kann mit dem Vorwand - es stehe in der Bibel. Leider kennt ein solcher die Bibel nicht. Denn es steht geschrieben:

Dennoch ist im HERRN weder die FRAU ohne den Mann, noch der Mann ohne die FRAU. Denn wie die FRAU vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die FRAU; alles aber von GOTT.

Wenn der Mann die Frau mies behandelt und sie nicht liebt sonder der BOSS spielt, dann ist die Frau ein trauriger Abglanz des Mannes! Und das vor Gott!

Die Frau muss auch keinen Schleier tragen! Sie soll lediglich Ihren Kopf bedecken!

1. Korinther 11.14
Und lehrt euch nicht selbst auch die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das HAAR ist ihr ANSTATT eines Schleiers gegeben!
WENN ES ABER JEMAND FüR GUT HäLT, STREITSüCHTIG ZU SEIN, SO SOLL ER WISSEN; WIR HABEN EINE DERARTIGE GEWOHNHEIT NICHT, AUCH NICHT DIE GEMEINDEN GOTTES!

Ich glaube die Bibel sollte nicht gelesen werden um zu kritisieren - denn so wird man nie das Wort Gottes verstehen.

Lieber Gruss Gabriel

PS: Im anderen Thread hast du über den Gott Jesaias geschrieben - der Gott ist immer noch der selbe. Auch wird er zur gegebenen Zeit sein Volk Israel aus der Bedrängnis retten - nicht alle aber viele... Die Zeiten im Nahen Osten und auch Global werden zunehmend schlimmer werden.
Der Glaube ist nicht veraltet, denn Gott ist immer noch der gleiche.
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 12:06

Hallo Gabriel,

nun, wenn dem denn dann so ist, warum belegst Du Deine Behauptung nicht mit Zitaten aus der Bibel? Zeige mir, das ich die gemachten Aussagen missverstehe. Zeige mir, was daran falsch ist, wenn ich es als Zeichen der Anordnung der Unterordnung ansehe, wenn Frauen genauso gehorsam sein sollen wie Sklaven.

Wenn ich den Kontext missverstanden haben sollte, benutze ihn. Wenn Du ein Problem mit der von mir gewählten Übersetzung hast, schlage eine andere vor. Wenn es andere Stellen gibt, die das von mir angebrachte Bild korrigieren, dann zitiere sie (Vorsicht, ich habe noch ein paar Pfeile im Köcher). Kurz gesagt, die Bibel sagt etwas anderes als Du.

Aber einfach zu sagen: Was Du sagst ist falsch, nun, nicht sehr überzeugend, oder? ;) Die Aussage mit dem Schleier kapiere ich nicht, ich hatte nie so etwas behauptet.

Florian

P.S. Das mit dem Gott, soll das heißen, dass demnächst wieder der Befehl kommen könnte, dass Frauen und Kinder ermordet werden sollen?
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Gabriel » Di 3. Sep 2002, 12:24

man kann hier schreiben was man will es ist immer falsch. einerseits werfen die anderen mir vor ich zitiere zu viele bibelstellen andererseits habe ich mich jetzt mit einer bibelstelle begnügt.

muss jetzt arbeiten...
gruss gabriel

1 Korinther 11
1   Seid meine Nachahmer, wie auch ich Christi [Nachahmer bin]!
2   Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet.
3   Ich will aber, daß ihr wißt, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott.
4   Jeder Mann, der betet oder weissagt und [dabei etwas] auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt.
5   Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene.
6   Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, so werde [ihr] auch [das Haar] abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, daß [ihr das Haar] abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhüllen.
7   Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz.
8   Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann;
9   denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen.
10   Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.
11   Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau.
12   Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott.
13   Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, daß eine Frau unverhüllt zu Gott betet?
14   Oder lehrt euch nicht selbst die Natur, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist,
15   wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
161   Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, [so soll er wissen:] wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.
17   Wenn ich aber folgendes vorschreibe, so lobe ich nicht, daß ihr nicht zum Besseren, sondern zum Schlechteren zusammenkommt.
18   Denn erstens höre ich, daß, wenn ihr in der Gemeinde zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es.
19   Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, damit die Bewährten unter euch offenbar werden.


das mit dem Gott....

