Entrückung

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Entrückung

Beitragvon Nitrosio » Do 21. Nov 2002, 21:12

Hallo. Ist die sogenannte "Entrückung" nicht auf den Tod bezogen. "Die, die wir noch leben..." - Meinten die ersten Christen nicht auch, dass Er noch während ihrem Leben wiederkommen würde. Wenn Gott nach Daniel sein Reich auf Erden baut, warum sollten wir noch "entrückt" werden?? Ist es nicht so, dass wenn Jesus das nächste mal wiederkommt, er um zu richten und herrschen kommt und dass "WIR" ihn dann so kommen sehen - wie Er von uns ging? Irgendwie unlogisch - oder?? :D
24Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt! 25Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes! Matthäus 23
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 00:29

Hallo

Nun, die Entrückung ist eine
Verheissung, die zeitlich am wenigsten einzuordnen ist.
Theoretisch kann die Entrückung immer stattgefunden haben, oder stattfinden.
Wir wissen, dass im Gegensats des zweiten Kommens Jesu auf dem Oelberg, die Entrückung immer stattfinden kann und sie an keine Prophetischen Ereignisse gebunden ist. Das zweite /letzte kommen Jesu hingegen, ist an noch vielen Prophetischen Ereignissen gebunden, die noch nicht eingetroffen sind.

Abgesehen davon, dass das "Zeitliche Einordnen" der Wiederkunft Christi gefährlich, unklug und verleitend ist, hätten schon die Jünger die Entrückung erleben können, weil sie wie schon gesagt, an keine Prophetischen Erreignisse gebunden ist.
Wir dürfen uns also auf ein wunderbaares Ereignis freuen das noch heute eintreffen kann. Dieses Ereignis zu datieren vie das viele Christen handhaben ist sehr gefährlich, weil viele denken ,"dann habe ich ja noch genügend Zeit, und kan ruhig noch eine weile die Sau rauslassen"

Hier noch ein sehr gutes Buch das ich Dir empfehlen kann. Es hilft Dir insbesondere die Ereignisse im zusammenhang der Prophetie besseR zu verstehen.

Handbuch zur Biblischen Prophetie von Arnold Fruchtenbaum
ISBN:3-89437-266-4

Gottes segen und grossen Gewinn mit dem Buch!

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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » Sa 23. Nov 2002, 10:20

Wer die Bibel aufmerksam studiert, der wird erkennen müssen, dass Jesus bereits wiedergekommen ist und die wunderliche Entrückung bereits stattgefunden hat. Der Antichrist war schon da und ist bereits lange im Strudel der Geschichte verschwunden. Wir sind im tausendjährigen Reich, nur dauert es länger als tausend Jahre, was wohl auf das Symbolhafte dieser zeitlichen Bestimmung hinweist. Auch sehen die Verhältnisse in diesem tausendjährigen Reich anders aus, als es vorgegeben wurde. Wir brauchen uns dafür nur umzuschauen. Fest steht wohl aber, dass dann, wenn aus unserer Sonne ein Roter Riese wird, dass Ende da sein wird.

Jesus sagte laut Markusevangelium: „Ihr könnt euch darauf verlassen, einige von euch, die jetzt hier stehen, werden noch zu ihren Lebzeiten sehen, wie Gottes Herrschaft machtvoll aufgerichtet wird.“ (9, 1)

Also lasst uns auf die Suche gehen, dieses Reich zu finden, welches seit 2000 Jahren irgendwo hier auf der Erde versteckt ist.
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 12:05

ehm, das muss ich jetzt aber nicht ernst nehmen oder?

Wo siehst du Frieden? Wo siehst du Jesus mit uns herrschen? Im tausendjährigen Reich wird Frieden sein und Freude (denn der Satan wird angebunden sein) und Jesus wird mit uns herrschen!

Vielleicht bin ich blind, aber ich sehe (leider) meinen geliebten Jeshua (noch) nicht mit uns herrschen!
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Re: Entrückung

Beitragvon Taube » Sa 23. Nov 2002, 12:23

Mara,

Scardanelli spricht vom "auf die Suche gehen". Vielleicht mal ein überlegenswerter Gedanke.

