Inspiriert oder eigene Meinung?

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon SunFox » Fr 24. Jan 2014, 14:27

Paulus sagt in 1.Korinther 7,25 folgendes: "Über die Jungfrauen habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber meine Meinung als einer, der durch die Barmherzigkeit des Herrn Vertrauen verdient."

Das was Paulus nun in der Folge niederschreibt, ist das rein die eigene Meinung, weil er ja einleitend dazu sagt, das er über diese Sache kein Gebot (keine Vorgabe) von Gott hat?

Abschließend sagt er zu dem Thema in Vers 40: "Seliger ist sie aber, nach meiner Meinung, wenn sie ledig bleibt. Ich meine aber: ich habe auch den Geist Gottes."

Auf der einen Seite bekundet Paulus wiederholt, das es sich um seine eigene Meinung handelt, auf der anderen Seite meint er aber vermerken zu müßen, das er auch den Geist Gottes hat! Ist Paulus unsicher in seinen Ausführungen, da er dieses mit dem Geist Gottes nachschiebt?

Zu den Ausführungen von Paulus selbst hätte ich auch noch eine Frage, aber das wäre ein anderes Thema und so behandle ich dieses seperat!

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Thelonious » Fr 24. Jan 2014, 21:14

hier formuliert ein absolut zuverlässiger und geistgeführter Mensch einen Rat, kein Gebot.

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Ashur » Fr 24. Jan 2014, 21:26

hallo Sunfox

In Kontext gelesen empfiehlt Paulus nicht zu heiraten (das ist sein eigene Meinung) weil, Verheiratete müssen sich mehr um Ihre Familien und "irdische" Sachen kümmern. Der Paulus sieht sich als Vorbild wo er sich 100% dem Gott widmen kann und alles opfern kann ohne Rücksicht auf eine Familie.

Ich denke der Paulus ist so zufrieden mit seinen Weg, dass er das auch andere empfiehlt. Er kann sich wahrscheinlich nicht vorstellen, das auch verheiratete so glückliche Leben haben könnten wie er.

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Hanspeter » Sa 25. Jan 2014, 10:27

Dann ist also nicht die ganze Bibel inspiriertes Wort Gottes?

Liebe Grüsse
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 25. Jan 2014, 11:25

Hanspeter hat geschrieben:Dann ist also nicht die ganze Bibel inspiriertes Wort Gottes?


Nur wenn du sagst, dass man die Bibel hauptsächlich nicht wörtlich nehmen braucht.
Und ich sage als Gott hauptsächlich wörtlich Nehmender (ab Schöpfung) dass Gottes Wort der Leitfaden ist, was mit sich bringt auch Entscheidungen zu treffen zu jeglichen Themen, denn Gott hat uns nicht alles vorgesagt, wenngleich Gott sehen kann, ob wir uns nach ihm richten oder nicht bezüglich: z.B. gilt für uns die Gerechtigkeit anzustreben und Gott ist für die Ehe etc: das kann nicht egal sein.

das bringt mich nun auf folgende Links in diesem Forum:
Gottes Gebote einhalten
Gottes Gebote einhalten und zu lieben ist wichtig und erlaubt keine Wenn-und-aber-Funktion
Gottes Gebote einzuhalten und zu lieben ist wichtig und erlaubt keine Wenn-und-aber Funktion

Gott hauptsächlich nicht wörtlich Nehmer (AB DER SCHÖPFUNG) hätten wenn-und-aber Funktionen bei Gott gerne, was letzen Endes aufzeigt, dann z.B. für das wenn-und-aber einzustehen im Fall des Falles, dieses u.U. anderen nahelegen und dass das (die Abwandlung durch wenn-und-aber-Funktion) dann geliebt und gefolgt würde :shock:
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 25. Jan 2014, 11:56

Fortsetzung zum letzten Beitrag:

Nur mal so: dieser und dieser Thread
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Hanspeter » Sa 25. Jan 2014, 14:05

Jeffrey, was ist nun deine Meinung? Sind diese Aussagen von Paulus nun inspiriertes Wort Gottes oder ist es lediglich seine eigene Meinung? Muss man, wenn es "nur" seine eigene Meinung ist, das nun wörtlich nehmen oder nicht? Und was ist nun zu tun, wenn man es wörtlich nimmt? Wenn immer möglich ledig bleiben? Und ein schlechtes Gewissen haben, wenn man trotzdem heiratet? Dilemma? Nur lösbar, wenn nicht jedes Wort in der Bibel inspiriert ist?

Liebe Grüsse
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 25. Jan 2014, 14:30

Hanspeter hat geschrieben:Jeffrey, was ist nun deine Meinung? Sind diese Aussagen von Paulus nun inspiriertes Wort Gottes oder ist es lediglich seine eigene Meinung? Muss man, wenn es "nur" seine eigene Meinung ist, das nun wörtlich nehmen oder nicht? Und was ist nun zu tun, wenn man es wörtlich nimmt? Wenn immer möglich ledig bleiben? Und ein schlechtes Gewissen haben, wenn man trotzdem heiratet? Dilemma? Nur lösbar, wenn nicht jedes Wort in der Bibel inspiriert ist?


