fehlt was in der bibel???

Diskussion und Fragen zur Bibel

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fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Mo 13. Jan 2003, 08:44

hallo zusammen !

ich selber glaube daran, das die bibel wahr ist.

aber oft werde ich etwas gefragt, worauf ich keine richtige antwort finde.

die frage ist :

wie kann man genau wissen, das nichts in der bibel fehlt??

viele sagen, das man einmal eine schriftrolle wegnahm...

oder woher weiss man, das die bibel genau so passiert ist, wie es geschriben steht, und nicht eifach als beispiele das sind , wie man leben sollte ??

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon DrGanja » Mo 13. Jan 2003, 11:47

Wenn Sie für dich vollständig ist, dann ist Sie vollständig für dich.

Wenn du beginnst daran zu zweifeln, wird Sie früher oder später für dich unvollständig werden und du zweifelst mehr und mehr auf der Suche nach der "wahren Bibel".

Viele Leute verstehen halt nicht, dass Sie der Schöpfer der Welt sind, die sie fühlen.

Somit bist du auch der Schöpfer über deine vollständige oder unvollständige Bibel. Du kannst Sie betrachten, wie du willst. :)

Ich finde, sie ist unvollständig!
Wer bist du?

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon boll » Mo 13. Jan 2003, 12:00

Ich glaube an einen allmächtigen Gott. Und weshalb sollte es diesem Gott nicht möglich sein, dafür zu sorgen, dass das was ihm wichtig ist, auch in der Bibel erscheint?





Und was du von mir in Gegenwart vieler Zeugen gehört hast,
das vertraue treuen Menschen an, die tüchtig sein werden,
auch andere zu lehren!

(2. Tim. 2, 2)

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Wolfi » Mo 13. Jan 2003, 12:29

Es gibt Bücker, die sollte man in regelmässigen Abständen wieder mal zur Hand nehmen und nochmals neu lesen. Man würde jedes mal wieder neue Dinge darin lesen. So ein Buch stellt auch die Bibel für mich dar. Die Antwort auf Deine Frage ist von mir aus gesehen also ein klares NEIN! Die Bibel ist, wie sie nun mal ist. Aber: "Was fehlt mir heute, dass ich gewisse Dinge darin anscheinend noch nicht zu erkennen vermag?"- Die Antwort darauf wieder könnte sein: Dein nächster persönliche Entwicklungsschritt! :) Gewisse Entwicklungsschritte laufen ja bei jedem von uns unbwewusst nebenher nebenher. Andere Entwicklungsschritte müssen wir uns vieleicht mühsam erarbeiten oder gar teuer bezahlen dafür... Jedem von uns sein Schicksal und die Kraft, in würdiger Weise damit umgehen zu können!
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon bössi » Mo 13. Jan 2003, 12:38

Diese Frage wurde mir auch schon öfter gestellt. Ich schliesse mich boll an. Den warum zweifeln wir gerade an der Bibel? An dem Buch der Bücher. Alles ist Ansichtssache. Doch ein überzeugter Christ, glaubt genau das wo in der Bibel geschrieben steht. Wir sollten uns über andere dinge Gedanken machen, ob da nichts fehlt, als gerade um das Wort Gottes.

- Die Bibel werden wir wahrscheinlich nie vollständig beantworten können.
- Das Wort Gottes wird uns Menschen immer wieder neue Fragen aufwerfen.
Meine Gedanke sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, soviel sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken.

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Mo 13. Jan 2003, 19:24

Hallo zusammen,

an sich ist die Bibel unvollständig und daran gibts nichts zu rütteln. Sie wurde zusammengestellt von Geistlichen auf dem Konzil von ich glaube es war Alexandria im 4. Jh. Diese geistlichen haben entschieden, welche Schriften reinkommen und welche nicht.
Man weiss, dass manche Geschichten nicht reingenommen wurden, weil man seither Schriftrollen gefunden hat, wo diese nicht hineingenommenen Geschichten neben Geschichten, die in der Bibel drin sind, am gleichen Ort lagen. Von manchen Geschichten existierten zu der Zeit auch mehrere Versionen, von denen man sich auch für jeweils eine, oder im Falle des Schöpfungsberichtes mehrere, entschieden hat.

Die Bibel ist eigentlich also eine Sammlung von einigen der theologischen/prophetischen Schriften, die zu der Zeit quasi "herumlagen" und bekannt waren.

Ob die Bibel gedanklich unvollständig ist, ist eine andere sache, und viel schwieriger zu beurteilen. Ich denke persönlich, sie ist es, weil dieser Entscheid damals im 4.Jh. auch im Hinblick auf die bereits damals verschiedenen Auffassungen des christlichen Glaubens getroffen wurde, und man einen einheitlichen Glauben mit einer einheitlichen Führung wollte. Sprich, was diese Herren nicht drin haben wollten und woran sie nicht glaubten, auch wenn es niedergeschrieben war, kam nicht rein.