lies die propheten, hesekiel oder sacharja 12 ist im moment topaktuell
leider habe ich jetzt keine zeit ... aber ich denke wenn du soviele pfeile im köcher hast wirst du die entsprechenden stellen selber finden
Gabriel
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 12:45

Hallo Gabriel,

die Verse 7-10 finde ich sehr gut, sie passen ausgezeichnet zu dem, was ich sage. Wie du es schaffst, daraus das zu lesen, was Du schreibst finde ich beeindruckend. Es bleibt also dabei. Die Reihenfolge in der Bibel ist ganz klar: Erst der Mann, dann die Frau, die Frau ist für den Mann da, sie hat ihm zu gehorchen, sie darf keinerlei Autorität über ihn haben (im alten Testament wird sie unter die Besitztümer des Mannes gerechnet) und sie ist die schlechtere, denn sie hat ja Adam zur Sünde verführt.

Das alles sagt die Bibel ganz klar und eindeutig aus.

Das beste, was man daraus ablesen könnte, wenn man will ist eine Stellung des Mannes als Patriarch im besseren Sinne. Aber mit so Sachen wie Menschenrechten hat das wenig zu tun.

Hallo Starbright,

das schlimmste was der Botschaft Jesu passieren konnte, das war Paulus. Ich habe nicht viel für das AT übrig, einiges für Teile des NT (Liebet Eure Feinde war zwar selbst damals nicht unbedingt neu, aber immerhin), aber die Briefe des Paulus waren die (!) Legitimation für die katholische Kirche und ihr Handeln. Und wer hat beschlossen, dass sie reinsollen? Die katholische Kirche. So schließt sich der Kreis.

Paulus, so wie er dargestellt wird in der Bibel würde in unserer modernen Gesellschaft im besten Falle Narrenfreiheit genießen, von göttlich kann bei diesem Frauenhasser keine Rede sein.

Florian
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Di 3. Sep 2002, 13:45


@Gabriel
die Frau unterwirft sich mit der Zeit also von allein, wenn der Mann sie innig liebt und Gott der Ehe seinen Segen gegeben hat...

übertragen auf das normale Alltagsleben:
Ein seit 5 Jahren verheiratetes Paar, sie lieben sich, keine grossen Streitereien. Sie will plötzlich lernen Auto zu fahren. Der Mann ist damit nicht einverstanden, also wird sie nach deiner Theorie aus Liebe darauf verzichten, ihre Mobilität zu vergrössern? Oder würde es ein anderes Beispiel besser treffen?

Laut der Bibel DÜRFTE sie dann wirklich nicht autofahren

10 Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben, um der Engel willen.

Diese Macht soll doch der Mann sein, oder irre ich? Denn obwohl Gott immer noch als die höchste Instanz gilt, wer sagt denn, ob Gott einverstanden ist, wenn die Frau Autofährt. Denn das steht in der Bibel sicher nicht drin.

@Florian
Deine Beiträge zur Entstehungsgeschichte der Bibel sind sehr interessant^^
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Ahk » Di 3. Sep 2002, 15:52

Meine interpretation:
Naja......wie schon erwähnt.....es hat keinen sinn das system zu ändern, wenn der mensch der selbe bleibt (hihihi.....da kommt mir spontan der kommunismus in den sinn.....aber das ist eigentlich weder zum lachen, noch gehört es zum thema....). Die Idee also: Wenn der mensch gut ist ist auch das system gut. Umgekehrt aber nicht. Damals war das patriarchat "in". Warum es evtl. unter blutigen konflikten abschaffen? (Die konflikte würden da entstehen, weil wenn das christentum das patriarchat abgeschaft hätte, es zwangsläufig ins fadenkreuz patriarchaler regierungen gekommen wäre). Wer die liebe aber hat, für den ist auch das patriarchat kein problem, denn wie schon oft erwähnt, wird man seine frau dann zwangsläufig gut behandeln. Die apostel wollen die christliche gemeinschaft ohne grosse reibereien in die gesellschaft integrieren. (zu beginn gibt es ja diese christenverfolgung) Was macht paulus also? Er sagt ihnen sie sollen sich anpassen. Etwas "kriechen" um es unschön auszudrücken......dies war damals auch notwendig.
(falls meine interpretation unwarscheinlich erscheint....lest doch den 1. peter 3 nochmal)
Na? sagt jemand etwas dazu?
Ahk
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 16:02

