Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mo 21. Sep 2020, 10:02

Habatom hat geschrieben:
Urmilsch hat geschrieben:So, jetzt darf sich jeder so seine Gedanken machen



Darf dies nun jeder?
Nachdem du mit vielen Worten wenigen Inhaltes uns immer das Gleiche weismachen willst?
Das wir sündige Menschen aus uns selbst heraus nun den anderen lieben könnten, um eine bessere Welt zu erschaffen? Gleichsam in einem Kollektiv wie in einem Bienenstaat? Wo alle Bienen lediglich ihre Kraft und ihr Leben für eine Königin hingeben? In deinem Fall dann einer Idee hingeben, die von vorne herein zum scheitern verurteilt ist, solange sich der Mensch nicht als von Gott getrenntes Geschöpf erfährt, um dann eine Erneuerung, eine Wiedergeburt zu erleben, um nicht weiterhin nur seinen eigenen egoistischen Vorstellungen nachlaufen zu müssen.


Es geht nicht anders Habatom, ich muss darauf antworten.

editiert Ein Bien ist ein Organismus, in welchem nicht die einzelnen Bienen für eine Königin arbeiten, sondern in welchem alle Individuen zusammenarbeiten um überleben zu können. Die Königin die im Übrigen vom Bien durch ein spezielles Futter aus einem normalen weiblichen Stift gezogen wird, erfüllt darin genauso ihren Zweck wie die Bienen, die sammeln, Nachwuchs groß ziehen, den Stock verteidigen oder sonst irgend eine Aufgabe erledigen. Bienen verändern gar ihren Aufgabenbereich, so es denn für den Bien notwendig wird.

Eine nicht nachvollziehbare Denke ist indessen, wenn man etwas zum Scheitern verurteilt, bevor man es überhaupt erst versucht hat. So wird sich tatsächlich nie etwas ändern können.

Was die Trennung von Gott angeht, so habe ich auch hier eine (wer hätte es erwartet) gegensätzlich Meinung. Du bist getrennt von Gott, weil du Gott nicht in dir und deinem Gegenüber, ja in allem erkennst und deshalb auch nicht so handelst. Nun ist jedoch der Mensch (Der Leib) der Tempel Gottes und die Aufenthaltsstätte dessen Geistes. Neu geboren bedeutet deine Sichtweise des materiellen Körpers beiseite zu legen und so zu handeln, als wären wir alle EINS.

Verstehen möchtest du nicht, dass Gott dich in deinem stillen Kämmerlein nur deshalb hören kann, weil er mit deinen Ohren verbunden ist und weil er deine Gedanken längst kennt. Kennt er nur deine Gedanken und hört er nur mit deinen Ohren? Mitnichten Habatom, es ist ein Irrtum von Gott vollkommen getrennt zu sein, dann würdest du nicht leben können.

Was Jesus und den Vater angeht, so gibt es eine anschauliche Beschreibung in den Puranas, die zum bessern Verständnis dienen kann, so man nicht grundsätzlich alle anderen Schriften verteufelt:

editiert
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Grund: bitte nicht persönlich werden / Verstoss gegen Forenregel Punkt 17
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Mo 21. Sep 2020, 10:15

Urmilsch, und ich hoffte, du würdest nicht lügen, als du dich verabschiedet hast. Aber das ist typisch für Leute, welche fremde Lehren bringen. Sie hören niemals auf damit, bis ihnen ein Höherer das Handwerk legt.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 21. Sep 2020, 10:27

Psalm 115

1 Nicht uns, HERR, nicht uns, / sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!
2 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott?

3 Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.


und was er da nun "geschafft" hat, dass schauen wir uns jetzt weiter an:

16 Der Himmel ist der Himmel des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.


- und ich befürchte - auch in Angesichts meiner Tagesplanung - hier wiederum heute nur 3 Verse behandelt zu sehen.


1. Mose 3,

17 Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.
18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen.
19 Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde wirst, davon du genommen bist. Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.



Adam hatte Eva - mehr gehorcht - als Gott. Wurde hier seines Ungehorsames wegen IN DIE PFLICHT genommen. Und ich sage ausdrücklich "in die Pflicht genommen" - weil ich dies nicht als eine "endgültige" Bestrafung ansehe, wie sie zuvor der Schlange erteilt wurde. Wo Gott sprich in Vers 14: "weil du das getan hast, verflucht sollst du sein.."

Hier wird also nun nicht - wie zu Beginn die Schlange - Adam verflucht, sondern der Ackerboden. Und dieser Fluch ist nun auch für den Menschen in Christus - den neuen Adam - nicht automatisch aufgehoben. Auch für uns Christen ist der Broterwerb, der Erwerb eines notwendigen Lebensunterhaltes, mit Arbeit -- mit Mühen -- verbunden. Auch wenn wir selbst in Christus nun Versöhnte, Kinder Gottes, Begnadigte, Geliebte Gottes sind. Nicht mehr unter dem Zorn Gottes stehen, unter dem der Mensch steht, der gottlos ist, der Gott noch nicht kennt. Der um seiner Sünden willen sterben muss. Zum Tode verurteilt wird, dort wo er am Nächsten - und somit auch an Gott, dem Schöpfer von allem - schuldig wird.

Desweiteren sehen wir in Vers 18 eine Rückentwicklung des Menschens. Ursprünglich sollte er nicht das Kraut auf Erden (das war für die Tiere) essen, sondern die Früchte von den Bäumen (1. Mose 1,29 -- alle samentragende Frucht...)

30 Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah so.

Vers 19 zeigt uns jetzt die Auswirkungen dieser körperlichen Mühen..... der Körper muss selbst Schweiss zur Abkühlung (Verdunstungskälte am Körper, die den Körper kühlt) erzeugen, der Mensch ist nicht mehr wie in Eden nun der Empfänger und Nutzniesser all dessen, was Gott für ihn angelegt hat, und was er sich dort dann bei voller Reife nur in den Schoß fallen lassen muss (wenn ich hier mal an die vielen Darstellungen des/eines Paradieses denken will - wobei Eden dann nicht das Paradies ist, wo wir als Kinder Gottes dann landen werden... dem himmlischen Jerusalem unter einem neuem Himmel auf einer neuen Erde)

Vers 19 zeigt uns dann hier auch die Folgen dieser Mühen, die mit Abnutzung und Verschleiß - innerhalb eines zeitlich vergänglichen Universums, auf einer der Gravitation unterworfenen zeitlich vergänglichen Erde -- einhergehen und uns wieder zu dem werden lassen, aus dem wir einst gebildet wurden.

Staub.


Soweit so gut für heute,

ich wünsche noch einen angenehmen Tag im Hinblick auf unsere eigentliche Bestimmung.

mit freundlichem Gruße,
habatom
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mo 21. Sep 2020, 10:52

Gnu hat geschrieben:Urmilsch, und ich hoffte, du würdest nicht lügen, als du dich verabschiedet hast. Aber das ist typisch für Leute, welche fremde Lehren bringen. Sie hören niemals auf damit, bis ihnen ein Höherer das Handwerk legt.


Gnu, weshalb sollte ich damit aufhören meine Sichtweise zu erklären, hörst du denn damit auf oder hört Habatom damit auf. Er hat seine Sicht der Dinge, welche gar nicht die Seinige ist, denn es sind die Ansichten seiner Vorfahren die er da erlernt hat. Ich habe wenigstens so etwas wie eine eigene Meinung und ich werde wohl meine Gedankengänge erklären dürfen, so denn Habatom mir meine falschen Rillen in der Schallplatte bescheinigen möchte. Zu den Gedankengängen der Vorfahren eine interessante Textstelle des Koran Sure 2:170 : Und wenn ihnen gesagt wird: «Befolgt, was Allah (arabisches Wort für Gott) herabgesandt hat (Er sandte Christus hinab)», sagen sie: «Nein, wir wollen dem folgen, worin wir unsere Väter vorgefunden.» Wie! wenn selbst ihre Väter keinen Verstand hatten und nicht auf dem rechten Wege wandelten?

Wenn ich auf einer Insel lebe, die lediglich aus einer Wiese besteht, so kann ich natürlich ganz locker behaupten, dass die Welt nur aus einer Wiese, umgeben mit Wasser besteht. Sie besteht aber bekanntermaßen aus noch viel mehr Dingen, die derjenige nicht erkennen kann, welcher sich auf dieser Insel befindet und dort bleibt, obwohl es jede Menge Boote gäbe, die ihn zu anderen Orten bringen könnten.

Wenn ich also nur einen Teil jener Schriften beleuchte, welche auf diesem Planeten uns etwas von Gott erzählen möchten, dann könnte es doch sein, dass ich nicht alles erkennen kann, was in mir eventuell ein falsches oder eben nicht vollständiges Bild enstehen ließe.

Ich ziehe es vor, alle Menschen mit Ihren Heiligen Schriften mit ins Boot zu holen, indem ich mir ein Bild aus allen Perspektiven mache, um nachfolgend bei Jesus und seinem Gebot zu landen, jedoch aus einem Gottesverständnis heraus, welches nicht der gängigen Lehrmeinung entspricht, sondern sich auf Grundlage aller Schriften gebildet hat.