Auf die Suche gehen heisst auch: Sich aufmachen und sich bewegen. Von blossen Warten wird sicher nichts kommen.

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Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 12:29

Er spricht aber davon dass die Entrückung bereits stattgefunden hat und das tausendjährige Reich da ist, obwohl es halt länger stattfindet als geplant...

Es tut mir leid, aber ich kann, egal wie sehr ich mich anstrenge, nichts von diesem Reich erkennen.

Auf der Suche sollten wir immer sein, denn wir können nie genug von Jesus finden :)
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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » Sa 23. Nov 2002, 14:01

Hallo Taube,
sich aufzumachen und auf die Suche zu gehen, ist mit deiner Geste zu dieser Aussage ein schöner Gedanke und bei rechtem Überlegen auch das, was Jesus getan und gesagt hat. Jesus hat gepredigt und das, was er gepredigt hat auch getan und auf die Wirkung vergeblich gewartet. Aus diesem Vergeblichen, hat ihn dieser Weg schließlich ans Kreuz geführt. Die Liebe hat sich hier als ein letztes Aufbäumen für uns als Zeichen gesetzt, dass in einer lieblosen Welt die Liebe vernichtet wird, vernichtet ist. Vernichtet in ihrer Ausbreitung, aber durch diesen schönen Tod nicht in unseren Herzen als Möglichkeit zum Handeln.
Wir sind aus unserem lieblosen Handeln schuld an seinem Tod und sein Tod, als einer aus Liebe, ist uns die Mahnung unserer Lieblosigkeit und deshalb ein Tod für uns. Er ist damit sein letztes großes Geschenk an uns, damit wir sehen, wie unbedingt seine Liebe gewesen ist.
Wer Jesus wieder auferstehen lässt, der beleidigt sein Geschenk und besiegelt diese Beleidigung durch seine Passivität, die Jesus wie kein anderer mit seiner Liebe bekämpft hat.
Der legendär auferstandene Jesus arbeitet der Wiederherstellung des Status zu, der Lieblosigkeit durch Nichtstun, welche er bei den Pharisäern angeprangert hat. Jesus hat in seinem Leben auf nichts anderes hingewiesen, als auf den tätigen Menschen der liebt, der sich allen zuneigt und aus dieser Zuneigung gottgefällig ist. Er ist dieses aus dieser Tat.

Christen wollen aber gar nicht mit Liebe herrschen und aus der Liebe sein, also tätig werden. Sie wollen beherrscht werden und zusehen, wie er, Jesus, für sie selbst herrscht.
Kaum ist er hingerichtet worden, sind dann sogleich die ganzen irrationalen Phantasien der Menschen um ihn herum, im Wesentlichen durchgebrochen und alle haben auf seine Wiederkunft gewartet, anstatt genau hinzuhören und zu begreifen, was er eigentlich gesagt hat.
Sie sind nach seinem Tod in sich zusammengebrochen und haben nicht den Mut gefasst aus sich selbst das zu sein, was notwendig ist und was er gesagt hat: Die anderen zu lieben und daraus gottgefällig zu sein. Seine ganzen Worte sind voll mit diesen Hinweisen.

Und damit, Mara, sind sie hergegangen und haben diese wundersame Geschichte seiner Auferstehung erfunden, weil sie so schwach waren und weil sie sich nur an ihn als Person gehängt haben. Und aus dieser Schwachheit sind dann auch so unsinnige Bibelverse entstanden, wie der, den ich oben angegeben habe. Jesus hat dies nie gesagt, doch die Menschen wünschten damals, das er es gesagt hätte und heute können wir daraus sehen, dass dies nicht die Worte von Jesus gewesen sind.
Es tut mir leid und irritiert mich. Da stehen solche Dinge in der Bibel an prominenter Stelle und niemand ließt sie so, dass er sie in ihrer Aussage erfasst.

