Wie wird es im 1000-jährigen Reich sein?

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Habatom » Sa 24. Aug 2019, 11:13

Gnu hat geschrieben:Meine etwas lakonische Antwort: Es steht alles in der Bibel, nur verstehen wir das mit dem griechisch-römisch geschulten Verstand nicht. Ich beobachte aktuell mehrere theologische Schulen, unter anderen auch solche, die von messianischen Juden unterstützt werden.

PS. Ich habe mir bis vor einigen Jahren vorgestellt, dass im 1000jährigen Reich Jesus von Zion aus die Welt regiert, und dass die Menschen während dieser Zeit vieles bis alles wieder herstellen, was ihre Vorfahren kaputt gemacht haben.



Was ist denn ein "griechisch-römisch geschulter Verstand"?

Das neue Testament wurde in griechischer Sprache ursprünglich niedergeschrieben.
Wer hier nun der griechischen Sprache mächtig ist, versteht schon einiges besser, als derjenige, der "nur" Deutsch oder Latein spricht.

Allein schon betreff der Grammatik im Griechischen, wo es hier ein Mittelding zwischen Aktiv und Passiv gibt - Medium.

Ich lasse zu, dass etwas mit mir gemacht wird ---- wäre das dann.

Wir kennen nur: Ich mache etwas. Oder mit mir wird etwas gemacht.

Und schon kommen wir bei der Medium Form dem Verständnis zum freien Willen z.B. etwas näher.


Von dem sogenannten Messianischen Juden halte ich übrigens nichts.
Im Römerbrief wird hier unterschieden zwischen den Menschen, denen das Gesetz und die Gebote Gottes anvertraut wurden (Juden) und allen übrigen Menschen (Heiden).
In Christus zählt dann nicht mehr, ob ich als ehemaliger Heide zu Christus gefunden habe oder als ehemaliger Jude.

Spreche ich dann jedoch hebräisch, so werde ich es einfacher haben vieles aus dem alten Testament zu verstehen.


P.S: zum 1000 jährigen Reich fasst sich die Offenbarung dann recht kurz:

Offenbarung 20,

1 Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand hatte.
2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist; und er band ihn tausend Jahre
3 und warf ihn in den Abgrund und schloss zu und versiegelte über ihm, damit er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet sind. Nach diesem muss er für kurze Zeit losgelassen werden.
4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und ich sah die Seelen derer, die um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen enthauptet worden waren, und die, welche das Tier und sein Bild nicht angebetet und das Malzeichen nicht an ihre Stirn und an ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und herrschten mit dem Christus tausend Jahre.
5 Die Übrigen der Toten wurden nicht lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.
6 Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm herrschen die tausend Jahre.


Um das alles verstehen und einordnen zu können, sind dann diesbezügliche Stellen aus dem Alten Testament hilfreich.
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Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Gnu » So 25. Aug 2019, 09:47

Habatom hat geschrieben:Um das alles verstehen und einordnen zu können, sind dann diesbezügliche Stellen aus dem Alten Testament hilfreich.

Q.E.D.

Genau das meinte ich ja auch, aber du scheinst eher dem griechischen Verstand anzuhängen als dem hebräischen. Mir kann das ja gleich sein, aber ich forsche nun mal tiefer in der Schrift als nur gerade bis zu dem, was unsere deutschen Übersetzungen hergeben. Dabei wird auch offenbar, dass unsere Bibeln redaktionell verändert wurden.
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Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Gnu » So 25. Aug 2019, 10:01

Leider erst heute, denn auf dem Tablet wollte ich es nicht beantworten
Helmuth hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:PS. Ich habe mir bis vor einigen Jahren vorgestellt, dass im 1000jährigen Reich Jesus von Zion aus die Welt regiert, und dass die Menschen während dieser Zeit vieles bis alles wieder herstellen, was ihre Vorfahren kaputt gemacht haben.

Und was denkst du heute? Ohne es voerst weiter zu kommentieren stelle ich folgende Aussage des Petrus zur Disposition:
Apostelgeschichte 3,19-21 hat geschrieben:So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuerst verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner Heiligen Propheten von alters her geredet hat.

