Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 25. Nov 2019, 16:48

Zippo hat geschrieben:Oh doch Habatom , ich habe dich schon verstanden, aber ich sehe eben Gebote nicht als Option an. Wenn Gott sagt: "Von dem Baum der Erkenntnis darfst du nicht essen" , dann darfst du es eben nicht.
Gott hat im Garten Eden einen Baum gepflanzt, von dem durften sie nicht essen. Das hat er wahrscheinlich getan , um die Standfestigkeit und ihren Gehorsam seiner ersten Menschen zu prüfen.



Ich möchte an dieser Stelle noch vorweg schieben, das der Unterschied zwischen einem Gebot und einem Verbot fast imaginär ist. Entscheidend ist dann aber, was genau Gott dann bestraft und warum und wo der Mensch in eine Verantwortung genommen wird.

Gott hatte erlaubt von ALLEN Bäumen im Garten zu essen. ALLE Bäume schließt den Baum der Erkenntnis mit ein. Und weil der Mensch von allen Bäumen hat essen dürfen, sollte er nun aber wissen, das die Frucht vom Baum der Erkenntnis ihn nicht satt machen könne, ihn den Tod bringen werde. Deswegen schreibt der hebräische Text auch: Davon wirst du nicht essen (können).
Wirst du nicht essen ist nun etwas anderes als davon sollst du nicht essen.

Es war möglich diese Entscheidung zu treffen. Aber diese Entscheidung würde dann Konsequenzen nach sich ziehen. Nur theoretisch hätte hier der Mensch gehorsam bleiben können. Rein praktisch sieht es nämlich so aus:

Röm 7,8 Die Sünde aber nahm das Gebot zum Anlass und erregte in mir Begierden jeder Art; denn ohne das Gesetz war die Sünde tot.

Somit diente das Gebot Gottes dann dazu, die "Sünde" - die haltlosen, nicht zu sättigenden Begierden nach persönlichem Zugewinn und Ansehen - erst sichtbar zu machen. Am Übertreten des Gebotes sollte der Mensch also nun als Sünder erkannt werden.

Wenn der Mensch nun daran als Sünder erkannt werden sollte, welchen Sinn macht es dann, das Gott den Menschen nun auch noch bestraft? Für das, was er ohnehin nicht halten kann. Als Sünder. Wobei in Eden Adam und Eva ja auch keinem einen Schaden zugefügt hatten. Ausser das sie nun Misstrauen in Gott hegten. Aber das allein kann nicht strafbar sein. So wenig, wie Gott uns dazu verpflichten könnte, ihn zu lieben. Liebe kann nur freiwillig erfolgen. Ebenso stand es den Menschen natürlich frei, Gott zu misstrauen.

Ein Sünder kann dann nur sündigen. So wie ein schlechter Baum nur schlechte Frucht hervorbringen kann.
Und deshalb brauchte der Mensch auch schon zu Zeiten des alten Testamentes Vergebung. Bedeckung seiner Schuld. Bis sie uns Jesus dann komplett abnahm. Sie vollständig tilgte/sühnte durch seinen Tod.

Adam und Eva waren fortan auf sich allein gestellt. Kain wurde dann aus dieser Gottesferne/Trennung heraus, erstmalig schuldig an einem anderen Menschen. Bei Abel zeigt sich in seiner Dankbarkeit auch Glaube. Was ihn gerecht sprach. Auch wenn er zu ähnlichem wie Kain vielleicht fähig war. Gott hatte ihn hier bewahrt. Behütet.

Um dann Gott gehorsam sein zu können, brauchen wir Gottes Hilfe. Brauchen wir als Kinder Gottes seinen Geist. Denn nur wenn wir durch den heiligen Geist leben, werden wir die Werke des Fleisches (des alten Adams) nicht vollbringen, sondern können in den Werken wandeln, die Gott zuvor bereitet hat. Nur mit Gottes Hilfe können wir also Gott gehorsam sein und gehorsam bleiben.

Dem natürlichen Menschen wird dies allenfalls nur zeitweilig gelingen, Gottes Geboten gehorsam sein. Und dem geistlichen Menschen dann auch nur dort, wo er durch den Geist wandelt. Aber dort wo er dann mal wieder aus dem alten Adam lebt, da erfährt er zumindest Gottes Hilfe, das dieser ihn wieder zur Umkehr leitet. Das er seine Schuld vor Gott bringen kann, weil er weiß, das Vergebung für ihn erwirkt worden ist.

Wir sind als Christen also nicht unbedingt besser als andere (ungläubige) Menschen, aber wir sind auf jeden Fall besser dran.


Und weil Gott wußte, das der Mensch in Eden hier nun nicht Gehorsam sein konnte, straft er auch nicht. Er stellt vielmehr eine Weiche, die den Menschen nun auf einen bestimmten Kurs bringt. Er macht ihm keine Vorwürfe. Nach dem Motto, wie konntest du nur so töricht sein. Ich bin schwer enttäuscht von dir Mensch. Du hättest es doch so gut gehabt - in deinem Unwissen über gut und böse - und nun siehe, was du dir eingebrockt hast. So redet Gott hier nicht. Das passt auch nicht in die Situation. Eine wirkliche Strafe erlebt erst Kain. Insofern Kain auch erstmalig an jemandem - an Abel - schuldig wurde.
Und das ist das, was ich in meinem Beitrag zuvor geschrieben habe. Gott straft nicht den Menschen dafür, das er sich gegen ihn entscheidet, sondern Gott straft den Menschen, der aus seiner Gottesferne heraus dann Böses vollbringt/tut. Und hier an jemandem schuldig nun wird.

In seinen natürlichen Begierden konnte der Mensch nur "scheitern" hier. Da am Gebot sich nur die Begierden reiben können, dieses zu übertreten.

Für mich stellt sich jetzt die Frage, ab wann denn ein Mensch überhaupt gehorsam sein kann.
Bei Jesus in der Wüste war es seine Verbundenheit und seine Beziehung zu Gott. Er kannte Gott und wusste was er bei und in Gott alles hatte. Das alles wollte und brauchte er nicht aufgeben und weil er einen festen Stand in Gott hatte, konnte er zu den Angeboten des Teufels Nein sagen. Weil er etwas viel besseres hatte. Weil er kein Brotkönig werden wollte, sein Reich nicht von dieser Welt war und er sich auch nicht beweisen musste.

Aber was hatten Adam und Eva als die Schlange sie verführte? Sie wussten nichts von Vergebung, Gnade, Gerechtigkeit. Sie wussten nichts vom ewigen Leben bei Gott - dazu hätten sie vom Baum des Lebens essen müssen. Sie hatten keine tiefere Erkenntnis/Erfahrung von der Liebe und von dem Wesen Gottes. Und somit auch keinen Stand, aus dem heraus sie überhaupt Gott weiterhin gehören wollten. Aus dem heraus sie etwas hätten verlieren können. Noch war er nur ihr Schöpfer, der sie in den Garten gesetzt hatte. Eine wirkliche Beziehung, wie wir es haben können, das wir Gott einen Vater nennen können, Abba - lieber Vater sagen können, das hatten Adam und Eva noch nicht.


liebe Grüße,
habatom
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 25. Nov 2019, 19:00

Zippo hat geschrieben:Heutzutage ist das auch nicht anders. Die Strafe kommt zwar nicht sofort, denn Gott wartet noch auf Buße und Umkehr , aber wenn dies nicht erfolgt , kommt die Strafe nach dem Tod.




Nehmen wir allein diesen Gedanken von dir, wo du behauptest, das Gott auf Buße (was Umkehr ist) bei Menschen wartet.

Was sagt die Bibel dazu:

Römer 2,
4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?

Gott selbst leitet zur Buße/Umkehr. Nicht in unserer Macht liegt es, von einem Weg als Sünder - in Sünden gefangen -, umzukehren. Gott muss sich offenbaren. Gott muss uns herausrufen, uns bei der Hand nehmen und uns Befreiung schenken.
Alles andere würde heißen, wir können uns selbst am eigenem Schopfe aus dem Sumpf der Sünde herausziehen. Wir müssten nur genügend Standfestigkeit und Gehorsam aufbringen. Dann - ja dann, würden wir nicht in den Fehler verfallen, der schon Adam und Eva zum Fallstrick wurde. Aber - so ist es nicht.


