Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon jpm » Do 23. Feb 2017, 22:25

Hallo zusammen,

ich habe heute angefangen, die Stelle in 2. Korinther 2, 14 ff. angefangen zu studieren. Hier ist der Bibeltext verlinkt.

Und gleich im ersten Vers (Vers 14) durfte ich entdecken, wie tiefgründig das Wort Gottes ist und wie viel man allein aus einem Satz herausziehen kann. Bei zwei Punkte bin ich aber heute auf noch keine schllüssigen Gedanken gestoßen:

Gott aber <sei> Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!


  1. Warum verwendet Paulus den Namen "Gott" und spricht nicht vom "Vater", "Schöpfer", etc.? Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.

  1. Wenn Paulus von "uns" spricht, meint er dann alle Gläubigen, Titus und ihn, alle Apostel?

Ich bedanke mich bereits jetzt ganz herzlich für Eure Hilfe! Wahrscheinlich werde ich auch in den kommenden Tagen auf noch weitere Fragezeichen stoßen, wenn ich die darauf folgenden Verse studiere. Auch hier wäre ich um die Gedanken erfahrenener Geschwister im Wort sehr dankbar.

Habt eine gesegnete Nacht.
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon toemu » Fr 24. Feb 2017, 11:17

Hallo jpm,

willkommen im Forum.
Ich sehe es so.
Mit Gott (gr theos) meint er Gott den Vater.
Er unterscheidet ja im Vers 14 Gott und in Christo, d.h. den Vater und den Sohn.
Im Vers 1.3 hat Paulus das ausgeschrieben; in 2.14 wiederholt er nur Gott.

"der uns im Triumphzuge umherführt ..."
Aus meiner Sicht sind mit "uns" die Apostel, die das Wort verkünden, gemeint.
Also mindestens Paulus und Timotheus (siehe Briefanfang) oder vielleicht auch alle 12 Aposten und Helfer.
jpm hat geschrieben:Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.

Ich habe bis jetzt keinen Unterschied gemacht/gesehen.
Wo siehst Du einen Unterschied in der Gesamtbedeutung ?

LG
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon jpm » Fr 24. Feb 2017, 13:22

Hallo Tömu,

lieben Dank für Deinem Antwort mit Deinem Verständnis der Stelle. Sie hat mir gut weitergeholfen.

toemu hat geschrieben:
jpm hat geschrieben:Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.

Ich habe bis jetzt keinen Unterschied gemacht/gesehen.
Wo siehst Du einen Unterschied in der Gesamtbedeutung ?


Also ich habe das mit „Jesus“ und „Christus“ bisher so verstanden, dass je nach Verwendung des Namens, dieser eine unterschiedliche Bedeutung hat:

  • Jesus ist der irdisch-menschliche Name des Sohnes Gottes, der bedeutet „Der Herr ist Heil/Rettung“. Gott gibt seinem Sohn den Namen Jesus, um damit auszusagen, dass er in diesem Namen Verlorene retten und Sünder selig machen will (z.B.: Lukas 1,31; 4,18 oder 1. Timotheus 1,15).

  • Christus ist der himmlisch-göttliche Name des Sohnes Gottes, der „Gesalbter“ bedeutet. Er ist von seinem Vater mit dem Heiligen Geist zu einem ewigen Priester, König und Prophet gesalbt (z. B.: Johannes 1,41 oder Apostelgeschichte 2,36).

  • Je nach Verwendung soll - so dachte ich bisher - eher die irdisch-menschliche Seite des Sohnes Gottes oder die himmlisch-göttliche Seite betont werden. In Verbindung ist der Doppelname „Jesus Christus“ dann das kürzeste Bekenntnis der Christenheit, indem er aussagt, dass Jesus von Nazareth in seiner Person der verheißene Christus ist.

Wenn die Unterscheidung zu weit geht, dann korrigiert mich gerne. Ich lerne immer gerne dazu, wenn es darum geht, die wunderbaren Wahrheiten der Bibel zu entdeken.

In diesem Sinne... Ich freue mich über weitere Antworten!
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon POW » Fr 24. Feb 2017, 16:25

jpm hat geschrieben:Hallo Tömu,

lieben Dank für Deinem Antwort mit Deinem Verständnis der Stelle. Sie hat mir gut weitergeholfen.

toemu hat geschrieben:
jpm hat geschrieben:Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.

Ich habe bis jetzt keinen Unterschied gemacht/gesehen.
Wo siehst Du einen Unterschied in der Gesamtbedeutung ?