Ich denke heute noch, dass dies so stattfinden könnte, wobei ich aber ein seither Wissensgeschädigter bin, und zusätzlich noch ein Sommerlager mit Gerrit Nel hinter mir habe, wo es um das Thema Wiederherstellung aller Dinge mit Schwerpunkt auf der von dir zitierten Stelle Apg 3,19-21 ging. :]
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Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Helmuth » So 25. Aug 2019, 11:45

Gnu hat geschrieben:Ich denke heute noch, dass dies so stattfinden könnte, wobei ich aber ein seither Wissensgeschädigter bin, und zusätzlich noch ein Sommerlager mit Gerrit Nel hinter mir habe, wo es um das Thema Wiederherstellung aller Dinge mit Schwerpunkt auf der von dir zitierten Stelle Apg 3,19-21 ging. :]

Lass dich nicht von Menschen verwirren, wenn Petrus Klartext redet. Er verweist auf die Propheten von alters her. Damit meint er NICHT die Offenbarung des Johannes, die noch nicht einmal dem Johannes geoffenbart war. Und es exisiterte auch noch kein einziges Pauluswort zu diesem Zeitpunkt.

Es können daher nur die die Propheten von alters her gemeint sein, beginnend von Mose bis Maleachi. Da kannst die theologischen Konstruktionen außen vor lassen, die etliche aus dem NT stricken, möglicherweise auch dein Gerrit Nel. Ich kenne ihn zwar nicht, aber er ist mir gelinde gesagt ebenso wurscht wie z.B. Darby & Co.

Lies statt dessen die Propheten der Reihe nach durch, was sie über die Heilszeit weissagten, unvoreingenommen, außer in Erinnerung rufend, dass uns Petrus, Augenzeuge und Knecht Jesu darauf hingewiesen hat. Das reicht und macht überdies enorme Hoffnung, als du Gottes Wort aus erster Hand liest.
Herzliche Grüße
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Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Habatom » So 25. Aug 2019, 13:37

Gnu hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:Um das alles verstehen und einordnen zu können, sind dann diesbezügliche Stellen aus dem Alten Testament hilfreich.

Q.E.D.

Genau das meinte ich ja auch, aber du scheinst eher dem griechischen Verstand anzuhängen als dem hebräischen.



Schließt sich denn eine hebräische Denkweise und Grammatik der Verfasser des Alten Testamentes von der griechischen Denkweise und Grammatik der Verfasser des Neuen Testamentes aus?

Ergänzen sie sich nicht vielmehr?

Wie kannst du mir denn vorwerfen, mehr dem griechischen Verstand (und was soll das sein - ein griechischer Verstand -, wenn der menschliche Verstand letztendlich nicht einer Sprache sondern vielmehr einem Geist unterworfen ist, der ihn inspiriert -- und das kann für Christen dann nur der heilige Geist sein) anzuhängen, wenn es doch um Sinnzusammenhänge im alten wie im neuen Testament geht, die man in der jeweiligen Sprache der Verfasser noch am ehesten versteht?


Gnu hat geschrieben: Mir kann das ja gleich sein, aber ich forsche nun mal tiefer in der Schrift als nur gerade bis zu dem, was unsere deutschen Übersetzungen hergeben. Dabei wird auch offenbar, dass unsere Bibeln redaktionell verändert wurden.



Und du meinst nun, das neue Testament in hebräischer Sprache besser zu verstehen?
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Re: Wie wird es im 1000 Jährigen Reich sein?

Beitragvon Habatom » So 25. Aug 2019, 13:49

Helmuth hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Ich denke heute noch, dass dies so stattfinden könnte, wobei ich aber ein seither Wissensgeschädigter bin, und zusätzlich noch ein Sommerlager mit Gerrit Nel hinter mir habe, wo es um das Thema Wiederherstellung aller Dinge mit Schwerpunkt auf der von dir zitierten Stelle Apg 3,19-21 ging. :]

Lass dich nicht von Menschen verwirren, wenn Petrus Klartext redet. Er verweist auf die Propheten von alters her. Damit meint er NICHT die Offenbarung des Johannes, die noch nicht einmal dem Johannes geoffenbart war. Und es exisiterte auch noch kein einziges Pauluswort zu diesem Zeitpunkt.




Petrus und Johannes widersprechen sich nicht.

Natürlich finden wir zu vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Ereignissen vieles in den Prophetischen Büchern des Alten Testamentes.

Was aber nicht heißt, das die Offenbarung, die im Auftrag von Johannes verfasst wurde und Jesus selbst zum Inhalt hat, der im Alten Testament seine Vorläufer findet, die auf Jesus hinweisen, uns nun nicht hilfreich ist.


