Schweinkram in der bibel

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Schweinkram in der bibel

Beitragvon Prosecutor » Di 3. Dez 2002, 22:04

1.) der heilige liebe gute Lot bietet in Sodom seine minderjährigen Töchter der geiferndern Menge zur Gruppenvergewaltigung an, um homosexuelle Handlungen dieser Menge mit seinen Gästen zu verhindern (1. Mose 19 V.1ff)

2.) Lot (der einzige "Gerechte" unter den Einwohnern von Sodom...) schläft mit seinen beiden Töchtern, beide bekommen Kinder von ihm (1. Mose 19 V.30ff)

3.) Wie alt war eigentlich Maria, als der heilige Geist..... ?
(12-14 ist die einzig realistisch Antwort)

4.) Die israelitischen Späher im Vernichtungskrieg gegen die friedliche Stadt Jericho finden "Unterschlupf" ausgerechnet bei der Dorfhure. Als sie die Stadt einnehmen ist sie die einzige die man am Leben läßt (Josua Kap.2 und Kap. 6).


darf ich fragen wie die christliche front dazu steht?

zugegeben, das hab ich nicht selber gefunden, aber immerhin. bezeichnenderweise fehlen diese stories in der kinderbibel ... *wunder*
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon bigbird » Di 3. Dez 2002, 23:20

Hi Prosecutor

Das ist so - es gibt schlimme Dinge in der Bibel! Denk mal an Mose, der im Jähzorn einen Ägypter erschlagen hat. Oder an David, den Vorzeigekönig, er hat sich in Bathseba verguckt und heimtückisch dafür gesorgt, dass ihr Mann umkommt, damit er sie haben kann ... und trotzdem wird David ein Mann Gottes genannt! Gott erwählt Menschen, nicht Übermenschen ...
Es gibt in der Bibel Menschliches, Sündiges... denk auch an die Samaritanische Frau am Jakobsbrunnen... Es gibt in der Bibel Prostituierte, die trotzdem Gott Wohlgefälliges getan haben, und sie werden dafür belohnt.

Klar stehen solche Geschichten nicht in der Kinderbibel - warum sollte es auch. Kinderbibeln sind nämlich kinderfreundlich. Wenn die Kinder gross werden, können sie es selber in der Bibel nachlesen ...

Deswegen bleibt für uns die Bibel trotzdem die Heilige Schrift - da kannst du ruhig erzählen ...

tschüss!

PS. Und wegen Maria - damals haben die Frauen sehr jung geheiratet und Kinder bekommen! Das war normal. Und der Heilige Geist - das ist doch was anderes - das sollte sogar dir - von andern Front - klar sein!


Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 07:58

Hallo zusammen

Das ist es, was mir die Bibel so sympathisch macht. Wenn ich da nur von lauter Supermännern und -Frauen lesen würde, bekäme ich wohl Depressionen.

Die Bibel nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie zeigt die guten und schlechten Seiten der Menschen. Sie zeigt, dass, wer an Gott glaubt und seine Wege befolgt, recht sauber und "untadelig" dasteht. Aber die "Grossen" der Bibel haben mit den gleichen Schwächen gekämpft, die wir ja auch kennen; Hochmut, Sexualität, Geld, Macht, Alkohol... Und trotzdem hat Gott sie gebraucht. Und wie ...

Es ist ja eigentlich erstaunlich, was für Gott Kriterien sind, jemanden auszusuchen. David als jüngster, schwächster der Brüder, Mose als Mörder, Jona läuft davon... Es gibt da noch so viel zu entdecken.


Warum erwähnt man hier nicht auch die positiven Seiten oder "verdeckten" Schweinekram, sogenannt? Lies mal das Hohelied durch... Das ist zum Teil schon sehr direkt :P
Gruss
-salzstreuer
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 08:04

*räusper* Aber eins verstehe ich jetzt nicht: Damals war es ok wenn eine 14-jährige Sex hatte und heute nicht. Bin ich der einzige, dem das irgendwie schräg reinkommt?

Ausserdem, wenn einer, der aus Begehr des Nächsten Weibes heraus mordet, ein Mann Gottes sein kann, einer, der sich aber nie zu Gott bekannt hat den Himmel aber vergessen kann, dann ist euer Gott ein Ar***. Sorry, aber das ist keine Art und Weise Liebe und Fairness zu zeigen. Mal ehrlich da verstösst einer gegen 20% der wichtigsten Gebote Gottes und ist dennoch ein Superstecher in Gottes Augen, aber einer, der ein lieber Kerl ist und noch nciht einmal einem einzigen Gottesgeschöpf etwas angetan hat, hat die "Arschkarte" gezogen, weil ihm die ganze Jesus-Sache irgendwie suspekt war. Sorry aber wie blind muss man sein um das noch als "Liebe Gottes zu all seinen Geschöpfen" zu betrachten?

Ausserdem wie kann man gottgefällig sein und gleichzeitig sich prostituieren, wo das doch Gott ein Greuel ist? "Ja, ich bin jetzt ganz fromm, aber ich fi*** jeden Mann der Stadt, weil das gutes Geld bringt... aber ich würde sonst nichts tun, das Gott nervt". Sagt mal sind wir echt schon so weit? Jede Sünde ist akzeptabel, solange man sonst Gottes Drecksarbeit erledigt? Da hört´s bei mir einfach langsam auf!
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 08:35

Original von Shadow
*räusper* Aber eins verstehe ich jetzt nicht: Damals war es ok wenn eine 14-jährige Sex hatte und heute nicht. Bin ich der einzige, dem das irgendwie schräg reinkommt?

Liegt vieleicht daran, dass man damals in diesem Alter geheiratet hat. Man hatte übrigens erst Sex, nachdem man geheiratet hatte ... volljährig ist man halt bei den Juden wesentlich früher als bei uns - ich weiss nicht genau, wann, aber irgendwo in dem Bereich von 14 Jahren, vermutlich sogar schon früher.