Hallo ahk,

nun, das wäre eine sehr vernünftige und logische Interpretation, die aber folgendes bedeuten würde:

a) Es wird in der Bibel keine göttliche Moral geoffenbart, sondern dass, was der Schreiber als am sinnvollsten zur Verbreitung des Glaubens ansah wurde aufgeschrieben.

b) Diese Moral ist dann aber flexibel, sprich, absolute Werte gibt es nicht, immer brav anpassen.

c) Paulus hat wirklich diese Briefe geschrieben (viel Spaß bei dem Beweis)

d) Das Patriarchat ist generell etwas gutes (noch einmal die Frage, ich bin der Patriarch und Du der, der sich unterordnen soll, noch gute Worte zum Patriarchat ?)

Nun war es aber leider auch noch so, dass in der römischen Geisteswelt zwar ein Patriarchat geherrscht hat, aber eines, das weit weg war von dem, was die Bibel sagt. Die deutlich reduzierte Stellung der Frau (Lehrbefugnis, Autorität über Männer, Scheidungsrechte), die die Bibel sah bedeutete eine massive Schlechterstellung gegenüber der Stellung im römischen Rechtskreis.

Und, ganz nebenbei, Christen hatten das Problem, dass sie keine Soldaten sein durften, den Kaiser nicht verehren, weil die Bibel es so sah. Das löste auch Konflikte aus. Und ob es zu "blutigen Aufständen" gekommen wäre halte ich doch für eher weit hergeholt. So blutig ist es ja auch im letzten Kanton in der Schweiz nicht zugegangen, als das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde, gelle ;) Mal ganz nebenbei:

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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Gabriel » Di 3. Sep 2002, 17:00

Was du hier schreibst Florian entspricht nicht der Bibel.

Wenn Christus das Haupt der Gemeinde ist, dann überleg dir mal was das heisst für den Mann. Er ist das Haupt der Frau SOWIE CHRISTUS DAS HAUPT DER GEMEINDE IST.

Deine Darlegung rückt die Bibel in ein völlig falsches Licht. Überleg dir mal was JESUS für die Gemeinde getan hat. Er hat gedient!

Bei deiner Darlegung fehlt das "SOWIE CHRISTUS..."

Lies in diesem bezug noch mal meinen ersten beitrag oben...

gruss Gabriel
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Ahk » Di 3. Sep 2002, 17:18

a) Es wird in der Bibel keine göttliche Moral geoffenbart, sondern dass, was der Schreiber als am sinnvollsten zur Verbreitung des Glaubens ansah wurde aufgeschrieben.


Naja....sagen wir mal so.......nicht in jedem teil wird gleich viel/offensichtlich göttliche moral offenbart. Natürlich will nicht jede stelle gleich gelesen werden.
Dennoch heisst dies nicht, dass in der bibel keine göttliche moral offenbart wird.
Jesus hat sich doch solche mühe gegeben, dass man sie richtig versteht......

b) Diese Moral ist dann aber flexibel, sprich, absolute Werte gibt es nicht, immer brav anpassen.


Nein. Nicht die moral darf flexibel sein. Die Gesellschaft darf flexibel sein.

d) Das Patriarchat ist generell etwas gutes (noch einmal die Frage, ich bin der Patriarch und Du der, der sich unterordnen soll, noch gute Worte zum Patriarchat ?)


Stimmt nicht....es heisst, das es generell nix schlechtes ist.....und argumente dazu haben wir ja schon viele gehört....

Und ob es zu "blutigen Aufständen" gekommen wäre halte ich doch für eher weit hergeholt.


Ich nicht......

So blutig ist es ja auch im letzten Kanton in der Schweiz nicht zugegangen, als das Wahlrecht für Frauen eingeführt wurde, gelle Mal ganz nebenbei


Dieser Vergleich ist in meinen augen nicht ganz optimal
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Di 3. Sep 2002, 17:36

Hallo ahk,

"Naja....sagen wir mal so.......nicht in jedem teil wird gleich viel/offensichtlich göttliche moral offenbart."