Wenn ich sage, dass der Vater und der Sohn identisch ist, dann mache ich das aus der Gesamtheit der Schriften heraus, welche dieses Bild zeichnen und wo eben auch Jesus erklärt, dass er und der Vater EINS sind.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mo 21. Sep 2020, 11:25

Habatom hat geschrieben:Psalm 115

1 Nicht uns, HERR, nicht uns, / sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen!



Und dieser Name lautet Jesus Christus, denn:

- Ich bin gekommen in meines Vaters Namen
- Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen,die zeugen von mir
- Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, erkennen.
- Ich habe deinen Namen offenbart den Menschen (welcher vormals nicht offenbart war, denn offenbaren bedeutet was verborgen war erkenntlich zu machen)
- Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir. 12 Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem Namen.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Mo 21. Sep 2020, 15:14

Urmilsch hat geschrieben:Gnu, weshalb sollte ich damit aufhören meine Sichtweise zu erklären,

Deswegen:
Urmilsch hat geschrieben:Der Forentroll verabschiedet sich nun aus dieser Diskussion, denn er möchte sich nicht mit Schriften ausgiebig beschäftigen, die mir den Vater nicht in der Reinform zeigen, so wie sein Wesen wirklich ist. Schriften die jede Menge Leid verursachten und Aussagen dieser Schriften, welche in leicht abgewandelter Form in einer nicht verstandenen Schrift auch immer noch Leid bringen.

editiert
Dann solltest du Busse tun und dich dem Herrn Jaschua zum Opfer hinwerfen.
Sonst hat er sein Opfer für dich vergeblich gebracht.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mo 21. Sep 2020, 15:29

Gnu hat geschrieben:
Urmilsch hat geschrieben:Gnu, weshalb sollte ich damit aufhören meine Sichtweise zu erklären,

Deswegen:
Urmilsch hat geschrieben:Der Forentroll verabschiedet sich nun aus dieser Diskussion, denn er möchte sich nicht mit Schriften ausgiebig beschäftigen, die mir den Vater nicht in der Reinform zeigen, so wie sein Wesen wirklich ist. Schriften die jede Menge Leid verursachten und Aussagen dieser Schriften, welche in leicht abgewandelter Form in einer nicht verstandenen Schrift auch immer noch Leid bringen.

Du hast doch nicht etwa Alzheimer?
Oder hast du einen Lügendämon?
Dann solltest du Busse tun und dich dem Herrn Jaschua zum Opfer hinwerfen.
Sonst hat er sein Opfer für dich vergeblich gebracht.


Es erscheint mir hier analog zur Apologie des Sokrates oder der Verurteilung des Jesu zu sein. Andere Meinung = der Bursch hat grundsätzlich nicht recht und sollte besser ruhig sein. So er nicht schweige, dann....... Glück gehabt sag ich da nur, dass ich in der heutigen Zeit lebe. Wenn Habatom schön brav an dieser Stelle geschwiegen hätte, wäre der Forentroll natürlich auch von dannen gezogen, so musste ich jedoch erklären wie das mit den Bienchen funktioniert :lol:

Ich mein man sollte schon wissen wie der Honig auf den Tisch kommt, sicherlich nicht, weil eine Königin 50.000 Sklaven hält, die munter nur für sie arbeiten. :roll: Am Schluss glaubt das auch noch der Leser dieses Forums.

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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Mo 21. Sep 2020, 15:50

Ich wäre der Letzte, welcher dir, Urmilsch, das Schreiben verbieten würde. Aber du hast dir selbst eine Falle gestellt. Dies ist vor dir auch schon vielen anderen passiert. Die sind heute nicht mehr aktiv im Forum, es sei denn unter neuer Flagge. Ich habe grundsätzlich nichts gegen andere Religionen, aber wenn sie penetrant missionieren, schon. Vor allem, wenn sie den Gott der Hebräer immer wieder lästern.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mo 21. Sep 2020, 17:18

Gnu hat geschrieben:Ich wäre der Letzte, welcher dir, Urmilsch, das Schreiben verbieten würde. Aber du hast dir selbst eine Falle gestellt. Dies ist vor dir auch schon vielen anderen passiert. Die sind heute nicht mehr aktiv im Forum, es sei denn unter neuer Flagge. Ich habe grundsätzlich nichts gegen andere Religionen, aber wenn sie penetrant missionieren, schon. Vor allem, wenn sie den Gott der Hebräer immer wieder lästern.


Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich der du allein wahrer Gott bist erkennen!

Mir scheint als wäre es gar nicht so einfach Gott zu erkennen Gnu. Ich schreibe Vati hin und dann soll das auch Vati sein, wenn er Dinge sagt, die irgendwie aber gar nicht zu Paps passen, welcher uns erst vom Sohn vorgestellt wurde? Hast du den Vater wirklich erkannt Gnu?

Verstehst du, dass in den Schriften das Wort Gottes Jesus Christus repräsentiert und nicht das Wort irgend eines Anderen? Er ist das Maß aller Dinge, weil er der Thora übergeordnet ist, siehe Dtn 18, 18-19. Warum wohl ist er der Thora übergeordnet, weil er kleiner ist wie der Vati in der Thora? Er ist das Maß aller Dinge, weil erst er uns Gott vorstellte, so wie er ist, siehe Joh 14, 7-9. Den Vater, welcher vormals in den Schriften geschichtlich nicht offenbart gewesen ist, stellte er uns vor und gab uns seinen Namen, siehe Joh 17, 6, denn genau in diesem seinen Namen erschien er. Er ist allein wahrer Gott Gnu, weil er zusammen mit dem Vater EINS ist, weil sich dieser unsichtbare Vater zum Zwecke der Schöpfung selbst verkörperte und Christus gebar, den Schöpfer von Allem, was aber aus Vati und Sohn keine zwei verschiedene Dinge macht.

Du musst es nicht so sehen Gnu, aber der Gott der Hebräer ist eigentlich Jesus, nur haben diese ihn nicht anhand dessen Aussagen erkannt. Er ist aber nicht nur der Gott der Hebräer, sondern er ist der Gott aller Menschen Gnu, denn es gibt nur den einen Gott, dessen Name Christus bei den Hindus eben Isa ist, was letztlich aber das SELBE ist und das selbige Wesen Gottes beschreibt.

Und ich bin mir sicher, dass folgende Aussage von ihm stammt: Hütet euch, dass euch niemand irreführt, indem er sagt: "Siehe dort!" oder "Siehe hier!", Denn der Menschensohn ist in eurem Inneren., siehe auch 1 Kor 3, 16; 2 Kor 6, 16; Sure 15:28-29; Veden, Puranas, Sutras usw. Folget ihr ihm! Die nach ihm suchen, sie werden ihn finden.

Für welche Religion missioniere ich die ganze Zeit Gnu? Ich versuche das Evangelium an den Mann zu bringen, welches als Kernaussage eben fordert, dass man sich untereinander lieben soll! Ich versuche den Nenner herauszubilden, welcher alle Welt dieses Evangelium beachten ließe Gnu. Wenn das nicht in einem christlichen Forum geht, dann weiß ich es aber auch nicht mehr!
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 21. Sep 2020, 18:33

Urmilsch hat geschrieben:
Es geht nicht anders Habatom, ich muss darauf antworten.


Du bist getrennt von Gott, weil du Gott nicht in dir und deinem Gegenüber, ja in allem erkennst und deshalb auch nicht so handelst.



Um nicht wieder auf die Bienen kommen zu müssen, die ich lediglich als Vergleich herangezogen habe, wie du sie auch als Vergleich sehen wolltest in einem möglichen gesellschaftlichen System, wo wir uns dann "nur" lieben müssten, damit alles besser wird .... -
Wenn du schon so voller Liebe zu den Menschen nun bist, dann nimm dir hier selbst mal ein Beispiel und überlege was es heißt:

Jak 1,19 Ihr sollt wissen: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, ...

Das du ein anderes Gottesverständnis hast, als ich und viele andere hier, hast du uns nun wiederholt mit immer den gleichen Worten vor Augen gemalt.
Das gehört hier aber nicht her, wenn wir die Genesis betrachtet sehen.

editiert
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 21. Sep 2020, 18:43

Alle nächsten Beiträge von anderen Usern hier hoffe ich jetzt nur noch zum Thema 1. Mose 3 zu hören.

Und damit dies auch gelingt, eine Frage an Euch...

20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.

--- hmm... hierzu lässt sich keine vernünftige Frage stellen - höchsten die, warum denn nicht Adam der Vater aller Menschen, die da leben geworden ist?

ich fürchte jedoch, die Antwort ist zu leicht...

nächster Versuch:

21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.