Also ich habe das mit „Jesus“ und „Christus“ bisher so verstanden, dass je nach Verwendung des Namens, dieser eine unterschiedliche Bedeutung hat:

  • Christus ist der himmlisch-göttliche Name des Sohnes Gottes, der „Gesalbter“ bedeutet. Er ist von seinem Vater mit dem Heiligen Geist zu einem ewigen Priester, König und Prophet gesalbt (z. B.: Johannes 1,41 oder Apostelgeschichte 2,36).

Wenn die Unterscheidung zu weit geht, dann korrigiert mich gerne. Ich lerne immer gerne dazu, wenn es darum geht, die wunderbaren Wahrheiten der Bibel zu entdeken.

In diesem Sinne... Ich freue mich über weitere Antworten!


Ich weiß, es ist ein immer recht kontroverses Thema, für viele Christen auch eine provokative Thematik, aber nach den alttestamentarischen Vorgaben, die der Gesalbte, der Messias zu erfüllen hat, um als Messias anerkannt zu werden, kurz gesagt: nach den biblischen Texten und Gottes Vorgaben ist Jesus daraufhin defintiv nicht der Messias.
Da helfen auch Kontextkeulen, abenteuerliche Umdeutungsmuster und krümmende Theologien nichts, der biblische Bezugstext ist da eindeutig.
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon Lee » Fr 24. Feb 2017, 17:07

Ich weiß, es ist ein immer recht kontroverses Thema, für viele Christen auch eine provokative Thematik, aber nach den alttestamentarischen Vorgaben, die der Gesalbte, der Messias zu erfüllen hat, um als Messias anerkannt zu werden, kurz gesagt: nach den biblischen Texten und Gottes Vorgaben ist Jesus daraufhin defintiv nicht der Messias.
Da helfen auch Kontextkeulen, abenteuerliche Umdeutungsmuster und krümmende Theologien nichts, der biblische Bezugstext ist da eindeutig.

Von ein Bibeltext auf die ganze Bibel zu schließen ist schon mehr als Abenteuerlich um es noch ganz nett auszudrücken! Wo der biblische Kontext nicht mehr beachtet wird ist der Weg der zu falsche Auslegungen die bis Sonderlehren führt oft sehr kurz. :!:
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon jesher » Fr 24. Feb 2017, 17:47

POW hat geschrieben:Da helfen auch Kontextkeulen, abenteuerliche Umdeutungsmuster und krümmende Theologien nichts, der biblische Bezugstext ist da eindeutig.
Liest sich, als ob jemand jede Debatte von vornherein ausschließen möchte.

Im Grunde kann man auch einfach das Gegenteil behaupten und hätte die gleiche Aussagekraft.

sonnige grüße,
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon POW » Fr 24. Feb 2017, 19:00

jesher hat geschrieben:
POW hat geschrieben:Da helfen auch Kontextkeulen, abenteuerliche Umdeutungsmuster und krümmende Theologien nichts, der biblische Bezugstext ist da eindeutig.
Liest sich, als ob jemand jede Debatte von vornherein ausschließen möchte.

Im Grunde kann man auch einfach das Gegenteil behaupten und hätte die gleiche Aussagekraft.

sonnige grüße,
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Die Bibel, ein unauslotbares Weltenbuch, ist diese nicht auch der Atem und der Pulsschlag Gottes, immer noch?
Sie ist was sie ist, die Bibel ist noch niemals des Menschen williger Untertan gewesen, auch nicht der verschiedensten Theologien eifriger Diener, und an ihr zerbricht so manches Dogma, vorausgesetzt, man liest das Wort ohne konfessionelle oder sektiererische Schere im Kopf.
Wenn die Bibel die Wahrheit ist, dann wird an der Bibel auch die Wahrheit zu messen sein, trotz Lehrämter und vorgeschriebenen Wortwörtlichkeiten konfessioneller Generalstäbler, trotz anmaßender Deutungshoheit und sich selbst zugemessenen Expertentums wirkt die Bibel in sich Gottes weisen Ratschluss als Wort, das den Menschen Leben schenkt, immer noch.