Ich kann allerdings nicht beweisen, dass dies Jesus nicht gesagt hat und hätte er es wirklich gesagt, dann würde es mir leid tun, vor allem wegen ihm selbst. Vielleicht hat Jesus ja wirklich gehofft, dass die Menschen aufwachen und das die Liebe wirklich so stark ist, den egoistischen Menschen wegzufegen, damit das Reich Gottes machtvoll aufgerichtet wird. Dies ist aber nicht geschehen, sondern das genaue Gegenteil davon und mit dem Auferstandenen hat man diesen alten Zustand dann gleich einzementiert, indem man Jesus zum Unnahbaren stilisiert hat und mit dieser Unnahbarkeit hat man ihn dann mundtot gemacht. Es ist schauderhaft, was so aus seiner Botschaft gemacht worden ist. Sie ist so ganz in die ausgelebten Machtphantasien der Menschen einverleibt worden, die angeblich seinen Geist vertreten. Auf diese Weise hat man seine Botschaft sterilisiert und unschädlich gemacht. Das Christentum ist damit tot und es ist zu hoffen, dass es irgendetwas gibt, was diese an sich schöne Religion wieder zum Leben erwecken könnte.
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 14:10

Du willst also damit sagen, dass Jesus nicht auferstanden ist? Das dies eine Erfindung ist?

Ich glaube ich sitze hier jetzt besser auf meinen Mund und lasse die Menschen sprechen, welche die biblische Kenntnis haben um dir das Gegenteil zu "beweisen"

Ich kann nicht glauben, dass es tatsächlich "Christen" gibt, welche die Auferstehung als Lüge bezeichnen...

naja, vielleicht habe ich einmal mehr nur alles falsch verstanden
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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » Sa 23. Nov 2002, 14:16

Hallo Mara,
willst du mir damit sagen, dass du etwas glaubts, wovon du dich nicht selbst überzeugt hast? Prüfet aber alles und das Beste behaltet, hat Paulus ganz richtig gesagt.
Selber prüfen und nicht andere für dich prüfen lassen. Und wenn du es vermagst, selbst zu prüfen, dann kannst du auch fest hinter dem stehen, was du glaubst.
Du musst nicht schweigen, denn ich werde mich bemühen niemanden zu verletzen.
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 14:30

Nein das will ich damit nicht sagen, denn ein bisschen kenne ich ja die Bibel auch. Doch ich überlasse das Wort lieben denen, die fachkundiger sind als ich :)

Wenn Jesus nicht auferstanden ist und die Sünde und den Tod nicht überwunden hat, was für ein Heil haben wir dann? Wir können vor Gott nicht bestehen wenn dieses Heil am Kreuz und die Auferstehung nicht stattgefunden hat... also wäre die ganze Welt verloren und keiner könnte in Gottes Reich eingehen...
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 15:24

Liebe Mara

Erlich gesagt, mir kommen fast die Tränen! Ich bin nun seit gestern im Forum, und bin regelrecht schockiertwas sich hier abspielt! Ich weiss nicht, aber ich werde den gedanken nicht los, das in diesem Forum gegen die Christen gehetzt wird die sich in der Liebe zu Jesus unter die Autorität Gottes stellen wollen .
Ausserdem wird einem das Wort im Munde verdreht.

Ich weiss nicht ob ich für dieses Forum genug Kraft schöpfen kann!

In der liebe Jesu grüsst Dich

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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 15:30

Lieber Urs

also ich möchte hier absolut nicht hetzen... gegen niemanden! Und ich will auch niemandem das Wort im Mund umdrehen!
Vielleicht bin ich einfach zu blöd um manche Aussagen zu verstehen, doch wenn jemand sagt dass Jesus nicht auferstanden sei, weiss ich nicht wie ich das sonst verstehen soll?¿?
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 15:36

Nein um Gottes Willen!! Ich meine damit nicht Dich!!!!
Ich wollte nicht, das Du das missverstehst! Ich meinte damit andere Persönlichkeiten!