Adam und Eva waren mit Feigenblättern "bekleidet" - warum macht Gott der Herr nun Röcke von Fell (sei es aus Wolle oder von Tierhäuten..) ?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Richard3 » Mo 21. Sep 2020, 21:57

Habatom hat geschrieben:
Und damit dies auch gelingt, eine Frage an Euch...

20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.

--- hmm... hierzu lässt sich keine vernünftige Frage stellen - höchsten die, warum denn nicht Adam der Vater aller Menschen, die da leben geworden ist?

Vielleicht ist ist meine Frage nicht "vernünftig", aber wie dann die Gene von Neandertaler, Homo Erectus und Denisova-Mensch ins Erbgut der meisten - aber nicht allen - Menschen gelangten ist zumindest eine interessante Frage.
Damit sind die meisten Menschen keine "reinen" Nachkommen
einer einzigen Mutter, sondern ein Kreuzung.

Gruß Richard
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 22. Sep 2020, 09:01

Richard3 hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
Und damit dies auch gelingt, eine Frage an Euch...

20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.

--- hmm... hierzu lässt sich keine vernünftige Frage stellen - höchsten die, warum denn nicht Adam der Vater aller Menschen, die da leben geworden ist?

Vielleicht ist ist meine Frage nicht "vernünftig", aber wie dann die Gene von Neandertaler, Homo Erectus und Denisova-Mensch ins Erbgut der meisten - aber nicht allen - Menschen gelangten ist zumindest eine interessante Frage.
Damit sind die meisten Menschen keine "reinen" Nachkommen
einer einzigen Mutter, sondern ein Kreuzung.

Gruß Richard



Guten Morgen Richard,

für jede Frage zum Bibeltext, sei sie noch so vernünftig oder unvernünftig bin ich dankbar.
Und die Frage, warum denn nicht Adam - der Mann Evas - nicht auch Vater aller Menschen ist, die da leben (wie es in Vers 20 heißt), ist spannend zu beantworten.

Wir hatten zuletzt folgende Verse betrachtet:

1. Mose 3,
20 Und Adam nannte seine Frau Eva; denn sie wurde die Mutter aller, die da leben.
21 Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und zog sie ihnen an.



Ein Aspekt, der uns hier weiterhilft, hatte ich schon angesprochen. Adam und Eva waren ursprünglich dafür bestimmt, von den Früchten der Bäume zu essen und nicht dann - nach der Verführung Evas und dem Ungehorsam Adams - vom Kraut der Erde. Wir könnten also hier eine evolutionäre Abwärtsentwicklung des Menschens sehen, der seine ursprünglichen Bestimmung - in Gemeinschaft mit Gott zu leben und verbleiben - nun verlustig wird, und sich wieder

- zu Boden richtet, vom einst "aufrechten Gang" in Eden bis er dann EINS wurde, mit dem Bösen (den Gedanken der Schlange).

Und dann finden wir einfach eine Abstammungslinie des Menschens über den Affen. Weil und wo er sich mit der Schlange identifizierte.....(mit einem Tier, hier einem Tier folgend....)

Das wäre eine mögliche Antwort, die es zu prüfen gälte (da gerade von mir aus der Hüfte geschossen).

Eine zweite Antwort wäre eine biblisch begründbare. Das nämlich - wie Jesus auch schon - nicht alle Menschen auf Erden einen leiblichen Vater hatten. Das wird dann in 1. Mose 6 näher ausgeführt. Von daher ist Adam halt nicht der Vater aller Menschen.

Ein weiterer Aspekt wäre der, wie denn aber dann von einem einzigen Menschenpaar - Adam und Eva - so viele Menschen nun abstammen können. Ich halte das Angesichts der noch langen Lebenserwartung der ersten Menschen durchaus für möglich, wenn ich mir die Stammbäume anschaue. Adam und Eva zeugten nach Kain, Abel und Seth noch viele Söhne und Töchter - die sich dann alle wieder untereinander paarten. -- Solange hier nicht die Elohims (die Söhne Gottes) aus 1. Mose 6 dazwischen funkten und sich zu Frauen nahmen, welche sie wollten. Und diesen dann auch Kinder geboren wurden. Was in meinen Augen dann aber nicht mit einer Auffrischung des Erbgutes einher ging. Nicht zuletzt starben von diesen "Riesen" und "Helden" der Vorzeit dann alle aus (zuletzt die (Kanalikiter? als Nachfahren dieser Riesen - die auch schon Josua und Kaleb sahen, als sie Feindesland auskundschafteten). Oder wenn ich hier an einen Goliath denke, der nach Schätzungen betreff des Gewichtes seiner Lanze und der anderen erwähnten Faktoren so ungefähr 2,75 Meter groß gewesen war.
Und Saul war wohl früher schon einen Kopf größer als der Durchschnitt. Wo wir vielleicht einen Durchschnitt von 1,60 m haben, vor rund 3000 Jahren.


Mir ging es aber um die Fellkleidung die Gott dem Menschen machte und hier schließe ich halt das Fell eines von Gott geopferten Schafes (wie manche Ausleger meinen) aus. Weil es bei Adam und Eva nicht um eine Schuld ging, die nun zugedeckt werden musste - damit sie nicht sofort sterben... --- sie mussten dann ja erst in der Folge (siehe Kain der Abel totschlug) an den Folgen ihres Getrennt Seins von Gott sterben. An den Folgen ihrer Schuld an anderen Menschen.
So wie es heißt, der Sünde Lohn (Sold) ist der Tod. Nicht das Getrennt sein von Gott selbst, sondern das, was daraus erwächst. Verfehlungen, Schulden. Sünden (allgemein gesprochen).

Denn es war ihnen ja erlaubt worden, von allen Bäumen des Gartens zu essen. Also hatte Gott ihnen nicht das Essen vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen zum Vorwurf gemacht, sondern ihren Ungehorsam. Hier der Schlange mehr gehorcht zu haben, als Gott.
Wofür sie nun die Konsequenzen trugen, auch wenn sie aus ihrer alten Adamsnatur heraus der Verführung durch die Schlange nicht widerstehen konnten.

Das können wir erst durch den neuen Adam dann. Durch und in Christus. Die Sünde nicht mehr vollbringen. Hier Gott gehorsam bleiben.


Warum also nun Felle? Ich denke, das der Mensch ganz praktisch - als er sich vom Kraut auf dem Boden ernähren musste/sollte, hier nun auf der Stufe mit dem Tier gelandet war. Sich hier einen gemeinsamen Lebensraum nun teilte. Und da blieb es nicht aus, das auch Tiere als Nahrung herangezogen wurden. Und wenn der erste Beruf der ersten Söhne Evas dann Ackerbau war (die Erde urbar zu machen), so folgte schon bald danach der Beruf Abels als Hirte. Und als Hirte lass ich meine Schafe nicht den Alterstod sterben, sondern esse bisweilen auch mal ein Schaf. Und schon hab ich ein Fell über.

Gott sah nun diese Situation des Menschens und bereitete sie darauf vor. Indem er ihnen das Fell von Tieren zu Kleidung gab.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 22. Sep 2020, 09:25

Das Thema über unsere Vorfahren lässt sich sicher noch ausführlicher behandeln.

Aber ich möchte nun weiter abschließend den Text in 1. Mose 3 betrachten:

22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!

Wieder ein einziger Vers, der Anlass für die wildesten Spekulationen wurde.
Wieso spricht Gott der Herr denn nun von "unsereiner"?

Erinnert mich ein bisschen an Winnetou, der auch von sich in der dritten Person spricht.
Wie unser EINER ? Gott ist also nur Einer?
Ja - Gott ist EINE Person. Und diese Person ist sich EINS. In dem was sie denkt, tut, ist. In dem, wie sie sich uns zeigt, verweist diese Person - Gott - auf eine Einigkeit - mit sich selbst. Mit dem was sie denkt und tut. Denken (Absichten) und Taten/Handlungen gehen konform.

Anders oft als wir Menschen, die wir oft etwas anderes über einen Menschen denken und ihm dann doch schmeicheln mit der Zunge. Worin wir dann nicht aufrichtig sind. Nicht EINS sind, in dem was wir denken, was wir reden und was wir tun.

1. Gott (Heiliger Geist: Ruach- Wind/Atem Gottes)--- DACHTE ... am Anfang.... als sein heiliger Geist über der Erde/Materie brütete... sich die Welt ausdachte...

2. Gott (Vater) -- Spricht und Sprach .... er ist der Gegenwärtige, er ist der, der in der Vergangenheit wirkte (sprach) und er ist sogar der Zukünftige --- der da kommt...(wobei dies hier noch kein Thema ist....in 1. Mose 3)

3. Gott (Sohn)--- Handelt -- Gott tut das, was er sagt, was er sich ausdachte, was er ursprünglich geplant hatte mit der Welt, mit den Menschen. Jesus (das Lamm), der auch der Christus (der Löwe/König/Messias/Herr der Herrn/ganzheitlicher-ganzer Mensch und ganzer Gott: ins Menschsein/Fleisch gekommen) ist, vollbringt all dies, hat es vollbracht.