Es steht dir also frei, im AT nachzuforschen, ob ich die Wahrheit schrieb, oder auch nicht.
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon Lee » Fr 24. Feb 2017, 20:37

Pow hat geschrieben:Die Bibel, ein unauslotbares Weltenbuch, ist diese nicht auch der Atem und der Pulsschlag Gottes, immer noch?
Sie ist was sie ist, die Bibel ist noch niemals des Menschen williger Untertan gewesen, auch nicht der verschiedensten Theologien eifriger Diener, und an ihr zerbricht so manches Dogma, vorausgesetzt, man liest das Wort ohne konfessionelle oder sektiererische Schere im Kopf.
Wenn die Bibel die Wahrheit ist, dann wird an der Bibel auch die Wahrheit zu messen sein, trotz Lehrämter und vorgeschriebenen Wortwörtlichkeiten konfessioneller Generalstäbler, trotz anmaßender Deutungshoheit und sich selbst zugemessenen Expertentums wirkt die Bibel in sich Gottes weisen Ratschluss als Wort, das den Menschen Leben schenkt, immer noch.

Es steht dir also frei, im AT nachzuforschen, ob ich die Wahrheit schrieb, oder auch nicht.

Nun mal Butter bei den Fischen POW: nach welchen Maßstäben interpretierst Du den die Bibel? Dein Beitag liest sich für mich wie eine Mischung aus esoterischen und gnostischen Elementen, die gemischt sind mit einer großen Zorn auf alles was für dich nur irgendwie nach Gemeinde oder Kirche aussieht?
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon jpm » Sa 25. Feb 2017, 11:20

Hallo POW,

auch wenn es das Thema „Jesus Christus als Messias" nicht im direkten Zusammenhang mit der Stelle aus 2. Korinther 14 ff. steht, so ist es mir wichtig, doch noch einige Zeilen dazu Stellung zu nehmen. Denn ich fände es sehr schade, wenn die Aussage, dass die alttestamentliche Salbung nichts mit Jesus Christus als den Gesalbten zu tun hat, hier so unkommentiert stehen bleibt.

Und soviel vorweg: Ich bin weder in der katholischen noch evangelischen Kirche, weder Priester/Pfarrer noch Religionslehrer. Ganz im Gegenteil ich bin begeistert vom Inhalt der Bibel und das ganz ohne „konfessionellen oder sektiererischen" Hintergrund.

POW hat geschrieben:Ich weiß, es ist ein immer recht kontroverses Thema, für viele Christen auch eine provokative Thematik, aber nach den alttestamentarischen Vorgaben, die der Gesalbte, der Messias zu erfüllen hat, um als Messias anerkannt zu werden, kurz gesagt: nach den biblischen Texten und Gottes Vorgaben ist Jesus daraufhin defintiv nicht der Messias.
Da helfen auch Kontextkeulen, abenteuerliche Umdeutungsmuster und krümmende Theologien nichts, der biblische Bezugstext ist da eindeutig.


POW hat geschrieben:Sie ist was sie ist, die Bibel ist noch niemals des Menschen williger Untertan gewesen, auch nicht der verschiedensten Theologien eifriger Diener, und an ihr zerbricht so manches Dogma, vorausgesetzt, man liest das Wort ohne konfessionelle oder sektiererische Schere im Kopf.
Wenn die Bibel die Wahrheit ist, dann wird an der Bibel auch die Wahrheit zu messen sein, trotz Lehrämter und vorgeschriebenen Wortwörtlichkeiten konfessioneller Generalstäbler, trotz anmaßender Deutungshoheit und sich selbst zugemessenen Expertentums wirkt die Bibel in sich Gottes weisen Ratschluss als Wort, das den Menschen Leben schenkt, immer noch.

Es steht dir also frei, im AT nachzuforschen, ob ich die Wahrheit schrieb, oder auch nicht.


Ich forsche gerne nach:
Im Folgenden versuche ich die sowohl alttestamentlich als auch neutestamentlich die vollumfänglich übereinstimmenden Aussagen zu Jesus Christus als Gesalbten nach den alttestamentlichen Prophezeiungen Schritt für Schritt darzustellen:


Zu den Begrifflichkeiten „Christus“ und „Messias“:
„Christos“ ist die griechische Übersetzung des hebräischen „maschiach“ (griechisch umschrieben als „Messias“) und bedeutet „der Gesalbte“ (vgl. Daniel 9,25; Psalm 2,2). Es ist der Titel des im alten Testaments vielfach verheißenen, von Gott gesalbten göttlichen Königs und Retters.