Zu David:
Es geht ja nicht darum, dass Gott David liebt, weil er dass getan hat, sondern obwohl.

Hier der Auszug über das, was nachher geschah (2. Samuel 12)
Nathans Strafrede. David bekennt seine Sünde und empfängt Vergebung
1 Und der HERR sandte Nathan zu David. Als der zu ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. 2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; 3 aber der Arme hatte nichts als ein einziges kleines Schäflein, das er gekauft hatte. Und er nährte es, dass es groß wurde bei ihm zugleich mit seinen Kindern. Es aß von seinem Bissen und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß und er hielt´s wie eine Tochter. 4 Als aber zu dem reichen Mann ein Gast kam, brachte er´s nicht über sich, von seinen Schafen und Rindern zu nehmen, um dem Gast etwas zuzurichten, der zu ihm gekommen war, sondern er nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war. 5 Da geriet David in großen Zorn über den Mann und sprach zu Nathan: So wahr der HERR lebt: Der Mann ist ein Kind des Todes, der das getan hat! 6 Dazu soll er das Schaf vierfach bezahlen, weil er das getan und sein eigenes geschont hat. 7 Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum König gesalbt über Israel und habe dich errettet aus der Hand Sauls 8 und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Frauen, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu wenig, will ich noch dies und das dazutun. 9 Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, dass du getan hast, was ihm missfiel? Uria, den Hetiter, hast du erschlagen mit dem Schwert, seine Frau hast du dir zur Frau genommen, ihn aber hast du umgebracht durchs Schwert der Ammoniter. 10 Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nimmermehr lassen, weil du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, dass sie deine Frau sei. 11 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über dich kommen lassen aus deinem eigenen Hause und will deine Frauen nehmen vor deinen Augen und will sie deinem Nächsten geben, dass er bei ihnen liegen soll an der lichten Sonne. 12 Denn du hast´s heimlich getan, ich aber will dies tun vor ganz Israel und im Licht der Sonne. 13 Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesündigt gegen den HERRN. Nathan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Sünde weggenommen; du wirst nicht sterben. 14 Aber weil du die Feinde des HERRN durch diese Sache zum Lästern gebracht hast, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben. 15 Und Nathan ging heim. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau David geboren hatte, sodass es todkrank wurde. 16 Und David suchte Gott um des Knäbleins willen und fastete, und wenn er heimkam, lag er über Nacht auf der Erde. 17 Da traten herzu die Ältesten seines Hauses und wollten ihn aufrichten von der Erde; er aber wollte nicht und aß auch nicht mit ihnen. 18 Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die Männer Davids fürchteten sich, ihm zu sagen, dass das Kind tot sei; denn sie dachten: Siehe, als das Kind noch am Leben war, redeten wir mit ihm und er hörte nicht auf uns; wie könnten wir ihm nun sagen: Das Kind ist tot! Er könnte ein Unheil anrichten. 19 Als aber David sah, dass seine Männer leise redeten, merkte er, dass das Kind tot sei, und sprach zu seinen Männern: Ist das Kind tot? Sie sprachen: Ja. 20 Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und zog andere Kleider an und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und als er wieder heimkam, ließ er sich Speise auftragen und aß. 21 Da sprachen seine Männer zu ihm: Was soll das, was du tust? Als das Kind lebte, hast du gefastet und geweint; nun es aber gestorben ist, stehst du auf und isst? 22 Er sprach: Als das Kind noch lebte, fastete ich und weinte; denn ich dachte: Wer weiß, ob mir der HERR nicht gnädig wird und das Kind am Leben bleibt. 23 Nun es aber tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es wieder zurückholen? Ich werde wohl zu ihm fahren; es kommt aber nicht wieder zu mir zurück. 24 Und als David seine Frau Batseba getröstet hatte, ging er zu ihr hinein und wohnte ihr bei. Und sie gebar einen Sohn, den nannte er Salomo. Und der HERR liebte ihn. 1Chr 20,1
25* Und er tat ihn unter die Hand des Propheten Nathan; der nannte ihn Jedidja um des HERRN willen.

Das Wesentliche für mich hier drin ist Schuld Bekennen und Vergebung. Das ist das Zentrale, was Jesus (jaja, neben der Liebe) gepredigt hat.

Schuldig sind wir alle und vor Gott ist jede Schuld so ziemlich gleich anzurechnen. Ist wie beim Fussball, eigentlich ist es egal, ob der Ball 5 cm oder 5 Meter neben dem Tor durchgeht, daneben ist daneben.

Es geht darum, was wir mit dieser Schuld machen. Jemand, der sein ganzes Leben "lieb" war, seine Schuld aber nicht mit Gott ins reine gebracht hat, ist halt einfach an einem anderen Punkt als jemand, der am Ende des Lebens seine Schuld offen und ehrlich bereut und Vergebung erhält (an alle Katholische-Kirche-Fans: Ich meine damit nicht die Beicht-Spielereien...).

Umd Dir gerade noch zuvorzukommen: Ich denke nicht, dass wir nun einfach leben können wir wie wollen und dann kurz vor dem Sterben noch schnell ganz Reinemachen mit Gott versuchen - niemand weiss, wann er wie sterben wird ...

Gruss
-salzstreuer
-Der*weiss*dass*er*mit*einer*Klammerbemerkung*vermutlich*in*ein*Wespennest*gestochen*hat.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 09:01

Sorry, aber die Einstellung ist daneben. Jeder Mensch macht Fehler und die meisten Menschen bereuen sie schon ein Leben lang. Was du sagen wolltest ist, man muss Gott um Verzeihung bitten. Und das ist Idiotie. Nur ein Mensch würde einem Gott einen Charakterzug anhaften, nachdem dieser Gott abhängig von einer persönlichen Entschuldigung ist.

Diese Argumente zeigen es mal wieder sehr deutlich: Durch eure Interpretation von Gott macht ihr ihn fehlbar und schwach. Der einzige Grund, warum Christen mit ihrem Glauben gegen Wände rennen ist, dass sie ihren Gott bis zur Unkenntlichkeit pervertiert und verstümmelt haben. Ihr habt euren eigenen Gott auf dem Gewissen.