Darin ist Gott Dreieinig. Indem was er denkt, sagt und tut.


Doch erklärt das diesen Text noch nicht völlig.
Wie - unsereins.... ich denke, das Gott die Engel hier mit einschließt, die Zeuge waren beim Schöpfungswirken Gottes. Die es (lt. Hiob) mit ansahen, als Gott die Bänder des Orion (der Teil der Milchstraße, worin sich unser Sonnensystem befindet) knüpfte.
Und auch die Engel wissen, wer Gott ist, was Gut ist und das Gott Gut ist. Und ein Teil der Engel - hier die Schlange (Satan) hatten nun auch den Weg des Bösen beschritten. Sich gegen Gott zu erheben, selbst Gott sein zu wollen. Und darin dann Eva verführt/betrogen.

Adam und Eva wussten nun, was es bedeutet, mit dem Bösen Eins zu werden, das Gute (Gott) verloren zu haben, und damit sie nun nicht in diesem Zustand - des Böse seins - ewig leben müssten, schickte sie Gott aus Eden hinaus.

Damit sie nicht auch noch Heilung - Vergebung - in ihrer bösen Natur nun erfahren, sooft sie böses tun würden, so oft sie an den Geschöpfen Gottes schuldig geworden wären und dann vom Baum des Lebens gegessen hätten und ihnen Heilung zuteil geworden wäre.

Gott musste sie erst an den Punkt führen, wo sie dann (in der Taufe) ihren alten Adam in den Tod geben würden, auf das sie dann durch und in Christus die Sünde nicht mehr vollbringen können. Dies wurde dann ein langer Weg für den Menschen.

23 Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.
24 Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Di 22. Sep 2020, 10:12

Habatom hat geschrieben:Das du ein anderes Gottesverständnis hast, als ich und viele andere hier, hast du uns nun wiederholt mit immer den gleichen Worten vor Augen gemalt.
Das gehört hier aber nicht her, wenn wir die Genesis betrachtet sehen.

Und wenn du hier zum Bibeltext nichts zu sagen weißt, dann verschone uns doch bitte mit deinen Gedankenkonstrukten. Dessen Irrsinn ich versucht habe dir aufzuzeigen. Aber leider hier auf taube Ohren gestoßen bin. Und im Gegensatz zu dir, lieber Urmilsch, werde ich hier kein "Ohrenbläser" sein, der mit immer den gleichen Worten hier sein Verständnis publik machen will.


Es mag ja sein Habatom, dass ich ein abweichendes Gottesverständnis wie viele hier hab. Du jedoch versuchst mir den Irrsinn meiner Aussagen mit einer Schrift aufzuzeigen die materiellrechtlich vom Wort Gottes abgelöst wurde, welches Jesus in den abrahmitischen Schriften repräsentierte. Du beleuchtest nur einen Bruchteil der religiösen Schriften um dir ein Gottesbild herauszubilden, dabei sollte doch klar sein, dass die Lösung nicht im Kleinen oder aber im komplizierten liegen kann. Wenn dein Gott der Gott und Schöpfer aller Menschen ist, so hat er sicherlich auch anderen Menschen erklärt, wer er ist und wie er zu verstehen ist, wenn er das vielleicht auch mit einem anderen Vokabular machte. Differenzierte Sichtweisen könnten doch auch darauf beruhen, dass man die eigene Schrift und die darin beschriebenen Geschichte nicht vollumfänglich erfasst hat, vielleicht auch weil einem im gesellschaftlichen Umfeld oder in einem Theologiestudium erklärt wird, wie man eine Textstelle zu deuten hat. Vielleicht hat Gott die Schriften sogar bewusst so verfasst, dass man die Lösung nur vernünftig erfassen kann, wenn man den angeborenen Drang besser sein zu wollen wie andere beiseite lässt und Schriften aller Glaubensrichtungen mit einbezieht, weil man eine Lösung für alle Menschen anstrebt und eben nicht für eine kleine Gruppe. Wer weiß das schon Habatom, aber eins weiß ich gewiss: Unsere erlernte Variante ist nicht schlüssig!

Nehmen wir deine Genesis, mit der Geschichte um Adam und Eva und dem Apfel wie sie hier angeführt wird. Ich bin der Ansicht, dass diese Geschichte uns lediglich aufzeigen soll, weshalb wir den paradiesischen Zustand verloren. Ob die Frucht ein Apfel, eine Feige, eine Birne war, ist in dieser Geschichte vollkommen unerheblich, um die Intention der Geschichte zu erfassen. Auch ist hier mit Adam der Mensch gemeint, weil Adam letztlich Mensch bedeutet und nicht der Adam im Sinne einer bestimmten Person.
In der griechischen Baruch Apokalypse, eine Schrift die den Weg nicht in den Kanon der Bibel fand, kann der Leser folgendes über diesen sogenannten Apfel erfahren, welcher dem Menschen von nun an ermöglichte gut und böse zu unterscheiden:

Und ich sprach: "Ich bitte dich, zeige mir, was für ein Baum den Adam verführt hat! " Und der Engel sprach: " Der Weinstock ist es , den der Engel 'Samael' gepflanzt hatte, worüber Gott der Herr zornig wurde. Und er verfluchte ihn und das von ihm gepflanzte Gewächs, das er deshalb auch den Adam nicht zu berühren gestattete; und darum verführte ihn der Teufel aus Neid durch seinen Weinstock." Da sprach ich, Baruch: "Und da nun der Weinstock so großes Unheil hervorgerufen hat und von Gott dem Fluch unterworfen und die [Ursache der] Tötung das ersten Menschen geworden ist, wie darf er da noch [immer] so viel verwendet werden?"

Der Rausschmiss aus dem Paradies fand in der logischen Konsequenz deshalb statt, weil der Mensch anfing, andere Menschen zu töten, bzw. schlecht zu handeln. Das dieses gemäß dieser Schrift dem Suff zu verdanken war, macht die Geschichte meines Erachtens authentisch.

Eine weitere Apogryphe kommt dann zu folgendem Ergebnis: Der Erlöser sagte auf die Sünde angesprochen: Die Sünde existiert nicht an und für sich, sondern ihr seid es, die ihr die Sünde erzeugt, wenn ihr Dinge tut vergleichbar der Natur des Ehebruchs, die man Sünde nennt. Deswegen ist das Gute in eure Mitte gekommen, zu jeder Natur, sie weider herzustellen in ihrer Wurzel.

Um den Faden zur Genesis wieder zu finden: Es geht doch darum aufzuzeigen, dass der Mensch, der Leib, entgegen seiner wahren Natur schlecht handelt, weshalb er auch dem paradiesischen Zustand beraubt wurde. Umgekehrt wird er wohl wieder in diesen paradiesischen Zustand gelangen können, wenn er denn aufhört sein Gegenüber in irgend eine Art und Weise schaden zu wollen. Denn wer steckt denn im Gegenüber?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Di 22. Sep 2020, 10:44

Habatom hat geschrieben:Alle nächsten Beiträge von anderen Usern hier hoffe ich jetzt nur noch zum Thema 1. Mose 3 zu hören.

Von mir garantiert! Ich bin aber etwas langsamer als du, was dich hoffentlich nicht stört. :]
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Di 22. Sep 2020, 10:57

Habatom hat geschrieben:22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich!

Wieder ein einziger Vers, der Anlass für die wildesten Spekulationen wurde.
Wieso spricht Gott der Herr denn nun von "unsereiner"?


Mich würde vielmehr interessieren, weshalb Gott hier im AT nicht möchte, dass wir ewig leben, obwohl uns das Wort Gottes im Johannes Evangelium folgendes erklärt:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Joh 5, 24

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 6, 47

auf das alle, die an ihn (Jesus Christus) glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh 3, 15

Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Er gab aber sein Fleisch und Blut für das neu Gebot "Liebt euch untereinander"!

Gott musste sie erst an den Punkt führen, wo sie dann (in der Taufe) ihren alten Adam in den Tod geben würden, auf das sie dann durch und in Christus die Sünde nicht mehr vollbringen können. Dies wurde dann ein langer Weg für den Menschen.


Habatom, wer bleibt denn in Christus? So ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe. Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, gleichwie ich euch liebe. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt.

In meinem Verständnis sollte der Schwerpunkt eines Christen im Gebot Jesu liegen und zwar nur in diesem Gebot. Das mag nicht immer gelingen und doch sollte es der Gottesdienst eines Christen schlechthin sein, sein Gegenüber nämlich für Gott gut zu behandeln, denn das ist es was er sich wünscht.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 22. Sep 2020, 11:17

Urmilsch hat geschrieben:Vielleicht hat Gott die Schriften sogar bewusst so verfasst, dass man die Lösung nur vernünftig erfassen kann


1Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; uns aber, die wir selig werden, ist es Gottes Kraft.

Um nun aber nicht zu denen zu gehören, die verloren gehen, müssen wir uns um eine geistliche Deutung -von biblischen - Schriften bemühen:

1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.