Zwei von euch bringen den Gedanken auf, warum man ausgerechnet an der Bibel zweifelt, ich frage zurück, warum nicht? Ihr habt keine Ahnung von Wissenschaften im Allgemeinen, wenn ihr behauptet, man kritisiere andere Bücher nicht so, das stimmt nicht. Viele Bücher, vor allem je älter sie sind, werden sehr kritisch gelesen. Ich finde es nicht schlecht, Kritik zu üben, auch an der Bibel, vor allem wenn man beachtet, in welchem historischen Licht sie entstanden ist.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Scardanelli » Mo 13. Jan 2003, 20:07

Boll:
Ich glaube an einen allmächtigen Gott. Und weshalb sollte es diesem Gott nicht möglich sein, dafür zu sorgen, dass das was ihm wichtig ist, auch in der Bibel erscheint?

Ich glaube an einen allmächtigen Gott. Und weshalb sollte es diesem Gott nicht möglich sein, dafür zu sorgen, dass das was ihm wichtig ist, auch passiert. Er wird deshalb alle retten, denn alle sind ihm wichtig.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Scardanelli » Mo 13. Jan 2003, 20:17

In der Bibel fehlen auf alle Fälle diejenigen, die deren gesamten Inhalt in die Wirklichkeit setzen, ohne dass sie sich dabei selbst auflösen müssten.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mo 13. Jan 2003, 20:19

Hallo Schneewittchen,

was genau in der Bibel ist wahr? Auf welche Art und weise ist das Wahr.

Gruß

Nataraja
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Orpheus » Mo 13. Jan 2003, 20:29

Hallo zusammen,

Schneewittchen,ich kann gut verstehen,dass solche Fragen dich unsicher machen.
Meine Meinung ist,dass du und ich und wir alle die Bibel nur mit uns und unserem Gewissen lesen können - egal,
was "man" sollt und müsste,oder was der Prediger oder der Papst uns vorschreiben wollen.

Wahr sein im Sinn von "be-währen" kann nur das,was für uns stimmt.Alles andere ist (für mich) Dogma,also Zwang.

Ainu Elfe,was du schreibst,hat mich beeindruckt.
Es ist eine spannende,lebhafte Geschichte,der Entstehung der Bibel mal nachzugehen.Ich hätte nie gedacht,wie vielfältig schon in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung die Meinungen waren.
Gesiegt hat dann die katholische Kirche.
Von allen andern Gläubigen sind Schriften vernichtet worden.
Im letzten Jahrhundert wurden einige wieder gefunden.

Darunter ist z.B. das Thomas-Evangelium.Immer wieder staune ich,wenn ich darin lese.
Ob dieses 5. Evangelium noch mal der herkömmlichen Bibel beigefügt wird?

Natürlich möchte ich niemandem den Glauben nehmen,dass diese katholischen Bischöfe und Machtträger direkt von Gott den Auftrag hatten,die "richtigen" Schriften in ihre Bibel aufzunehmen.

Ich selber hüte mich jedoch,ihnen einen göttlichen Auftrag zu unterschieben.

Mein Wunsch ist aber ,dass die Bibel nicht zum Drohen,zum Angstmachen gebraucht wird.Das hat schon Elend genug gebracht.
Ich finde,die Bibel ist auch kein Papst aus Papier.

Gruss

Orpheus

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon ThomasMillack » Mo 13. Jan 2003, 22:56

Hallo zusammen

Ich denke, wir müssen auch fragen, was uns eigentlich bewegt, die Frage zu stellen, ob die Bibel vollständig ist. Warum fragen wir das, in welchem Sinn vollständig, welches Motiv könnte man haben, die Antwort in die eine oder die andere Richtung zu geben?

Ich denke, hier sind jetzt Antworten in beide Extremrichtungen gekommen und immer hatten die Schreiber das Motiv, ihren Glaubensstandpunkt insgesamt an dieser Frage aufzuzeigen.

Ich glaube, es ist nicht möglich, eine neutrale Antwort zu geben. Aber es ist vielleicht hilfreich, die Faktenlage festzustellen:

- Der Schwerpunkt der Kanonbildung geschah um die 400 von einem ausgewählten Kreis von Männern.
- Es gab eine ganze Reihe von Texten, die es "nicht in die Bibel geschafft haben"
- Die Kanonbildung wurde über die Jahrhunderte immer wieder angegriffen und manche hatten das Bedürfnis, Texte zu ergänzen. Luther wollte z.B. nicht ohne Grund die Offenbarung rausschmeissen, es sind diverse "Evangelien" in später Zeit als Fälschung entstanden, Vereinigungen wie die Mormonen oder gar einer merkwürdigen Type, die Lorber heisst, haben Sonderoffenbarungen. usw.