Ich kann jeden Gott respektieren, aber eure Ansicht von dem Euren ist mir zutiefst zuwider.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 09:17


Sorry, aber die Einstellung ist daneben.

Ist die Einstellung Gottes, findest du x mal in der Bibel

Jeder Mensch macht Fehler und die meisten Menschen bereuen sie schon ein Leben lang.

Es macht einen Unterschied, ob mir Schuld vergeben wird oder nicht. Was vergeben ist vor Gott, muss mich nicht mehr belasten, es ist weg!


Was du sagen wolltest ist, man muss Gott um Verzeihung bitten. Und das ist Idiotie. Nur ein Mensch würde einem Gott einen Charakterzug anhaften, nachdem dieser Gott abhängig von einer persönlichen Entschuldigung ist.

Gott ist nicht abhängig von unserer Entschuldigung. Er sagt einfach, dass wir mit Schuld nicht zu ihm kommen können. Wir sind davon abhängig, dass er uns die Schuld vergibt. Kleinere Verdrehung deinerseits.

Es ist nun mal einfach so, dass wir alle vor Gott schuldig sind. Siehe Römer 3 9ff als Beispiel:
Die Schuld aller vor Gott
9Was sagen wir denn nun? Haben wir Juden einen Vorzug? Gar keinen. Denn awir haben soeben bewiesen, daß alle, Juden wie Griechen, unter der Sünde sind, 10wie geschrieben steht: b«Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. 11Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. 12Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer (Psalm 14,1-3). 13Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen betrügen sie (Psalm 5,10), Otterngift ist unter ihren Lippen (Psalm 140,4); 14ihr Mund ist voll Fluch und Bitterkeit (Psalm 10,7). 15Ihre Füße eilen, Blut zu vergießen; 16auf ihren Wegen ist lauter Schaden und Jammer, 17und cden Weg des Friedens kennen sie nicht (Jesaja 59,7-8-). 18Es ist keine Gottesfurcht bei ihnen (Psalm 36,2).» 19Wir wissen aber: was das Gesetz sagt, das sagt es denen, die unter dem Gesetz sind, damit allen der Mund gestopft werde und dalle Welt vor Gott schuldig sei, 20weil ekein Mensch durch die Werke des Gesetzes vor ihm gerecht sein kann. Denn fdurch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Oder lies mal quer durch das 3. Buch Mose. Da stellt Gott die verschiedensten Gebote und Regeln auf. Er hat klar vorgegeben, was er als richtig und falsch betrachtet und Jesus hat da auch noch nachgedoppelt.

Warum betet Jesus im Vater unser, dass Gott unsere Schuld vergeben soll? Vermutlich doch, weil er weiss, dass wir immer wieder schuldig werden.

Willst Du eine Diskussion über Schuld und Gerechtigkeit Gottes? Dann fangen wir am besten einen neuen Thread an. Das lässt sich wunderbar diskutieren.

Gruss
-salzstreuer

*der weiss, dass das Thema Schuld nicht einfach ist, aber wie Erlösend ist unser Herr!*
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 09:28

Es ist schon süss, dass ihr ausgerechnet mir immer wieder mit der Bibel kommt. Aber seis drum.

Gott IST Abhängig von dieser Entschuldigung. Gott ist nicht im Stande einen Menschen nach seinen Taten, seinen Gefühlen und seinen Wünschen zu beurteilen, sondern einzig und allein, ob er an Jesus glaubt. Gott ist also insofern Abhängig von diesem Glauben, denn nur dem der glaubt kann er vergeben. Ihr bindet eurem Gott die Hände und auch wenn du es nicht wahrhaben wollen wirst, du führst deinen Gott an der Leine.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Florian T » Mi 4. Dez 2002, 09:38

Hallo Salzstreuer,

was ganz anderes: Gut; David hat Mist gebaut. Und was ist die Strafe Gottes? Ein Kind wird umgebracht. Konnten das Kind (und die Mutter) irgendetwas für das Verbrechen von David? Nein!

Warum also bestraft der doch so gerechte Gott dann Kind (und auch Mutter)? Oder die Sache mit der Volkszählung, da werden dann ein paar 10.000 Israeliten das Opfer der Strafe Gottes. Toll, sehr gerecht.

Oder wie war das mit den Erstgeborenen aus Ägypten?

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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon flamehair » Mi 4. Dez 2002, 09:38

....und was konnte eigentlich das arme Baby dafür, dass sein Vater gesündigt hat?

lg

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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 09:46

Hallo Shadow

Gott sieht sehr wohl, was wir tun, was wir denken und wie unser Herz es meint. Und das ist wohl auch eine der Besonderheiten. Wir können Gott nicht mit Äusserlichkeiten beindrucken. Er sieht, wie unser Herz es meint.

Jes 29
Der Herr hat gesagt: »Dieses Volk da behauptet, mich zu ehren. Aber sie ehren mich nur mit Worten, mit dem Herzen sind sie weit weg von mir. Ihr ganzer Gottesdienst ist sinnlos, denn er besteht nur in der Befolgung von Vorschriften, die Menschen sich ausgedacht haben.


Ich denke, dass wir hier in dieser Diskussion nicht weiterkommen (wobei ich sie nicht unbedingt abbrechen will, ist nur eine Feststellung). Denn wer die Schuldfrage nicht versteht (oder nicht verstehen will), dem fehlt eine der Grundlagen, auf die der Christliche Glaube aufbaut.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 09:50

Salzstreuer: Ich sagte nicht, dass er es nicht kann! Ich sagte, er kann nicht aufgrund dessen entscheiden! Wie ein Richter der Gerechtigkeit walten lassen würde, sich aber wegen dem Gesetz anders verhalten MUSS.

Und ich habe das Prinzip davon schon begriffen. Es ist eine Diktatur. Sage Heil Hitler und du hast Arbeit, zu Essen und deine Ruhe. Sage es nicht und dein Leben wird die Hölle. Nur ist es bei Gott die Ewigkeit nach dem Tod. So wie ihr Argumentiert stellt ihr Gott als einen grösseren Schlächter als Hitler hin.