Zippo hat geschrieben:Wenn der alte Adam das Gute nicht vollbringen kann, dann wäre er unschuldig. Aber , weil er es kann ist er schuldig und braucht Gottes Gnade und Erlösung. Gott gibt den Menschen nicht in dem Wissen Gebote, daß sie diese Gebote nicht einhalten können. Der Römerbrief sagt da auch nichts anderes. Rö 1,18-21; 3,19

Liebe Grüsse Thomas


Du sagst etwas anderes, nicht der Römerbrief. Denn Römer 1, 18-21 redet nicht von dem, was der alte Adam nun vollbringen kann und was nicht. Hier geht es um Gottes Offenbarung in der Schöpfung.

Und Römer 3,19 unterstützt auch nicht deine Argumentation (schreibe dann bitte gleiche die Verse in deinen Beitrag, so muss ich und andere hier nicht aufwendig wieder nachschlagen)

Römer 3,
19 Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, auf dass jeder Mund gestopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei.
20 Denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch vor ihm gerecht sein. Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Und hier unterstützt der Vers 20 gleich wieder meine Argumentation. Das es nämlich unmöglich ist durch Gehorsam, durch halten von Geboten, vor Gott gerecht zu werden. Denn der einzige Sinn des Gesetzes ist der, das Sünde als Sünde erkannt wird.

Das der alte Adam dann das Gute nicht vollbringen kann führt Paulus im Römerbrief hier dann deutlich vor Augen:

Römer 7,
19 So tue ich das nicht mehr selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
18 Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht.
19 Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich.
20 Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.


Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach - würden wir umgangssprachlich hier sagen.

Zippo hat geschrieben:Du machst aus dem Menschen einen willenlosen Hampelmann, den man eigentlich gar nicht zur Verantwortung ziehen kann, weil er nicht anders konnte. Das ist aber nicht die Wahrheit. Es wäre auch unfair und Gott wäre gar nicht berechtigt zu strafen.
Sie waren einer starken Versuchung erlegen. Sie sollten Gott vertrauen , haben es aber nicht getan. Das war ihre Entscheidung.


Willenslos ist der Mensch ja nicht. Denn er kann ja seinen Willen in die eine wie die andere Richtung lenken. Und das allein macht schon mal den Willen aus. Eine Entscheidung zwischen 2 Wegen treffen zu können und darin dann auch zu wissen, was gut und was nicht gut ist.

Nur - Paulus drückt in Römer 7,20 nun mal glasklar aus, das es mit seinem freien Willen hier nicht weit her ist, wenn er nur auf den alten Adam, auf den natürlichen Menschen schaut.
Frei wird der Wille erst dort, wo er dann, wie Paulus in Römer 8 weiter ausführt, durch Christus nun die Möglichkeit erhält, auch in Gottes Willen mit einzustimmen. Sich Gottes Willen anzuschließen, darin dann Gehorsam zu werden. Das können wir aber erst durch den heiligen Geist, durch Gott selbst, der übrigens allein frei und ursächlich ist. Wir sind es nämlich nicht. Insofern werden wir immer geritten, entweder von Gott oder vom Teufel.
Das dieses uns dennoch nicht von einer Verantwortung frei spricht, ist es ein weiteres Thema.

Luthers Schrift vom Unfreiem Willen (seiner Meinung nach sein wichtigstes Werk) zielt übrigens in die gleiche Richtung. Kann ich nur empfehlen zu lesen.

mfg,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Zippo » Mi 27. Nov 2019, 13:41

Hallo Habatom,

Habatom:
Gott hatte erlaubt von ALLEN Bäumen im Garten zu essen. ALLE Bäume schließt den Baum der Erkenntnis mit ein.

Das hat er nicht ! Satan hat dich schon mehr verblendet , wie die Eva:
1Mo 3,2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; 3 aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt!

Eva hat wenigstens noch gewußt, daß sie von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht essen darf. Geh mal ins Gebet oder sprich mal mit anderen darüber.

Gruß Thomas
Zippo
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Do 28. Nov 2019, 16:46

Hallo Zippo,


du schreibst:

Eva hat wenigstens noch gewußt, daß sie von dem Baum in der Mitte des Gartens nicht essen darf. Geh mal ins Gebet oder sprich mal mit anderen darüber.


Komisch eigentlich, wo sie doch gar nicht erschaffen war, als Gott Adam das Gebot gab...


Da brauchen wir beide übrigens nicht ins Gebet drüber gehen, da brauchen wir nur aufmerksam die Bibel lesen und unseren (hoffentlich) gesunden Menschenverstand einschalten...


Und ich frage dich gerne nochmal: Wie hätte der Mensch - Adam und Eva - gehorsam sein können, wenn doch entsprechend dem Römerbrief dies bei dem alten Adam gar nicht möglich ist? Wenn es erst durch den neuen Adam, durch Christus, möglich ist?


Römer 7,
Wenn ich aber tue, was ich nicht will, vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.




mfg,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Do 28. Nov 2019, 17:43

Zippo hat geschrieben:Das hat er nicht ! Satan hat dich schon mehr verblendet , wie die Eva:
1Mo 3,2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Früchten der Bäume des Gartens essen wir; 3 aber von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht berühren, damit ihr nicht sterbt!



Und noch eines, Zippo -

Dem anderen vorzuwerfen, Satan hätte ihn verblendet, nur weil er den Bibeltext näher unter die Lupe nimmt, geht gar nicht. Zumal du dir dann gar nicht mehr die Mühe machen willst, auf die vielen Argumente von mir, die deine Thesen widerlegen, einzugehen.
Du hast Bibelverse bemüht deine Argumentation zu begründen, die dann aber etwas gänzlich anderes aussagen tun.

Auch meine Hinweise bezüglich des Wortlautes: Davon WIRST du nicht essen.... sind bei dir nicht angekommen.

Des weiteren sollten wir als Christen uns konstruktiv bemühen, durch unsere Beiträge andere zu bereichern. Vielleicht solltest du ja mal ins Gebet gehen und dich fragen, wo dein letzter Beitrag noch konstruktiv und erbaulich war.... -?


mfg,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Unterbauer » So 29. Mär 2020, 18:36

Zum Buch Genesis und zum Verständnis der Bibel grundsätzlich:
.
https://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/bibelchristen.pdf
.
Man darf sich das kostenlos auch downloaden.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon onThePath » So 29. Mär 2020, 18:58

Hallo, Unterbauer, willkommen neu hier.

Was trägt gerade Jung-Stilling zum Verständnis bei ?
Mir ist er bekannt wegen Katharina Emmerich. Er soll Freimaurer gewesen sein ?

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon bigbird » So 29. Mär 2020, 20:48

Unterbauer hat geschrieben:Zum Buch Genesis und zum Verständnis der Bibel grundsätzlich:
.
https://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/stilling/downloads/nachtod_theo_jst/bibelchristen.pdf
.
Man darf sich das kostenlos auch downloaden.


Hallo Unterbauer, willkommen im Forum!

Aber einen HInweis muss ich dir auch noch machen: Wir sind hier ein Diskussionsforum - du kannst also nicht einfach einen Link reinsetzen zu einem PDF-Dokument mit 207 Seiten. Gib hier deine Meinung ein oder erwähne einen wichtigen Punkt aus dem Link.

bigbird, Admin
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Fr 19. Jun 2020, 16:43

onThePath hat geschrieben:Hallo, Unterbauer, willkommen neu hier.

Was trägt gerade Jung-Stilling zum Verständnis bei ?
Mir ist er bekannt wegen Katharina Emmerich. Er soll Freimaurer gewesen sein ?

lg, oTp



Ich habe hier mal ganz kurz reingelesen und habe auf Seite 26 mal folgendes Zitat rausgegriffen:

Natürliche Gotteserkenntnis
Auch merkt euch wohl: nicht Schrift allein
Darf Richtschnur unsres Glaubens sein!
Erkenntnis über GOtt kann schenken
Daneben folgerechtes Denken.
Dass Ordnung, Gleichmass, Eigenschaften,
Die tief in GOttes Wesen haften,
Erhellt sehr klar Gas-Theorie,
Atomphysik, Biochemie;
Zeigt anschaulich die Loschmidt-Zahl,24
Das Lichtquantum25 auch jedesmal.
Ja, selbst ein schlichter Grashalm schon
Zeigt Ebenmass in Perfektion
Und so auf einen Schöpfer weist,
Der wohl zurecht allmächtig heisst;



soweit so gut.... - auch wenn sich alles an der Schrift messen muss ... doch dann folgt folgende Aussage:

Woraus man folgernd kann erklären,
Wie Kirche, Staat zu gliedern wären:
Gesellschafts-Ordnung hier auf Erden
Muss daran ausgerichtet werden.

Gesellschaftsordnung ausrichten an der Perfektion, mit der Gott alles sich ausgedacht hat.....