Zur „Salbung“:
Es gab damals die Salbung, die einen Menschen für eine bestimmte Aufgabe weihte. Diese Salbung wurde Propheten, Königen und Priestern zuteil. Das heißt:

  • Salbung zum Propheten: Elia wurde von Gott angewiesen, Elisa zu seinem Nachfolger zu salben (1. Könige 19,15.16)

  • Salbung zum Priester: Aaron und die ihm als Hohepriester folgten wurden mit dem heiligen Salböl gesalbt (2. Mose 28, 41; 30,30; 3. Mose 8,12.30)

  • Salbung zum König: Saul (1. Samuel 9, 16), David (1. Samuel 16,1; 2. Samuel 2,7), Salomo (1. Könige 1,34), Hasael von Syrien (1. Könige 19,15), Jehu (1. Könige 19,16), Joas (2. Könige 11, 12) empfingen die Salbung zum König.

Das Salben bedeutet Berufung und Zubereitung für eine besondere Aufgabe im Dienst Gottes. Mit der Salbung kann die Gabe des Geistes Gottes in Zusammenhang stehen (vgl. 1. Samuel 10,1.6; 16,13). Jesaja spricht von seiner Geistbegabung geradezu als einer Salbung durch Gott (Jesaja 61,1). Diese Stelle bezieht Jesus in Lukas 4, 18 auf sich. Er ist der Christus (= der Messias = der Gesalbte) und zwar ist er durch den Heiligen Geist zum Propheten, Priester und König gesalbt worden (Lukas 44, 18; Apostelgesichte 4, 27; 10, 38; Hebräer 1,9).


Zu Jesus Christus als „Messias“ im Sinne der Prophezeiungen des Alten Testaments:
Propheten (vor allem Jesaja) weissagen die Ankunft des Messias (vgl. Jesaja 9,5 f.; 53; Micha 5,1). In diesen Weissagungen wird fortgeführt, was bereits an und durch die Erzväter Mose und Bileam offenbart worden war (1. Mose 12,1.2; 49,10; 4. Mose 24,17; 5. Mose 18,15.18). Hier zeigt sich die Erwartung des Alten Testaments.

Die Verheißung und Erwartung des kommenden Erlösers hat ihre Erfüllung in Jesus Christus gefunden. Diese Erfüllung beginnt bei seiner Geburt und findet ihren Abschluss bei seiner Wiederkunft zur endgültigen Aufrichtung des Reiches Gottes. Jesu Anspruch, der Messias/der Christus Gottes zu sein, wird offenbar bei der Verkündigung des Engels an Maria (Lukas 1,31-33), im Selbstzeugnis Jesu vor Kaiphas und dem Hohen Rat (Matthäus 26, 63.64) und in der Erkenntnis der Jünger (Johannes 1,41; Matthäus 16,16).


So viel zum Thema „Jesus Christus als Mesias" von meiner Seite. Ich würde mich sehr über weitere Antworten zur Stelle im 2. Korinther 2,14 freuen.

Einen gesegneten Samstag!
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon kingschild » Sa 25. Feb 2017, 17:25

jpm hat geschrieben:

  1. Warum verwendet Paulus den Namen "Gott" und spricht nicht vom "Vater", "Schöpfer", etc.? Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.


Hallo jpm

Ich denke wir können vor lauter Übersetzungen gar nicht wissen welchen Namen er eins zu eins verwendete. Da wir aber im Kontext wissen das Paulus ein streng gläubiger und im Judentum gebildeter Mann war so ist es selbstverständlich das er wohl den Namen Gott mit der nötigen Einschränkung verwendete, so das eben kein Missbrauch des Namen Gottes durch seine Aussagen hätten passieren können.

Wenn also in unseren heuten Übersetzung Gott steht, so nimmt er damit eben den Bezug auf das erste Gebot in dem in vielen unserer Übersetzungen heute eben Gott steht:

2.Mose 20.2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. (Schlachter)


2.Mose 20.2 Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft. (Elberfelder)

2. Mose 20.2 "Ich bin Jahwe, dein Gott! Ich habe dich aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit.

Alle drei Übersetzungen geben im Korintherbrief nur Gott sei Dank wieder. Paulus musste im Brief den Korihntern nicht mehr genau erklären an welchen Gott er glaubte und somit erachtete er oder eben die Übersetzer es als gegeben an.


  1. Wenn Paulus von "uns" spricht, meint er dann alle Gläubigen, Titus und ihn, alle Apostel?


Damit ist jeder Nachfolger Christi gemeint der eben ein lebendiges Zeugnis ist, zur Ehre Gottes auch wenn der Brief an die Gemeinde zu Korinth war und er die Eigenschaften dieser am Ende noch nennt:

2 Kor. 2.17 Denn viele verbreiten die Botschaft von Gott wie solche, die Handel treiben. Wir jedoch predigen völlig aufrichtig. Wir reden - als ob unsere Worte aus Gott selbst kämen - in der Verantwortung vor Gott und in der Kraft von Christus.