Offenbarung 1,

1 Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott (der Vater) gegeben hat, seinen Knechten (uns) zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie gedeutet und gesandt durch seinen Engel (Mittler) zu seinem Knecht Johannes,



Zur in Apostelgeschichte 3 erwähnten Wiederherstellung:

Was soll denn deiner Meinung nach genau wiederhergestellt werden - was schon einst mal Bestand hatte?

Verweist dies auf ein 1000 jähriges Friedensreich, oder verweist dieses nicht vielmehr auf eine neue Erde und einen neuen Himmel?

Denn dieses Universum ist vergänglich. Nicht ewig.
Das ewige Reich - was dann bis in das neue Universum hineinreicht - das wird dann von Jesus Christus selbst regiert.
Und dieses Reich - diese Herrschaft Jesu - erleben wir als Christen schon jetzt, dort wo zwei oder drei in seinem (Jesu) Namen versammelt sind.
Denn - Jesus sagt ja selbst (Pilatus gegenüber) "Mein Reich ist nicht von dieser Welt!"

Apostelgeschichte 3,
21 Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu den Zeiten, in denen alles wiederhergestellt wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.

ZeitEN (Äonen) in denen ALLES - wiederhergestellt - im Sinne von wieder neu hergestellt ..so wie Gott sich das von Anfang an gedacht hat... das es einmal sein soll ..

von Anbeginn ..

1. Mose 1,
2 Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

Manche sehen hier ja eine durch Finsternismächte verwüstete Erde... da tue ich mich ein wenig schwer...

Aber eines ist klar - dieses Universum ist nur ein vorläufiges Modell von Gott.


Obwohl das 1000 jährige Reich auf dieser Erde dann eine Zeit sein wird, wo der Teufel dann 1000 Jahre Pause hat.
Ich denke, das ich dies zu meinen Lebzeiten nicht mehr erleben werde.


mfg,
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Re: Wie wird es im 1000-jährigen Reich sein?

Beitragvon Daniel_8 » Mo 26. Aug 2019, 15:49

nun habe ich alle langen texte durchgelesen. da ist viel input dabei....nur einsortieren kann ich es aktuell noch nicht wirklich.

ich weiß zu den entscheidenden fragen immer noch nicht mehr:

1. wer lebt im TJR auf der Erde?
2. werden noch Menschen zum Herrn finden?
3. Über was genau richten wir Gläubigen mit dem Herrn?

...falls ich jetzt nicht alles geschriebene erfassen konnte, verzeiht mir.
könnte diese punkte jemand kurz nach seiner sichtweise zusammenfassen?

weiterführende fragen könnten später detailliert besprochen werden.
- Gott ist ein persönlicher Gott -
Man kann Gott nur erfahren, wenn man ihn sucht!
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Re: Wie wird es im 1000-jährigen Reich sein?

Beitragvon Habatom » Mo 26. Aug 2019, 19:19

Ich habe noch nicht alles in den Propheten dazu gelesen..

aber mal so aus dem Stegreif zu deinen Fragen ein paar Antworten, die gerne erweitert oder korrigiert werden dürfen:

Daniel_8 hat geschrieben:
1. wer lebt im TJR auf der Erde?
2. werden noch Menschen zum Herrn finden?
3. Über was genau richten wir Gläubigen mit dem Herrn?



1.
Beginnen tut es (meiner gegenwärtigen Kenntnis nach) dort, wo nach den letzten 7 Jahren der Herrschaft unter dem Antichristen dann Jesus mit einer bestimmten Anzahl von Märtyrern und Heiligen, die in diesen letzten 7 Jahren - und vielleicht auch schon die Jahrhunderte davor noch - bis Abel - ihr Leben gelassen haben. Und hier eine 1. Auferstehung erleben. Leben tun dann auf der Erde all die Menschen, die bislang im System unter dem letzten Weltherrscher dann gelitten haben und nun für 1000 Jahre von der Macht des Satans befreit werden. Eine Zeit, wo der jüngste unter den Menschen schon mindestens erst mit 100 Jahren stirbt. Eine Zeit des Friedens -- wie es zuvor aber auch der Antichrist in den ersten 3,5 Jahren der letzten 7 Jahre aufrichtet - bevor seine Herrschaft in den zweiten 3,5 Jahren zu einer Schreckensherrschaft umkippt.

Daniel spricht hier von einer Zeit, wo die Kraft des heiligen Volkes (der Gemeinde) mehr und mehr abnimmt. Was sehr gut in die heutige Zeit passt. Wenn ich den Verfall der Frömmigkeit betrachte. Auch in christlichen Gemeinden. Wo oft mehr Schein als Sein vorherrschen.