Interessant, und wieviel nun in welchem? Darf ich mir das aussuchen? Über Jahrhunderte hinweg galten diese Stellen als göttliche Moral. Oder gilt immer nur das als göttliche Moral was in die jeweilige Gesellschaft passt, der Rest wird negiert? Warum soll ich denn die Aussagen über Homosexualität von Paulus oder über Gottlosigkeit jetzt anders bewerten als die über Frauen? Der Ansatz hilft nicht weiter, er verwandelt die Bibel in ein Sammelsurium, aus dem sich jeder herauspicken kann, was er will.

"Jesus hat sich doch solche mühe gegeben, dass man sie richtig versteht......"

Hmmm, dann ist also das Steinigen von ungehorsamen Söhnen weiterhin erlaubt, denn das hat Jesus auch gesagt. Auch darf der Mann sich scheiden lassen, die Frau jedoch nicht. Aber Jesus hat auch gesagt, dass er in Rätseln spricht, damit (!) man ihn nicht versteht.

"Nein. Nicht die moral darf flexibel sein. Die Gesellschaft darf flexibel sein."

a) Was ist dann bitte Moral
b) Welche hättens denn dann gerne? Nach Deiner Bemerkung oben kann ich fast jede beliebige aus der Bibel herausdestillieren.

"Stimmt nicht....es heisst, das es generell nix schlechtes ist.....und argumente dazu haben wir ja schon viele gehört...."

Meine Frage ist immer noch nicht beantwortet. Du wärst also auch der Meinung, dass das Patriarchat nichts schlechtes wäre, wenn Du in der untergeordneten Position wärest, nicht aus freiem Willen, sondern weil es Dir so vorgeschrieben wird. Patriarchat ist "genausowenig" etwas schlechtes wie Feudalherrschaft.

"Ich nicht...... Dieser Vergleich ist in meinen augen nicht ganz optimal"

Sicherlich, war er nicht, er sollte auch provozieren. Doch kannst Du mir einen Staat nennen, in dem es zu blutigen Aufständen gekommen ist, nur weil das Patriarchat abgeschafft wurde? Du kannst doch nicht einfach sagen es wäre zu blutigen Aufständen gekommen, wenn es in der Geschichte dutzende Beispiele gibt, bei denen es eben nicht zu blutigen Aufständen gekommen wäre, aber keinen, bei denen es dazu gekommen ist. Und vergleiche die Auswirkungen "Patriarchat ist schlecht" mal mit "Ihr sollt nicht Soldat sein". Letzteres hat der Kirche viele Märtyrer eingebracht.

Außerdem hätte die Bibel das Patriarchat ja nur für Christen aufheben können. So ein: Achtet die Gesetze, liebet Euch, aber da Gott Euer Herr ist soll keiner des anderen Herren sein. Nein, das steht da nicht, da steht explizit: Es ist Gottes Wille, dass die Stellung der Frau eine untergeordnete ist. Das ist keine Anpassung, das ist eine Verstärkung und Zementierung. Gottes Wille ist das Patriarchat und wir handeln entgegen Gottes Willen, wenn wir Frauen gleiche Rechte zugestehen, oder??

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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Ahk » Di 3. Sep 2002, 18:23

Interessant, und wieviel nun in welchem? Darf ich mir das aussuchen? Über Jahrhunderte hinweg galten diese Stellen als göttliche Moral. Oder gilt immer nur das als göttliche Moral was in die jeweilige Gesellschaft passt, der Rest wird negiert? Warum soll ich denn die Aussagen über Homosexualität von Paulus oder über Gottlosigkeit jetzt anders bewerten als die über Frauen? Der Ansatz hilft nicht weiter, er verwandelt die Bibel in ein Sammelsurium, aus dem sich jeder herauspicken kann, was er will.


Irgendwo hats hier nen thread(sorry weiss nicht mehr wo der war ;) ) der dir sicher weiterhilft im bezug auf "wie man die bibel lesen soll".
Falls ich irgendwo etwas widersprüchliches geschrieben habe, kannst du mich gerne darauf aufmerksam machen....
Als christ sehe ich die lehre von jesus persöhnlich als die unverwässertste an.
Jesus hat mal gesagt:"Vergeblich aber verehren sie mich, indem sie lehren vortragen, welche gebote von menschen sind."