Urmilsch hat geschrieben:
Mich würde vielmehr interessieren, weshalb Gott hier im AT nicht möchte, dass wir ewig leben, obwohl uns das Wort Gottes im Johannes Evangelium folgendes erklärt:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen. Joh 5, 24

Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben. Joh 6, 47

auf das alle, die an ihn (Jesus Christus) glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Joh 3, 15

Wer mein Fleisch isst und trinkt mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken. Er gab aber sein Fleisch und Blut für das neu Gebot "Liebt euch untereinander"!



Wir scheinen uns ein wenig näher zu kommen. Dich würde interessieren, warum Gott hier in 1. Mose 3 nicht wollte, das der Mensch in der Erkenntnis des Bösen nicht ewig leben sollte ...


Warum will Gott wohl nicht, dass der Mensch, im Versuch sich selbst seinen eigenen Maßstab über Gut und Böse zu setzen, darin ewig lebt?

Wir denken daran, das fortan - 1. Mose 3,24 - der Weg nach Eden versperrt war.
Wie können wir nun also zu Gott finden?

Durch Erkenntnis?
Oder durch Glauben.... -

Allein durch die Kapitulation all jener Versuche von uns, Gott in uns selbst zu finden, aus uns selbst heraus andere zu lieben (was nicht gelingt).


Urmilsch hat geschrieben:
Habatom, wer bleibt denn in Christus?



Hier lautet die korrekte Frage: Wer kommt denn überhaupt erst dahin, das er sagen kann: Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir?

Wenn wir uns hier einen Paulus vor Augen führen...
War denn Paulus immer schon in Christus? Musste er das nur erkennen, das er immer schon in Christus war? Oder bedurfte es hier einer 180 Grad Kehrtwendung in dem Leben von Paulus? Einer Buße/Umkehr, einer Neu/Wiedergeburt?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 22. Sep 2020, 11:37

Urmilsch hat geschrieben:Der Rausschmiss aus dem Paradies fand in der logischen Konsequenz deshalb statt, weil der Mensch anfing, andere Menschen zu töten, bzw. schlecht zu handeln. Das dieses gemäß dieser Schrift dem Suff zu verdanken war, macht die Geschichte meines Erachtens authentisch.




Macht die Geschichte aber nicht wahrer, was hier als ein schönes Beispiel genannt werden kann, wo ausserbiblische Schriften Lügenmärchen erzählen.

Es fand in Eden noch gar keine Mord, kein Töten von Menschen an. Es gab nur Adam und Eva. Sie hatten noch keine Kinder. Das geschah dann erst ab 1. Mose 4 - nachdem sie aus Eden geschickt wurden.

1. Mose 4,
1 Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie ward schwanger und gebar den Kain und sprach: Ich habe einen Mann gewonnen mithilfe des HERRN.



Und interessanter Weise haben wir hier auch das erste "Muttersöhnchen" - Kain, vor Augen gestellt bekommen.
Ich (Eva) habe einen Mann gewonnen (als ob Adam da gar nicht dran beteiligt war, sie vielleicht im Schlaf überrascht hat....aber es sei mir ferne hier zu spekulieren)

MITHILFE des HERRN .....

nun - die Situation war diese: Dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, er aber soll über dich herrschen....

Eva erkannte nun aber schon, das hier auch Gott Leben geschenkt hatte....ihr darin geholfen hat - unter den Mühen der Schwangerschaft ...was ihr "Fluch" war...
nun Kinder zu gebären.

Kain wurde dann zum Brudermörder. Aus Eifersucht, Neid über den von Gott (mehr) geliebten Abel. Der im Glauben - in der Zuversicht, das Gott ihm etwas zurückerstatten würde dafür - ein Brandopfer/Dankopfer Gott darbrachte.

Erst über Set wird dann übrigens gesagt:

1. Mose 4,
25 Adam erkannte abermals seine Frau, und sie gebar einen Sohn, den nannte sie Set: »Denn Gott hat mir einen andern Sohn gegeben für Abel, den Kain erschlagen hat.«

1. Mose 5,
3 Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte einen Sohn ihm ähnlich, nach seinem Bild, und gab ihm den Namen Set.


Adam ähnlich --- anders als es zuvor von Kain berichtet wurde...

Über Set läuft dann auch der weitere Stammbaum bis auf Jesus.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Di 22. Sep 2020, 14:03

Habatom hat geschrieben:
Urmilsch hat geschrieben:Der Rausschmiss aus dem Paradies fand in der logischen Konsequenz deshalb statt, weil der Mensch anfing, andere Menschen zu töten, bzw. schlecht zu handeln. Das dieses gemäß dieser Schrift dem Suff zu verdanken war, macht die Geschichte meines Erachtens authentisch.




Macht die Geschichte aber nicht wahrer, was hier als ein schönes Beispiel genannt werden kann, wo ausserbiblische Schriften Lügenmärchen erzählen.

Es fand in Eden noch gar keine Mord, kein Töten von Menschen an. Es gab nur Adam und Eva. Sie hatten noch keine Kinder. Das geschah dann erst ab 1. Mose 4 - nachdem sie aus Eden geschickt wurden.



Hast du mir eigentlich gerade erklärt, dass man die Worte geistlich erfassen muss?

Hier deine zitierte Textstelle: 1Kor 2,14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.

Wo bleibt denn die geistliche Betrachtung dieser Geschichte? Adam = der Mensch lebte im Paradies und die Tötung des ersten Menschen Kain/Abel war ursächlich für den Verlust dieses paradiesischen Zustandes.

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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mi 23. Sep 2020, 09:11

Habatom hat geschrieben:
Allein durch die Kapitulation all jener Versuche von uns, Gott in uns selbst zu finden, aus uns selbst heraus andere zu lieben (was nicht gelingt).



Habatom, hier unterscheiden sich unsere Vorstellungen gewaltig. Ich möchte dich nicht in irgend einer Art und Weise umstimmen, aber ich möchte erklären, weshalb ich es andersartig wahrnehme. Es gibt gemäß sämtlichen Schriften nur einen Gott und Vater, welcher sich zum Zwecke der Schöpfung selbst manifestierte. Wer diesen Vater in der Schrift meiner Meinung nach objektiv, will heißen unter Berücksichtigung aller Schriftteile repräsentiert, das habe ich bereits an unzähligen Stellen erklärt. Zusammengefasst lässt sich hierzu nur sagen, dass es sich meiner Meinung nach verhält wie mit irreführenden Lebensmittelverpackungen, denn nicht immer das was drauf steht, ist auch drin. Das ist notwendig, denn wie sollte denn auch sonst Glaube, Glaube sein und man Gott erkennen können. Wenn es wirklich so einfach wäre Gott in der Schrift zu erkennen, indem ich nur Gott der Vater sagt hinschreibe, dann muss das auch Gott der Vater gesagt haben, dann hätte man sich so einiges sparen können. Ich behaupte (gerne an anderer Stelle erklärt), dass man den Koran z. Bsp. nur dann korrekt erfassen kann, wenn man Gott innerhalb der Thora und des Evangeliums anhand seiner Aussagen erkannt hat, um diesem dann alleine Glauben zu schenken.

Sämtliche Schriften des Hinduismus zum Beispiel erklären, dass es nur ein einziges Wesen, ein Bewusstsein gibt, welches sich in dieser Vielfalt des Universums zeigt. Das mag sich auf den ersten Blick absurd anhören, aber eben nur auf den ersten Blick.

Auch ein Buddha erklärt uns, dass alle Menschen EINS sind und nur der Name den man ihnen gibt sie unterscheidet. Stimmt nicht ganz, denn unterscheiden kann man natürlich auch Form, Farbe, Charakter usw. obwohl alles das gleiche Wesen hat. Buddha möchte uns aber offensichtlich mit dieser Aussage, ebenso wie die Schriften des Hinduismus erklären, dass wir auf einer anderen, viel feineren Ebene eins, vermutlich ein Wesen sind.

Interessanterweise kommen auch Quantenphysiker, welche diese Welt genauer untersuchen zu dem Ergebnis, dass alles Leben auf einer feineren Ebene EINS ist.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind sich also verschiedene religiöse Schriften und die Wissenschaft einig. Jetzt erklärt uns das Wort Gottes im Evangelium, dass wir (die Menschen) uns in ihm befinden und er sich in uns, was wenn ich mir diese Aussage auf der Zunge zergehen lasse, nichts anderes bedeutet wie das, was wir oben bereits aus anderen Schriften erfahren haben. Die Schrift, hier meine ich zum Beispiel 1 Kor 3, 16; 2 Kor 6, 16; Koran Sure 15:28-29; Thomas Evangelium, Evangelium nach Maria; Mahabharata, Puranas, Veden, Sutras, ja viele viele mehr, erklären uns weiter, dass sich der Geist Gottes (Was auch immer dieser sein mag) in uns (den Menschen) selbst befindet, will heißen in unserem materiellen Leib, was er sicherlich nicht geteilt macht.