1) die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und ist Wahrheit!!
1.1) Gott hat viele Grundlagen genannt bzw. alle notwendigen Grundlagen hat er uns mitgeteilt!!!
2) Wir sollen fruchtbar sein und uns mehren.
3) Gott ist für die Ehe!!
4) Wir sollen entscheiden!!!
5) Gott hat uns nicht alles vorgegeben, doch reichen Gottes Grundlagen aus, um ein gottgerechtes Leben führen zu können.
6) Keiner ist gezwungen zu heiraten.
7) Paulus hatte Gott im Herzen und hat Meinung gesagt: doch aber sind wir an dem Punkt, wo eine Meinung gottgerecht ist oder nicht und letzen Endes als Gläubiger gesagt wurde, wobei Gläubig sich unterscheiden können. In dieser Stelle handelte es sich um Meinung und nicht um Gottes direktes Wort an uns, was auch klar dadurch wird, dass er von Meinung sprach. Und kein Gläubiger kann eine Lehre schreiben, wie z.B. das alle in allen Punkten die Gerechtigkeit exakt gleich anstreben würden, oder in diesem Punkt wo es sich um Meinung handelte von Paulus.
8) du hast geschrieben "ist also die gesamte Bibel nicht von Gottes Wort inspieriert?" Und ich als Gott hautpsächlich wörtlich Nehmender (ab Schöpfung) kann sagen: Die Schrift ist eingegeben von Gott (und die Wahrheit ist von den Menschen niedergeschrieben) und kann man hauptsächlich beim Wort nehmen (sonst handelt es sich z.B. um Gleichnisse) und kann dann zu jeglichen Themen, und zwar bis zum Ende der Welt Stellung beziehen, ohne gegen Gottes Wort zu sprechen.
9) Und was Meinung angeht, können sich Christen einer Meinung sein, teilweise einer Meinung sein, oder gar nicht: doch es gilt sich zu entscheiden. Und ja: es gibt diejenigen, die hauptsächlich Gott wörtlich nehmen ab Schöpfung oder nicht, wobei es gilt, Gottes Wort einzuhalten und sich danach zu richten, wobei z.B. meine Meinung auch beim Wort genommen werden darf, und nicht nicht wörtlich genommen werden soll, wenn diese direkt bzw. wörtlich zu nehmen ist!! Und natürlich kann diese Grundlagen haben wie Gott hauptsächlich wörtlich zu nehmen und z.B. du sagen kannst "oh, das meint mit anderen Worten, das Thema, das man kein Wenn-und-aber-bezüglich Gottes Wort zu lässt" oder so!! Und was viele alten Christen angeht, wie von 1950 oder so: die haben Homosexuelle "geächtet", was aber keine Liebe ward, sowie es keine Liebe ward, den letzten Teil der Offenbarung nicht einzuhalten dass die die böses tun dieses weitherin tun sollen, mit Einbezug der Tatsache, dass böse mit dem Guten zu überwinden. Und auch wenn sie das nicht immer direkt gesagt haben, haben sie davon gezehrt, während sie z.B. Homosexuelle "ächteten" und z.B. in dem Punkt keine Liebe lebten und die Bibel nicht einhielten, und das in anderen Aussagen verankert war, auch wenn es darum nicht ging, und du dann sagen könntest "ah, es ist letzen Endes gegen Schwule".
Und dazu sage ich noch mal, dass viele Christen Gott hauptsächlich wörtlich genommen haben, aber aufgrund von z.B. Menschen zu verbrennen, oder nicht nach der Wahrheit getrachtet zu haben, dann eben mindestens in den Punkten nicht auf Gott gehört haben, was aber nicht aufhebt, Gott hauptsächlich wörtlich zu nehmen, denn wer das sagt er tue wörtlich, und Verbrennt Menschen, der nimmt nicht wörtlich, wobei es gemein ist, dass z.B. auf die zu übertragen, die eben wörtlich nehmen und nicht verbrennen oder auch Homosexuellen sagen können, dass Gott die Sünden hasst usw. um sie vor der Sünden zu bewahren, wobei den Schwulen die Entscheidung nicht abgenommen werden kann. Und die Meinung, dass Schwulsein normal ist von Bibel hauptsächlich nicht wörtlich Nehmer und dafür sorg(t)en, dass per Gesetzt das daher erlaubt ist, kann ich nicht absegnen, denn ich prüfe anhand der Schrift, die Bibel hauptsächlich nicht beim Wort Nehmer hauptsächlich nicht wörtlich nehmen.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon SunFox » Sa 25. Jan 2014, 15:20

Thelonious hat geschrieben:hier formuliert ein absolut zuverlässiger und geistgeführter Mensch ...


Das lieber Thelo wurde ja auch garnicht angezweifelt!

Thelonious hat geschrieben:... einen Rat, kein Gebot.


Paulus aber selbst sagt ja, das er dazu kein Gebot von Gott hat, es ist seine Formulierung! Und dieses bedeutet doch erst einmal, das es sich um eigene Meinung handelt!