Hmmm, dann ist also das Steinigen von ungehorsamen Söhnen weiterhin erlaubt, denn das hat Jesus auch gesagt. Auch darf der Mann sich scheiden lassen, die Frau jedoch nicht. Aber Jesus hat auch gesagt, dass er in Rätseln spricht, damit (!) man ihn nicht versteht.


Naja......evtl. hast du ihn tatsächlich nicht verstanden......

a) Was ist dann bitte Moral
b) Welche hättens denn dann gerne? Nach Deiner Bemerkung oben kann ich fast jede beliebige aus der Bibel herausdestillieren.


Hhhmmmmmm "Du sollst Gott deinen herrn lieben, ebenso sollst du deinen nächsten lieben wie dich selbst"

Meine Frage ist immer noch nicht beantwortet.

Die war ernst gemeint?

Du wärst also auch der Meinung, dass das Patriarchat nichts schlechtes wäre, wenn Du in der untergeordneten Position wärest, nicht aus freiem Willen, sondern weil es Dir so vorgeschrieben wird. Patriarchat ist "genausowenig" etwas schlechtes wie Feudalherrschaft.


......wir sind doch alles diener der gesellschaft??? Nur weil du deinen könig wählst bist du frei? Und falls du in dem zusammenhang von unterdrückung redest, dann hast du denen, die über ein bibelgerechtes pariarchat gesprochen haben nicht recht zugehört.
Und den punkt mit dem:"Nicht das system muss sich bessern, sondern der mensch" ignorierst du in dem sinne auch....

vergleiche die Auswirkungen "Patriarchat ist schlecht" mal mit "Ihr sollt nicht Soldat sein". Letzteres hat der Kirche viele Märtyrer eingebracht.


Naja......sich passiv unterordnen und aktiv leute töten ist doch schn was anderes.....oder?



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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Gabriel » Di 3. Sep 2002, 20:14

@florian

Hmmm, dann ist also das Steinigen von ungehorsamen Söhnen weiterhin erlaubt, denn das hat Jesus auch gesagt. Auch darf der Mann sich scheiden lassen, die Frau jedoch nicht.


Johannes 8
1   Jesus aber ging nach dem Ölberg.
2   Frühmorgens aber kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm; und er setzte sich und lehrte sie.
3   Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen eine Frau, die beim Ehebruch ergriffen worden war, und stellen sie in die Mitte
4   und sagen zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden.
5   In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du?
6   Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
7   Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.
8   Und wieder bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.
9   Als sie aber [dies] hörten, gingen sie einer nach dem anderen hinaus, angefangen von den Ältesten; und er wurde allein gelassen mit der Frau, die in der Mitte stand.


Lukas 16:18
Jeder, der seine Frau entläßt und eine andere heiratet, begeht Ehebruch; und jeder, der die von einem Mann Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.

1 Korinther 7:11
- wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und daß ein Mann seine Frau nicht entlasse.
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Di 3. Sep 2002, 20:24


Mit anderen Worten:
ein geschiedener Mann darf wieder heiraten, eine geschiedene Frau hingegen nicht, die ist ja schon verbraucht oder wie?
Lasst euch nicht vertrösten!
Ihr habt nicht zu viel Zeit!
Lasst Moder den Erlösten
Denn das Leben ist am Grössten:
Es steht nicht mehr bereit

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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Gabriel » Di 3. Sep 2002, 21:21

besser gesagt, mit deinen worten... wie immer... alles verdrehen...

es scheint dir spass zu machen

hier ist die rede davon dass ein mann seine frau nicht entlassen soll. und wenn ein mann eine entlassene heiratet dann begeht er ehebruch...

merkst du nicht, dass hier die schuld den mann trifft??? ein MANN begeht ehebruch wenn....

irgendwie machst du dir selber vorwürfe - niemand hat in annähenderweise von verbraucht geredet.

es geht hier um das prinzip TREUE! Man sieht wieder mal wie oberflächlich Texte der Bibel gelesen werden - daraus resultiert eben eine solche verdrehung der WAHRHEIT
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yehudit » Di 3. Sep 2002, 22:01