Das stimmt mich hier ein wenig stutzig, wenn Jesus davon spricht, das sein Reich nicht von dieser Welt ist. Das somit das Christentum in seinem Lebensgefüge (wenn ich mal hier an die Gütergemeinschaft denke...) der übrigen Welt nicht aufgelegt werden werden kann. Das es immer getrennt vom Staate exisitiert. Die Gemeinde Gottes. Auch wenn sie dem Statt untertan ist. Und nur dort Gott mehr gehorcht, wo der Staat einen Weg geht, der dem Willen Gottes widerspricht. Wo man dann Gott mehr gehorchen muss, als der Obrigkeit.


Was ich darüber hinaus noch sagen möchte, die Bibel und auch die Genesis muss geistlich verstanden werden. In alle Tiefen werden wir hier kaum zu dringen vermögen. Aber Gottes Wirken in der Schöpfung werden wir deutlich auch in der Schöpfungsgeschichte finden.
Nicht durch Zufall sondern durch Gottes schöpferisches Gestalten darf das Universum einen Lauf nehmen, in denen wir als Menschen mit eingeschlossen werden. Aus denen wir Menschen, dort wo wir alle Bereiche unseres Lebens der guten Führung Gottes überlassen haben - im Glauben und in der Zuversicht - als Kinder Gottes hervor kommen können und erfahren werden, das Gott es sich gut ausgedacht hat und es zu einem Besten führen wird, für seine Kinder.


sorry gerade meine noch etwas komplizierte Ausdrucksweise.. ich arbeite daran...


lg,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » Sa 20. Jun 2020, 06:32

Ich statuiere ein Exempel:

1.Mo 5:5 hat geschrieben:Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre, und er starb.

Wörtlich verstehen hieße, Adam wurde 930 Jahre alt und dann starb er.

Wie könnte es anders verstanden werden?

- 930 Jahre sind keine 930 Jahre, das sei symbolisch.
- Lebenszeit ist nicht wörtlich, es geht um etwas anderes.
- Adam ist keine reale Person, sie steht nur typologisch.
- Sterben ist nicht Sterben, man meint Trennung von Gott.

Weitere Interpretationen?

Machen wir den Test für das heutige (reale) Leben:

Helmuth hat geschrieben:Mein Stiefvater wurde 89 Jahre alt, dann starb er.

- Mein Stiefvater war ja nicht mein richtiger Vater.
- 89 ist nicht korrekt, man meint im 90. Lebensjahr.
- 89 bedeutet nicht "alt", Altersangaben sind relativ.
- Er starb nicht wirklich, er wird wieder auferstehen.

Um wieiviel einfacher wäre diese Welt zu verstehen, könnte sich Gott oder Mensch doch nur klarer ausdrücken. Aber Gott sei Dank schickt er uns die Theologen. Die schaffen das dann schon, wenn sie auch 207 Seiten dazu benötigen. :]
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Sa 20. Jun 2020, 10:41

Helmuth hat geschrieben:Ich statuiere ein Exempel:

1.Mo 5:5 hat geschrieben:Und die ganze Lebenszeit Adams betrug 930 Jahre, und er starb.

Wörtlich verstehen hieße, Adam wurde 930 Jahre alt und dann starb er.

Wie könnte es anders verstanden werden?




Es kann nur wörtlich verstanden werden, wenn ich mir darüber im klaren bin, das ein Tag beim Schöpfungswirken Gottes, so lange dauerte, wie Gott wirkte, bevor er mit abnehmendem Licht (Wirken) - es wurde Abend - und zunehmendem Licht (Wirken) - es wurde Morgen -, einen neuen Schöpfungsabschnitt einläuterte.
Die Jahre gingen dann in der Vorzeit schneller um. Das lässt sich wissentschaftlich bestätigen.

Zeit - steht dann immer in Abhängigkeit von Gravitation innerhalb eines bestimmten Raumes. Wenn ich hier mal Gravitation beschreiben wollte:

- Gravitation könnte als die
in Masse gefasste und wahrgenommene Verdichtung und Anziehung (-wir fallen in Masse/Verdichtungen hinein und erleben so Schwerkraft) von positiv und negativ geladenen Feldern beschrieben werden, die sich aufeinander zu oder von einander weg bewegen. Dies alles dann im Kontext eines riesigen kosmischen Gesamtgeschehens von Milliarden von Sonnensystemen/Galaxien.

Unser Universum fällt übrigens in sich zusammen letztendlich. Nachdem es Gott einmal aufgezogen/hingestellt hat.

Zeit vergeht halt also nicht immer gleich schnell. Insgesamt spitzt sie sich zu. Wird erfüllt. Mündet in dem einen Ziel - was Gott mit dem Universum ansteuert. Läuft ab.

Bei zunehmender Verdichtung von Gravitation - wird sich Zeit zuspitzen und relativ gesehen dann schneller vergehen für uns Menschen.

Ein Beispiel wäre hier die Reise in einem Flugzeug, wo Zeit aufgrund der Geschwindigkeit um Millionstel Sekunden schneller vergeht als auf der Erde. Bei Lichtgeschwindigkeit würde die Zeit dann stillstehen. Wir wären überall zugleich. Würden wir ein Ziel ansteuern. So wie Gott aus seiner Ewigkeit alles und jeden gleichzeitig wahrnimmt. Zeit und Bewegung bedingen einander.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » So 21. Jun 2020, 08:01

Habatom hat geschrieben:Es kann nur wörtlich verstanden werden, wenn ich mir darüber im klaren bin, das ein Tag beim Schöpfungswirken Gottes, so lange dauerte, wie Gott wirkte, bevor er mit abnehmendem Licht (Wirken) - es wurde Abend - und zunehmendem Licht (Wirken) - es wurde Morgen -, einen neuen Schöpfungsabschnitt einläuterte.
Die Jahre gingen dann in der Vorzeit schneller um. Das lässt sich wissentschaftlich bestätigen.

Es ist interessant wie du dir selbst widersprichst. Wenn für Gott ein Tag ganau ein Tag ist, was soll sich dann an der Zeitdauer ändern? Oder dauerte ein Jahr für dich früher nicht 365 Tage sondern 3.650 Tage?

Im Grunde genommen ist das nur ein alternatves Erklärungsmodell, um aus 930 Jahren Adams bloß 93 zu machen, weil das ins moderen Zeitalter besser passt. Dann hätte es aber keine Nachkommen gezeugt, denn das tat er erst ab 130.

Genau so entsteht Menschenlehre. Wissenschaft ist hier eindeutig Menschenlehre und hat nichts zu tun mit dem, was Gott geoffenbart durch sein Wort vermittelt.

Anstelle die Zeit zu relativieren, sollte doch, wie es die Schrift eindrucksvoll aufzeigt, die Verkürzung der Lebenszeit erkannt werden, als eine weitere Folge der Sünde oder aus was weiß ich für Gründen, Gott weiß es.

Wurden die Menschen am Beginn der Schöpfung 900 Jahre, so sank das Alter nach der Sintflut rasch auf 400, dann auf 200 und pendelte sich irgendwann auf die heutigen ca. 80 ein, geht man von einem natürlich erreichbaren Alter aus ohne vorzeitige Krankheit, Krieg oder Unfälle etc.

Abraham wurde 175 Jahre alt, ob wir das nun glauben oder nicht, aber so steht es geschrieben. Wenn wir das nicht so sehen wollen, dann wurde auch Mose keine 120 bzw. König David keine "normale" 70 Jahre alt.
Herzliche Grüße
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » So 21. Jun 2020, 08:40

Guten Morgen Helmuth,

widersprechen tue ich mir nicht, wenn ich um das Wesen von Tag, Zeit und Zeiten spreche.
Schon die Sterne sind uns gegeben um Zeiten zu bestimmen, Zeichen zu setzen. Wenn ich da an den Stern von Bethlehem denke, der den Waisen aus dem Morgenland den Weg zum König der Juden wies. Wohlmöglich eine aufstrahlende Konjunktion (Zusammenkunft) mehrerer Planeten?

Um nun aber zwingend eine 6x 24 Stunden Schöpfung von Gott aus der Bibel abzuleiten, würde ich allen Beobachtungen und allem Wissen der Menschheit um die Entstehung unseres Universums einen reinen Buchstabenglauben aufzwingen, dem es nicht mehr möglich ist, die Zusammenhänge so zu verstehen, das sie in der Erfahrung auch einen Sinn machen.