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Re: Entrückung

Beitragvon grundi » Sa 23. Nov 2002, 15:38

Urs, jetzt bist Du mir mit Deiner Berichtigung zuvor gekommen... ;)
... um sich mächtig zu erzeigen an denen, die von ganzem Herzen ihm ergeben sind.
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 15:45

ah ok. Dann bin ich ja beruhigt, dachte schon ich bin jemanden auf die Füsse getreten :(
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 15:55

Hallo Grundi

Ich bin wirklich etwas erschüttert über die Krittik mancher Leute hier im Forum! Wollte nur Mara mein Herz darüber ausschütten!

Solches habe ich nit euch geredet, dass ihr in mir Frieden habet. In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden Joh. 16;33

Gottes Segen
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » Sa 23. Nov 2002, 15:57

amen :)
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Re: Entrückung

Beitragvon grundi » Sa 23. Nov 2002, 16:08

Hallo Scardanelli

Du scheinst aber mächtig stolz auf Deine Interpretationen von JESUS zu sein! Ich versichere Dir, wenn Du nicht glaust, dass ER für Dich starb, wirst Du an seinem Opfertod -stellvertretend für bereuende Sünder- auch niemals Anteil haben können, auch wenn Du Dir sehr Heilig vorkommst!
Die Auferstehung des Sohnes Gottes war lediglich eine klare Konsequenz seiner Unfehlbarkeit, wäre er denn sonst jemand besonderes gewesen? Aber ER war und ist der EINE und EINZIGE, an ihm scheiden sich die Geister! Entscheide Dich zwischen Deiner Selbstgerechtigket oder der Gerechtigkeit des Lammes!


Und zu der Menschheit tatsächlich markanten Schwachheit nur sovie:


2. Korinther 12, 10:
Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mißhandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.

Römer 3, 10& 11:
wie geschrieben steht: `Da ist kein Gerechter, auch nicht einer;
da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht.

Galater 2, 20& 21:
und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben, [und zwar im Glauben] an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.
Ich mache die Gnade Gottes nicht ungültig; denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz [kommt], dann ist Christus umsonst gestorben.


Bist Du sicher, was Du wählen willst?

Grundi
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Re: Entrückung

Beitragvon bigbird » Sa 23. Nov 2002, 16:15

Hallo Urs und Mara
Ihr habt recht, hier weht ein frischer bis kalter Wind durchs Forum. Das ist so, weil es jederman/frau offen steht! Eine etwas geschütztere Ecke gibt es im unteren Teil des Forums, dort können User, die sich als Nicht-Christen erklärt oder erwiesen haben, nur mitlesen, nicht aber schreiben.
Wenn ihr also Themen habt, wo ihr explizit nur Antworten von Christen möchtet, sucht euch dort einen geeigneten Raum dafür.
Im Übrigen lasst euch nicht entmutigen, legt den Mantel um, zieht die Kappe über die Ohren und dann los... fröhlich und tapfer. Wir freuen uns, wenn ihr hier mitdiskutiert und eure Meinung unerschrocken mit allen teilt.

Gott segne euch!

bigbird *halstuchumdenhalswickelnd"
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » Sa 23. Nov 2002, 17:10

Hallo, Mara und die anderen,
was ich bin, das mag Gott entscheiden und sicher dürfen darüber auch andere urteilen, zumal jedes Urteil auf den zurückfällt der es trifft. Es fällt sicher auch auf mich zurück, wenn ich urteile.
Ich interpretiere die Bibel und im Grunde alles, was mir unter kommt an der Liebe und alles was an der Liebe nicht standhält, das verwerfe ich und zwar radikal. In der Praxis, also bei mir, also dort wo es wirklich darauf ankommt, werden wohl meine Fehler an der Liebe größer sein, als meine Stärken, aber ich will mich an der Botschaft von Jesus ausrichten.
Auch die Bibel gilt es zu kritisieren und die schönste Kritik die es gibt, die ist von der Liebe eingehüllt und dies ist mein Leitstern.