Die Beiträge von Gabriel gefallen mir, besonders den von 21.51.
Also wegen dem Lieben und Unterordnen sehe ich das so: Wenn ich , auf kollegialer Ebene, einen Menschen ins Herz geschlossen habe, diene ich ihm automatisch, indem ich für ihn da bin, wenn er mich braucht ect.. Das heisst aber noch lange nicht, dass ich nicht meinen eigenen Willen behalten darf. Ich achte ihn einfach als Gottes Geschöpf und stehe gerne unter ihm. Differenzen gibts immer mal und da sind halt beide Seiten gefragt. Wenn einer stur ist, so ist das Unterordnen dahin. Also, wenn man schon bei Kollegen so prima dienen kann, wie kann man das denn erst recht bei einem Partner, den man von ganzen Herzen liebt? Dann ist doch das einander dienen eine Selbstverständlichkeit. Ich persönlich versuche dem Partner beizustehen, wo ich kann, unterstütze ihn, wo ich kann. Und wenn er mal was macht, womit ich nicht einverstanden bin, muss ich halt auch mal bereit sein, ihn machen zu lassen. Genau dasselbe erwarte ich auch vom Mann. Ich gebe manchmal sehr viel (vielleicht zu viel) aber ich erwarte das auch irgendwann wieder zurück. Aber ich finde, das ist selbstverständlich, wenn man sich liebt. Wenn ich einen Mann liebe, kann ich nicht zusehen, wie er leidet und muss einfach zu ihm stehen, auch wenn es mir vielleicht selber mies geht. Und ich erwarte vom Mann, wenn er mich liebt, das er dasselbe, soweit er die Kraft dazu hat, auch für mich bereit ist zu tun. Ich weiss, ich stelle hohe Ansprüche, aber ich persönlich bin bereit, für einen Menschen, den ich liebe, mein allerletztes Hemd herzugeben. Ist das nicht selbstverständlich? Für mich schon! Soweit mal zum Dienen.

Frauen und Männer haben einfach auch verschiedene Eigenschaften. Kann ein Mann Kinder gebären? Ist ein Kind nicht automatisch näher an die Mutter gebunden? Also ich will damit nicht sagen, dass der Mann bei der Betreuung und Erziehung nichts zu sagen hat, im Gegenteil. Er ist der Vater und hat genauso seine Aufgaben zu erfüllen und der Mutter Schützenhilfe zu leisten. Ist es denn für eine Mutter nicht ihr ganzer stolz, ihre Kinder mit viel Liebe erziehen zu können, der Familie ein schönes Zuhause zu bieten? Eine Hausfrau und Mutter ist eine Managerin. Ihr Lohn sollte von den Kindern und vom Mann bezahlt werden, indem sie dafür auch geachtet und gewertet wird. Genauso wie die Frau auch den Mann achtet, der das nötige Geld nach Hause bringt.
Grüessli Yehudit
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Yasha » Di 3. Sep 2002, 22:17

jaja, sorry, habs im ersten Moment falsch mitgekriegt, aber beim zweiten mal durchlesen gemerkt.

Lasst euch nicht vertrösten!
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Re: Frauenemanzipation: Was sagt die Bibel dazu?

Beitragvon Florian T » Mi 4. Sep 2002, 06:49

Hallo ahk,

"Als christ sehe ich die lehre von jesus persöhnlich als die unverwässertste an."

Nun, das würde beudeuten, dass ich das was in den Briefen steht, im Zweifel vergessen kann. Automatisch ist damit zwar die Unterdrückung weg, aber auch die Aufhebung der mosaischen Gesetze. Die wurden nämlich erst aufgehoben, als sich z.B. die Bescneidung als Problem bei der Bekehrung der Heiden erwies. Also, was denn nun? Rosinenpicken etwa wie Gabriel, der etwas behauptet, was gar nicht in der Bibel steht.

Hmmm, dann ist also das Steinigen von ungehorsamen Söhnen weiterhin erlaubt, denn das hat Jesus auch gesagt. Auch darf der Mann sich scheiden lassen, die Frau jedoch nicht. Aber Jesus hat auch gesagt, dass er in Rätseln spricht, damit (!) man ihn nicht versteht.

"Naja......evtl. hast du ihn tatsächlich nicht verstanden......"

Ach, ehrlich, dann wollen wir mal und Du kannst mir ja beweisen, was ich falsch verstanden habe. Scheidung des Mannes: Mt, 5,32 "Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs..." hier ganz klar die Ausnahme, der Mann darf sich wegen Ehebruch scheiden lassen, die Frau nicht.