Eine der Hauptfragen nach der Wiege der Menschheit ist die Frage, was den Menschen zum Menschen macht und ob er vom Affen abstammt.
Der erste Mensch - Adam - war allein. Es war ein einzelnes Wesen, von Gott mit Lebensodem versehen und nach seinem Bilde gemacht. Die Tiere beim Namen zu nennen. Über sie zu herrschen. Das, wovon er lebte, zu bewahren. Aber er fand in den Tieren keine Entsprechung - aus der heraus eine Entwicklung für den Menschen hätte stattfinden können.

Wie sah dieser erste Mensch aus? Meiner derzeitigen Meinung nach nicht so, wie er sich wiederfand, als Gott ihm nach seinem Schlaf etwas nahm (und die Rippe mit Fleisch umschlossen stelle ich mir hier als einen genetischen Eingriff vor). Er wachte auf und fand ein Wesen, dem er sich nun hingezogen wünschte/fand.

Er hatte nun einen völligen anderen genetischen Aufbau als vorher. Es wurde eine Anfangspolarität nun darin geschaffen, die einzigartig war unter allen anderen Lebewesen. Er ernährte sich von allen Früchten, die er erreichen konnte, in dem Bereich, wo er sich nun befand. Und nun gab es von Gott den Hinweis auf den Baum der Erkenntnis. Wenn er sich von Früchten ernährte und es einen Baum des Lebens gab und einen Baum der Erkenntnis, dann können diese Früchte nicht ausschließlich als vegane Produkte eines natürlichen Baumes verstanden werden.

Und um hier der Zeit halber mal einen Punkt zumachen. Inwieweit kann ich nun noch alles Wort Wörtlich aus der Bibel nehmen, und nach meinem Sprachverständnis daraus Ableitungen treffen?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » So 21. Jun 2020, 11:25

Habatom hat geschrieben:Inwieweit kann ich nun noch alles Wort Wörtlich aus der Bibel nehmen, und nach meinem Sprachverständnis daraus Ableitungen treffen?

Das muss jeder mit seinem Glauben abstimmen. Ich komme immer mehr zur festen Überzeugung, dass das Wort Gottes wortwörtlich zu nehmen sind.

Wenn Gott in Gleichnissen und Parabeln reden lässt, so kann das der gesunde Menschverstand unter der Leitung des Heiligen Geistes erkennen.

Keinesfalls lässt Gott aus seinen Munde Mythen erzählen. Das ist aber was Menschen meinen, dass bestimmte Erzählungen der Schrift sind, spezifisch die Genesisberichte. Das sei aber ihr "Glaube", Gott selbst redet anders.

Ich erkenne immer mehr, dass unsere physisch real wahrnehmbare Welt, dass gerade diese es ist, die einer rein subjektiven Wahrnehmung entspricht. Aber Gott lässt das auch genau so zu. Die eigentliche Wirklichkeit ist aber der Geist, konkreter das Wort Gottes, der aus dem Nichts das Etwas ins Sein bringen kann.
Hebräer 11:2 hat geschrieben:Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, sodass die Dinge, die man sieht, nicht aus Sichtbarem entstanden sind.

Was wir nicht sehen oder nicht messen können, das allein bedeutet also noch gar nichts. Es ist der Glaube maßgeblich. So wird auch Glaube beschrieben:
Hebräer 11:1 hat geschrieben:Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht

Interessanterweise geht es gerade um die nicht sichtbaren Dinge, welche, wenn sie aus Gottes Mund stanmmen, dafür umso wahrer sind.
Herzliche Grüße
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 23. Jun 2020, 06:13

T - eine Linie verfolgend mit der festen Konstanz zwischen Linie zur Vergangenheit, Linie zur Zukunft in Bestimmung der Gegenwart.

h - Von eine Linie kommend auf Falsch deutend mit Kniefall nach unten

o mit durchscheinender Offenbarung im Zeichen des kleinen Kreises unserer Zweidimensionalität

m in Übereinstimmung mit vorher und nachher

a - in deutscher Umgangsschreibweise der lange Kerl mit Bauch nach unten

s nach oben geschlossen sich unten schreibend



B Nach oben schließend in (Brot) verwandelnd

e als Verlauf erhoben nbach unten zeigend

c von Carl als vor gekommen

k vollzogend öffnend auf Punkt gekommen

e in klein erlebend vermittelnd nach unten schwungvoll gleitend

r in Stütze erhaltend


tja... und jetzt wisst ihr etwas über mich.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 23. Jun 2020, 07:23

Um nun in dieser Art weiter zu sprechen, und es hat mich sehr viel Nachsinn gemacht, die Schöpfungsgeschichte zu verstehen, das jetzt die Art, wie ich sie vorlese (im Deutschen - meiner Muttersprache als Thomas Becker, Sohn von Rolf Becker, der Sohn Carl Beckers war, geboren von Heide > vom Vater Silkenbeumer kommend ich mich als heranwachsender Mensch in starken Findungsnöten oft befand.

Aber um mal auf meine Ausgangsfrage: Genesiss - wörtlich zu verstehen? -- zurück zu kommen... in dieser meiner vorigen Art einzelnen Buchstaben mit einem Inhalt zu füllen für 1. Mose 1,1


Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde

i Im Nicht scheinend durch 2. Punkte blickend
m durch Dimension erscheinend
m mit Bindung liefend

A Aus Dreiheit einend
auf Maßstab weisend

A aus Grund durch Grad anhängten
n mit Wölbung fassten

Figur erliefend

nach Masse fassten

g gerundet hängend

s Lauf in Satz verfassten

c in Krümmung verliefen

f Wind Maß vertrieben

G geöffnet gebend

o Rundlauf bekamen

t durch Fläche zeigend
t in Zeiten sich durchkreuzend




---- vielleicht so weit erstmal...
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » Mi 24. Jun 2020, 09:15

Diskutieren wir hier oder philosophieren wir? Man könnte auf Kommentare ja auch mal inhaltlich eingehen. :]
Herzliche Grüße
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 24. Jun 2020, 22:18

Helmuth hat geschrieben:
Ich erkenne immer mehr, dass unsere physisch real wahrnehmbare Welt, dass gerade diese es ist, die einer rein subjektiven Wahrnehmung entspricht. Aber Gott lässt das auch genau so zu.

Die eigentliche Wirklichkeit ist aber der Geist, konkreter das Wort Gottes, der aus dem Nichts das Etwas ins Sein bringen kann.



Den ersten Abschnitt könnte ich so stehen lassen.

Die "eigentliche Wirklichkeit" ist aber nicht nur Geist. Und bei "Geist" müssten wir definieren, von wo dieser kommt. Wohin und woran dieser wirkt.

Das "Wort Gottes" ist dann der persönlich gwordene Ausdruck dessen, was Gott uns mitteilen möchte. In Jesus als Menschensohn dann aber in unsere Vergänglichkeit gefallen. Vollkommener ganzer Mensch und vollkommene gänzliche Gottesfülle.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 25. Aug 2020, 20:42

Nun möchte ich einmal bei diesem sehr spannenden Thema - wie das Universum funktioniert und entstanden ist - weitermachen. Mit den vertiefenden Gedanken und Erkenntnissen, die sich bei mir nun so darstellen:


1. Mose 1,

1  Im Anfang schuf Gott den (die) Himmel und die Erde.



Beides wurde zusammengeschaffen - hier in dieser Überschrift über das, was dann im einzelnen erläutert wird und jetzt an dieser Stelle in einem Vers zusammengefasst wird.

Erde - Materie - unser Planet Erde - wurde in eine Dimension (Himmel) gehoben. Wobei Himmel (im hebräischen immer in der Mehrzahl) nun mehrere dimensionale Räume dann weiter beschreibt (am 2. Schöpfungstag mit der Ausbildung unserer Erdathmosphäre dann...).

2. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

Hier auch wieder Erde im doppelten Sinne. DIE - unser Planet Erde - war ungeordnet. Ein Planet mit Eisenkern im Inneren und einer von Wasser bedeckten Oberfläche -- Flüssigem Wasser --- in hier noch nicht bewegtem Zustande --

Materie - die im Raume kein Maß hat (über einer Tiefe - die noch nicht definiert ist, durch das, was dann mit ihr erst geschieht, durch das, worin Gott dann Definitionen - Ausbildungen - geschehen lässt).

Wasser hier sowohl als Bild/Symbol als auch ein Zeichen für den Anfangszustand unseres Planeten - hier einen festen Erdkern umhüllend. Doch vom Geist Gottes umgebend - über diesem schwebend. Im Grunde hier noch ohne Krümmung der Erde wenn nur die Aggregatzustände beschrieben werden.