Urs, dein Bibelvers aus dem Johannesevangelium: „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ Joh. 16;33 Mag herstammen von wem er will, er ist falsch und sicher nicht von dem Jünger Johannes verfasst worden. Er entspricht nicht dem Geist Jesu.
Johannes hat dies nie gesagt, weil er in seinem Brief (1. Joh. 4, 18-) das genaue Gegenteil davon vermittelt:
„Die Liebe kennt keine Angst, Wahre Liebe vertreibt die Angst“ Der letzte Satz ist wahr, weil es sich an der Liebe genau so erweist. Wir sollen zu unseren Feinden gehen, so Jesus und sie mit unserer Liebe einhüllen. Das hat Jesus gesagt und nicht sich ängstlich zu verkriechen, wie beispielsweise in geschützten Forenteilen oder in Kirchen.

Und wer sich die Ohren zuhält, wie es hier Bigbird anrät, dass ist ja schon Himmelschreiend falsch an Jesus. In die Welt zu gehen und sich die Ohren zuzuhalten, widerspricht diametral einem Christendasein.

Wem die Luft ausgeht, der mag sich verkriechen, die Liebe aber, die macht so stark, dass sie alles umweht oder sie geht an der Lieblosigkeit schließlich zugrunde.

Ich drohe hier niemanden und darauf bin ich stolz, weil die Liebe dies gar nicht bedarf. Die Liebe erweist sich als wahr und was ich für mich annehme, dass muss sich erweisen. Der Stolz gehört zur Liebe, denn wie soll ich sie sonst auf den höchsten Berg tragen, damit sie jeder sieht und den Stolz, den die Liebe hat, den hat sie nur durch den anderen, durch den die Liebe durchgeht.
Ich komme mir nicht aus mir selbst als heilig vor, weil ich alles was ich bin durch andere erhalten. Die Liebe ist durch und durch Wechselseitigkeit und es ist bestimmt nicht schwer, mich hier in den Schatten zu stellen. Ich lechze aber danach, dass mich andere durch ihre Liebe erheben. Das ist die frohe Botschaft. Und die frohe Botschaft ist durch und durch froh und sie enthält an sich selbst kein Deut von Niedergeschlagenheit, wie sie aus einer Gesetzlichkeit kommt, die von den Christen so vergöttert wird und die sie entgegen Jesus angenommen haben, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen.

Ich finde es auch schade, dass ich dann von so vielen hier, die mir als geknechtet erscheinen, herabgewürdigt werde, nur weil sie mir soviel Wert sind, dass ich mich an sie richte.

Christen sind dann erschüttert, wenn sie an die vermeintliche Welt geraten und ihre Erschütterung treibt sie dann weit weg von der frohen Botschaft. Sie werden dadurch nur Zusammengetrieben, damit sie sich fern jeder Anfrage ihre eigene Frömmigkeit bestätigen können. Was ist das aber für eine Liebe fragt Jesus, es ist eine schale (Lk. 6, 27ff.)

Was glauben denn die sog. Christen von denen, die sie nicht zu sich zählen? Wir sind genauso schwache Menschen und zumindest die, die hier sind, sind auf der Suche, wollt ihr uns dauernd vor den Kopf schlagen? Ihr könntet wenigstens Mitleid haben, wenn ihr schon nicht fähig seid uns zu lieben
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 17:40

Danke Bigbird!

Deine Worte tun mir gut!

Gottes Segen


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Re: Entrückung

Beitragvon grundi » Sa 23. Nov 2002, 19:08

Lieber Urs

Eine Aussage die ich heute bereits für Mara gepostet habe möchte ich hier für Dich wiederholen:

"Bedenke aber, dass die sehr offensichtlich feindseligen Aussagen meist von bekennenden Ungläubigen gemacht werden, die Verführung in der Christenheit kommt nur schleichend und subtil!"