Inspiration (gottgehauchtes Wort) wird sehr gut in folgendem Bibeltext formuliert:

2.Samuel 23,2: "Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge."

Wenn nun Paulus seine eigene Meinung kund tut, dann trifft das in der direkten Form nicht zu!

Das bedeutet aber nicht gleich automatisch, das des Paulus Meinung nicht von Gott mitgetragen wird! Hätte ein Paulus sich mit seiner eigenen Meinung direkt gegen ein Ansinnen Gottes gestellt, dann wäre nämlich der Fall eingetreten, das ihn Gott durch den Heiligen Geist korrigiert hätte und dann hätte in der Folge auch Paulus sich schriftlich neu dazu geäußert!

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon kingschild » Sa 25. Jan 2014, 15:48

SunFox hat geschrieben:Auf der einen Seite bekundet Paulus wiederholt, das es sich um seine eigene Meinung handelt, auf der anderen Seite meint er aber vermerken zu müßen, das er auch den Geist Gottes hat! Ist Paulus unsicher in seinen Ausführungen, da er dieses mit dem Geist Gottes nachschiebt?


Paulus sah die Dringlichkeit für den Dienst im Reich Gottes, wo er mit vollem Engagement dabei war und er sah von seinem ledigen Stand aus, das 100% alles geben für diesen Auftrag, besser zu erbringen wäre, in der Jungfräulichkeit. Anderseits sah er sicher, das nicht alle zu dem berufen sind und somit die Aussage, wenn man frei ist soll man frei bleiben, wenn nicht soll man die Freiheit haben, den anderen Weg zu beschreiten.

Ihm war sicher auch klar, das nicht jeder Mensch eben die Aufgabe/Berufung hat Ehelos zu bleiben, sonst würde ja die Gesellschaft austerben, wenn jeder so handeln würde. Seine Meinung war aber das es vorzüglich ist, alles geben zu können und eben nicht mit irdischem belastet zu sein, für genau die, welche frei sind in diesen Dingen. Sein Engagement lag bei 100 % bei den geistigen Kindern und somit warb er um solches, weil er darin die Vorzüglichkeit sah, aus seiner Sicht/Stand und Arbeit.

Das ein Paar genau eine gleich wichtige Aufgabe wahrnehmen kann, im Reich aber eben nicht in der Form von herumreisen, mit Frau und Kindern, dort sprach er sicher eben von seiner Sicht als herumreisender und warb auch sicher für dies, mit dem Aufruf an die Freien und mit dem Segen für die, welche eben nicht frei waren.

Ich sehe es auch als Rat, den er aus seiner Sicht erteilte, der aber sicher auch aus Sicht des Auftrages Gottes konform ist. Bist Du Frei so bleibe es, bist Du nicht so heirate. Das ein Frei bleiben sicher viele Vorteile bringt, für gewisse Bereiche ist sicher, das heisst aber nicht das ein heiraten nur Nachteile bringen muss aber dort sprach er eben aus seinem Stand, den ja auch Christus so wählte.

Ich denke er war nicht unsicher, eher klar mit seinen Aussagen, er wollte aber sicher nochmals bekräftigen, wenn Du für den ledigen Stand berufen bist, so bleibe treu in dieser Berufung, den dies ist das Beste was Dir passieren kann.

Sein Engagment für diese Berufung kommt zu Ausdruck und er schien sich in dieser Sache auch bestätigt, in seiner Meinung, vom Heiligen Geist. Bezeichnet es aber als seine Meinung, weil er auch die andere Seite sehen konnte, die zu anderem berufen war, zudem sah er auch die Freiheit der Kinder Gottes.

Alles in allem ein weiser Ratschlag, der jedem die Freiheit lässt, eben vor Gott zu prüfen zu welcher Gruppe man gehört, versehen mit seinem Nachdruck, das er eben die Vorzüge dieser Berfufung aufzeigen wollte von seinem Standpunkt aus.

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon SunFox » Sa 25. Jan 2014, 15:52

Hanspeter hat geschrieben:Dann ist also nicht die ganze Bibel inspiriertes Wort Gottes?


Lieber Hanspeter, bezüglich der Lehre Gottes ist die Bibel in vollem Umfang von Gott inspiriertes Wort!

Aber die Bibel ist ja nicht nur ein Lehrbuch, sondern auch ein Buch der Berichterstattung, wo der eine oder andere über Dinge berichtet, wie er sie aus seiner Sicht erlebt hat!

Wenn jemand auf einem Berg steht und über etwas berichtet was er sieht, so wird das mit Sicherheit anders sein, als wie wenn einer im Tal ist und über die selbe Sache berichtet! Beides ist richtig aus der eigenen Sicht, dennoch wird derjenige der beide Berichte liest zu dem Schluss kommen, das da doch etwas nicht stimmen kann!

Der Fehler liegt aber nicht in den zwei Berichten, sondern er liegt bei denen die lesen, weil man aller Regel nach davon ausgeht, das beide aus der selben Warte berichten!