Fester Atomkern (Masse) mit seinen beweglichen Elektronen in einem Verbund ohne Ausprägungen - horizontal - in einer nicht messbar tiefen Raumdimension - einem Zustand vergleichbar - die wir dem Universum vor einem Urknall zumessen würden.

Wir könnten/müssten dann auch von noch einer dunkleren Materie/einer noch anderen Form von Materie ausgehen, als die dunkle Materie, die wir annehmen, das sie unseren Raum umgibt heute.

Gottes Geist schwebt hier - wörtlich im hebräischen brütend - (wie die Henne über dem Ei sitzt) über diesem Zustand.

Ein Tohuwabohu -- ein Zustand der noch keine Ausprägung - keine Entwicklung - keinen Raum - wie wir ihn kennen -- zulässt. Weil es auch noch keine Zeit gab. Noch keine Entwicklung gab. Ein Zustand - der sich nun "zuspitzt" - dadurch das Gott nun etwas sagt -

und hier kommt Vers 3 als ein Vers wo etwas herangetragen wird --- nicht wo etwas aus dieser Materie herauskommt - wie ich anfänglich angenommen habe.


In diesen Zustand von Materie kommt nun Licht/Energie herein. Ich könnte es zwar wie die Sonnen aus als Fusionsreaktion verstehen (wo durch die Verschmelzung von Wasserstoffatomen Helium entsteht und dadurch Licht freigegeben wird - aber soweit sind wir hier noch nicht.


3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.

Das Wort Gottes - was aus dem Nichts heraus etwas in Existenz ruft. Gott ist Licht und wohnt in einem Licht. Insofern wird hier von Gott selbst etwas hineingeben - eine Initialzündung eines Zustandes - der im Raume steht.

4  Und Gott sah das Licht, dass es gut war;

Gott gibt etwas hinein was er nun in der Reflektion mit Gut betitelt. Weil Licht etwas erhellt - verdeutlicht und auch in seiner Form (als Botenstoff - Verbindungsglied zwischen Materie und Energie (Photon/Licht - was gleichzeitig Teilchen/Masse beinhaltet -- für uns -- und Ladungszustand (Ladungszustände - negativ oder positiv) hier als Gefälle definiert.

Licht wäre also eine Massenreaktion aus einem energetischem Gefälle heraus - in der Reflektion des Wahrnehmenden. Was ich hier unterstreichen möchte, das Licht - als Wahrnehmung - immer einen Betrachter braucht - auf den es trifft. Nur in Verbindung mit der Anregung einer Sehzelle eines Betrachters - dann als Licht - Wirkung erzielt. Insofern es als Gut beurteilt wird. Und hier das "Gut" als Empfänger. Durch Licht empfangen wir etwas - stellen ein Objekt da. Gott definiert also Licht als Gut - dort wo es etwas erhellt. Wo es einen Empfänger trifft.

Warum ich das betone, weil nach dem Johannesevangelium die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht, weil ihre Werke böse waren. Böse und Finsternis in Beziehung zu setzen geschieht hier jedoch noch nicht. Hier wird lediglich etwas als gut definiert ---erkannt besser -- Licht.

4..... und Gott schied das Licht von der Finsternis.
5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag.



Diese Verse sind mir jetzt noch eine abschließende Betrachtung für heute wert und natürlich sind wie immer eure Gedanken hierzu gefragt.

Licht erhellt die Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen ---


UND GOTT schied das Licht von der Finsternis --- als Folge und da kann ich nur frohlocken...denn sonst könnten wir böse von gut nicht unterscheiden und wären hilflos einem Schicksal ausgeliefert. Nach dem Motto - es muss ja so kommen wie es kommen muss, oder es ist ja so wie es ist. NEIN - so ist es nicht. Es folgt und kommt nun eine Entwicklung. Keine Zustände, aus denen wir uns hinaus oder hineinbewegen sondern es flieht etwas von uns und es kommt etwas auf uns zu.

In Folge dessen, das Gott dem Licht nun eine Entwicklung zeigt -- Abend (röte) ist für mich ein Bild von einer --aus Sicht des Betrachters wird hier nicht gesprochen --- einer abnehmenden Frequenz des Lichtes - es wird schwächer - dehnt sich aus..verliert an Kraft... gewinnt an Weite... Abendlicht - was sich vom Ereignisort (Erde) wegbewegt....Ausbreitet.

Unser Ganzes Universum breitet sich zuerst aus - bis sich dann, in Folge von Bewegung und neuer Verdichtung durch Sammlung infolge von Massebildung infolge von vermehrten Zusammenstößen hochenergetischer Strahlung dann erstmalig Atome --teils mit positver Ladung (Antimaterie) --teils mit negativer Ladung (Materie) bildet... hier nun in letzter Folge Materie - weil die Ladungsenergie weiter ausspannt bis sie sich dann entspannt ---

es wurde Morgen. Entspannt im Kommendem Licht nun auf den Betrachter -- Gott. Insofern kann natürlich eine Beziehung von Gott zu seiner Schöpfung abgeleitet werden. Nur das Gott statisch hier sein muss (als Licht in einem Licht wohnend) während dieses Licht in der Schöpfungsgeschichte Materie (Erde) im Licht - im Austausch von Atomen/Elektronen durch hier Spannungszustände im Energiegefälle - ausdrücken.

Ich denke ich drücke mich noch zu komplex und noch nicht verständlich aus. Auch ich taste mich ran....

ES WURDE EIN TAG

Licht wird als Zustand bezeichnet. Ich messe übrigens dem Licht keine Geschwindigkeit bei - da bin ich mit Einstein nicht konform. Und vermute - Wir bewegen - fallen - ins Licht hinein. Nicht das Licht in uns. Warum, versuche ich noch abzuleiten.
Der Tag als solcher nun als Prozess. Der aus der Entwicklung heraus, den das Licht beschreibt - Abnahme und Zunahme - dann in Rückkehr zum Ausgangszustand/Punkt -- hier noch nicht des Betrachters -- dem Betrachter (uns Menschen )- ist dann erst am 4. Tag Gottes die Zeit durch unsere Sterne und Galaxien gegeben) ---denn noch ist der Tag ein Tag bei Gott. Nicht 24 Stunden lang--sondern lang in der Definition darin, bis etwas vollendet ist - war. Was Gott hier macht. ES WURDE.

Wenn wir also am ersten Tag der Schöpfungsgeschichte uns fragen, wie lang war nun dieser Tag. Ein Tag.

So lang,bis aus Abend und Morgen daraus ein Tag vor Gott beendet ist. Ein Schöpfungsabschnitt. Eine Grundmuster der Physik hier einen Kreis (Ablauf) vollzogen hat. Ohne das es hier schon eine Wiederholung gab oder gibt. Wir befinden uns weiterhin die nächsten Tage in Zuständen, aus denen heraus sich etwas neues -weiteres - entwickelt. Neue Tage - aus der Sicht Gottes heraus - der ausserhalb des Universums --diese --unseres --- hier ausgebrütet hat.

Die "Henne" war also zuerst da...


einen schönen Abend euch noch,

lg habatom
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mi 26. Aug 2020, 08:19

Woher weißt du, dass die Erde einen eisernen flüssigen Erdkern hat?

Wieso sollte es nicht tatsächlich mehrere Himmel geben?

Für deine Arbeit wäre wichtig: Glaubst du der NASA?
Wachet !
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » Mi 26. Aug 2020, 08:34

Daniel_8 hat geschrieben:Wieso sollte es nicht tatsächlich mehrere Himmel geben?

Bei der Schöpfung 1 Mose 1:1 geht es nur um einen einzigen Himmel, nämlich den geschaffenen, sonst wäre er keine "Schöpfung".

Hier übersetzen mehrere ÜS falsch mit "die Himmel", weil sie den hebr. Plural 1:1 ins Deutsche übertragen. Das ist aber falsch, denn das Wort "Himmel" ist (wie z.B. auch Wasser) ein Wort, für das es im Hebr. nur den Plural gibt aber nur der eine gemeint ist.

Ähnliches gilt für "Elohim". Obwohl dieses Wort auch einen Singular "El" bzw. "Eloah" hat und dieser ebenso in der Schrift verwendet wird, so ist der Gebrauch durchgehend immer ein Singular.

Zurück zum Himmel: Gott schuf also nur einen Himmel wie auch nur eine Erde, gemeint als Lebensraum für den Menschen.

Der andere oder von mir aus "die anderen" Himmel sind nicht Bestandteit der geschaffenen Welt sondern ist/sind jener geistliche Ort, wo Gott seinen quasi "Lebensraum" hat. Dieser ist nicht mit den geschaffenen Augen sichtbar, sondern erschließt sich nur durch den Geist.
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mi 26. Aug 2020, 09:43

Woran machst du fest, wenn es nur den Plural gibt, dass nicht auch mehrere gemeint wären?