Wie diese Faktenlage jetzt zu beurteilen ist? Das mag jeder für sich entscheiden.

Meine Meinung?
Ich bin der Meinung, dass die Frage nicht sehr wichtig ist.

Wichtig ist, dass alle Texte, die in der Bibel stehen, von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben wurden.
Das heisst aber nicht, dass es nicht auch sehr viele andere Texte gibt, die von Gott inspiriert und von Menschen geschrieben wurden, angefangen vom Katechismus Luthers bis hin zu der Predigt meines Bruders letzten Sonntag.

Gruss
Thomas
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mo 13. Jan 2003, 23:22

Hallo Thomas,

Was heißt das, daß die Bibel von Gott inspiriert ist?
Widerspricht das nicht dem Wissen, daß die Bibel eigentlich erst im 4./5. Jahrhundert zusammengebastelt wurde?
Wie ist das mit den vielen Fälschungen, die von den Frühscholastikern/Mönche in viele hl. Urkunden und Texte gebracht wurden?
Was ist das, von inspiriert? Ein Wunsch, die letzte Chance, eine Wissensquelle zu haben, die unabhängig von unserem Denken, unserem Erfahren liegt? Eine Erkenntnisquelle, die existiert, auch wenn es kein erkennendes Subjekt geben sollte? Hey, die Bibel gehört zu den jüngeren hl. Schriften dieser Welt, und noch nicht mal zu den besten! Ob da was fehlt oder nicht ist eigentlich egal. Vor allem: Was sollte denn fehelen?

Nataraja
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Mo 13. Jan 2003, 23:31

hallo Thomas,

so als kleines Beispiel: stell Dir mal vor sie hätten den Text, in dem eindeutig von einer weiblichen! Priesterin die Rede ist, in die Bibel getan. Die Geschichte der Kirche müsste umgeschrieben werden und es würde ein ganz anderes Verständnis von Frauen als Leiterinnen in der Kirche herrschen.

Historisch gesehen ist es wichtig und nicht egal, dass gewisse Stücke dieser gesamten Texte nicht hineingetan wurden. Viele Dinge, über die Jahrhunderte lang disputiert wurden, lägen ganz anders. Das europäische Denken als Gesamtkonstrukt, das ja zweifelsfrei von der Bibel geprägt ist, wäre vielleicht ganz anders.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mo 13. Jan 2003, 23:40

Pardon,

ich muß meine Behauptung von weiter oben, daß es egal ist, ob in der Bibel was fehlt, zurücknehmen.

@ Ainu: Natürlich hast du recht, Europa wäre anders, wenn die Bibel anders wäre.

Gruß

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Scardanelli » Di 14. Jan 2003, 00:17

Die Bibel ist doch anders, denn viel von dem, was sie beinhaltet, dringt doch gar nicht ins Leben vor. Dies wurde doch hier schon zur Genüge gezeigt.
Selbst wenn da drin stehen würde, dass geschriebenes Wort tot sei, würde dies an dem Status Quo, wie er jetzt herrscht nichts ändern.
Von der Bibel wird nur das in die Wirklichkeit gesetzt, was dem eigenen Bild des Glaubens entspricht und sonst nichts. Und da der Glaube sich mit der Zeit marginal ändert, so ändern sich auch die Bibelstellen auf die man sich nachdrücklich bezieht.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Di 14. Jan 2003, 07:43

hallo nochmals,

ich habe jetzt alle antworten durchgelesen..und muss sagen, was boll gesagt hat leuchtet wirklich ein.

für mich bin ich zum schluss gekommen, das es ja einen allmächtigen gott gibt, und das man ihm schon zutrauen kann das SEIN WORT in einem buch zusammengefasst wird, wie es eben bestimmt ist: zudem sind es ja geschichten die passiert sind, den das jesus lebte, ist ja bewiesen.

interessant finde ich, dass immer wieder geantwortet wurde,
aber niemand hat sich geäussert, auf das schreiben von boll.
es ist schon möglich das es noch andere geschichten gibt, jedoch nicht so wichtig schien wie das, was jetzt in der bibel ist, den schliesslich dient die bibel dazu, um zu lernen, und gottes wort zu hören.

jesus sagt :" ich bin der weg, die WAHRHEIT, und das leben.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Shadow » Di 14. Jan 2003, 08:41

schneewittchen: Wenn du sowieso nur das hören willst, was deinen eigenen Glauben schmeichelt, warum fragst du dann andere Menschen nach ihrer Meinung? :)

Es wurde gesagt, dass (nachweislich) Fälschungen den Weg in die Bibel gefunden haben. Fälschungen bedeutet, dass zum Beispiel ein gewisser Text anders wiedergegeben wird, als er ursprünglich verfasst worden ist oder dass der Text nachträglich, mit irgend einem bestimmten Hintergedanken hinzugefügt wurde. Korrigiert mich, wenn ich mich irre.