Wenn nun in den Evangelien Berichte stehen, die sich in ihrem Inhalt unterschiedlich lesen, so ist dieses kein Widerspruch, denn jeder erzählt von seinem eigenen Standpunkt aus! Viele machen aber den Fehler, das sie Erlebnisberichte als inspriertes Wort deklarieren und das dann vermeintliche Widersprüche dazu genutzt werden, die Bibel und ihre Autorität als ein Buch der Wahrheit in Frage zu stellen!

Und im Fall des Paulus ist es diesem ja hoch anzurechnen, das er klar zum Ausdruck bringt, das er seine eigene Meinung kund tut! Und wenn einer eigene Meinung kund tut, dann bedeutet das ja nicht zwangsläufig, das dieses dem Wort Gottes entgegen steht! Das wäre in der Sache unlogisch!

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 25. Jan 2014, 15:57

SunFox hat geschrieben:Hanspeter hat geschrieben:
Dann ist also nicht die ganze Bibel inspiriertes Wort Gottes?


Die Bibel ist Gottes Wort: Demnach schreibe ich jenes Zitat dahingend:
"Dann ist also nicht das gesamte Gottes Wort inspiriertes Gottes Wort"

Und dann noch die Tatsache, dass Gott Gebote gab und die Tatsache, dass ein Mensche inspiriert sein kann / eine Meinung haben kann.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon SunFox » Sa 25. Jan 2014, 16:29

Ashur hat geschrieben:hallo Sunfox

In Kontext gelesen empfiehlt Paulus nicht zu heiraten (das ist sein eigene Meinung) weil, Verheiratete müssen sich mehr um Ihre Familien und "irdische" Sachen kümmern. Der Paulus sieht sich als Vorbild wo er sich 100% dem Gott widmen kann und alles opfern kann ohne Rücksicht auf eine Familie.


Hallo lieber Ashur, ich denke dass das Wort des Paulus sehr auf seine eigene Position zurechtgeschnitten ist! Er war ständig auf Missionsreisen unterwegs und hätte so kaum vernünftig einem eigenen Haus mit Frau und Kindern vorstehen können!

1.Timotheus 3,2-4: "Ein Bischof aber soll untadelig sein, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, maßvoll, würdig, gastfrei, geschickt im Lehren, kein Säufer, nicht gewalttätig, sondern gütig, nicht streitsüchtig, nicht geldgierig, einer, der seinem eigenen Haus gut vorsteht und gehorsame Kinder hat in aller Ehrbarkeit."

Der Rat des Paulus geht wohl an alle die, welche durch die Umstände ihrer Gottesarbeit eher einen schlechten Haushaltsvorstand abgeben würden!

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Von Gott inspiriertes Menschenwort?

Beitragvon Remo » Sa 16. Jan 2016, 13:49

Hallo miteinander

Es ist, soweit ich es überblicke, unter Gläubigen anerkannt, dass die Bibel von Gott inspiriert wurde - dass also die Verfasser der einzelnen Bücher vom heiligen Geist dazu befähigt und mit den richtigen Worten beschenkt wurden. Insofern übersetzten sie "nur", was Gott ihnen offenbarte. Urheber der Heiligen Schrift ist demnach Gott selbst. Richtig?

Gibt es dafür Bibelstellen, die dieser Auffassung zurgrunde liegen?

Merci und liebe Grüsse
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Re: Von Gott inspiriertes Menschenwort?

Beitragvon kingschild » Sa 16. Jan 2016, 16:56

Remo hat geschrieben:Hallo miteinander

Es ist, soweit ich es überblicke, unter Gläubigen anerkannt, dass die Bibel von Gott inspiriert wurde - dass also die Verfasser der einzelnen Bücher vom heiligen Geist dazu befähigt und mit den richtigen Worten beschenkt wurden. Insofern übersetzten sie "nur", was Gott ihnen offenbarte. Urheber der Heiligen Schrift ist demnach Gott selbst. Richtig?



Ja Remo das ist soweit richtig. Zu beachten gilt aber das es in der Bibel auch Historische Bücher gibt, welche einfach nur wiedergeben was geschehen ist. Die Bibel als ganzes gibt also vom direkt empfangenen Wort an seine Diener, über Aufzeichnungen vom Wirken Gottes, bis hin zu historischen Ereignissen, ein Gesamtbild über das Wirken Gottes.

Gibt es dafür Bibelstellen, die dieser Auffassung zurgrunde liegen?


Zu den Bibelstellen gibt es auch einige:

2Mo 32:16 Und die Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift war Gottes Schrift, darein gegraben.

5Mo 10:4 Da schrieb er auf die Tafeln in gleicher Schrift, wie die erste war, die zehn Worte, die der HERR zu euch aus dem Feuer heraus auf dem Berge, am Tage der Versammlung gesprochen hatte. Und der HERR gab sie mir.



Joh 5.37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen;
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubet, den er gesandt hat.
39 Ihr erforschet die Schriften, weil ihr meinet, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen.