Helmuth, dann nenne und erkläre doch mal die Himmel der Bibel.
Wachet !
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » Mi 26. Aug 2020, 12:59

Daniel_8 hat geschrieben:Woran machst du fest, wenn es nur den Plural gibt, dass nicht auch mehrere gemeint wären?

Zunächst ist das eine rein sprachliche Eigenschaft und hat mit Inhalten gar nichts gemein. So wie es im Deutschen die „Milch“ nur im Singular gibt. Es gibt keine „Milche“. Das hat mit dem Gegenstand Milch an sich also nichts zu tun.
Daniel_8 hat geschrieben:Helmuth, dann nenne und erkläre doch mal die Himmel der Bibel.

Was den irdischen betrifft so sehe ich bloß nur einen bzw. nehmen wir den physisch wahr.

Was den geistlichen betrifft, so sagte ich, kann ich das nicht erklären. Under Geist nimmt den HG wahr aber du kannst das nicht mit den natürlichen Sinnen beschreiben.

Hier geht es sich auch nicht darum, sondern wie wortwörtlich man die Genesis nimmt und die nehme ich in Bezug auf ihre Aussagen sehr wörtlich.
Herzliche Grüße
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mi 26. Aug 2020, 15:15

Für mich nicht wörtlich genug!

2. Mose 20,11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht


Ok, kein Grund hier zwischen der oder die Himmel zu unterscheiden.
Dann könnte ich ja auch noch unter der Erde unterscheiden.

Die Himmel:

Slawisches Henochbuch:

Im ersten Himmel werden ihm die Gestirne, Wolken und Tauquellen gezeigt.
Im zweiten Himmel findet er die abgefallenen, gefangenen Engel, die auf das Gericht warten.
Der dritte Himmel ist das Paradies, in das die Gerechten unter den Menschen gebracht werden. Im Norden dieses Himmels ist die Hölle, dort werden die Ungerechten gepeinigt.
Im vierten Himmel befinden sich Sonne und Mond. Im Osten und Westen befinden sich je sechs Tore, durch die die Sonne je nach Jahreszeit geht; damit werden die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang hellen Tage erklärt. Desgleichen mit dem Mond: hier sind es zwölf Tore.
Im fünften Himmel sind menschenähnliche Riesen als Wächter.
Im sechsten Himmel sind sieben Engelschöre, die für die Ordnung der Welt sorgen.
Im siebten (obersten) Himmel findet er die Erzengel, Ophannim, Seraphim, Cherubim und Gott auf seinem Thron.

Ja ich weiß, Henochbücher hin Henochbücher her. Aber so würde das Ganze schon Sinn machen.
Woher kommt eigentlich der Ausdruck "wie im siebten Himmel"?

Doch Jesus sagt:
Johannes 3,13:Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, als nur der aus dem Himmel herabgestiegen ist, der Sohn des Menschen, der im Himmel ist.

Doch Paulus konstatierte:
2Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren – ist er im Leib gewesen? Ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib gewesen? Ich weiß es auch nicht; Gott weiß es –, da wurde derselbe entrückt bis in den dritten Himmel.
3Und ich kenne denselben Menschen


Würde also Sinn machen, bis in den dritten Himmel kommt man, wenn Gott es will. Bis zum siebten wahrscheinlich aktuell noch nicht. Henoch selbst dürfte dann ebenso sich im dritten Himmel befinden/befunden haben. Genau wie Mose und Elia.
Auffällig mit welcher Selbstverständllichkeit Paulus hier über den dritten Himmel spricht. Anscheinend war das damals normales Wissen über die sieben Himmel.

Weitere Anmerkung: So würde auch die Aussage von Christus am Kreuz zum Verbrecher Sinn machen: Heute wirst du mit mir im Paradies sein! Paradies= dritter Himmel. Heißt selbst Jesus war (wie ein normaler Mensch) während der 2 Tage als er tot war im dritten Himmel. Anschließend war er dann mit neuem Leib auf der Erde und ging mit der Himmelfahrt zurück in den siebten Himmel zum Vater.

Auch interessant in diesen Zusammenhang die Aussage:
Offenbarung 21,1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr.
Wachet !
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mi 26. Aug 2020, 15:30

Weiter:
Epheser 4, 10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

Hinaufgestiegen über alle Himmel...heißt bis in den siebten Himmel zum Vater, das ist eine wichtige Aussage, die hierin verborgen ist.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Do 27. Aug 2020, 07:23

Guten Morgen Helmuth und Daniel_8,


ihr versucht unserer Diskussion hier einen gemeinsamen Rahmen zu geben. Eine gemeinsame Ebene zu finden und nichts anderes geschieht in EINEM HIMMEL. Einer Raumebene. Wobei wir nicht anders können, als zweidimensional zu denken und auch beim Schreiben hier von links nach rechts (im Deutschen) --- im hebräischen von rechts (vom Anfang beginnend) nach links (zum Ende sich erfüllend) dieses erstmal hier nicht anders auszudrücken wissen.

In der Englischen Sprache eröffnet sich für das Wort "Himmel" schon 2 Begriffe -- "Heaven" und "Sky", was im Deutschen gleichzeitig für den Blick auf unsere Erdathmosphäre (den Wolken bedeckten oder Wolkenlosen Himmel) und den Ort, wo wir meinen/hoffen irgendwann mal hinzukommen und wo uns dann ein alter weiser Mann erwartet, auf einer Wolke sitzend und uns zum frohlocken und fröhlich sein dann - "erhebt" -.


Aus der Sicht der Schreiber der Bibel wird uns in der Genesis nun der Beginn eines Schöpfungsaktes Gottes vor Augen gestellt, der in Zeiträumen stattfindet, wobei diese Zeiträume im Auge des Betrachters liegen hier. Nicht in unseren Augen - aus denen wir diese Schöpfung dann erst erfahren.

Wir können jetzt auch nicht zu rechnen anfangen, wenn wir sagen, vor Gott ist ein Tag wie 1000 Jahre - also befinden wir uns in der Zeitgeschichte an diesem oder jenem Punkt. Damit würden wir uns ein Bild von Gott machen, seine Schöpfung zu unserem Aushängeschild machenn. Denn wir laufen halt keinem von Gott bestimmten Schicksal entgegen, sondern erleben und gestalten die Zeit, die uns gegeben ist, selbst.

Das Christentum war und ist zunehmend wieder - geneigt, im Einklang mit den Vordenkern unserer Zeit - die Zukunft als sich einen langsam erfüllenden Raum und Zustand vorzustellen, auf den wir alle letztendlich zulaufen und in dem wir münden.
Teils in Nichtexistenz, derjenigen, die bei Gott verloren gehen - wie Helmuth annimmt - teils auf bestimmter Raumebene mit plötzlichen Übergängen, so wie ich Daniel_8 verstanden habe gerade -?

Um Raum und Zeit zu verstehen, müssen wir allerdings nun weiter am Bibeltext arbeiten. Und schreiten zu Vers 6 vor ....der Schöpfungsgeschichte...

- auch wenn es zu den ersten 5 Versen der Bibel noch sehr sehr viel mehr zu sagen gäbe.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Do 27. Aug 2020, 07:42

1. Mose 1,


wir haben am ersten Tag

- der sich aus einer anfangs vorhandenen "Zusammenkunft" aus Tag und Nacht, aus Licht und Finsternis, nun zu einem Abend und zu einem Morgen ausgebreitet hat -- in der Definition von Himmel und Erde, von Raum (Himmel) und Erde (was uns darauf dann sichtbar erscheint).

einen Rahmen nun erhalten aus dem auf der Erde nun folgendes geschieht....


6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.

Gott spricht -- etwas aus, was dadurch dann Gestalt annimmt, sodass wir aus der Gestalt dessen, dann auf Gott schließen können nur. Alle anderen Schlüsse können nur in die Irre führen, in einer Sackgasse enden.

Es werde - ein langsamer Prozess - kein zauberhaftes plötzliches Dasein - eine Feste ------ die es bislang noch nicht gabe im Bereich von Abendlicht und Morgenlicht, von Sichtbar gewordenem und Angeschautem von Gott.

eine Feste, eine Trennlinie - ein Horizont über dem und unter dem etwas geschehen wird dann..

zwischen den Wassern - den Wassern aus der Erde, den aufsteigenden Wassern (Dampf) und den Wassern zur Erde (gefrorenes Wasseer - Eis) was uns dann folgendes bescherrt:

die da scheide zwischen den Wassern --- eine Bahn letztendlich dann auch für die Erde um die Sonne später - worin wir uns als ein Planet definieren dann, der in einer akzeptablen Toleranz zur Sonne "kreist", auf dem dann sich Leben entwickeln soll. Basierend auf Wasserstoff und Sauerstoff H20.