Steinigen von Söhnen Mt, 15,3: 3Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum übertretet denn ihr Gottes Gebot um eurer Satzungen willen? 4Denn Gott hat geboten (2. Mose 20,12; 21,17): «Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben.» 5bAber ihr lehrt"

Eine ganz klare Bekräftigung des mosaischen Gesetzes, bei denen dann auch explizit die Steinigung als Strafe geboten wird.

So reden, dass man nicht verstanden wird, Mt 13,10

"Und die Jünger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen? 11Er antwortete und sprach zu ihnen: aEuch ist´s gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen, diesen aber ist´s nicht gegeben"

Alles also wunderbar durch die Bibel belegt, alles direkte Aussagen von Jesus. Was soll ich missverstanden haben?

"Du sollst Gott deinen herrn lieben, ebenso sollst du deinen nächsten lieben wie dich selbst"

Ein tolles Gebot, schon sehr alt als es von Jesus gebracht wurde, nur, was, wenn ich mich nicht liebe? Und was ist damit, dass Du alle nicht grüßen sollst, die nicht die Lehre Jesu teilen?

"Die war ernst gemeint?"

Moment, Du hast doch in diesem thread mehrfach und wiederholt gefragt, was denn nun an Unterordnung schlecht sein soll und Dich beklagt, keiner habe Dir eine Antwort gegeben. Also noch einmal: Würdest Du auch dann sagen, dass an Unterordnung nichts schlechtes ist, wenn Du gezwungen wärst, Dich unterzuordnen? Ja oder Nein.


"......wir sind doch alles diener der gesellschaft???"

??? Wie darf ich das verstehen? Ich diene nicht der Gesellschaft.

"Nur weil du deinen könig wählst bist du frei?"

Ach so, es macht also keinen Unterschied ob man einen König/Fürsten/diktator als Staatsoberhaupt hat oder eine gewählte Regierung? Ich habe das Gefühl, Du begibst Dich gerade auf sehr dünnes Eis um die Bibel zu retten.

"Und falls du in dem zusammenhang von unterdrückung redest, dann hast du denen, die über ein bibelgerechtes pariarchat gesprochen haben nicht recht zugehört."

Keiner, ich wiederhole, keiner hat bisher hier ein "bibelgerechtes" Patriarchat mit der Bibel belegen können. Die Bibel sagt klipp und klar: Erst der Mann, dann die Frau, der Mann hat mehr Rechte, die Frau ist moralisch schlechter, die Frau hat sich dem Mann unterzuordnen wie ein Sklave dem Herrn. Das steht in der Bibel. Das ist durch die Zitate eindeutig belegt. Wer also etwas anderes da hinenininterpretiert, bitte, aber diese Position hat keine Abstützung durch die Bibel.

"Und den punkt mit dem:"Nicht das system muss sich bessern, sondern der mensch" ignorierst du in dem sinne auch...."

Nein, Du ignorierst, dass diese Bibelzitate keine Anpassung an die bestehende Situation dargestellt haben, sondern eine Schlechterstellung der Frau bedeuteten. Das bereits herrschende Patriarchat wurde so noch einmal massiv in seinen Rechten verbessert, die Frau wurde noch weiter degradiert. Von daher ist dieser Punkt systematisch falsch. Außerdem hat die Bibel in vielen Punkten dazu aufgefordert, sich nicht von den Geboten der Welt leiten zu lassen. Hier verstärkt sie diese.

"Naja......sich passiv unterordnen und aktiv leute töten ist doch schn was anderes.....oder?"

Zu sich passiv unterordnen gehört auch jemand, der sich aktiv überordnet. Und ich nehme mal an, dass Du Pazifist bist. Wenn nicht, dann bist Du ja wohl der Meinung, dass es sehr wohl in Ordnung sein kann Menschen zu töten. Wenn Du Schweizer bist also die Frage, warst Du beim Militär?

Also noch einmal: Die Bibel gibt der Frau eindeutig eine untergeordnete, rechtsärmere Position, die von Ihr in gar keinem Fall verlassen werden kann. Halten wir uns in der Gesellschaft an die Bibel oder halten wir die Idee der Menschenrechte letztendlich für besser?

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