Rö 1:2 welches vorher verheißen wurde durch seine Propheten in heiligen Schriften,

Rö 16:26 jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, für alle Völker,

2. Pet. 3.15 Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat,

2Ti 3:16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,

Lu 8.11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.

Off 19:13 Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: « Das Wort Gottes. »

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Re: Von Gott inspiriertes Menschenwort?

Beitragvon Johelia » Sa 16. Jan 2016, 17:11

Sali Remo

eine interessante Frage. Ich hätte jedoch das ? mit einem ! ersetzt. ;)

Wieleicht kanst du auch in folgenden Threads noch informationen finden:
Re: Inspiriert oder eigene Meinung?
Re: Die Unfehlbarkeit der Schrift
Re: Bibel-verstehen-Text


Remo hat geschrieben:Urheber der Heiligen Schrift ist demnach Gott selbst. Richtig?

Gibt es dafür Bibelstellen, die dieser Auffassung zurgrunde liegen?

Ja Gott ist der Urheber.

Da die Bibel zum grossen Teil auch ein Buch der Weissagung ist, finde ich neben den stellen die Kingschild schon erwähnte auch diese hier wichtig:

2.Petrus 1,21 Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben von Heiligem Geist.

Grüsse
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Thelonious » Sa 16. Jan 2016, 20:05

Hallo Remo,

Vorweg : es macht wirklich Sinn vor einem Threadneustart zu schauen, ob entsprechendes ( resp. zumindest thematisch ähnliches) bereits existiert. Dieses schon allein aus Gründen der Übersichtlichkeit !

Demzufolge führte ich mit diesem Thread zusammen. Bitte diskutiere / bitte diskutiert hier zu diesem wirklich wichtigen Thema weiter!

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PS. @ Johelia: Danke für diese o.g. Hinweise
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Remo » Di 19. Jan 2016, 21:13

Das ist wundervoll. Herzlichen Dank für Eure Antworten. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass christliche Überzeugungen wie diese über die Inspiration der Heiligen Schrift durch Gott auch mit der Bibel begründbar sind. Denn wäre eine solche Auffassung fern von der Bibel, so wäre sie ja wiederum "nur" Menschenwerk.

Liebe Grüsse
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » Di 19. Jan 2016, 22:13

Remo hat geschrieben:Das ist wundervoll. Herzlichen Dank für Eure Antworten. Ich lege sehr viel Wert darauf, dass christliche Überzeugungen wie diese über die Inspiration der Heiligen Schrift durch Gott auch mit der Bibel begründbar sind. Denn wäre eine solche Auffassung fern von der Bibel, so wäre sie ja wiederum "nur" Menschenwerk.

Liebe Grüsse
Remo


Gern geschehen Remo.

Persönlich prüfe ich jede Sache in der Bibel gerne nach. Dabei ist es mir wichtig, dass eine Sache mit zwei oder drei Zeugen in der Bibel belegt ist. Wenn ich nur eine Stelle finde die eine Auslegung bestätigt ist mir die Sache zu unsicher und ich forsche weiter bis ich fündig werde oder ich verwerfe diese Auslegung und fange neu an.

Dazu gibt mir die Bibel die Anweisung, denn es steht geschrieben:

5Mo 19,15 Nur auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine Sache gültig sein.

Mt 18,16 Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde!

2Kor 13,1 Zum dritten Mal komme ich jetzt zu euch: Durch zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache festgestellt werden.

Siehe auch 5Mo 17,6 / Mt 26,60 / 1Tim 5,19 / Hebr 10,28 /Offb 11,3

All diese Stellen sind zwar im Kontext unterschiedlich, etablieren aber das Muster (Bild) von zwei oder drei Zeugen.

Grüsse
Johel
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Mi 20. Jan 2016, 13:42

Vielleicht hängt es auch davon ab, in welchem Entwicklungszustand man sich befindet.
Ist man am Anfang ist es unmöglich alles zu überblicken und zu halten.
Ist man länger dabei hängt man sich selbt die Latte höher, weil das was am Anfang schwer war, jetzt schon viel zu einfach ist.
Dabei gibt es unterschiedliche Gebiete. Der eine hängt am veganen Lebenstil und findest es einfach, für dem anderen scheint das unerreichbar sein, und geht den Weg mit Jesus nicht mehr weiter, weil es das nicht durchhält oder gar nicht damit anfangen will.
Paulus hat in seinem Erkenntnisstand, war gegenüber einem Anfänger weit überlegen.
Und obwohl eine Person mit dem heiligen Geist erfüllt heißt das ja auch nicht, das die Person nicht mehr lebt und nur mehr der heilige Geist aus einem spricht.
Ansonsten würde diese Person keine eigene Persönlichkeit mehr haben.
Selbstverständlich auch keine Sünden mehr begehen können, da die Person nur mehr gesteuert vom heiligen Geist wird.
Eine Person erfüllt mit dem heiligen Geist könnte dann nicht mehr fallen?
Ich denke das würde dann zu weit gehen.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » Mi 20. Jan 2016, 14:27

manfred hat geschrieben:Der eine hängt am veganen Lebenstil und findest es einfach, für dem anderen scheint das unerreichbar sein, und geht den Weg mit Jesus nicht mehr weiter, weil es das nicht durchhält oder gar nicht damit anfangen will.