Übrigens möchte ich dein bibelzitat zurück geben: Ich behaupte, ihr alle solltet euch das mal zu Herzen nehmen. Kaum einer hier drin folgt wirklich dem Beispiel, das Jesus gegeben hat.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 09:55

Hallo Shadow

Der Unterschied ist nur, dass ich bei Gott Liebe und Geborgenheit finde.

Gott hat den Menschen geschaffen, um Gemeinschaft mit ihm zu haben. Das muss toll gewesen sein, einfach so direkt mit Gott zu plaudern, von Angesicht zu Angesicht. Und Gottes Ziel ist es, dies Wiederherzustellen.

Aber Du bist frei, auch das Gegenteil zu wählen.

-salzstreuer
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon soleil » Mi 4. Dez 2002, 10:02

Hey Leute...ich bewundere Euren Durchhaltewillen. :D

Es kommen ja immer dieselben Antworten, findet Ihr das nicht langsam langweilig??

Gottes Gerechtigkeit ist nicht ergründlich..u.s.w.
Die Bibel ist voll von "Unverständlichem". Aber nur, wenn uns die damaligen Bräuche und Gottesbilder nicht bewusst sind.

Zum Beispiel predigte Jesus, dass ein Mann, der ihm nachfolgen wolle, Frau, Kind und Haus hassen (wortwörtlich) müsse.

Wenn man dies jetzt symbolisch deuten würde, könnte man daraus schliessen,dass man für den spirituellen Weg nicht gleichzeitig an "Materiellem" (Hab und Gut) haften kann/soll.

Dies kann es aber eindeutig nicht sein, denn ansonsten würden Frau und Kind unter die Rubrik Ware fallen.
Einer Frau und einem Kind wurde also keinen Geist zugesprochen, nein sie waren Besitztümer des Herrn, des männlichen Familienoberhauptes.

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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon soleil » Mi 4. Dez 2002, 10:16

Lieber Salzstreuer!

Warum darfst Du nicht an Dich Selbst glauben?? Warum musst Du Liebe und Geborgenheit im Aussen suchen?

Irgendwann sollten wir doch kapieren, dass diese Kraft in uns selbst liegt.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon bo » Mi 4. Dez 2002, 10:22

Original von Salzstreuer
Jes 29
Der Herr hat gesagt: »Dieses Volk da behauptet, mich zu ehren. Aber sie ehren mich nur mit Worten, mit dem Herzen sind sie weit weg von mir. Ihr ganzer Gottesdienst ist sinnlos, denn er besteht nur in der Befolgung von Vorschriften, die Menschen sich ausgedacht haben.




Ich weiss nicht, aber irgendwie kann man dieses Zitat auf min. 90% der Christen abmünzen, die sich hier im Forum vergnügen. Trifft es wirklich genau auf den Punkt. Ich bin begeistert!
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 10:23

Salzstreuer: Merkst du nciht, dass du dir damit selber widersprichst? Wenn sein Ziel die Vereinigung mit dem Menschen ist, warum setzt er dann den Glauben als einzige Voraussetzung dazwischen? Wenn Gott wollte, dass die herzensguten Menschen bei ihm sind, dann würde er diese zu sich nehmen und ihnen nicht ankreiden, dass sie nicht an ihn geglaubt haben. Wenn er aber nur nach dem Glauben entscheidet, dann ist er entweder nicht allmächtig, weil er nicht anders kann oder er ist ein Ar***. So einfach ist die Rechnung. Und egal in welcher rekursiven Selbsttäuschung du dich badest, das ist eine Tatsache, die mir gehörig gegen den Strich geht.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 10:24

@soleil

Selbstverständlich. Und weil wir das begreifen, sind wir alle so liebevoll, friedlich und gut gelaunt. Wir haben keinen Krieg, Menschen sind zu keinen Greueltaten fähig, wir begegnen einander mit Respekt.

Überall herrscht Frieden, es gibt keine Dikriminierung, keinen Neid, keinen Rassismus.

Glaubst Du im Ernst, der Mensch alleine aus sich heraus wäre dazu fähig. Glaubst Du, unser ach so weit einwickelter Mensch hätte das nicht schon lange umgesetzt, wenn dies alles funktionieren würde?

Aber die Geschichte gibt uns leider recht, dass der Mensch einfach unfähig ist, Liebe und Gerechtigkeit aus sich selber zu leben. Und das schliesst Christen mit ein, die sind da überhaupt nicht besser.

Wer aber nach Gottes Geboten lebt und seine Liebe in Anspruch nimmt und diese weiter gibt, hat eine gute Basis, so, wie Jesus uns das vorgelebt hat. Jesus hat nämlich ebenfalls nicht aus sich selber gelebt, sondern darauf verwiesen, dass alles, was er ist und tut, aus Gott, dem Vater kommt.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 10:31

Doch, der Mensch kann all diese Schrecken aus sich selber heraus bannen. Aber das bedürfte einer so gewaltigen Gesellschaftlichen Umstrukturierung, dass es unwahrscheinlich ist. Ganz einfach. Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 10:36

Original von flamehair
....und was konnte eigentlich das arme Baby dafür, dass sein Vater gesündigt hat?


Tut mir leid, ganz offen und ehrlich - ich habe keine Ahnung.

Gruss
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon soleil » Mi 4. Dez 2002, 10:42

Salzstreuer... klar, die VERANTWORTUNG liegt bei uns, nicht bei Gott. Denn wir sind Teile (Söhne und Töchter), die gemeinsam den Vater(das Ganze) ausmachen.

Jesus hat seinen Geist auf das GAnze ausgerichtet. Weil er kapiert hat, dass Alles zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Er hat bei sich selbst angefangen und seine Liebe an die Umwelt weitergegeben und damit viel bewegt, wie Du in der Bibel nachlesen kannst.