Das Habatom können wir Menschen von Natur aus nicht wirklich verstehen, denn unsere Sinne suggerieren uns doch etwas gänzlich anderes. Wir sind der Meinung von unserem Gegenüber gänzlich unabhängig zu sein, was meines Erachtens die Ursache auf diesem Planeten für die Ellbogen- und nach mir die Sintflutmenthalität ist.

Nun sagen uns Apogryphe Schriften, dass man sich nicht in die Irre führen lassen soll, weil derjenige den man an einer jeglichen anderen Stelle sucht, eigentlich in einem selbst zu finden ist, so man denn aufrichtig nach ihm sucht. Er offenbart sich in einem selbst und nicht an einer anderen Stelle, weshalb man im stillen Kämmerlein mit ihm quatschen soll. Es passt ehrlich gesagt zu sämtlichen vormals genannten Schriften.


Egoismus ist doch unser Hauptproblem auf diesem Planeten, also gilt es doch diesem Egoismus seiner Grundlage zu berauben. Wenn ich nun die Menschen lehre, dass wir zwar getrennt erscheinen, auf einer anderen Ebene jedoch EINS, ein Wesen sind, dann habe ich dem Egoismus der Menschen doch den Boden unter den Füßen weggezogen oder irre ich mich und dieser Planet wird unter solch einer Vorstellung sicherlich ein Stück weit besser werden.

Was hätte man zu verlieren mit solch einer Einstellung, welche auch noch konform unglaublich vieler Schriften religiöser Art wäre? Wenn du mich fragst nichts, denn sicherlich wäre es einfacher dem Gebot Jesu nachzukommen und sich gegenseitig zu lieben wenn man sich selbst im Gegenüber verortet, denn auch er hofft, dass wir endlich EINS werden, siehe Joh 17, 21 oder aber des Thom Ev. mit folgender Aussage: "An dem Tag, als ihr eins wart, seid ihr zwei geworden. Aber wenn ihr zwei werdet, was werdet ihr tun?“
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 23. Sep 2020, 09:48

Urmilsch hat geschrieben:
Wo bleibt denn die geistliche Betrachtung dieser Geschichte? Adam = der Mensch lebte im Paradies und die Tötung des ersten Menschen Kain/Abel war ursächlich für den Verlust dieses paradiesischen Zustandes.

Der Lügenbaron gibt Gas. Die Geschichte geht nämlich noch weiter:
Da sprach ich, Baruch: "Und da nun der Weinstock so großes Unheil hervorgerufen hat und von Gott dem Fluch unterworfen und die [Ursache der] Tötung das ersten Menschen geworden ist, wie darf er da noch [immer] so viel verwendet werden?"


Ich weiß nicht, ob ich hierauf überhaupt noch antworten soll, da ich auch schon alles dazu gesagt habe.

Wenn ich es schon so ausdrücken möchte, so kam es nicht erst durch den Mord an Abel zum "Verlust des paradiesischen Zustandes" sondern - und hier hilft es, wenn ich den Text in 1. Mose 3 aufmerksam lese - schon deutlich vorher.
Nämlich in dem Moment, wo der Mensch sich mit dem Bösen identifizierte. Vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen aß. Sich nun in einem von Gott getrennten (Sündhaften) Zustand befand.

Weswegen ihn Gott aus Eden (dem Paradies allgemeinhin genannt) verwies.

Und erst danach - aus diesem Zustande des von Gott getrennt Seins, kam es zur Tötung des ersten Menschens.

Und hier war nicht der Saft des Weinstockes Schuld, wenn wir vom Baum der Erkenntnis sprechen. Und wenn wir überhaupt hier schon einen Vergleich zu einem Weinstock ziehen wollen, dann trifft dieses Bild eher auf Jesus zu. Der hier in Eden den Baum des Lebens darstellt.

Und so wie wir uns als Christen, als Kinder Gottes, von Jesus, als dem Brot des Lebens nähren, dem Baum des Lebens, so wurde hier Adam und Eva die Frucht der Selbsterkenntnis - wer hat dir gesagt das du nackt bist.... hast du etwa...davon gegessen- im Vertrauen auf die Worte der Schlange und im Erwachen der eigenen Begierden (Augenlust, Fleischeslust, hoffärtiges Leben/Hochmut) zum "Verhängnis".
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mi 23. Sep 2020, 10:05

Habatom hat geschrieben:
Wenn ich es schon so ausdrücken möchte, so kam es nicht erst durch den Mord an Abel zum "Verlust des paradiesischen Zustandes" sondern - und hier hilft es, wenn ich den Text in 1. Mose 3 aufmerksam lese - schon deutlich vorher.
Nämlich in dem Moment, wo der Mensch sich mit dem Bösen identifizierte. Vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen aß. Sich nun in einem von Gott getrennten (Sündhaften) Zustand befand.


Hier wird also nur zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch den paradiesischen Zustand verlor, weil er entgegen seiner wahren Natur sündhaft, sündhaft im Sinne von ich füge meinem Gegenüber in irgend einer Hinsicht Schaden zu, handelt. Passt das Habatom? Und es wird im folgenden Erklärt, dass das Gebot des Jesu, nämlich sich untereinander zu lieben wiederum Tür und Tor für diesen paradiesischen Zustand öffnet, denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Passt das so Habatom?

Sind wir uns da einig, dass es nicht auf einen Namen wie Kain/Abel oder Adam im Sinne einer Person ankommt in all diesen Geschichten, sondern dass hier der Mensch im Allgemeinen gemeint ist?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 23. Sep 2020, 10:54

Urmilsch hat geschrieben:
Hier wird also nur zum Ausdruck gebracht, dass der Mensch den paradiesischen Zustand verlor, weil er entgegen seiner wahren Natur sündhaft, sündhaft im Sinne von ich füge meinem Gegenüber in irgend einer Hinsicht Schaden zu, handelt. Passt das Habatom?


Passt vorn und hinten nicht. Ich bin heute, nach einem langen Tag gestern, leider nicht ganz so fit - geistig -, wie sonst, aber ich versuche mal zu erklären, auch wenn ich es wohl nicht so kurz und präzise jetzt schaffe....

In Kapitel 1-3 vom 1. Buch Mose werden uns Grundprinzipien der menschlichen Natur geschildert. Wie Gott den Menschen erschaffen hat (woraus- aus Materie/Erde und Odem des Lebens von Gott), wonach Gott ihn geschaffen hat (nach dem Bilde/Wesen Gottes....also als Beziehungswesen auf Gott zugerichtet) und wozu (sich zu mehren und sich die Erde untertan zu machen, zu herrschen).

Die Geschichte vom Sündenfall in Kapitel 3 zeigt uns nun etwas vom inneren Wesen, von der Natur des Menschens. So wie der Mensch nun mal von Gott erschaffen wurde. Also wir lesen von der wahren Natur des Menschens hier (nicht wie sie hätte sein können oder mal vorher war...).


Und diese "wahre Natur" - die die Bibel den "alten Adam" nennt ---- der in jedem von uns steckt ---- reibt sich nun am Gebot Gottes. Was ihrer Natur entspricht, was der Natur des alten Adams entspricht, weil dieser alte Adam (der Adam und die Eva hier in Eden) nicht anders kann, als sich am Gebot Gottes zu reiben, es übertreten zu wollen (Paulus macht dieses ausführlich zum Thema in seinem Brief an die Römer).

Und wie jetzt nun eine Eva vor dem Baum der Erkenntnis steht, Eva, der hier von Adam nocheinmal eingeschärft bekam - "und rühre diese Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen auch ja nicht an.... das wir bloss nicht sterben müssen..."

Taucht die Schlange (Satan) auf....

Ja - sollte Gott wirklich gesagt haben, das ihr (du) hier nicht von essen dürft....

Und dann passiert im Verlauf dieser "Unterhaltung" folgendes:
Und Eva sah, das es verlockend war, von diesem Baum zu Essen, er eine Lust sei für die Augen, weil er klug mache.......

Begierden werden erweckt. Begierden, die grundsätzlich einen Menschen ausmachen, die auch nicht grundsätzlich schlecht sind - wenn es um Neugier, Wissbegierde etc. geht , und hier nun lebendig werden.

Und die dann zum Ungehorsam verführten, in dem worin sich Adam und Eva am Ende befanden, ---selbst so sein zu wollen wie Gott - ihr eigener Gott sein zu wollen....

Darin fand ihre Trennung von Gott statt. Darin beschritten sie fortan nun einen anderen Weg. Der aus Eden dann hinaus führte.


Urmilsch hat geschrieben: Und es wird im folgenden Erklärt, dass das Gebot des Jesu, nämlich sich untereinander zu lieben wiederum Tür und Tor für diesen paradiesischen Zustand öffnet, denn er ist der Weg und die Wahrheit und das Leben. Passt das so Habatom?



Passt leider gar nicht so, lieber Urmilsch.
Denn wie wir gesehen haben, kann dieser Mensch hier in Eden, in seinem Naturell als "alter Adam" gar nicht ein Gebot Gottes: "Einander zu lieben" erfüllen.