Der HERR segne Dich...
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Re: Entrückung

Beitragvon Jona » Sa 23. Nov 2002, 19:53

Lieber Grundi

Ich war wohl etwas überfordert! Es ist nicht leicht hier im Forum zu durchschauen wer nun Christ ist und wer nicht!
Wahrscheinlich habe ich vor begeisterung dieser Webseite
vergessen, dass dieses Forum von allen Menschengattungen zugänglich ist!

Nun, wir sollen ja in der Liebe Jesu bleiben, dann bleibt Er auch in uns und das erfüllt mein Herz mit Frieden!

In diesem Sinne herzlich Gottes Segen

Urs
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Re: Entrückung

Beitragvon Agiwolf » Sa 23. Nov 2002, 20:21

Gemäss meinem Bibelverständniss werden zuerst 7 fruchtbare Jahre (weltweite Ernte = grösste Erweckung aller Zeiten) kommen. Ausserdem wird Israel durch Gog Herrscharen angegriffen, aber durch Gottes Feuer vernichtet. Sobald die Entrückung stattgefunden hat, hat der Geist des Antichristen die Möglichkeit, den letzten, den endgültigen Antichristen hervorzubringen. Denn das was ihn bisher daran hinderte ist nun aus der Welt genommen. Dies sagt die Bibel ganz deutlich, denn solange die Gemeinde noch hier ist, ist der Heilige Geist ja auch noch hier (in den wiedergeborenen Christen) und dadurch kann der Geist des Antichristen nur "kleine" Antichristen hervorbringen (z.B: Napoleon, Hitler, Papst, etc. Bezeichnenderweise erfüllen sie alle immer einige Wesensmerkmale des endgültigen Antichristen, aber nie alle! Schliesslich haben sie ja denselben Dämon als Herr.) Daraus folgt, dass die Entrückung vor der Trübsalszeit (die sieben mageren Jahre) sein muss, weil dann ja der endgültige Antichrist regiert. Der Heilige Geist wird sich dann auf das Mass zurückziehen, wie im alten Testament.
Der zweite Beweis, dafür findet sich im Brief an die Gemeinde in Philadelphia, darin sagt Jesus, "...will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über die ganze Erde kommen wird..." Damit kann nur die Trübsalszeit gemeint sein, bzw. die Entrückung davor.
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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » Sa 23. Nov 2002, 21:40

Hallo Agiwolf,
du hast dich wahrscheinlich verschrieben als du von einem Beweis gesprochen hast, denn dazu müssen die Prämissen überprüfbar sein. Die Prämisse Jesus habe irgendwo etwas gesagt, lässt sich schwerlich beweisen. Es sei ein Hinweis, als eine Behauptung, die eine Sache des Glaubens ist, trifft es wohl besser.
Im übrigen ist nicht zu erwarten, dass der sog. Antichrist außerhalb der Christenheit auftritt, denn nichts ist verfänglicher, als wenn Falsches von denen verbreiten wird die vorgeben, hier das Richtige gefunden zu haben und dieses Richtige hermetisch absperren.
Sie verderben so den ganzen Inhalt des Wahren, weil er nicht mehr unverfänglich in den Mund genommen werden kann. Wer heute noch sagt er sei Christ, der trägt damit auch die ganze Last, von falschem Christsein, wenn es falsch ist und dies ist wie nichts an Jesus und seiner Sache schädlich.

Die ständig Rivalität unter den Christen, die Wahrheit gefunden zu haben und damit gegeneinander aufzutreten, anstatt ständig bereit zu sein, zurückzutreten und Demütig vor Gott zu sein und damit auch vor den Menschen und nicht zuletzt gegen sich selbst, verdirbt die ganze Suppe und zeigt, dass es bei den Christen um Macht geht, die sie erlangen und erhalten wollen.
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Re: Entrückung

Beitragvon grundi » So 24. Nov 2002, 03:19

@ Scardanelli

Das Rivalisieren unter Christen trifft in vielen Fällen leider genau wie von Dir beschrieben zu. Aber dennoch; um JESUS und "seine Sache" brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, ER weiss sich schon selber zu helfen! Wir allerdings brauchen dringend Hilfe von IHM, unserer Unvollkommenheit wegen. Die Verleugnung trifft übrigens nicht "nur" Gott selbst, sondern all diejenigen die sich zu Ihm bekennen müssen Verfolgung zu erleiden bereit sein.