Was glaubst Du, welche Kraft eine Kranheit heilt???
Es ist die Liebe!!!!!!!!!
Manchmal können ein paar Worte jemanden heilen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die richtigen Worte nur mit Liebe im Herzen findet. Genauso die richtigen Taten und die richtigen Entscheidungen.

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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 10:43


Ich weiss nicht, aber irgendwie kann man dieses Zitat auf min. 90% der Christen abmünzen, die sich hier im Forum vergnügen. Trifft es wirklich genau auf den Punkt. Ich bin begeistert!


Das mit den 90% ist vieleicht gewagt, aber tatsächlich finden sich in unseren Kirchen viele, die "Pro Forma" glauben, also mehr die Regeln beachtend als mit dem Herz.

Nur würde ich den Link ins Forum streichen. Ich denke, dass hat ja nichts mit dem Forum zu tun, sondern betrifft Christen allgemein.

Gruss
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 10:49

Original von Shadow
Doch, der Mensch kann all diese Schrecken aus sich selber heraus bannen. Aber das bedürfte einer so gewaltigen Gesellschaftlichen Umstrukturierung, dass es unwahrscheinlich ist. Ganz einfach. Unwahrscheinlich aber nicht unmöglich.


Einerseits finde ich es interessant, ausgerechnet von Dir diese Antwort zu erhalten, wie haben in einem anderen Thread andere Gedanken aufgebaut.

Andererseit denke ich, hat die Gesellschaft damit nichts zu tun. Wenn es im Menschen drin ist, dann kann er sich danach entwickeln, ohne dass die Gesellschaft es tut. Ganz genau gleich auch bei Gott. Ich kann an Gott glauben, ohne dass die Gesellschaft es tut. Viele Christen glauben an Gott, obwohl ihre Gesellschaft dies verabscheut und verfolgt. Ich denke, die Diskussion hier wäre eine andere, wenn wir in China, Pakistan oder Russland wären... Ich geniesse die Freiheit hier in der Schweiz sehr...

Gruss
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Prosecutor » Mi 4. Dez 2002, 11:07

es ist doch zum heulen. ihr versteht doch euren eigenen gott nicht. ihr betet etwas an was ihr überhaupt nicht begreift. weder seine wege, noch seine ziele. die bibel kommt nicht zwangsläufig von gott und wie sie zu verstehen ist, weiss auch niemand so genau.
euer glaube gründet sich auf märchen und legenden. und trotzdem erhebt ihr den anspruch in besitz der wahrheit zu sein? lächerlich.
warum habt ihr das bedürfnis nach diesen wahrheiten? überlegt euch das mal! ich glaube dort im unterbewussten lassen sich viele interessante sachen zu tage fördern.

alles in allem seid ihr nur unselbstständige, verängstigte kinder, die sich aus einem buch vorlesen, um sich gegenseitig geborgenheit zu geben.




so, dass musste mal raus.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 11:08

Salzstreuer: Und es ist dein Recht diese freiheit zu nutzen. Genau wie es mein Recht ist deine Argumente zu zerfleddern ;).

Mich würde jetzt interessieren, welche Aussage von mir sich deiner Meinung nach mit dieser beisst.

Und des weiteren: Das Problem ist, dass der Mensch von sich glaubt er sei ein hochintelligentes Wesen, das mit Tieren ncihts gemein hat. Aber wenn wir genau überlegen, so finden Kriege doch nur aus Gründen der Gier (Raum, Macht, Geld, Resourcen und früher Sex) oder der Religion statt. Wenn wir die Menschheit vom Krieg und vom Leid befreienwollen, dann müssen wir diese beiden Dinge aushebeln. Religionen dürften keinen Einfluss mehr auf Staaten haben. Ausserdem müsste unser bisheriges Handelswesen revolutioniert werden. Im Rahmen des Kommunismus zum Beispiel, aber diesmal so dass es funktioniert ;). Ausserdem müsste dies global geschehen. Oder zumindest in einem Grossteil der Welt. Ausserdem müssten Wege gefunden werde die eigenen Triebe auszuleben. Seien sie sexueller Natur oder Wut und Hass. Die gesellschaftliche Haltung diesen Trieben gegenüber müsste grundlegend geändert werden.

Und ich wäre nciht Shadow, wenn ich mir nicht einige Theorien dazu zurecht gelegt hätte. Man KÖNNTE die Menschheit ändern, aber dann würden die Mächtigen ihre Macht verlieren. Du darfst dreimal raten, wer sich gegen meine Ideen als erstes sträuben würde :)
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 11:13

Original von soleil
Salzstreuer... klar, die VERANTWORTUNG liegt bei uns, nicht bei Gott. Denn wir sind Teile (Söhne und Töchter), die gemeinsam den Vater(das Ganze) ausmachen.

Jesus hat seinen Geist auf das GAnze ausgerichtet. Weil er kapiert hat, dass Alles zusammenhängt und sich gegenseitig beeinflusst. Er hat bei sich selbst angefangen und seine Liebe an die Umwelt weitergegeben und damit viel bewegt, wie Du in der Bibel nachlesen kannst.

Deine Interpretation von der Bibel finde ich immer wieder spannend. Wie kommst du darauf, dass wir und der Vater ein Ganzes ausmachen, somit also eigentlich "eins" sind. Klar, aus dem Esoterischen Gedankengut, dass wir Gott sind kann ich das nachvollziehen, jedoch nicht aus der Bibel.

Jesus hat nicht einfach bei sich selbst angefangen. Unterschätze nicht, dass er als Gottes Sohn in diese Welt gekommen ist, dort aber ganz Mensch war. Jesus hat klar gesagt, dass er ohne den Vater nichts tun kann. Klar hat er mit seiner Liebe viel bewegt, aber das war noch lange nicht alles. Er hat mit seiner Liebe den Weg zum Kreuz und somit seine Hauptaufgabe erledigt - eine Liebe, die nur durch seine enge Verbindung zu seinem Vater möglich war.