Er kann und muss nur daran scheitern. Wenn er dies aus eigener Kraft versucht.
Deswegen muss Gott uns von Grund auf erneuern. Uns ein neues fleischernes Herz schenken und einen neuen beständigen Geist schenken. Erst dann, dort wo wir nun Gottes Liebe empfangen haben, Vergebung unserer Sünden empfangen haben, erst dann können wir einander so lieben - mit der göttlichen, selbstlosen (Agape) Liebe, mit der auch Gott uns liebt, geliebt hat.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mi 23. Sep 2020, 12:30

Habatom hat geschrieben:
Passt leider gar nicht so, lieber Urmilsch.
Denn wie wir gesehen haben, kann dieser Mensch hier in Eden, in seinem Naturell als "alter Adam" gar nicht ein Gebot Gottes: "Einander zu lieben" erfüllen.

Er kann und muss nur daran scheitern. Wenn er dies aus eigener Kraft versucht.
Deswegen muss Gott uns von Grund auf erneuern. Uns ein neues fleischernes Herz schenken und einen neuen beständigen Geist schenken. Erst dann, dort wo wir nun Gottes Liebe empfangen haben, Vergebung unserer Sünden empfangen haben, erst dann können wir einander so lieben - mit der göttlichen, selbstlosen (Agape) Liebe, mit der auch Gott uns liebt, geliebt hat.

editiert Mit unserem derzeitigen Weltbild scheint es tatsächlich fast unmöglich zu sein sich untereinander zu lieben, weil wir uns eben getrennt voneinander sehen, was uns unsere Ellbogen schön weit ausfahren lässt und doch gibt es jede Menge Menschen die sich selbst in diesem System super verhalten. Deine Aussage heißt mit anderen Worten, dass Jesus = das Wort Gottes sich hätte sein Gebot in die Haare schmieren können, so es denn deiner Ansicht nach unmöglich ist dieses Gebot zu erfüllen. Nun gehört es wohl dazu einzusehen, dass man einen materiellen Leib mit allerhand Schwächen hat. Das war wohl auch Jesus bewusst, denn du musst es nicht immer und an jeder Stelle einwandfrei erfüllen, denn das geht aufgrund des materiellen Körpers auch nicht immer.

Jetzt aber einfach so weiter zu machen wie bisher, eine Gesellschaftssystem weiter zu unterstützen, welches Lichtjahre von diesem Gebot entfernt ist und eine Lehre weiter zu verbreiten, welche ebenfalls nicht in der Lage war Menschen zum besseren Miteinander zu animieren, das halte ich persönlich für äußerst seltsames Gedankengut und da werde ich dir wohl nie folgen können. Neu geboren zu werden bedeutet in erster Linie Gottes Wille zu begreifen und der möchte gewiss nicht, dass wir jetzt noch schlechter handeln als vorher. Er möchte das wir uns entwickeln und Entwicklung bedeutet auch Rückschläge in Kauf zu nehmen, eine Entwicklung hin zu einer Spezies, welche sich untereinander entgegen dem was wir auf diesem Planeten derzeit größtenteils tun, lieben, respektieren und was auch immer mit diesem Gebot verknüpft ist. Natürlich geht das nicht, wenn Person A, Person B in einem kranken System das darauf aufgebaut ist andere Menschen auszunutzen, abrippt, um seinen eigenen Wohlstand generieren zu können, denn dann wird Person B wiederum gleich ziehen müssen und die Kinderchen werden schön lernen, dass man eben andere Menschen zum eigenen Wohl ausnutzen muss.

editiert

Wie soll diese Erneuerung unseres Geistes denn aussehen, wenn wir uns krampfhaft an den Vorstellungen unserer Vorfahren festhalten und uns daran klammern?
Zuletzt geändert von bigbird am Fr 25. Sep 2020, 11:50, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: bitte nicht persönlich werden / Verstoss gegen Forenregel Punkt 17
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 23. Sep 2020, 14:12

Urmilsch hat geschrieben:Bei dir scheint gar nichts zu passen, was nicht in dein Weltbild hineinpasst Habatom. Mit unserem derzeitigen Weltbild scheint es tatsächlich fast unmöglich zu sein sich untereinander zu lieben, weil wir uns eben getrennt voneinander sehen, was uns unsere Ellbogen schön weit ausfahren lässt und doch gibt es jede Menge Menschen die sich selbst in diesem System super verhalten.



Es stimmt, ich habe ein Weltbild und ein Menschbild gefunden. Und ich kann auch dein Weltbild und dein Menschenbild nachvollziehen, auch wenn ich es nicht teile. Das heißt dann aber nicht, das ich dich deswegen nicht auch lieben kann. Respektieren dann sowieso.
Insofern würde ich mich auch in "deinem System" super verhalten können. Weil die Liebe dem anderen ja nichts böses tut. Ich also nicht bei dir anecken würde.
Ausser in dem Punkte, das ich halt ein anderes Weltbild habe. Wenn dies für dich nun ein Grund wäre, bei dir anzuecken. Was ich nicht hoffe.


Urmilsch hat geschrieben: Deine Aussage heißt mit anderen Worten, dass Jesus = das Wort Gottes sich hätte sein Gebot in die Haare schmieren können, so es denn deiner Ansicht nach unmöglich ist dieses Gebot zu erfüllen.


Das heißt es nicht und zeigt mir, das du mich noch nicht verstanden hast. Jesus gibt dieses Gebot - was dann in dem "Neugebot" der Liebe endet - an seine JÜNGER weiter - sich hier einander zu lieben, auf das die (gottlose) Welt erkennen kann, das wir Jesu Jünger sind. Jesus spricht hier also Christen an, nicht ungläubige Menschen, die diese Liebe ja gar nicht aufbringen können, da sie Gottes Liebe noch nicht erfahren haben.


Urmilsch hat geschrieben: Nun gehört es wohl dazu einzusehen, dass man einen materiellen Leib mit allerhand Schwächen hat. Das war wohl auch Jesus bewusst, denn du musst es nicht immer und an jeder Stelle einwandfrei erfüllen, denn das geht aufgrund des materiellen Körpers auch nicht immer.

Jetzt aber einfach so weiter zu machen wie bisher, eine Gesellschaftssystem weiter zu unterstützen, welches Lichtjahre von diesem Gebot entfernt ist und eine Lehre weiter zu verbreiten, welche ebenfalls nicht in der Lage war Menschen zum besseren Miteinander zu animieren, das halte ich persönlich für äußerst seltsames Gedankengut und da werde ich dir wohl nie folgen können.


Das würde dann bedeuten, die christliche Religion, die christliche Kirche hat allgemein hin versagt. Wenn sie hier nicht ein Beispiel hat setzen können, wo Menschen die verändernde Liebe und Kraft Gottes in ihrem Leben erfahren haben -?


Urmilsch hat geschrieben: Neu geboren zu werden bedeutet in erster Linie Gottes Wille zu begreifen und der möchte gewiss nicht, dass wir jetzt noch schlechter handeln als vorher. Er möchte das wir uns entwickeln und Entwicklung bedeutet auch Rückschläge in Kauf zu nehmen, eine Entwicklung hin zu einer Spezies, welche sich untereinander entgegen dem was wir auf diesem Planeten derzeit größtenteils tun, lieben, respektieren und was auch immer mit diesem Gebot verknüpft ist.


Ich respektiere deine Anschauung. Und liebe dich auch als Mensch, als Geschöpf Gottes. Also insoferb kannst du dem Christentum nichts vorwerfen. Das ihm dieses nicht gelänge.

Urmilsch hat geschrieben:
Was macht dich denn als Christ aus Habatom, wenn du erst gar nicht anfängst dich zu ändern? Was möchtest du mir eigentlich hier erklären Habatom, dass man gar nicht erst Christi Gebot beachten sollte, weil es eh unmöglich ist?

Wie soll diese Erneuerung unseres Geistes denn aussehen, wenn wir uns krampfhaft an den Vorstellungen unserer Vorfahren festhalten und uns daran klammern?



Natürlich halte ich Christi Gebote. Ein Christ erfüllt sogar das Gesetz, dort wo er durch den heiligen Geist lebt. Und natürlich bin ich noch nicht vollkommen oder perfekt. Wir streben dem nach - ereifern uns darin.... Liebe zu üben... zu praktizieren.

Unmöglich einander zu lieben ist es nur dann, wenn ich selbst nie die Liebe Gottes erfahren habe. Dann müsste ich sie ja gleichsam aus mir selbst hervorbringen. Und wenn ich mir die Welt so anschaue, dann ist hier in vielen Menschen eher das Böse sichtbar, was sie an Ungerechtigkeiten, Kriegen, Haß, Neid, Eifersucht, Habgier usw. aus sich hervorbringen.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Mi 23. Sep 2020, 14:19

:shock: Nach meiner Meinung geht es in diesem Diskussionsfaden darum, ob und inwiefern der Schöpfungsbericht, den wir in der Bibel haben, wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist, nicht darum, wer von uns der bessere Christ zu sein meint und warum.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 23. Sep 2020, 16:42

Gnu hat geschrieben::shock: Nach meiner Meinung geht es in diesem Diskussionsfaden darum, ob und inwiefern der Schöpfungsbericht, den wir in der Bibel haben, wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist, nicht darum, wer von uns der bessere Christ zu sein meint und warum.