Des weitern: Wie kannst Du bloss über den Antichristos mitreden, wenn Du dem biblischen Vermächtnis nicht einmal bez. JESU Auferstehung Glauben schenkst?

:? :? :?

Bye...
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Re: Entrückung

Beitragvon Farfallina » So 24. Nov 2002, 10:13

Warum haben bekennende Christen (zähle mich auch dazu) Angst vor kritischen Fragen? Was bringt es unserem Gottes-Verständnis und unserem geistlichen Wachstum, wenn alle nur nicken und uns bestätigen? Wäre es möglich, dass auch wir uns irren was gewisse Interpretationen aus der Bibel angeht?

Also ich meinerseits bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass die Bibel wahr ist, dass Yeschua/Jesus für uns gestorben und auferstanden ist und wiederkommen wird.
Doch sind im Laufe verschiedener Diskussionen in diesem Forum viele Fragen an meinem Glauben aufgeworfen worden und ich habe seither fleissig nach Antworten gesucht. Es hat meine ganze Überzeugung auf den Kopf gestellt und ich habe viele Irrtümer im Christentum entdeckt (braucht sehr viel Überwindung!). Doch denke ich, dass mich dies alles näher zur Wahrheit gebracht hat!

Also: Wenn wir wirklich glauben, dass die Bibel wahr ist, muss sie aller Kritik standhalten!

Was sind wir denn für ein Vorbild, wenn wir uns auf den Glauben berufen und gleichzeitig Angst vor Fragen haben? :?
Wie soll da jemand von der Glaubwürdigkeit unseres Gottesglaubens überzeugt werden?
Ich bin übrigens auch der Meinung, dass der wahre Feind der Gläubigen die Gewohnheit, die falsche Sicherheit ist, die wir einander geben!
Lasst uns kritisch und forschend sein, damit wir nicht alle miteinander auf Irrwege kommen!

Zur Entrückung habe ich folgende Site gefunden (da geht es auch um Prophetien, Endzeit usw.). Es ist einfach eine Auslegung, denke aber, dass der Autor sehr um Wahrheit bemüht ist. (Prüfet alles, das Gute behaltet...)
http://www.glaube.org/jumper.htm?/dan7.htm
Sucht zuerst die Hauptseite, da seht ihr die behandelten Themen.
Es ist ein sehr heikles Thema, aber es ist sicherlich nicht falsch, sich darüber Gedanken zu machen.

Gruss
Farfallina
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Was wir für andere tun und für die Welt, ist und bleibt unsterblich. A. Pine


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Re: Entrückung

Beitragvon Taube » So 24. Nov 2002, 10:43

...und, Farfallina, Deinen Gedanken weiter spinnend, warum nicht mal eine Frage im Raum stehen lassen und nicht immer verkrampft eine Lösung zu suchen? Anders ausgedrückt, statt eine Sicherheit vorzuspielen, eine Unsicherheit auszuhalten. Dabei zu spüren, dass der Glauben totzdem hält.


Wie sagt doch der religiöse, englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton:

"Gottes Rätsel sind befriedigender als die Lösungen der Menschen"


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Re: Entrückung

Beitragvon Farfallina » So 24. Nov 2002, 11:11

...und wieviel befriedigender müssen da Gottes Lösungen sein!
Was wir für uns selbst tun, stirbt mit uns.
Was wir für andere tun und für die Welt, ist und bleibt unsterblich. A. Pine


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Re: Entrückung

Beitragvon Prosecutor » So 24. Nov 2002, 16:36

Original von Farfallina
Also: Wenn wir wirklich glauben, dass die Bibel wahr ist, muss sie aller Kritik standhalten!