Und so geht es auch uns Christen. Wir aus uns können zu wenig, es muss Gottes Kraft und Liebe sein, die durch uns wirkt. Gott ist in den Schwachen mächtig!

[
Was glaubst Du, welche Kraft eine Kranheit heilt???
Es ist die Liebe!!!!!!!!!
Manchmal können ein paar Worte jemanden heilen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die richtigen Worte nur mit Liebe im Herzen findet. Genauso die richtigen Taten und die richtigen Entscheidungen.

Ich glaube, dass Gottes Kraft ist, die heilt. Dabei besteht Gottes Kraft nicht lediglich aus Liebe. Gott ist Liebe, aber seine Kraft geht weit über das hinaus. Aber was er in seiner Kraft tut, ist Gnade und tut er aus seiner Liebe zu uns.

Gruss
-salzstreuer

*der immer wieder staunt, dass Jesus nur als Mensch betrachtet wird.*
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 11:22

@prosecutor

Und jetzt, fühlst Du Dich besser?

Gruss
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon soleil » Mi 4. Dez 2002, 11:46

Salzstreuer

Du darfst staunen, doch diese Gedanken kommen aus mir selbst. Und woher kommen Deine Interpretationen??
Vielleicht aus dem Mund eines Predigers irgendeiner Freikirche?

Es gibt da so ein Heftchen(vom Minus zum Plus), das einem jeglichen Gehirn genau einprägt, wie man die Bibel zu verstehen hat. Die Meisten sind ausgezeichnet im Auswendiglernen und Nachplappern ohne selbst zu prüfen.
Unsere Schulsysteme sind ja genauso aufgebaut, deshalb fruchtet diese Taktik leider immer noch.

Mein herzliches Beileid zu Deinem gefangenen Geist.
Mal eine ganz andere Frage; Hast Du Kinder?? Wenn ja...wirst Du noch leiden müssen...hihi. Falls Du an Deinen konservativen Glaubensmustern noch lange festhältst.
Deine Kinder werden Deine Lehrer sein.

Viel Glück!
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon osterhaas » Mi 4. Dez 2002, 11:49

äxcüsi, wenn ich eure heisse diskussion rasch unterbreche und in alten Sachen "rumwühle" aber..Shadow:

Jede Sünde ist akzeptabel, solange man sonst Gottes Drecksarbeit erledigt? Da hört´s bei mir einfach langsam auf!


:) Ganz recht, mit dieser Einstellung hast du Gottes Herz getroffen

Sünde ist nie akzeptabel. Auch nicht, wenn man "sonst alles richtig macht". Denn Sünde IST Sünde - wie bereits erklärt.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Gott heilig ist. Aber dieser hlg. Gott hat uns einen Weg bereitet, durch den wir trotz dieser Sünde mit ihm Gemeinschaft haben können.

Dieser Weg ist gekennzeichnet mit schmerz. Seinem schmerz. Nur wenn wir unsere Zielverfehlungen bereuen (nicht nur entschuldigen) und diesen schmerz in Anspruch nehmen können wir von neuem beginnen :]

Sorry, hast du sicher schon 100mal gehört - trotzdem.

Unsere sündige natur verführt immer wieder. Deshalb müssen wir wachsam sein - Und genau diese Männer und Frauen, die du verachtest (?) haben dort "geschlafen".

Und doch gebraucht sie Gott, liebt sie Gott. Er kann aus dem grössten Looser ein Mega-mann/frau machen 8-)
(also bestehen noch chancen für uns*grins*)

Denn Gott beruft nicht die Begabten, sondern begabt die Berufenen.

Jeder Mensch macht Fehler und die meisten Menschen bereuen sie schon ein Leben lang. Was du sagen wolltest ist, man muss Gott um Verzeihung bitten. Und das ist Idiotie. Nur ein Mensch würde einem Gott einen Charakterzug anhaften, nachdem dieser Gott abhängig von einer persönlichen Entschuldigung ist.


Andere glauben, man wird nach seinen Taten widergeboren und erreicht "vielleicht irgendwann einmal" das Nirvana (oder so) andere glauben an gar nichts..Idiotie..

Wenn sein Ziel die Vereinigung mit dem Menschen ist, warum setzt er dann den Glauben als einzige Voraussetzung dazwischen?


wäre es einfacher gegangen hätte er sicher ein anderer weg gewählt, dieser aber scheint der richtige zu sein.

War übrigens schon im Garten Eden so:
Die Bäume erkenntnis von Gut und böse & des ewigen Lebens

@soleil:

Wenn man dies jetzt symbolisch deuten würde, könnte man daraus schliessen,dass man für den spirituellen Weg nicht gleichzeitig an "Materiellem" (Hab und Gut) haften kann/soll.


Jepp..Jesus allein :))

Irgendwann sollten wir doch kapieren, dass diese Kraft in uns selbst liegt.


Und wir haben uns auch selbst erschaffen? Selbst diese Kraft in uns gelegt? Interessant..

Prosecutor:

es ist doch zum heulen. ihr versteht doch euren eigenen gott nicht. ihr betet etwas an was ihr überhaupt nicht begreift.


..nicht immer, aber auch. Manchmal ist unser Verstand einfach zu klein..Menschlich halt :(

Aber das sollte kein Hinderniss darstellen, oder?

euer glaube gründet sich auf märchen und legenden. und trotzdem erhebt ihr den anspruch in besitz der wahrheit zu sein? lächerlich


Naja, wir sehen dies halt anders - und so weiter und so fort

Blablabla :P - und weiter geht die diskussion..lg, häsli
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Yasha » Mi 4. Dez 2002, 11:50

Original von Salzstreuer

*der immer wieder staunt, dass Jesus nur als Mensch betrachtet wird.*


wenn man in einem Lewikon nachsieht wird Jesus als Sohn eines Zimmermannes beschrieben, nicht mehr;)
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 11:53

Mein Mittagessen (Osterhaas) ;): Was heisst hier es geht nicht anders? Gott ist doch Gott? Warum soltle es für ihn unmöglich sein den Modus Operandi zu ändern?
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Florian T » Mi 4. Dez 2002, 12:18

Hallo,

eigentlich armselig: Obwohl Gott ganz speziell 2 Menschen schafft, geht alles schief. Daraufhin bringt er mal eben fast alle um und wieder geht alles schief.