Was bedeutet das nun für Gott? War er nicht fähig bei der Herstellung des Textes den richtigen Inhalt zu "inspirieren"? Oder warum fand er es nötig den Text nachträglich abzuändern?

Kommt Leute, tut euch und uns einen Gefallen: Seid endlich mal offen für solche Probleme oder lasst die Finger ganz von solchen Fragen. Sie schaden nämlich ausschliesslich eurer Glaubwürdigkeit.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Di 14. Jan 2003, 08:55


also,

ich wollte nicht den eindruck erwecken, das mich "nur" die meinung von christen interessiert.

nur fiel mir auf, das niemand was zu boll´s antwort sagte, da es für mich die einleutenste antwort ist...

also es ist so, es wurden tausende schriftrollen gefunden,
die erst ca. 300 n. christus . dann immer wieder in abständen von ca. 100 jahren wurden immer wieder schriftrollen gefunden und das tausendfach. und Allen stand das gleiche drin wie heute auch noch, sogar in der ältesten schriftrolle stehts auch noch so drin wie heute!

wenn das kein beweis ist??

übrigens muss ich sagen,das ich automatisch annahm,das auf dieser seite so wieso nur christen gehen würden. irrtum, aber das macht ja auch nichts. finde es trotzdem interessant.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Di 14. Jan 2003, 09:06

hallo schneewittchen

Original von schneewittchen
also es ist so, es wurden tausende schriftrollen gefunden,
die erst ca. 300 n. christus . dann immer wieder in abständen von ca. 100 jahren wurden immer wieder schriftrollen gefunden und das tausendfach. und Allen stand das gleiche drin wie heute auch noch, sogar in der ältesten schriftrolle stehts auch noch so drin wie heute!

Aber genau so ist es eben nicht, da steht nicht überall das gleiche drin, und genau das ist der Punkt. Die Bibel wurde zusammengefügt, dass sie einem Interesse eines gewissen Kreises gerecht werden konnte, dies ist nun mal fakt.

Was das aber für den einzelnen Glaubenden bedeutet, muss jeder für sich selbst entscheiden. Es heisst ja nicht, dass automatisch alles falsch ist, was in der Bibel steht, es heisst nur, man sollte kritisch sein und nicht alles für bare Münze nehmen.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Shadow » Di 14. Jan 2003, 09:34

Genau Ainu. Ausserdem wäre es auch dann kein Beweis, wenn überall das Gleiche stehen würde. Ein Indiz wäre es dann, wenn zur gleichen Zeit an völlig verschiedenen Orten das gleiche aufgeschrieben würde. Aber nacheinander... Jeder kann eine Idee von jemand anderem übernehmen, das ist nicht schwierig.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Di 14. Jan 2003, 09:42



ich habe aus zuverlässiger quelle erfahren das es eben doch schriftrollen, wie gesagt tausende gibt, von überall in der welt, wo alles noch so steht wie heute.

wobei, ich werde das nochmals überprüfen,wobei ich aber trotzem gewiss bin, das diese information zuverlässig ist.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Di 14. Jan 2003, 13:13

Hallo Schneewittchen,

was heißt, da steht das Gleiche drin. Ja hoffentlich! Die Sache ist nur die: Die ältesten Schriften der Bibel stammen aus der Zeit des Exils also so etwa 500 bis 400 vor Christus. Der Großteil des AT stammt dann schließlich aus der Zeit danach. Man nimmt an daß gerade die scheinbar ältesten Bücher der Bibel: 5. Mose, Josua usw. eben doch die jüngsten Bücher sind. Wo ist da Gott oder die Macht Gottes? da wurde - nach biblischem Verständnis - über fiktive Ereignisse (etwa die ganze Mose und Auszug aus Ägypten-Story) berichtet, und das nicht etwa so zur selben Zeit, sondern Jahrhunderte später. Eigentlich ganz witzig, über ein nie stattgefundens Ereignis wird viel zu spät berichtet!
Und dann zur Antwort von boll (Name richtig?? - falls nicht sorry): Diese Antwort hört sich recht fade an, fad deswegen, weil es so eine typische Antwort ist, die man nicht mehr ordentlich widerlegen kann. Man klatscht dem anderen sozusagen eine transzendentale Antwort um die Ohren. Aber dann frage ich mit Nietzsches Zarathustra: Wußtet ihr nicht, daß Gott längst gestorben ist? Ja, er ist tot!
Die Antwort gilt also nicht, weil sie sich, typisch christlich, an jeder Realität vorbeimogelt, und die Wirklichkeit nicht - und zwar absolut nicht - zur Kenntnis nimmt.
Die Bibel hat eine Entwicklung hinter sich. Und überhaupt: Wenn man fragt: Fehlt da was in dem Buch, dann heißt das ja, wenn man hier mit ja oder nein antworten möchte, daß man eine Art Wissen über eine Vollständige Bibel haben muß, anhand der man dann die jetz existente Bibel abgleicht, um sagen zu können: Ja, da fehlt was - oder: Nein, da fehlt nichts. War die Bibel demnach ein geplantes Werk, das ein bestimmtes Ziel/Endpunkt hatte in Bezug auf Umfang und Inhalt? Das hört sich schon arg phantastisch an. Oder ist es doch einleuchtender, da empirisch beweisbar, daß die Bibel eben ein gewachsenes Etwas, ein Amalgam verschiedenster Schriften, welches immer wieder redaktionell überarbeitet wurde, und das sogar bis heute (vgl. hier die verschiednen Übersetzungen, die in ganz krassen Fällen sogar verschiedene Inhalte wiedergeben).