7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.


Weil Gott es so einleitete, vollendete er es dann auch. Hier kommt etwas zum Abschluss, was werden sollte und erhält nun eine Dimension, die allgemeine unserer Raum - unser Raumgefühl - bestimmt.

8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der zweite Tag.

Himmel - weil es noch ausserhalb all dessen sich befindet, was Gott nun weiter dann beschreibt.
Am nächsten Tag.

Aber das muss ich noch ergänzen --- da WARD ... hier geschieht wieder ein Rückblick. Wie auch am ersten Tag. Wobei innerhalb des ersten Tages, das Licht selbst als "Tag" bezeichnet wird - ohne Zahl davor.

Wir könnten uns also fragen, ob wir bislang wirklich schon etwas aussagen können, über die zeitliche Länge eines Tages über eine Geschwindigkeit (die nur mit Zeit und Strecke dann beschrieben wird) von Licht - da wir bislang nur einen Raum (Himmel) haben und "nur" eine Erde - die hier als Betrachtungspunkt beschrieben wird --


lg,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Do 27. Aug 2020, 11:39

Um zwischenzeitlich den Gedanken aufzugreifen, der jetzt aufkommen könnte, das Licht gar keine Geschwindigkeit hat - im Sinne meiner bisher dargestellten Sichtweise -.

Es findet dann eine Geschwindigkeit im Gravitatorischen Umfeld. Was aber erst dann für Uns am 4. Schöpfungstag eine Rolle spielen wird.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Fr 28. Aug 2020, 14:20

Wir kommen jetzt zu einer kleinen Situation - eigentlich sensationell, das mir dies gerade auch erstmals aufgefallen ist.

Ich hatte im 2. Tag noch keinen Abschluss gefunden und gedacht, ich hätte ein paar Verse unterschlagen. Aber es findet hier noch gar kein Abschluss statt - für all diejenigen, die jetzt eigentlich schon gerne die Luken zugemacht hätten und 24 Stunden Tage hätten einläuten wollen.

Wir befinden uns im Zahlenbereich und sind von der senkrechten 8 -- die in der Waagerechten die Unendlichkeit symbolisiert 00 - als sich wiederholende Zeitschleife - die dann auch im energetischen Bereich eine Rolle spielt, wenn wir uns die Elektronen anschauen, die auf ihren äußeren Bahnen, um einen Atomkern kreisend, maximal 8 Plätze besetzten können, bevor sie in Wechselwirkung treten.

Und sind bei der 9 angelangt.

Und da heute Freitag ist - ich zwar nicht frei habe - aber auch noch ein Wochenende einzuläuten habe, schauen wir uns heute nur den Vers 9 an.

1. Mose 1,
9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort,



ein schönes Wochenende euch noch. Bevor es dann nächste Woche hier detailiert weiter gehen kann.... - sofern Interesse besteht.


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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » So 30. Aug 2020, 06:47

Guten Morgen liebe Leser,


- 12. Sonntag nach Trinitatis - der Besinnung auf die Dreieinigkeit Gottes im Kirchenjahr.

Im Blick auf die Verse 9-11 hier sehr schön verdeutlicht, was dies heißt:

Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort, dass man das Trockene sehe. Und es geschah so.
10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, dass es gut war.
11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist auf der Erde. Und es geschah so.


Gott als Subjekt spricht sein Wort - spricht sich selbst (Gott ist das Wort und das Wort ist bei Gott und Gott war das Wort --Johannes..) AUS. Darin erschafft er alles, was ist. Was wir sehen und erleben und weitergeben.

Gott NANNTE -- er blickte zurück und benennt - so wie auch der Mensch - nach dem Bilde Gottes gemacht - zu benennen beauftragt ist ... hier dann die Tiere mit Namen.. ----später..

Und Gott spricht erneute als Handelnder : ES _ LASse die ERRDE --

Gott gibt Zeit, gibt Verlauf, das aufgrund seines ausgesprochenen Wortes etwas geschehen kann, eine Entwicklung seinen Lauf nehmen kann.

UNd es findet einen Abschluss - im Blick darauf --- und es geschah so...:

-wie Gott es hat geschehen lassen.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 31. Aug 2020, 12:15

Keine Anmerkungen, Ergänzungen, Fragen sind dann auch für mich ein Zeichen einer geneigten, noch zustimmenden Leserschaft.

Genesis - wörtlich zu verstehen ? Ist dann natürlich nicht ganz einfach und überall in Definition zu bringen, wenn ich nun wiederum einen Blick in den Bibeltext werfe - um (entdlich den 3 Tag zu Ende bringen zu können....


Aber zuerst hier noch eine Frage, die ich in den (Foren)Raum stellen möchte:

Wann geht eigentlich nun hier - am 3. Tag der Schöpfungsgeschichte Gottes mit dem Universum und der Erde, der Tag zu Ende?
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 31. Aug 2020, 12:25

Was ich mich beim Lesen dieser Verse frage: Starben Plfanzen bereits vor dem Sündenfall?
Wachet !
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Helmuth » Mo 31. Aug 2020, 13:40

Daniel_8 hat geschrieben:Was ich mich beim Lesen dieser Verse frage: Starben Plfanzen bereits vor dem Sündenfall?

Ist das ein Sterben? Hier sehe ich nicht, dass Pflanzen eine Seele haben. Es gibt weder Blut noch Atmung. Sie sind andere Wesen, die einem zyklischen Kreislauf unterliegen und reproduzieren sich selbst.

Vielleicht ist das Aussterben einer Pflanzengattung eine Art Sterben, aber das sind philosophische Gedanken.
Herzliche Grüße
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 31. Aug 2020, 14:33

Ja richtig Helmuth, atmen tuen sie zwar trotzdem (CO2 ein, O2 aus), aber sie sind keine Seele, das ist richtig, somit ist meine Frage in dem Sinne unzutreffend.
Wachet !
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 31. Aug 2020, 16:38

12 Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war.


Ihr wart bei den Pflanzen angekommen. Nachdem es hieß - und es geschah so... eine unbestimmte Zeit..

Nun haben wir die Erde (die wir mal mit Kohlenstoff C gleichsetzen) --Ordnungszahl 12 (6 Protonen/6 Neutronen und als Erscheinungsform in Graphit (Bleistift- niedrigere Wertigkeit - niedriger Druck) und in Form von Diamant (höhere Wertigkeit - höherer Druck ..durch Verdichtung) in Erscheinung tritt.

Den Sauerstoff (Ordnungszahl 16 - 8 Atomen/8 Protonen) und den Stickstoff (Ordnungszahl 14) . Stickstoff in Verbindung von Wasser (Wasserstoff und Sauerstoff) dann auch ein Träger von Pflanzlichem "Leben" - welches sich hier durch die Fotosynthese (durch Licht und Wasser und Sauerstoff und Kohlendioxid) zum Ausdruck bringen darf --- kann....muss.

Pflanzliches Leben entstand also ---- als Folge einer Entwicklung die dann ---per Definition von Gott wann ihren Abschluss fand?


13 Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.



Im Zusammenspiel und im Wechsel von "warmem" und "kaltem" Licht. Von Abend - Licht (Strahlung) mit abnehmender, niedriger Frequenz/Energiedichte und Morgenlicht (kommendes Licht mit zunehmender - höherer Frequenz/Energiedichte).


da WARD - heißt ...Gott sieht im Rückblick hier dann eine abgeschlossene Entwicklung in der Form, in der er sie hat einleiten und sich entfalten hat wollen.


Der dritte Tag, im Sinne einer Schöpfungsepisode. Aus der Sicht Gottes.


Falls ich irgendwo irre, weil es so nicht sein kann, immer munter nachfragen...
liebe Grüße und einen angenehmen Abend für heute,
habatom



Eines noch: und Gott sah, das es gut war. Hier können wir uns an das Licht erinnern vom ersten Tag.

1. Mose 1,
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis



Das zuerst von der Finsternis sich hat scheiden müssende "Urlicht" des ersten Tages hier nun in neuer Erscheinungsform mit gleichem Werturteil. Es war Gut. Und wurde Tag genannt. Tag ohne Artikel. Eine Zahlform des Tages im Sinne einer Zeitmessung, wie der Mensch sie anhand der Sterne dann erst vornehmen tut, kommt dann erst ab Vers 14.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mo 31. Aug 2020, 20:02

14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre
15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde. Und es geschah so.