Dann verhindert er aktiv, dass es uns Menschen besser geht und bestraft uns dafür, dass wir es versucht haben. Dann begeht er Massaker auf Massaker um seine Macht zu zeigen und es funktioniert wieder nicht.

Dann schickt er seinen Sohn, klappt auch nicht. Dann offenbart er, dass allen, die nicht an ihn glauben ewige Hölle droht, bringt auch nicht viel mehr.

Also entweder dieser Gott ist ziemlich unfähig, weil er uns die Message nicht vernünftig rüberbringen kann, oder er ist unfähig, weil er uns so geschaffen hat, dass wir ihn nicht verstehen können.

Florian

P.S. Wer kann mir denn nun erklären, was gerecht ist an einem Gott, der ein Baby sterben lässt, weil sein Vater Mist gebaut hat?
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Ahk » Mi 4. Dez 2002, 12:36

Hallo
Gott armselig? ....naja....eine durchaus freche beurteilung. Zumal man etwas, dass das eigene Vorstellungsvermögen per definition übersteig nicht beurteilen kann.

P.S. Wer kann mir denn nun erklären, was gerecht ist an einem Gott, der ein Baby sterben lässt, weil sein Vater Mist gebaut hat?


Naja.....nach menschlichen Massstäben ist das in der Tat nicht gerecht.......da stimme ich zu.

Ahk
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Shadow » Mi 4. Dez 2002, 12:51

Ahk, schön dass man dich auch mal wieder sieht :).

Nun, du hast recht, mit unserem Verstand können wir Gott nicht begreiffen, aber warum nehmen dann so viele Forumsteilnehmer ihre Vorstellung von Gott so selbstverständlich als einzig richtig an?
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Scardanelli » Mi 4. Dez 2002, 13:08

Hallo Salzstreuer,
du schreibst: „Aber die Geschichte gibt uns leider recht, dass der Mensch einfach unfähig ist, Liebe und Gerechtigkeit aus sich selber zu leben. Und das schliesst Christen mit ein, die sind da überhaupt nicht besser.“

Du gibst dir selbst aus dieser Feststellung einen Grund, wie du die Welt verstehst und wie du Religion verstehen willst. Bevor du also die Bibel aufschlägst, liegt dieses Wissen deiner Möglichkeit, etwas zu erfassen zu Grunde. Es wird so weit ich gesehen habe behauptet, die Bibel sei wahres Wort Gottes. Hast du dass geprüft, ich meine du selbst, oder hast du es vor eine Prüfung gesetzt. Wäre es nicht besser gewesen, die Bibel eingehend zu studieren und dann erst festzustellen, ja, sie ist das Wort Gottes. Bist du so vorgegangen? Du bist sicherlich nicht so vorgegangen, denn sonst könntest du deine obige Behauptung nicht mit dem gleichen Atemzug von dir geben, wie du die Wahrheit der Bibel postulierst. Würdest du der Bibel vertrauen, dann hättest du das Obige niemals gesagt, denn Jesus sagt etwas dem teilweise Widersprechendes:

„Wahrlich, Ich sage euch, niemand ist, der da verlässt Haus oder Brüder oder Schwerstern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Felder Meinetwegen und des Evangeliums wegen, so er nicht hundertfältig wieder erhält nun zu dieser Frist. Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Vater und Kinder und Felder mit Verfolgungen und in dem Äon, dem kommenden, äonisches Leben.“ (Markus 10.29-30.)

Nach Jesus könnten wir es hier auf der Erde sehr wohl besser haben, wenn wir dem Sinn seiner Worte nachforschen würden und nicht vor diesem Nachforschen bereits alles wüssten. Die Brille die wir tragen, die ist so polarisiert, dass sie nur die Informationen durchlässt, auf die sie eingestellt ist. Und es ist nun mal so, dass viele von uns eine andere Brille tragen, die anders polarisiert ist. Wenn wir nicht auf die anderen achten, die eben eine andere Brille tragen, die eine Erkenntnis zulässt, die unsere Brille einfach ausfiltert, dann wird uns unsere eigene Brille zu einem Balken, der vortäuscht alles Wissen zu sein. Ein fester Glaube wird dann schnell ein Tyrann, der uns selbst und die anderen beherrscht.

Viele forschen dem Glauben nach und jeder tut dies so gut er es kann und alle scheinen wirklich eine andere Brille zu tragen. Wie wirkt denn nun aber der Heilige Geist? Er mache unsere polarisierte Brille eben ganz durchlässig, so dass wir aus der Bibel die Wahrheit erkennen würden. Mit dieser Ansicht sind wir aber genauso weit als zuvor, denn wer beansprucht hier nicht diese Durchlässigkeit, die ihm gewährt worden ist.
An dem Gleichnis mit dem Balken entwickelt sich diese Eröffnung durch den Geist aber ganz anders. Der Geist kann ja eben auch so zur Wirkung kommen, indem er jedem von uns etwas eröffnet und das Ganze müssten wir dann aus den Teilen zusammensetzen, welche den anderen gewährt worden sind.
Wem der Geist aber nur für ihn das Wesentliche offenbart, dem offenbar er es zu einem Egoismus hin, denn dieser ist der Wissende und die anderen sind daran eben die Unwissenden. Dies wird so wohl eher nicht funktionieren, denn wir sind nun mal was wir sind aus den anderen und deshalb ist diese Variante wahrscheinlicher. Warum wohl, sollen wir nach Jesus nicht richten? Nun, weil derjenige, den wir richten könnte, für uns eben die wertvollen Teile hat, die uns noch fehlen. Wer bei seinem kleinlichen Wissen aber bleiben will und dies als von dem Geist erhoben einschätzt, der wird diese Stelle sicherlich anders deuten und dann natürlich sicher sein, dass diese seine Deutung aus dem Geist kommt. Diese Vorgehen ist aber nur ein drehen um sich selbst und eben nicht die Würdigung des anderen. Der einzige Weg, um sich seines Egoismus zu entledigen, ist ein Leben, welches nur als eines angesehen wird, wenn es durch den anderen hindurchgeht und von den anderen legitimiert wird. Dies ist die einzige Versicherung, sich seines Egoismus zu entledigen. Sich vor Gott zu werfen und so zu hoffen, seinen Egoismus loszuwerden, gerät stets zu seinem Gegenteil, denn derjenige erhebt sich in dieser Geste zu Gott selber. Immer wenn sich Menschen von den anderen Menschen abwenden, werden sie egoistisch und die stärksten Menschen im Glauben habe ihren Egoismus nur dadurch überwunden, indem sie sich den anderen Menschen zugeneigt haben.
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon osterhaas » Mi 4. Dez 2002, 13:40