Gruß

Nataraja
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Di 14. Jan 2003, 18:12

Hallo Schneewittchen,

Ich hätte wahrlich einen schönen Beruf, wenn es wirklich Tausende von Schriftrollen aus der frühen Zeit gäbe. Doch ist die Überliefrungsbasis vergliche zur Zeit nach dem Buchdruck ziemlich spärlich.

Ja, prüfe Deine Quelle, denn ich kann Dir jetzt schon sagen, dass nicht in allen Schriftrollen gleiches drinsteht. Die Leute, die die vedischen Schriften verfassten, hatten von einem Josua oder einem Moses noch nie was gehört, logisch auch nicht, denn die kamen erst viel später.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Florian T » Di 14. Jan 2003, 18:29

Hallo Schneewittchen,

das mit den tausenden von Quellen ist eine Zahl, die unter Christen gerne zirkuliert. Leider bezieht sie sich höchstens auf Manuskripte, die erst lange nach der Entstehung der Bibel geschrieben worden sind.

Bis zu diesem Konzil gab es z.B. mehr als 4 Evangelien, auch mehr Briefe und mehr Offenbarungen. Nun kann man ja noch annehmen, dass Gott bei diesem Konzil die Mitglieder inspiriert habe, doch was ist mit den Christen vorher?

Die hatten keine Bibel und viele haben die Botschaft dann aus Quellen gehört, die später als Fälschungen entlarvt wurden. Warum hat Gott nicht dafür gesorgt, dass alle Christen (und eben nicht erst die nach dem Konzil) eine "richtige" Bibel bekommen haben? Konnte Gott von 250-350 das nicht?

Und die Bibel, die dann beschlossen wurde, war auch nicht die Bibel, die heute existiert. Es sind tatsächlich noch Bücher verändert, ja, sogar weggenommen worden. Auch die Übersetzungen haben sich bis heute stark verändert. Wenn Du also die heutige Bibel als im Kern richtig ansiehst, dann ist das eine andere als die, die es um 500 gab.

Dazu kommt noch, dass es ja eine evangelische, eine griechisch orthodoxe und eine katholische Bibel gibt. Welche ist denn nun von Gott inspiriert?

Jedesmal, wenn ein Christ sagt, dass die Bibel, wie sie heute existiert, von Gott inspiriert ist, dann frage ich mich, was dieser Christ dem griechisch orthodoxen Christen von 1100n, dem arianischen Christ von 400n und dem Christen von 250n sagen würde, die auch alle der Meinung waren, ihre heiligen Schriften wären von Gott inspiriert?

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Di 14. Jan 2003, 22:15

Hallo Ainu,

das mit den vedischen Schriften verstehe ich nicht: Wer kam da später? Die Schriften oder Moses und Josua?
Außerdem: Wieso sollten die Inder ausgerechnet die Nomadenheiligen der Hebräer kennen?

Liebe Grüße

Nataraja
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Salzstreuer » Mi 15. Jan 2003, 07:30

Original von Shadow
Genau Ainu. Ausserdem wäre es auch dann kein Beweis, wenn überall das Gleiche stehen würde. Ein Indiz wäre es dann, wenn zur gleichen Zeit an völlig verschiedenen Orten das gleiche aufgeschrieben würde. Aber nacheinander... Jeder kann eine Idee von jemand anderem übernehmen, das ist nicht schwierig.


Ha ha, aber es wäre zumindest ein Indiz, dass es keine Verfälschungen gegeben hat vom "original".