das ich sowas nochmal hier lesen darf ..... :D

danke für diesen wahren satz, wäre schön wenn ihn alle beherzigen würden und mal wie du farfallina über die kritik nachdenken würden.
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Re: Entrückung

Beitragvon Mara » So 24. Nov 2002, 17:03

Sie hält ja auch jeder Kritik stand oder? :)

Auf der anderen Seite werden Kritiker nie aufhören zu kritisieren und werden immer wieder etwas finden... naja, auch das kann ein Lebensinhalt sein *smile*
baruch haba be schem adonai :]
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Re: Entrückung

Beitragvon Ainu Elfe » So 24. Nov 2002, 18:12

Und ein schöner noch dazu, wär doch langweilig, wenn alle gleich denken würden.
Tempora mutantur nos et mutamur in illis.


auch der schönste sommer wird
einmal herbst und welke spüren
halte blatt geduldig still
wenn der wind dich will entführen


ewiges ist nicht auf erden
als der wandel, als die flucht


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Re: Entrückung

Beitragvon ashes » So 24. Nov 2002, 18:41

> Ihr habt recht, hier weht ein frischer bis kalter Wind durchs Forum. Das ist so, weil es jederman/frau offen steht! Eine etwas geschütztere Ecke gibt es im unteren Teil des Forums, dort können User, die sich als Nicht-Christen erklärt oder erwiesen haben, nur mitlesen, nicht aber schreiben.

Meinst Du Scardanelli? Nimm´ mich stattdessen.
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Re: Entrückung

Beitragvon Scardanelli » So 24. Nov 2002, 19:56

Hallo Mara,
der Begriff Kritik löst bei den meisten Menschen ein Unwohlsein aus, nicht nur bei Christen. Kritik ist aber ein Vorgehen, dass wir ununterbrochen durchführen, eben in allen Lebenslagen. Wenn es um weltanschauliche Fragen geht, dann verbindet eine Kritik stets das Ideal mit der Realität. Die Kritik ist das vornehmste Mittel, oder überhaupt das einzige Mittel die Wirklichkeit beurteilen zu können. Sie schaut, inwieweit die Realität mit dem Ideal übereinstimmt und indem sie dies macht, neigt sie sich sowohl dem Ideal zu als auch der Realität
Klaffen bei der kritischen Prüfung Realität und Ideal auseinander, dann gibt es zwei Möglichkeiten darauf hinzuweisen. Die Erste betrachtet das Ideal als Gesetz, die Zweite durch die Liebe. Die erst Möglichkeit geht vom Ideal aus und setzt alles daran, dass dies verwirklicht wird und die Zweite geht vom Menschen aus und berücksichtigt dessen besondere Lage und versucht zu verstehen, warum hier nicht nach dem Ideal gehandelt wird.
Die erste Möglichkeit sieht dann Strafe vor, während die Zweite auf jeden Fall die Gnade vorsieht, wenn freiwillig zum Ideal zurückgekehrt wird. Wichtig ist hier freiwillig. Sobald Zwang ins Spiel kommt, dann wandelt sich die Liebe in Gesetzlichkeit.

Gesetze kommen ohne Kritik am Ideal aus, aber die Liebe ist ohne Kritik am Ideal aufgeschmissen, weil bei ihr der besonder Fall, also der Mensch im Zentrum steht. Wer also Kritik verwirft, der schlägt sich einer Gesetzlichkeit zu und entfernt sich von der Liebe.
Wo Liebe ist, da ist immer auch Kritik, denn Kritik versucht hier Ideal und Realität in Freiheit zu verbinden.
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Re: Entrückung

Beitragvon Taube » Mo 25. Nov 2002, 21:30

Oben hat jemand geschrieben

Eine etwas geschütztere Ecke gibt es im unteren Teil des Forums,...

Der Weg Jesus führte doch ein Weg in die Welt, um mit seiner Liebe Licht zu spenden und er ging doch nicht nicht in die untere Ecke, wo er bei Seinesgleichen bleiben sollte!


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Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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