2.
Im tausendjährigen Friedensreich unter der Herrschaft von Christus braucht dann keiner zum Herrn finden, weil ja alle dann wissen und erleben, wer der Herr ist.

3.
Zu dieser Frage gibt es wohl viele Antworten.
In Psalm 149 wird einiges genannt.
Ansonsten richtet man als Christ im Augenblick niemand. Weil wir - aus meiner Sicht gesehen - noch nicht im 1000 jährigen Reich leben. Und auch dort wird nicht gerichtet. Da wird geherrscht.

Nach den 1000 Jahren - wobei ich nicht weiß inwieweit man diese 1000 Jahre und die letzten 7 Jahre wörtlich nehmen kann/muss - wird der Teufel dann noch mal freigelassen Menschen zu verführen. Bis er dann endgültig besiegt/fortgetan wird. Zum jüngsten Gericht hin.

Das wäre eine vorsichtige Deutung --- aber ich denke...das es vielleicht auch noch ganz anders sein kann....
wir werden sehen.
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Re: Wie wird es im 1000-jährigen Reich sein?

Beitragvon Habatom » Di 27. Aug 2019, 20:42

Ich will mal anhand des Buches Jesaja ein paar Gedanken zum 1000 jährigen Reich äußern.

Aus Wikipedia:

Jesaja (auch Isaias; hebräisch יְשַׁעְיָהוּ Jəšaʿjā́hû; griechisch Ἠσαΐας Ēsaḯas) war der erste große Schriftprophet des Tanach.

Er wirkte zwischen 740 und 701 v. Chr. im damaligen Südreich Juda und verkündete diesem wie auch dem Nordreich Israel und dem anrückenden Großreich Assyrien JHWHs Gericht. Er verhieß den Israeliten aber auch eine endzeitliche Wende zu universalem Frieden, Gerechtigkeit und Heil und erstmals einen zukünftigen Messias als gerechten Richter und Retter der Armen.


Über 66 Kapitel wird ziemlich ausführlich - übergreifend auf verschiedene Geschichtsepochen - vieles wiederholt sich in der Geschichte - dann in abgewandelter Form in Zukunft - über Israel - über das Volk Gottes insgesamt (bestehend hier aus Juden und später dann auch mit aus Christen, als Söhne/Töchter der Verheißung - nach Isaak kommend/abstammend - den Sohn der Verheißung) berichtet, in ihren verschiedenen Auseinandersetzungen mit umliegenden und angreifenden heidnischen Völkern.

Das Buch beginnt mit Jesaja 1,
1 Dies ist das Gesicht, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem zur Zeit des Usija, Jotam, Ahas und Hiskia, der Könige von Juda.

2 Höret, ihr Himmel, und Erde, nimm zu Ohren, denn der HERR redet: Ich habe Kinder großgezogen und hochgebracht, und sie sind von mir abgefallen!


Alles weitere zeugt dann von Gottes Wirken in der Geschichte mit seinem Volk, wie er diesen Zustand (abgefallen) ändern tut.

Endet in Jesaja 66,
22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der HERR, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben.
23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.
24 Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname derer, die von mir abtrünnig waren; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen, und sie werden allem Fleisch ein Gräuel sein.


Nun aber zu Jesaja 11, - die ersten 3 ein halb Verse

1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.
2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
3 Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN........

Für mich ein Hinweis auf Jesus Christus - sein Wirken vor 2000 Jahren auf Erden..
aber auch ein Verweis auf den Messias..der da noch kommt

Jesus hat zu Lebzeiten vor 2000 Jahren nicht Gericht geübt...
Jetzt kommt aus meiner Sicht ein Sprung - so wie wir einen Sprung haben in den folgenden Verse, die Jesus selbst einst in einer Synagoge vorlas:

Jesaja 61,
1 Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen;
2 zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN


Bis hierhin die Erfüllung zu Lebzeiten Jesu... samt der Zeit der Gemeinde bis heute..
dann aber, der Tag der Rache:

und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden,
3 zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des HERRN«, ihm zum Preise.
4 Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben.
5 Fremde werden hintreten und eure Herden weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein.
6 Ihr aber sollt Priester des HERRN heißen, und man wird euch Diener unsres Gottes nennen. Ihr werdet der Völker Güter essen und euch ihrer Herrlichkeit rühmen.
7 Dafür, dass ihr doppelte Schmach trugt, und für die Schande sollen sie über ihren Anteil fröhlich sein. Denn sie sollen das Doppelte besitzen in ihrem Lande. Sie sollen ewige Freude haben.