Naja, es geht gerade schon darum, wie wir den Schöpfungsbericht denn nun verstehen können, verstehen müssen. Und darüber sollte man sich hier auch austauschen dürfen.

Aber da wir gerade bei dieser Frage sind. Gibt es denn noch Leser hier, die meinen, man könne den Schöpfungsbericht nicht Wort wörtlich verstehen, sondern nur symbolisch?
Dann wäre es natürlich schön zu hören, welche Argumente denn für einen Schöpfungsmythos sprechen würden? Warum wir etwas nun nicht Wort wörtlich nehmen können?

Warum Gott bei all den geographischen Angaben, bei dem genauen Stammbaum der ersten Menschen nun uns hier, im 1. Buch Mose einen Mythos auftischt. Eine Legende, die es auf welche Art und Weise auch immer nun symbolisch zu deuten gilt? Als ob Gott nicht Klartext mit seinen Kindern sprechen könnte?


Ansonsten würde ich gerne an dieser Stelle mein Thema: "Genesis --- wörtlich zu verstehen" für beendet erklären.
Mehr - grundsätzliches - kann ich zu den ersten drei Kapiteln von 1. Mose auch kaum noch schreiben. Mehr in die Tiefe ginge natürlich immer.
Habatom
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Urmilsch » Mi 23. Sep 2020, 19:50

Gnu hat geschrieben::shock: Nach meiner Meinung geht es in diesem Diskussionsfaden darum, ob und inwiefern der Schöpfungsbericht, den wir in der Bibel haben, wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist, nicht darum, wer von uns der bessere Christ zu sein meint und warum.


Gnu, meines Erachtens ist diese Diskussion essentiell für die Wertigkeit und dem Verständnis des Schöpfungsberichtes in der Genesis. Was mich mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit von vielen hier unterscheidet ist die Tatsache, dass ich ausschließlich Christus vertraue, Glauben schenke und sonst und ich betone dieses sonst niemandem, weil nur er mir in meinen Augen den unsichtbaren Vater zeigte. Das mag und muss nicht jeder teilen, es ist jedoch so, dass erst er objektiv uns Gott vorstellte. Für mich stellte sich Gott den Menschen in den abrahamitischen Schriften also ausschließlich in Christus vor, welcher gemäß der Schrift nicht seine eigenen Worte sprach, sondern die des Vaters. Nun ist eine Schrift eben etwas, was aus Worten besteht, womit die Aussagen Jesu eben Gottes Aussagen sind.

Was Habatom angeht, so finde ich diese Diskussion erfrischend und lehrreich, denn ich versuche mich immerzu weiter zu entwickeln und vor allem die Gedankengänge anderer Menschen zu verstehen.

Kommen wir aber wieder zu Habatom:

Habatom hat geschrieben:Jesus gibt dieses Gebot - was dann in dem "Neugebot" der Liebe endet - an seine JÜNGER weiter - sich hier einander zu lieben, auf das die (gottlose) Welt erkennen kann, das wir Jesu Jünger sind. Jesus spricht hier also Christen an, nicht ungläubige Menschen, die diese Liebe ja gar nicht aufbringen können, da sie Gottes Liebe noch nicht erfahren haben.


Nun Habatom, gibt Jesus in der Schrift dieses Gebot, dann ist es kein Sohn der dir dieses Gebot aufträgt, sondern der Vater selbst, weil Christus in der Schrift sein Wort verkörpert. Er spricht hier keine Christen an, sondern er spricht alle Menschen an die diese Schriften interessiert lesen und sich für das Göttliche interessieren. Die Schriften wurden nicht verfasst, um nur für eine gewisse Gruppierung Gültigkeit zu haben, sondern für ALLE.

Das würde dann bedeuten, die christliche Religion, die christliche Kirche hat allgemein hin versagt. Wenn sie hier nicht ein Beispiel hat setzen können, wo Menschen die verändernde Liebe und Kraft Gottes in ihrem Leben erfahren haben -?

Ich sehe es zumindest so Habatom, dass die Kirche es nicht vermochte den Menschen beizubringen, was wirklich Gottesdienst ist und warum. Mit anderen Worten bin ich der Ansicht, dass die Kirche den Gläubigen etwas als Gottesdienst vermarktet, was letztlich gar keiner ist, bzw. sie einen falschen Schwerpunkt im Glauben setzen lässt. Anders lässt sich dieses kranke Gesellschaftssystem bei etwa 3 Milliarden Christen nicht erklären Habatom.

Natürlich halte ich Christi Gebote. Ein Christ erfüllt sogar das Gesetz, dort wo er durch den heiligen Geist lebt. Und natürlich bin ich noch nicht vollkommen oder perfekt. Wir streben dem nach - ereifern uns darin.... Liebe zu üben... zu praktizieren.



Sieh, du bist schon weiter wie ich, denn ich halte nicht immer Christi Gebot und das, obwohl ich weiß wer er ist, wo er sich befindet und das er in der logischen Konsequenz seines Aufenthaltsortes alles weiß was ich da so treibe . Ganz im Gegenteil war ich und bin ich als Mensch immer noch ein kleiner Wicht, weil ich größtenteils auf Stoffen basiere und diese nicht immer im Griff habe. Ich bin letztlich nur ein Individuum, welcher das Gebot Jesu als Richtschnur für sein weiteres Leben entdeckt hat. Was ich jedoch machen kann, ist wo es auch immer möglich ist, mich ständig weiter zu entwickeln, so dass ich diesem Ziel immer näher komme. Weißt du was mir dabei sehr gut hilft? Mir zu verinnerlichen, dass in meinem Gegenüber der Geist Gottes wohnt und dieser der Wahrnehmende meines Gegenübers ist und wir eigentlich nicht getrennt sind, obwohl es uns die Sinne suggerieren.

Du sagst diese Welt ist größtenteils schlecht, möchtest aber nichts an deinen erlernten Dogmen verändern, um diese Welt zu verändern, bzw. zu verbessern. Das ist ein Umstand den ich noch nicht ganz nachvollziehen kann, aber vielleicht erklärst du mir es ja irgendwann.

Eine Frage in diesem Zusammenhang interessiert mich jedoch brennend. Erkläre mir, wer in deinen Augen einen Gottesdienst vollzieht und im Sinne Gottes handelt: Ist es derjenige, welcher sich Christ nennt und in einem Kloster bspw. den ganzen Tag oder den größten Teil davon unzählige Gebete an die Wand spricht, was mit Verlaub niemandem etwas bringt oder ist es eine Person, welche nicht als Christ gezählt wird, weil sie eben keinem Gottesdienst (?) in einer Kirche beiwohnt, jedoch seiner gebrechlichen Nachbarin von sich aus hilft und unentgeltlich den Garten bspw. richtet.

GENESIS: Damit wir aber auch wieder zum Thema zurück kommen. Man darf die Schöpfungsgeschichte meines Erachtens nicht mit menschlichen Maßstäben vergleichen (Menschenjahr usw.), weil bspw andere Schriften damit einen kompletten Zyklus des Universums meinen (Schöpfungstag und Schöpfungsnacht im Wechsel). Desweiteren erklärt uns Gott, dass er Geist ist und auch so aufgefasst werden will. Die Geschichten sind also nicht wörtlich zu nehmen, sondern man muss versuchen den geistlichen Sinn dahinter zu verstehen. Gott ist Geist und Gott ist die Liebe, also sollte man grundsätzlich alle Geschichten aus den Augen Jesu und seinem Gebot sehen, so ergeben sich gänzlich andere Lösungen, wie es z. Bsp. auch beim Abendmahl der Fall ist.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 23. Sep 2020, 21:14

Urmilsch hat geschrieben:Was Habatom angeht, so finde ich diese Diskussion erfrischend und lehrreich, denn ich versuche mich immerzu weiter zu entwickeln und vor allem die Gedankengänge anderer Menschen zu verstehen.



Das freut mich natürlich zu hören, Urmilsch, aber du bringst dann weiter in deinem letzten Beitrag keine wirklich neuen Gedanken, über die wir nicht schon ausführlich diskutiert hätten.
Insofern möchte ich auch mit dir an dieser Stelle unsere Diskussion beenden.
Was nicht ausschließen mag, sie an andere Stelle mit dann vielleicht neuen Gedanken und Erkenntnissen wieder aufzunehmen.

Es hat mir zumindest hier über bald 350 Beiträge insgesamt und großer Beteiligung von vielen von euch, viel Freude gemacht, die Schöpfungsgeschichte zu betrachten.

Und was gibt es schöneres, als über das Wort Gottes nachzusinnen.

mfg,
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