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Shadow » Mi 15. Jan 2003, 08:22

Salzstreuer: Das trifft aber nur bei der Art von Fälschung zu, bei der das Original im Nachhinein abgewandelt worden ist. Aber nehmen wir mal an jemand schreibt etwas zu einem Thema, von dem er nur gehört hat, als wäre er dabei gewesen. Das würde ich auch als Fälschung werten, wenn es in die Bibel aufgenommen wird. Da helfen dann die vielen Abschriften auch nicht, auch wenn sie noch so präzise sind.
Aber eben ich bin kein Experte. Deshalb kann ich nicht sagen, was gefälscht sein soll und was nicht.
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Bernhard » Mi 15. Jan 2003, 14:31

Hallo Schneewittchen

Mit Interesse las ich deine Fragen und die verschiedene Beiträge dazu. Was boll als zweite Antwort geschrieben hat, gefiel mir sehr gut.

Wenn Jesus sagte: «Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber gelten immer und vergehen nie.» (Matthäus 24, 35), so glaube ich, dass Gott uns sein Wort erhalten hat.

Für den Glauben ist Gottes Wort auch notwendig: «Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi» Römer 10, 17

Ich wünsche dir, dass du immer glauben kannst, dass die ganze Heilige Schrift von Gott eingegeben ist und uns lehrt, die Wahrheit zu erkennen, unsere Schuld einzusehen, uns von Grund auf zu ändern und so zu leben, dass wir vor Gott bestehen können. Gottes Wort zeigt uns, wie wir als veränderte Menschen fähig werden, in jeder Beziehung Gutes zu tun.

Gott segne dich!

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Florian T » Mi 15. Jan 2003, 15:50

Hallo Bernhard,

und welche Bibel denn nun bitte?

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mi 15. Jan 2003, 16:09

Ja genau, Schneewittchen,

ich schließe mich Bernhards Meinung an. Es ist ja völlig egal, was wirklich offensichtlich ist. Die Realität ist auch egal, und daher auch nicht beachtenswert. Hauptsache wir glauben naiv irgendwas, was in einem antiken Buch drinsteht. Wir brauchen uns auch keine Gedanken machen, was das denn bedeutet, was wir da glauben, welche Konsequenzen das hat, oder ob dieser Glaube total an der Realität vorbei geht. Wir gehen da am besten ganz geschickt tautologisch vor: Wir behaupten da etwas über die Bibel, und beweisen das dann nicht mittels Aussagen von Dritten, sondern am besten mit Aussagen von der Bibel selbst: Frei nach Motto: Ein Frosch ist grün, weil er grün ist! Das ist eine gute Argumentation, denn sie ist schwer zu widerlegen. Und am besten pachten wir dann noch bestimmte Schlagworte, wie Wahrheit, Realität, Religion usw., definieren sie neu oder um, und melden dann Alleinanspruch auf diese Worte an. Alles was wir dann so machen, muß auch nicht geprüft werden oder kritisch hinterfragt, denn Wahrheit und Realtät sind ja Worte, die wir gepachtet haben, und deshalb brauchen wir sie auch nicht mehr beachten. Am besten wir lassen die Wahrheit irgendwo im Schrank oder in der Rumpelkammer vergammeln, wir können ja immer noch sagen, wir haben sie; und was wir aber verschweigen ist, daß wir sie lediglich nur nicht mehr gebrauchen - wozu auch, wir haben ja unsere Scheinwelt, unsere verwahrloste (=das, was jede Wahrheit los ist) Welt, die wir aber auch nicht groß beachten. Wie so manches eben, eigentlich beachten wir gar nichts mehr.

Aristoteles hat mal geschrieben (in seiner Metaphysik), daß es jedem Menschen eigen ist, nach dem Guten, dem Wahren zu streben. Ich überlege mir fast schon, ob einer, der die Wahrheit mit Füßen tritt, oder der meint, nicht mehr suchen und streben zu müssen, ob so einer als Mensch zu bezeichnen ist, oder besser als eine animalische Maschine (frei nach Descartes).

Gruß

Nataraja
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Mi 15. Jan 2003, 17:01

hallo ,

danke bernhard, für deine unterstützung, ich merke es ist schwer, beweise zu finden.

aber ich werde in dem buch lesen : und die bibel hat doch recht.

vielleicht kennst du das?
auf jeden fall sind dort nur fakten drin die es "beweisen".

zudem , wenn ich an das denke,was mir gott schon alles durch die bibel sagte, ist es klar,das sie wahr ist.

viel werde dänke,das isch zufall gsi.

ig gloube nit a zuefall, alles im lebe het e sinn.

und zudäm, me chönt sogar im name jesus e chranke heile vor de auge vomene ungläubige, der ungläubig würd au denn no säge, das es zuefall sig gsi.

wie scho gseit, sisch jedem selber überla.

danke de andere glich no für eui antworte !!


gottes säge a alli !!!

gruess schneewittchen

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 15. Jan 2003, 18:11

Hallo Nataraja,

war ungeschickt ausgedrückt ;) meinte damit: die vedischen Schriften sind älter als die Bibel, darin kommen als Moses und co. sicherlich nicht vor, denn die lebten damals noch nicht. Dies meinte ich zum Thema, dass nicht überall auf der Welt in allen schriftrollen gleiches drinsteht.
Versteht man ao ungefähr, was ich zu sagen versuche :)?