Shadow

Gratuliere, ihr scheint durchaus "erfolgreich" zu sein, unser Gott, bzw. die Christen in Frage zu stellen :P

Manchmal verstehen auch wir nicht, was unser Angebetete damit bezweckte.
Hier hilft nur "blindes Vertrauen" (?)

Vielleicht gibt es irgendwo da draussen bereits die Antwort oder wir müssen selbst darauf warten. Aber wie du gesagt hat: Wir dürfen nicht alles glauben was uns erzählt wird. Prüfen, prüfen, prüfen..Erst danach darauf beharren, dass es die Wahrheit ist ;)

Wegen dem Kind:

Kenne die Geschichte nicht (wo steht sie?)
Den Kindern gehört das Himmelreich.
Aber Ehrlich gesagt: Keine Ahnung.

grüsse, dein mittagessen :shock:
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Salzstreuer » Mi 4. Dez 2002, 13:52

Original von Scardanelli
Es wird so weit ich gesehen habe behauptet, die Bibel sei wahres Wort Gottes. Hast du dass geprüft, ich meine du selbst, oder hast du es vor eine Prüfung gesetzt. Wäre es nicht besser gewesen, die Bibel eingehend zu studieren und dann erst festzustellen, ja, sie ist das Wort Gottes.

Hallo Scardanelli

Du hast ja schon in verschiedenen Threads mit mir diskutiert, eine Antwort auf die obige Frage habe ich an anderen Orten schon gegeben, daher erübrigt sich dies hier. Falls nicht, melde dich nochmals...

dann hättest du das Obige niemals gesagt, denn Jesus sagt etwas dem teilweise Widersprechendes:

„Wahrlich, Ich sage euch, niemand ist, der da verlässt Haus oder Brüder oder Schwerstern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Felder Meinetwegen und des Evangeliums wegen, so er nicht hundertfältig wieder erhält nun zu dieser Frist. Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Vater und Kinder und Felder mit Verfolgungen und in dem Äon, dem kommenden, äonisches Leben.“ (Markus 10.29-30.)

Da steht mir einer auf der Leitung. Was hat das, was Du hier schreibst, damit zu tun? Jesus spricht hier vom "Lohn der Nachfolge". Hat das irgendetwas mit meiner Aussage zu tun?


Nach Jesus könnten wir es hier auf der Erde sehr wohl besser haben, wenn wir dem Sinn seiner Worte nachforschen würden und nicht vor diesem Nachforschen bereits alles wüssten.

Falls Du das ebenfalls auf diese Bibelstelle beziehst, stehen mir schon zwei auf der Leitung.

Gruss
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Florian T » Mi 4. Dez 2002, 14:34

Hallo Osterhaas,

die Geschichte wurde hier gepostet, ist also aus der Bibel.

Tja, alle sagen, nach menschlicher Moral ist das ungerecht, nach welcher Moral ist dann Gott gerecht? Ist Gott gerecht, weil er es sagt und dann müssen wir es einfach glauben? Nur, woher kommt dann unser moralisches Empfinden, dass man Kinder nicht für die Taten der Eltern büßen lassen soll?

Florian

P.S. Salzstreuer: Ja, mit Öl und Knoblauch und Speck und Tomaten und Zwiebeln und Parmesan. Köstlich Aber Du hast Recht, normal immer mit ;)
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Ainu Elfe » Mi 4. Dez 2002, 17:36

Etwas spät, aber besser spät als nie:

Mal was zur Volljährigkeit:
Es war nicht nur bei Juden, sondern auch bei Christen das Mündigkeitsalter der Mädchen bei 12-14 je nach Stadt, Land ect. Dies wurde grundsätzlich erst im ausgehenden Mittelalter immer weiter nach oben verschoben. D.h. ab 12 war ein Mädchen heiratsfähig.
Und bei den Juden ist das heute auch nicht mehr so. Ein Mädchen ist erst mit 18 Heiratsfähig, mit 16 kann sie sich verloben.

Aber: Salzstreuer, zu glauben, dass die Leute damals nur verheiratet Sex hatten ist utopisch. Das ist schlichtweg nicht wahr.

Und der einzige Grund, warum manche denken, dass 14 zu jung ist, um Sex zu haben, liegt einzig und allein, an unserem Gesellschaftlichen System. Das ist ein Zeichen der Zeit, früher galt eine Frau mit 14 als Erwachsen (ein Mann übrigens auch). Das darf man nicht werten, das ist einfach nun mal tatsache.

Grüsse Ainu
Tempora mutantur nos et mutamur in illis.


auch der schönste sommer wird
einmal herbst und welke spüren
halte blatt geduldig still
wenn der wind dich will entführen


ewiges ist nicht auf erden
als der wandel, als die flucht


Ainu Elfe
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Re: Schweinkram in der bibel

Beitragvon Ahk » Mi 4. Dez 2002, 18:15

@Florian T
Ist Gott gerecht, weil er es sagt und dann müssen wir es einfach glauben?


Warum sollt man Gott nicht glauben?




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