Vers 6 und 7 verweist auf eine Gruppe von Gläubigen im 1000 jährigen Reich (so weit ich mir dies gerade vorstelle..)


weiter in Jesaja 11,
zweiter Teil Vers 3

3 ....... -Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören,

das galt jetzt schon zwar prinzipiell zu Jesu Zeiten auch - Jesus hat hier aber noch gar nicht gerichtet vor 2000 Jahren..

4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.


das hatten wir bislang noch nicht...

5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften.

Vers 5 verweist auf eine Erscheinung Jesu, wie sie uns auch in der Offenbarung des Johannes in Kapitel 1 vor Augen gehalten wird - Jesus als Herrscher..

Offenbarung 1,
12 Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter
13 und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel.
14 Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme
15 und seine Füße gleich Golderz, wie im Ofen durch Feuer gehärtet, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen;
16 und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht.


Das ist nicht mehr das Lamm - das ist dann der Löwe - der König, der Herrscher -


Jesaja 11,
6 Da wird der Wolf beim Lamm wohnen und der Panther beim Böcklein lagern. Kalb und Löwe werden miteinander grasen, und ein kleiner Knabe wird sie leiten.

als Folge von Vers 3-5 ...
Der Wolf sinnbildlich als der Feind der Israeliten (der Schafe/Kinder Gottes) der sie immer wieder bedroht und aufgerieben hat, dort wo sich der Teufel durch falsche Propheten auch als Engel des Lichtes verstellt hat und viele verführt hat

Mt 7,15 Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.

Diese werden dann von der Wahrheit überzeugt worden sein und bei denen wohnen, die sonst als Lämmer im Bausche des Gewandes des guten Hirten noch getragen wurden... von dessen Verführern gesagt wurde, das es besser für sie wäre, mit einem Mühlstein im tiefsten Meer versenkt zu werden...als diese für alle fremden Lehren anfälligsten Geschöpfe in ihrem kindlichen Vertrauen .. zu verführen.

Wie ein Panther - das Bild taucht in der Offenbarung auf und ist in Jesus Sirach (Apogryphen) ein Sinnbild für die Zunge, die Unheil anrichtet - das zerstörerische großtuerische Wort... womit einer den anderen zu Fall bringen kann..

Offb 13,2 Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Panther und seine Füße wie Bärenfüße und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht.

Kalb ist einerseits ein Opfertier. Und auch zum Festessen gedacht. Es wird dann aber auch vom goldenen Kalb gesprochen. Dem Reichtum, dem gehuldigt wird. Und der Löwe - der dieses verzehrt. Der Löwe ist dann aber auch sinnbildlich für den Teufel zu sehen.

1Petr 5,8 Seid nüchtern und wacht; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge.

Aber auch für einen Herrscher/König. Und hier fällt mir noch Nebukadnezar aus dem Buch Daniel ein, von dem es hieß (zu seiner Demütigung):

Daniel 4,
22 Man wird dich aus der Gemeinschaft der Menschen verstoßen, und du musst bei den Tieren des Feldes bleiben, und man wird dich Kraut fressen lassen wie die Rinder


ich springe mal zu Vers 10 aus Jesaja 11,

10 Und es wird geschehen zu der Zeit, dass die Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Völker fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.
11 Und der Herr wird zu der Zeit zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, dass er den Rest seines Volks loskaufe, der übrig geblieben ist in Assur, Ägypten, Patros, Kusch, Elam, Schinar, Hamat und auf den Inseln des Meeres.

Das erste Mal hat er uns Christen aus den Heiden losgekauft. Als wilde Zweige in den Ölbaum Israel eingepropft. Die Juden - die in der Masse zu Jesu Zeiten Jesus als Messias ablehnten - beiseite genommen, auf das dann den Heiden das Evangelium eröffnet wurde, und die Kindschaft Gottes angeboten wurde.

Das zweite Mal hier wird er den - dann noch vorhandenen Rest - seines Volkes loskaufen..

Römer 11,
25 Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird;
26 und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: "Es wird aus Zion der Retter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden;
27 und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde."
28 Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen.


vielleicht soweit erstmal..

einen schönen Abend noch,
habatom
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