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 15. Jan 2003, 18:14

Hallo Schneewittchen,

welche Fakten in der Bibel beweisen, dass die Bibel recht hat?
Also eigentlich geht das doch anders, man muss die Fakten ausserhalb suchen, um zu beweisen, dass innerhalb der Bibel Richtiges steht.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon ThomasMillack » Mi 15. Jan 2003, 21:28

Hallo

Ich würde gerne direkt auf das "Wörtlich Nehmen" zurückkommen. Das Problem bei vielen Übersetzungen ist die korrekte Berücksichtigung des kulturellen Kontextes. Dazu ein Beispiel:

Ich hörte von einem Bibelübersetzer, der den Vers Offenbarung 3,20 folgendermassen übersetzte: "Ich stehe vor der Hütte und huste"

Völlig daneben? Keineswegs.

Er übersetzte für ein afrikanisches Volk, das in Hütten lebt. Diese Hütten haben keine Tür. Auch wenn es möglicherweise ein Wort dafür gibt, ist es für die einfachen Menschen fremd. Aber dennoch darf man auch in dieser Kultur nicht einfach in die Hütte hereinspazieren. Wenn man hineinwill, stellt man sich davor und hustet, bis jemand auf einen aufmerksam wird und hereinbittet.

Nun stelle man sich bitte vor, was daraus wird, wenn das wiederum in eine weitere Sprache übertragen wird.

Ich denke, die meisten Menschen, die sich mit der Bibel beschäftigt haben, waren ernsthafte Menschen, die etwas aussagen wollten. Das systematische Fälschen von geschichtlichen Daten ist eigentlich eine Erfindung des letzten Jahrhunderts. Aber diese Menschen haben übersetzt und geschrieben mit einer spezifischen Brille der Kultur. Das gilt es zu berücksichtigen, wenn wir das wiederum in unsere Kultur übersetzen.

Also wörtlich nein - oder will man annehmen, das sich Jesus mit einer dauerhaften Bronchitis herumschlägt?
Aber wenn man die kulturellen Schalen berücksichtigt, dann kommt das Wahre ans Licht, das auch bestehen bleibt, wenn Florian seine angeblichen vielen Bibelversionen ins Spiel bringt.

Gruss
Thomas
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mi 15. Jan 2003, 22:46

Hallo Schneewittchen,

und zudäm, me chönt sogar im name jesus e chranke heile vor de auge vomene ungläubige, der ungläubig würd au denn no säge, das es zuefall sig gsi.


Weißt du auch, warum zumindest ich noch ungläubig (böses Wort; besser wäre unchristlich) bleiben würde? Weil ich ersten noch keine wirklich wundersamen Heilungen gesehen habe, und weil ich eigentlich bis heute noch auf so etwas warte.
Der Christ, der es schafft, mich von meiner Zuckerkrankheit zu heilen, sei an mir ein erfolgreicher Missionar (wegen mir darf er mich dann auch taufen)! D.h. ich will live und empirisch erkennend bei der Wunderheilung an mir dabei sein.
Wie paßt das mit dem ungläubig bleiben trotz Heilung zusammen? Ist doch ein Widerspruch? Nein, denn solche Heilungen sind genauso real wie Bart Simpson!

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Nataraja » Mi 15. Jan 2003, 22:52

Ach ja, und dann noch was zu dem Buch: Und die Bibel hat doch recht:

das Buch handelt eben nicht von Fakten, die dann ausgewertet werden, sondern das Buch handelt von einer Ideologie (der christlichen), die Pate stand für die interpretation von Fakten. Es ist ein Unterschied, ob man irgendwelche Sachen vor sich hat, und dann fragt: Was ist das, was soll das, was bedeutet das?, oder ob ich von Anfang an versuche, diese vor mir liegenden sachen in mein Denkgebäude einzubauen, und dementsprechend ein wenig am empirischen Material rumfeilen und rumbessern muß, wie es Meister Keller gemacht hat. Die Interpretationen aber, die er da vom Stapel läßt, sind aber insofern trotzdem gut, weil sie ein blindes und wirklichkeitfremdes Glauben auch nicht erlauben.