Und -- Gott "funkt" nun dazwischen ... legt sozusagen eine weitere Ebene, eine weitere Blaupause über das Geschehen der ersten 3 Tage. Die hier im 4. Tag eine Entsprechung zum 1. Tag aufzeigen (es werde Licht....)

Ich will mir das mal wie eine Schablone vorstellen, die er nun über dieses System legt, was bislang geschah. Und wie es ist im Kleinen (im Aufbau des Atomes), so wird es dann auch im Großen sein. Nur das wir hier jetzt eine neue Dynamik erfahren.
Und diese Erfahrung nennt sich gravitatorische Verdichtung - so will ich dies mal nennen - im Resultat.

Und es werden Lichter. -- bislang gab es nur das erste Licht was Gott dann von der Finsternis trennte, das Licht was Gott sah - zu ihm zurück kam (es wurde Abend) um dann wieder etwas neues einzuleiten -- es wurde Morgen.

Und nehmen wir jetzt den Aufbau eines Atomes (wo wir von den kleines Bausteinen von Protonen und Neutronen (den Quarks) von Teilchen sprechen, die aus verschachtelter Energie in Spannungszuständen (Polaritäten), wo man auch von Farbladungen spricht, ohne das ich jetzt das Thema weiter vertiefen möchte.
Wo sich also Masse als Masse manifestiert in einem Gefälle nach innen, aus dem heraus keine Wechselwirkung mehr in dem Rahmen erfolgen kann, wie es ausserhalb einer bestimmten "Feste" dann ganz anders geschieht.

15 "...... an der Feste des Himmels,...

des Raumes (Himmels) der hier in der Dimensionalität des Atomes mit seinen Atomkern und seinen darum "kreisenden" - besser sich darin in der Schau dann vorfindenen negativ geladenen Elektronen - die dann über Felder/Abstoßungen - Wechselwirkungen mit anderen Massen haben. Darin sich dann wiederfiinden oder ihre Definition haben/finden.

15 "..... die da scheiden..." --- heißt: auf Spannung im Abstand halten...

und was nun genau?

Zustände: Tag (Licht) und Nacht (Finsternis).

Denn wir erinnern uns, Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht.


Und nun geht es aber noch weiterr:

15".... sie seien --


sie verkörpern etwas, stellen für uns in der Betrachtung ZUSTÄNDE da, denen wir dann ein Maß zumessen können.



15 " ... an der Feste -- an der Grenze - dem Übergang von sich -- wenn ich es hier noch statisch beschreiben möchte -- sich voneinander abgrenzenden Räumen/Gravitationszuständen.
Da jede Sonne in ihrem Sternensystem wieder eigene Schwerkraftsysteme beschreibt, die dann aufeinander einwirken tun, Bewegung erzeugen, Geschwindigkeiten erfahrbar machen.


15".... das sie scheinen - hier kommt nun die Bewegung die unserem Universum die Dynamik gibt, die wir messen können, in der Astronomie beschreiben und worin wir unsere Position im Universum festmachen (wollen).

Vers 15 ---unser 4. Tag --- endet dann mit den Worten:

Und es geschah so.


Es entwickelte sich so, das wir uns nun in bestimmten Sternenkonstellation im Laufe der Universumsgeschichte dann orten/wiederfinden konnten. Es war also nicht einfach plötzlich zauberhaft dann da, sondern es nimmt Gestalt an, dort, wo es geschieht. Überall im Universum. Sich Masse findet und Sterne entstehen und Sterne sterben und vergehen.

Es geschah so beschreibt dann eine weite - für die Zeit davor dann abgeschlossene Entwicklung auf die wir nun zurück blicken. Und die wir (theoretisch) auch nach vorne "rechnen" können --- wenn nicht die Zukunft offen wäre und wir die Zeit in die eigenen Hände nehmen dürfen, dort, wo uns dieses dann auch "zuteil" wird.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Di 1. Sep 2020, 19:46

Guten Abend liebe Leser, liebe Leserinnen -

Ich möchte heute - wenn keine weiteren Fragen vorerst aufgetaucht/gestellt sind - noch einen Vers dazu nehmen.


1. Mose 1,16

Und Gott machte zwei große Lichter: ein großes Licht, das den Tag regiere, und ein kleines Licht, das die Nacht regiere, dazu auch die Sterne.



Dazu ---- auch alle Sterne - darauf sich abstimmend, sich einfügend, in ein großes Universum mit für uns, aktuell messbarem, rund 14,7 Milliarden Lichtjahren weitem Erfahrungshorizont.

Eine Sonne - die Erde als hier von Gott auserwähltem Bezugspunkt - Betrachtungspunt als Objekt -- der Mond als Erdtrabant ...neben 8 weiteren Planeten mit vielen Trabanten und einem Zwerg"planeten" (Pluto).

Und den Sternen im "Hintergrund" - uns zum Zeichen ... uns zu Zeiten...gegeben.
Licht - was wir empfangen, auf das wir zueilen und das uns "beherrscht" --regiert, im Sinne von Ursache und Wirkung.

Hier lohnt es sich einmal zu verweilen - für heute Abend.


liebe Grüße,
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Gnu » Mi 2. Sep 2020, 10:03

Mir fällt dabei auf, dass elohim jhwh seinen inspirierten Schreibern nicht das offenbarte, was heute weltweit "wissenschaftlich gesichert" als riesiges Vakuum mit einigen Anhäufungen von sichtbarer und unsichtbarer Materie und oder heller und dunkler Energie verkauft wird. Ich bin demgegenüber eher der Flacherdler, der sich lieber auf die Bibel verlässt als auf Professor Harald Lesch und ähnliche Freimaurer oder Jesuitenzöglinge. Mit Urknall und Evolutionstheorie kannst du mich vertreiben. Desgleichen mit zirkulären Weltbildern, wie sie Hindus und Buddhisten am liebsten haben. Ich habe zwar auch schon durch ein Teleskop geschaut und den Saturn mit seinen Ringen gesehen. Aber da ich dieses Teleskop nicht selber besitze, wage ich dahinter eine Verschwörung zu vermuten, die ich in Zukunft einmal aufzudecken hoffe, wenn Gott will und ich lebe. Kornkreise und UFOs lassen grüssen. ;)
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 2. Sep 2020, 11:23

Gnu hat geschrieben: Ich bin demgegenüber eher der Flacherdler



Vielen Dank Gnu für deine Sicht der Dinge, der ich durchaus eine Berechtigung gebe, da dieser Eindruck, wie du ihn dargestellt hast, entstehen könnte -

Könnte - aber sich in meiner weiteren Darstellung der Schöpfungsgeschichte dann nicht so darstellen wird.


mit freundlichem Gruße:

Habatom:

Gnu hat geschrieben:der sich lieber auf die Bibel verlässt



dito -


Habatom, der

den Erkenntnissen und Forschungen von Wissenschaftlern und Deutern unseres Sternenhimmels dann nicht widerspricht, sondern sie vielmehr auflöst.

Insofern hilft uns hier eine reine dogmatische Sicht der Bibel nicht weiter, die hier versucht Wort für Wort Eins zu Eins ins Deutsche zu übertragen, ohne sich darüber kundig gemacht zu haben, was in der Hebräischen Sprache dann wesentlich einfacher und offensichtlicher erst zu Tage kommt.

Ich brauche also nicht wie Du, lieber Gnu, hier auf Freimaurer, Esotheriker oder Buddisten, Chinesen oder sonst irgendwelche Anhänger bestimmter Vorstellungen und Religionen über die Entstehung des Universums verweisen, diese dann in den Schmutz ziehen zu wollen, indem ich mich ihren Vorstellungen nicht nur verweigerere, im vermeintlichen Wissen, es besser wissen zu können sondern gleichzeitig postuliere, das in mir mein Wissen Gott erst noch offenbaren täte, wenn er es denn wolle.... -
Womit ich somit in meinem Denken eine nihilistische Philosophie hochhalte, im Sinne dessen, das ich behaupte: Ich weiß, dass ich nichts weiß, dies dann zu einer Theologie (Glaubens/Gottesvorstellung) forme, die dann auch alle anderen zu glauben haben, wenn sie es denn wissen wollen.
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Re: Genesis -- wörtlich zu verstehen?

Beitragvon Habatom » Mi 2. Sep 2020, 11:33

Möchte noch jemand weitere Gedanken zu meinen bisherigen Gedanken äußern?
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