Damit ist hier im Brief explizit diejenigen gemeint die in dieser Vollmacht predigten aber wenn ich Paulus richtig verstehe wusste er ja, das dieses Werk weitergehen würde und diese Vollmacht über seine Zeit hinaus gehen würde.

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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon jpm » Mo 27. Feb 2017, 16:38

Hallo Kingschild

vielen Dank für Deine Antwort!

kingschild hat geschrieben:
jpm hat geschrieben:
  1. Warum verwendet Paulus den Namen "Gott" und spricht nicht vom "Vater", "Schöpfer", etc.? Bei unseren Herrn Jesus Christus macht es in der Gesamtbedeutung ja auch einen Unterschied, ob nur "Jesus"/"Christus"/"Sohn Gottes"/"Herr"/etc. dasteht.


Ich denke wir können vor lauter Übersetzungen gar nicht wissen welchen Namen er eins zu eins verwendete. Da wir aber im Kontext wissen das Paulus ein streng gläubiger und im Judentum gebildeter Mann war so ist es selbstverständlich das er wohl den Namen Gott mit der nötigen Einschränkung verwendete, so das eben kein Missbrauch des Namen Gottes durch seine Aussagen hätten passieren können.

Wenn also in unseren heuten Übersetzung Gott steht, so nimmt er damit eben den Bezug auf das erste Gebot in dem in vielen unserer Übersetzungen heute eben Gott steht:

2.Mose 20.2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe. (Schlachter)


2.Mose 20.2 Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, aus dem Hause der Knechtschaft. (Elberfelder)

2. Mose 20.2 "Ich bin Jahwe, dein Gott! Ich habe dich aus dem Sklavenhaus Ägyptens befreit.

Alle drei Übersetzungen geben im Korintherbrief nur Gott sei Dank wieder. Paulus musste im Brief den Korihntern nicht mehr genau erklären an welchen Gott er glaubte und somit erachtete er oder eben die Übersetzer es als gegeben an.


Ich muss zugeben, meine Frage war sehr ungenau formuliert. Ich wollte mir dieser auf keinen Fall in Frage stellen, ob Paulus einen anderen Gott, wie den aus dem Alten Testament meinte.

Mir kam nur der Gedanke, ob es einen Unterschied in der Gesamtbedeutung des Verses macht, wenn wir vom "Vater" oder "Schöpfer" oder eben von "Gott" lesen. Auf diesen Gedanke kam ich eben, da nach meinem bisherigen Verständnis ja bei der Verwendung der Namen "Jesus" und "Christus" auch unterschiedliche Schwerpunkte in der Aussage gelegt werden, auch wenn beide Namen unseren Herrn implizieren, welcher am Kreuz von Golgatha für unsere Sünden gestorben ist.


kingschild hat geschrieben:
jpm hat geschrieben:
  1. Wenn Paulus von "uns" spricht, meint er dann alle Gläubigen, Titus und ihn, alle Apostel?


Damit ist jeder Nachfolger Christi gemeint der eben ein lebendiges Zeugnis ist, zur Ehre Gottes auch wenn der Brief an die Gemeinde zu Korinth war und er die Eigenschaften dieser am Ende noch nennt:

2 Kor. 2.17 Denn viele verbreiten die Botschaft von Gott wie solche, die Handel treiben. Wir jedoch predigen völlig aufrichtig. Wir reden - als ob unsere Worte aus Gott selbst kämen - in der Verantwortung vor Gott und in der Kraft von Christus.

Damit ist hier im Brief explizit diejenigen gemeint die in dieser Vollmacht predigten aber wenn ich Paulus richtig verstehe wusste er ja, das dieses Werk weitergehen würde und diese Vollmacht über seine Zeit hinaus gehen würde.


Perfekt, vielen Dank. Ich habe die Stelle nämlich auch auf alle Gläubigen bezogen, welche den Herrn Jesus Christus als ihren Retter angenommen haben, war mir nur unsicher, ob diese Auslegung vertretbar ist.

In diesem Sinne nochmal vielen Dank!
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon kingschild » Mo 27. Feb 2017, 19:02

jpm hat geschrieben:
In diesem Sinne nochmal vielen Dank!