Das lieber Manfred, halte ich für eine Sonderlehre die von deiner Denomination ausgeht.
Es ist falsch Fortschritt im Glaubensleben mit Speiseverhalten einzufordern oder zu definieren.
Das führt nur in die Werksgerechtikeit!

1.Kor8,8 Speise aber macht uns nicht angenehm vor Gott; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, besser.

Aber bitte lass uns nicht wieder damit beginnen, denn du weisst wohin das führt.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Mi 20. Jan 2016, 19:04

Was mich interessiert, ob die Meinung des Paulus eine absolute Meinung ist?
Oder ist sie in jedem Satz absolut?
Ists nicht so, daß wir manchmal einen Satz als absolut und noch heute gültig darstellen.
Und ein anderes Mal ist sie nur auf die damalige Zeit bezogen?

Nehmen wir z.B.

1.Kor 11
14 Lehrt euch nicht auch die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, wenn er langes Haar trägt,
15 aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar hat? Das Haar ist ihr als Schleier gegeben.
16 Ist aber jemand unter euch, der Lust hat, darüber zu streiten, so soll er wissen, dass wir diese Sitte nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht.

Wenn diese Sätze heute noch genau so gültig wären wie damals zur Zeit des Paulus, was heißen sie dann?

Natürlich argumentieren manche Christen vielleicht, dass sich diese Sätze nur auf eine damalige Gemeinde und nicht auf die heutige und schon gar nicht auf die eigne Gemeinde beziehen. Gott behüte.

Aber wenn die Sätze hezte noch genau so gültig wären, dann heißt dass;
Jeder der heute darüber streitet ist kein Christ. Weil es in der Gemeinde Gottes nicht der Brauch ist.
Hat das schon mal jemand so zu seinem Bruder gesagt?

Zusatz:
Wenn Paulus auch schon in dieser Zeit vom heiligen Geist erfüllt war, hatte er diese Säzte ja auch mit dem heiligen Geist geschriegen.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » Mi 20. Jan 2016, 23:35

manfred hat geschrieben:Was mich interessiert, ob die Meinung des Paulus eine absolute Meinung ist?
Oder ist sie in jedem Satz absolut?

Ja im Prinzip ist jeder Satz von Paulus absolut. Es ist jedoch schlechte theologische Arbeit wenn einzelne Sätze isoliert betrachtet werden ohne den Kontext einzubeziehen.

manfred hat geschrieben:Zusatz:
Wenn Paulus auch schon in dieser Zeit vom heiligen Geist erfüllt war, hatte er diese Sätze ja auch mit dem heiligen Geist geschrieben.

Ja Paulus war damals vom Heiligen Geist erfüllt und hat die Sätze inspiriert vom heiligen Geist geschrieben.

Du bringst ja in deiner Frage:
manfred hat geschrieben:Nehmen wir z.B.

1.Kor 11

Gerne aber dann bitte den ganzen Absatz des Kapitels im Kontext und nicht nur isolierte Verse und noch dazu aus dem Kontext gerissen.

Betrachten wir nun den Kontext des Korintherbriefs, so ermahnt und korrigiert Paulus die Gemeinde in Korinth in vielen Belangen. Dabei erinnert Paulus in Kapitel 11 Vers 2 bis 12 an die Schöpfungsordnung und Hierarchie.

In den Versen 14 bis 16 erinnert Paulus an die Vorschriften aus dem jüdischen Priestertum zur Haartracht der heiligen Männer (Hesekiel 44,20) und an die Sitten aus dem AT bei welchen einer fehlgeleiteten Frau zur Schande die Haare geschoren wurden.

An diesen Beispielen erinnert Paulus an gegebene Sitten, doch nicht wie an anderen Stellen in seinen Briefen gebietet er, dass dies Gottes Satzungen sind.

In Korinther 11 Vers 13 fordert er sogar die Leser dazu auf die Sache selbst zu beurteilen!!

Leider schreibst du dann auch:
manfred hat geschrieben:Aber wenn die Sätze noch genauso gültig wären, dann heißt dass;
Jeder der heute darüber streitet ist kein Christ. Weil es in der Gemeinde Gottes nicht der Brauch ist.
Hat das schon mal jemand so zu seinem Bruder gesagt?

Nein lieber Manfred, da liest du etwas in den Text das da nicht steht!! (Eisegese!!) Nirgends steht im Text etwas von „Jeder der heute darüber streitet ist kein Christ“.

In Vers 16 steht lediglich geschrieben:
16 Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes.

Das ist eine Ermahnung nicht streitsüchtig zu sein, verbietet aber nicht über das Thema zu diskutieren und ganz speziell spricht das niemandem das „Christsein“ ab. Sowas wäre ja dann eigene Meinung und nicht Inspiriert. 8-)

Liebe Grüsse
Johel
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Do 21. Jan 2016, 10:34

Nein das verstehe ich nicht.

