Zoologie der Bibel IV

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Florian T » Fr 17. Jan 2003, 15:10

Hallo zusammen,

kann mir jemand sagen, wie der Anblick von Stöcken verschiedener Farben zu entsprechender Nachkommenschaft führen kann?

Florian

1. Moses 30,37: Und Jakob nahm frische Stäbe von Pappeln, Mandelbäumen und Platanen und schälte weiße Streifen daran aus, so daß an den Stäben das Weiße bloß wurde, 38und legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, wo die Herden hinkommen mußten zu trinken, daß sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen. 39So empfingen die Herden über den Stäben und brachten Sprenklige, Gefleckte und Bunte. 40Da sonderte Jakob die Lämmer aus und machte sich eigene Herden; die tat er nicht zu den Herden Labans. 41Wenn aber die Brunstzeit der kräftigen Tiere war, legte er die Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie über den Stäben empfingen. 42Aber wenn die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hinein.
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon bigbird » Sa 18. Jan 2003, 13:14

Das ist ganz einfach:
Wenn Gott das will, dann wirkt es so! In diesem speziellen Fall wollte Gott das - also!

bb
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Ainu Elfe » Sa 18. Jan 2003, 15:36

Hallo zusammen,

also ich glaub mit einem Gott hat das alles gar nichts zu tun, sondern mit Aberglaube. Dass man mit solchen Stöcken entsprechenden Nachwuchs erzeugen könne, bläst doch ins gleiche Horn, wie der mittelalterliche Glaube, dass eine Frau, je nachdem welche Nahrungsmittel sie zu sich nehme, einen Sohn oder eine Tochter gebären würde.

grüsse Ainu
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon bigbird » Sa 18. Jan 2003, 15:51

Hallo Ainu

Es hat schon mit Gott zu tun. Mit dem Gott, der auch genannt wurde: Der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs! Jakob war einer der Segensträger Gottes, das ganze Volk Israel entstammt aus ihm. Gott wollte, dass er reich sei, dass er gesegnet sei.
Wobei Segen und Reichtum nicht in der Bibel nicht immer gleich gesetzt wird ...

Im gleichen Kapitel findest du ein Beispiel, wie ein Zauber nichts nützte, weil es eben nicht Gottes Weg war: Verse 14 ff - erst viel später, als Gott es als gut befand - bekam Rahel ihr erstes Kind. Und nicht aufgrund eines Zaubers, sondern: Da endlich erhörte Gott ihre Gebete ...!"

Liebe Grüsse, bigbird
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Florian T » Mo 20. Jan 2003, 09:21

Hallo bb,

seltsam, dass Gott ein "Wunder" bewirkt, das so exakt dem Aberglauben eines nomadischen Volkes entsprach, oder?

:D

Florian
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon ThomasMillack » Di 21. Jan 2003, 21:28

Hallo Florian
Original von Florian T
seltsam, dass Gott ein "Wunder" bewirkt, das so exakt dem Aberglauben eines nomadischen Volkes entsprach, oder?

Das zeigt doch nur, wie liebevoll Gott ist. Er lässt Jakob in seinem Aberglauben und unterstützt ihn, um ihn zu stärken. In diesem Tun ist dies aber eine einzelne Tat und keine zoologische Lehre der Bibel.

Es gibt ein ähnliches Ereignis im NT, die Geschichte der blutflüssigen Frau (Mt 9,20 ff). Die Heilung erfolgt exakt in einem Stil, die dem damaligen Aberglauben entsprach und die heute von den meisten Christen als böse Zauberei verurteilt werden würde.

Gruss
Thomas
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Shadow » Mi 22. Jan 2003, 08:26

Thomas: Er lässt ihn aus lauter Liebe an seinem Aberglauben festhalten? Warum lässt er dann alle anderen Religiösen nicht an ihrem "Aberglauben" festhalten, sondern verwehrt ihnen sogar den Eintritt in das Paradies?
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Scheinen mir doch nur scheinheilig zu sein
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon osterhaas » Do 23. Jan 2003, 08:46

Er lässt ihn aus lauter Liebe an seinem Aberglauben festhalten?


Ich glaube nicht, dass Gott aus Liebe jmd. an einem Aberglauben festhalten lässt..

..Denn Aberglaube ist bekanntlich ja die Bezeichnung für den Glauben an Kräfte, Wirkungen, Zusammenhänge bzw. Tatbestände, die den allgemeinen Erkenntnissen, Naturgesetzen oder Überzeugungen widersprechen (Parapsychologie), mit der Folge von Verhaltensweisen, die sich an den abergläubischen Überzeugungen ausrichten.

Im Spätmittelhochdeutsch wurde es als falsch, gegen, und verkehrt angesehen, da es ursprünglich aus kirchlicher Sicht eine abwertende Bezeichnung für von der christlichen Glaubenslehre abweichende ( vorchristliche ) Glaubensinhalte war.

..somit Aberglaube in Gottes Augen ein Gräuel ist und mit dem wahren Glauben nichts zu tun hat. Denn er möchte, dass wir IHM allein vertrauen und nicht auf irgendwelche andere Dinge.

Womit auch deine Frage, shadow, beantwortet wäre:

Warum lässt er dann alle anderen Religiösen nicht an ihrem "Aberglauben" festhalten, sondern verwehrt ihnen sogar den Eintritt in das Paradies?


Weil Sie auf selbstgemachte Götzen etc vertrauen und IHN ablehnen.. :( lg
Das Herz, das gelernt hat, mit Christus zu sterben, wird mit Ihm auferstanden sein, und alle Nachstellungen der Welt können den hohen Freudenton heiligen Jubels nicht zum Schweigen bringen, der in der Seele aufbricht, die eine Wohnung des Hlg.Geistes geworden ist!
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Rombus » Mi 19. Feb 2003, 09:00

@ osterhaas ;-)

..Denn Aberglaube ist bekanntlich ja die Bezeichnung für den Glauben an Kräfte, Wirkungen, Zusammenhänge bzw. Tatbestände, die den allgemeinen Erkenntnissen, Naturgesetzen oder Überzeugungen widersprechen (Parapsychologie), mit der Folge von Verhaltensweisen, die sich an den abergläubischen Überzeugungen ausrichten.

Wenn man bezug auf diese Aussage nimmt, wo besteht dann der Unterschied zwischen Religion und Aberglaube? :roll:
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Re: Zoologie der Bibel IV

Beitragvon Nataraja » Fr 21. Feb 2003, 18:36

Warum tut dieser Gott dann heute soetwas nicht mehr? Also mit baumstöcken und so ganze Herden machen lassen!
Wo war Gott in Ausschwitz oder in Hiroshima?
Warum macht dieser Gott das nicht in Gegenden, wo es soviel Hunger gibt, und Menschen elendig sterben? macht er das dort nicht, weil diese Menschen nicht zu seinem Club gehören - keine Christen sind?
Und zum Schluß noch: Die Bibel ist fern ein jeden korrekten Beschreibung der Welt, und somit fern ein jeden wissenschaftlichen Sicht der Dinge. Somit ist eine biblische Zoologie auch ein Witz!
Und lieber Osterhaas behaupte nicht, daß alle anderen außer den Christen selbsgemachte Götzen verehren und IHN (den Judengott) ablehnen.
Ich gehöre zu einer anderen Religion, ich sehe im Judengott das was er ist, nämlich ein Deva, ein mächtiges hohes Geistwesen, aber nicht die Höchste Person Gottes. Mein Gott ist weder selbstgemacht, noch ein Götze. Lass solche Fehlmeldungen einfach. Danke!

Gruß

Nataraja
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(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
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