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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 15. Jan 2003, 23:33

Hallo Thomas,

Geschichtliche Fälschungen sind keineswegs eine Erfindung des letzten Jahrhunderts. Schau Dir mal das Mittelalter an, sagt Dir die "Konstantinische Schenkung" was? Eine Fälschung. Diese wurde gemacht, um eine historische Legitimationsbasis zu schaffen. Das gab es also bereits im Frühmittelalter nicht erst jetzt, und solche Beispiele gibt es zu Hauf, nur ist es heute einfacher, Fälschungen zu erkennen als damals.

grüsse Ainu
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Do 16. Jan 2003, 07:32


hallo nataraja,

demfall kennst du das buch??
ich drum noch nicht, dass heisst ich habe es noch nicht
gelesen.

ich bin erlich, und muss sagen,dass ich nicht alles verstanden habe was ihr mir versucht habt zu erlklären!!

und das die schriftrollen nicht alle gleich sind, habt ihr diese schriftrollen selber gelesen, oder gesehen???
oder woher habt ihr diese gewissheit???

ich habe auch die gewissheit,dass meine informationen zuverlässig sind,trotzdem wil ich nicht locker lassen, bis ich eine "neutrale" aussage habe, die auch 100% wahr ist. den im gegensatz zu allen anderen "beweisen" von der bibel, gibt es bei den schriftrollen nur zwei möglichkeiten. entweder sie stimmen überein mit der heutigen bibel oder nicht. deshalb denke ich, muss es für mich doch eine möglichkeit geben, herauszufinden, was nun wirklich fakt ist...
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon schneewittchen » Do 16. Jan 2003, 07:44


nataraja:

stellen wir uns doch kurz vor, das ganze wäre wahr in der bibel..und jesus wäre auch für DICH gestorben, "...den so sehr hat gott die welt geliebt, dass er seinen einzigen sohn hergab, damit alle die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige leben haben." und dann kommst du und sagst, nein danke, hat dir ja niemand gesagt du musst meine für meine fehler bezahlen, aber bitte wenn du mich heillst, das werde ich vielleicht an dich glauben, dass es dich gegen hat.

was glaubst du, wie würdest du dich entscheiden, wenn du jesus wärst??

wenn mich jemand fragt :" was, wenn das, was du glaubst alles gar nicht war ist ???"

dann antworte ich :"was, wenn es wahr ist ??"

selbst wenn es alles nicht wahr sein würde, wenn man nach der bibel lebt, denke ich, hält man gesetze ein, die voller friede und voller liebe sind.also, ich hätte nichts verloren wenn sich heraus stellen würde das es doch nicht wahr ist, im gegenteil.

was aber, wenn es wahr ist, und ich lebe nicht danach?? dann habe ich mal ein problem wenn ich vor dem gericht stehe!

und zuerst soll mir mal jemand beweisen, dass die bibel wirklich geändert würde !!
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Re: fehlt was in der bibel???

Beitragvon Salzstreuer » Do 16. Jan 2003, 07:58


Weißt du auch, warum zumindest ich noch ungläubig (böses Wort; besser wäre unchristlich) bleiben würde? Weil ich ersten noch keine wirklich wundersamen Heilungen gesehen habe, und weil ich eigentlich bis heute noch auf so etwas warte.
Der Christ, der es schafft, mich von meiner Zuckerkrankheit zu heilen, sei an mir ein erfolgreicher Missionar (wegen mir darf er mich dann auch taufen)! D.h. ich will live und empirisch erkennend bei der Wunderheilung an mir dabei sein.
Wie paßt das mit dem ungläubig bleiben trotz Heilung zusammen? Ist doch ein Widerspruch? Nein, denn solche Heilungen sind genauso real wie Bart Simpson!


Hallo Natarja

Wir haben ja schon verschiedene Threads über Heiligung gehabt, aber mich würde jetzt bei Dir konkret interessieren, was Du Dir vorstellst?

1) Warst Du schon an Veranstaltungen, wo für Kranke gebetet wurde? Ich war - und es funktioniert. Das ist vorallem dann erstaunlich, wenn es um Leute geht, mit denen Du auch sonst zu tun hast, denn dann ist nicht einfach eine Show dahinter (man könnte das ganze ja auch inszenieren).

2) Was heisst, Du wartest noch auf deine Heilung?

3) Eine Heilung ist niemals garantiert. Dies darum, weil es eben nicht die Christen sind, die heilen, sondern Gott. Und er in seiner Souverenität hat manchmal ganz eigene Wege, die weder Du noch ich verstehen können.

Aber eben, es gibt da noch ein paar Threads davon...

Gruss
-salzstreuer
Es gab eine Zeit,
wo der Glaube gegen die Vernunft verteidigt werden musste,
es kommt eine Zeit (und sie beginnt schon)
wo der Glaube die Vernunft verteidigen muss!
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