Die Gemeinde Gottes tut das nicht.
Okay du kannst argumentieren, dass nicht nur Christen zur Gemeinde Gottes gehören.

Die Korinthergemeinde war auch nicht die jüdische Gemeinde, wie es an dem Brief an die Hebräer war.
Wenn es Vorschrift war, den Frauen die Haare aus Strafe zu schneiden, dann bräuchten man sich darüber nicht aufzuregen, das war deann okay nach den Vorschriften.

Wenn aber schon zur Zeit des Paulus die Gemeinde Gottes darüber nicht streitet.
Warum wäre das heute erlaubt.
War es nur damals so und heute nicht?
Das verstehe ich nicht.

Dann wäre der das tut kein Glied der Gemeinde Gottes und damit kein Christ.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Do 21. Jan 2016, 12:33

Aber vielleicht ist die Bibel ganz einfach zu verstehen:

In Korinth gab es einige unordentliche Männer.
Diesem sagt Paulus, daß es nicht gut ist so zu leben.
Er erklärt ihnen warum lange Haare für Frauen gedacht ist und nicht für Männer.
Aber anscheinend gab es auch in der Gemeinde Korinth darüber Streit.

Paulus erklärt ihnen war richtig wäre und erklärt auch das es ist notwendig ist darüber zu streiten.

Warum muß immer alles verdreht oder kompliziert gemacht werden?
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon toemu » Do 21. Jan 2016, 17:32

Lieber Manfred,

manfred hat geschrieben:Paulus erklärt ihnen war richtig wäre und erklärt auch das es ist notwendig ist darüber zu streiten.

Bis jetzt habe ich Paulus immer so verstanden dass er gegen Streitereien in der Gemeinde ist; z.B.
2Tim 2,23 Aber die törichten und ungereimten Streitfragen weise ab, da du weißt, daß sie Streitigkeiten erzeugen.

LG
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Christustraeger » Do 21. Jan 2016, 17:35

Ich finde Paulus hat das ganz richtig gemacht, denn er schreibt ja, dass es seine Meinung ist. Belibt aber festzuhalten, dass in der Jungfrauensache Gott kein Gebot gegeben hat, was wohl bedeutet, dass auch Heilige Jungfrauen heuíraten dürfen - er läßt hier also Freiheit und wird mit ihnen sein - egal wie sie sich entscheiden.

In Liebe
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » Do 21. Jan 2016, 22:26

manfred hat geschrieben:Dann wäre der das tut kein Glied der Gemeinde Gottes und damit kein Christ.


Ich finde es krass, dass du unbedingt jemandem das "Christsein" abzusprechen suchst, obwohl wir Christen ja so nicht richten sollen.
Mtt7,2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.

Wenn dieses Gedankengut in deiner Gemeine Gang und Gäbe ist, danke ich Gott dort nicht dazu gehören zu müssen. :praise:
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Christustraeger » Do 21. Jan 2016, 22:38

Das must du dir leider bieten lassen, denn manfred hat ganz recht: wer das wort gottes durch paulus anzweifelt, steht mit recht im verdacht nicht christlich zu sein....
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » Fr 22. Jan 2016, 00:17

Christustraeger hat geschrieben:Das must du dir leider bieten lassen,...


Was muss ich mir bieten lassen? Ihr beide quasselt unverständlich. :baby:
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Christustraeger » Fr 22. Jan 2016, 00:20

Ich redete in verständlicher deutscher sprache zu dir zur umkehr - du wolltest nicht .. es sei gerecht ...
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Hanspeter » Fr 22. Jan 2016, 09:03

Paulus sagt, dass es in Gottes Gemeinde nicht Sitte ist, zu streiten. Da steht aber nicht, dass wer streitet, kein Christ ist. Diese Aussage geht über die Aussage Pauli hinaus.

Paulus sagt, dass es in Gottes Gemeinde nicht Sitte ist, zu streiten. Da steht aber nicht, dass es nicht erlaubt ist, über Gottes Wort und dasjenige von Paulus zu diskutieren. Streiten ist nicht gleich diskutieren. Diskutieren ist auch nicht gleich anzweifeln.

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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon toemu » Fr 22. Jan 2016, 09:56

Lieber Hanspeter

1 Kor 11.16 Wenn aber jemand meint er dürfe rechthaberisch sein: wir haben solche Gewohnheit nicht und auch nicht die herausgerufenen Gemeinden Gottes.

Ich denke es geht nicht um die Gewohnheit zu streiten sondern um die Gewohnheit dass Frauen nicht unverhüllt in der Gemeinde zu Gott beten.

Und überhaupt würde ich das Thema formulieren: Inspiriert UND eigene Meinung.

LG
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Fr 22. Jan 2016, 14:38

Es tut mir leid, da kann ich doch nur laut lachen, ich kann mich einfach nicht mehr halten.
Es ist zwar nicht die Sitte zu streiten, aber wenn wir streiten und diese Sitte doch machen dann ist das auch egal.