Gern geschehen jpm.

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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon Zippo » Sa 25. Mär 2017, 09:23

Halo zusammen,

POW schrieb:
Ich weiß, es ist ein immer recht kontroverses Thema, für viele Christen auch eine provokative Thematik, aber nach den alttestamentarischen Vorgaben, die der Gesalbte, der Messias zu erfüllen hat, um als Messias anerkannt zu werden, kurz gesagt: nach den biblischen Texten und Gottes Vorgaben ist Jesus daraufhin defintiv nicht der Messias.

Wer die Prophezeiungen , welche unseren Herrn Jesus Christus betreffen im AT mal im Zusammenhang gelesen hat, der wess, daß du nicht ganz Unrecht hast.
Jer 23, 5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird. 6 Zu seiner Zeit soll Juda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: »Der Herr ist unsere Gerechtigkeit«.

Zu einem Teil können wir erkennen, daß Prophetien exakt in Erfüllung gegangen sind . Der Herr Jesus Christus war dem Fleische nach der gesalbte König Israels aus dem Hause Davids. In Bethlehem geboren und für die Sünden seines Volkes hingerichtet , wie Jes 53 es sagt. Aber es ist schon klar, daß die Juden einen Messias nicht anerkennen, wenn er nicht auch das irdische Heil für Israel bringt und sie sicher in ihrem Lande wohnen läßt. Für sie hat der Messias Jesus versagt, wenigstens in dieser Hinsicht.
Irgendwie scheint die Prophetie eine Zeitlücke zu haben und wird möglicherweise erst fortgesetzt, wenn Gott mit seinem Volk Israel wieder arbeitet. POW, du darfst dich nicht davon iritieren lassen, daß der Kontext nicht komplett erfüllt ist. Zu einem Teil haben sich Prophetien schon erfüllt, wie man in den Evangelien lesen kann. Der zweite Teil erfüllt sich bei dem erneuten Erscheinen unseres Herrn Jesus Christus.

Liebe Grüsse Thomas
Zippo
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Re: Bibelstudium 2. Korinther 2, 14

Beitragvon Helmuth » Sa 25. Mär 2017, 11:22

Handelt der Thread nicht über 2 Korinther 2.14 ff? Die Diskussion verfängt sich üblicherweise in theologischem Standesdünkel. Ja, das ist menschlich.

Vielleicht werde ich etwas mehr auf göttliche Gerüche eingehen. Wenn man gerne kocht wie ich, so gehört das zu den wichtigsten Dingen, dass man den Geruch der Speisen und Zutaten kontrolliert. Und sie sind ein Wohlgeruch, wenn man es richtig macht. :D

Habt ihr euch schon einmal vorgestellt, dass uns das Schattenbild der Stiftshütte aus dem AT dazu ebenso viel lehren kann? Betrachten wir es als die Wohnung Gottes, also dem Wohnort, wo Gott wohnt. So als wäre es die eigene Wohnung, auf die man großen Wert legt hinsichtlich Reinlichkeit und Duft, der darin herrscht.

Gott hat hier ebenso seine eigenen präzisen Vorstellungen, nennen wir es göttliche Geschmacksrichtung:
2Mo 25, 40 hat geschrieben:Und achte sorgfältig darauf, dass du alles genau nach dem Vorbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!

In unserem Themenzusammenhang betrifft das insbesondere die exakte Herstellung von Geruchsstoffen. In 2 Mose 30 und 37 erfahren wir Dinge über Rezeptur und bestimmungsgemäßen Gebrauch. D.h. es soll für Gottes Nase ein ganz besonderer Geruch entstehen, der ausschließlich heiligsten Zwecken dient und nicht anders verwendet werden darf. Wie ernst Gott damit ist zeigt er uns mit folgenden Worten:
2Mo 30, 37-38 hat geschrieben:Und was das Räucherwerk betrifft, das du bereiten sollst, so sollt ihr in der gleichen Zusammensetzung für euch selbst keines machen, sondern es soll dir heilig sein für den HERRN. Wer es nachmacht, um daran zu riechen, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk!

Das sind recht unmissverständliche Worte. Und wir sehen hier bloß ein Schattenbild auf Christus hin.

Jetzt überlasse ich es gerne euch den geistlichen Bezug zu uns herzustellen, insbesondere auf 2 Kor. 2.14-15. Ihr werdet ihn finden, denn der Heilige Geist lehrt es uns. :]
Herzliche Grüße
Helmuth
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