Vielleicht auch noch zurück zum Thema der Frage von Paulus, ist besser nicht zu heiraten:
So habe ich gerade gefunden in 1.Kor 11,11: Ihm Herrn ist die Frau nichts ohne dem Mann und der Mann nichts ohne die Frau.
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » Fr 22. Jan 2016, 14:41

Johelia hat geschrieben: Christen ja so nicht richten sollen.


Aber bei der Beurteilung meiner schlechten Theologie warst du ja nicht so zimperlich.
Warum auf einmal so wehleidig?
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon toemu » Fr 22. Jan 2016, 15:17

Lieber Manfred,

manfred hat geschrieben:So habe ich gerade gefunden in 1.Kor 11,11: Ihm Herrn ist die Frau nichts ohne dem Mann und der Mann nichts ohne die Frau.

Oder "Indessen im Herrn ist weder die Frau etwas ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau."
Es geht weniger um das Heiraten sondern darum dass Mann und Frau gemäss Gottes Schöpfungsordnung eine gleichwertige Stellung vor dem Herrn haben.
"Paulus will das Missverständnis abwehren, als gelte das Geschaffensein zum Bild und zur Herrlichkeit Gottes der Frau eigentlich nicht und als werde ihr die Beziehung zu Gott nur auf dem Umwege über den Mann zuteil, der für sie "ihre Herrlichkeit" sei." (Wuppertaler Studienbibel)
Gal 3,28 "Hier ist weder Mann noch Weib sondern allzumal einer in Christus"

LG
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon manfred » So 24. Jan 2016, 13:31

Ja ich denke auch so lieber thomas.
Ich sehe die Auseinandersetzung als Folge des Sündenfalls, wo der Mann sich erheben wird, um über die Frau zu herschen.
Genauso umgekehrt, scheinen manche Frauen heute das Recht für sich zu nehmen, dass sie zurück schlagen gegen die jahrhundertelange Unterdrückung.
Die Wahrheit wäre eine Übergabe an Jesus und ihm die Entscheidung zu überlassen.
Aber eine friedliche und perfekte Welt ist eben eine Illusion.
Ich denke, dass den Menschen einfach langweilig wird, wenn sie nicht streiten können.
Würden wir einer Meinung sein, dann wäre es ja auch im Forum sehr still, oder?
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Johelia » So 24. Jan 2016, 19:32

manfred hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben: Christen ja so nicht richten sollen.


Aber bei der Beurteilung meiner schlechten Theologie warst du ja nicht so zimperlich.
Warum auf einmal so wehleidig?


Ich habe ja ach nicht dich gerichtet sondern deine theologische Arbeit. ;) Du aber richtest Personen und sprichst ihnen das Christsein ab.

Zudem, wüsste ich nicht wo du Wehleidigkeit meinerseits herausgelesen hättest. :?
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Re: Inspiriert oder eigene Meinung?

Beitragvon Thelonious » So 24. Jan 2016, 19:37

@Manfred
@Johelia,

bitte kommt zum tatsächlichen Threadthema zurück, danke,

VG
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Re: Von Gott inspiriertes Menschenwort?

Beitragvon Johelia » So 24. Jan 2016, 19:46

kingschild hat geschrieben:
Remo hat geschrieben:Hallo miteinander

Es ist, soweit ich es überblicke, unter Gläubigen anerkannt, dass die Bibel von Gott inspiriert wurde - dass also die Verfasser der einzelnen Bücher vom heiligen Geist dazu befähigt und mit den richtigen Worten beschenkt wurden. Insofern übersetzten sie "nur", was Gott ihnen offenbarte. Urheber der Heiligen Schrift ist demnach Gott selbst. Richtig?



Ja Remo das ist soweit richtig. Zu beachten gilt aber das es in der Bibel auch Historische Bücher gibt, welche einfach nur wiedergeben was geschehen ist. Die Bibel als ganzes gibt also vom direkt empfangenen Wort an seine Diener, über Aufzeichnungen vom Wirken Gottes, bis hin zu historischen Ereignissen, ein Gesamtbild über das Wirken Gottes.

Gibt es dafür Bibelstellen, die dieser Auffassung zurgrunde liegen?


Zu den Bibelstellen gibt es auch einige:

2Mo 32:16 Und die Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift war Gottes Schrift, darein gegraben.

5Mo 10:4 Da schrieb er auf die Tafeln in gleicher Schrift, wie die erste war, die zehn Worte, die der HERR zu euch aus dem Feuer heraus auf dem Berge, am Tage der Versammlung gesprochen hatte. Und der HERR gab sie mir.



Joh 5.37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen;
38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubet, den er gesandt hat.
39 Ihr erforschet die Schriften, weil ihr meinet, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen.

Rö 1:2 welches vorher verheißen wurde durch seine Propheten in heiligen Schriften,

Rö 16:26 jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, für alle Völker,

2. Pet. 3.15 Und die Geduld unsres Herrn achtet für euer Heil, wie auch unser lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben hat,

2Ti 3:16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,

Lu 8.11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.

Off 19:13 Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: « Das Wort Gottes. »

God bless
Kingschild


Also zurück zum Thema. Hier die Vorlage von Remo und Kingschild dazu.
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