Gott ist gut

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 09:47

Gott ist gut allezeit!
Er gab ein neues Lied in mein Herz hinein.
Gott ist gut allezeit,
und sein Licht scheint hell in der Dunkelheit.
Gott ist gut, Gott ist gut allezeit!

Str.1
Auch wenn du mal durch ein Tal gehst,
wenn alles dunkel um dich ist,
hab keine Angst, denn er führt dich,
weil du bei ihm sicher bist.
Er hat verheißen, bei dir zu bleiben,
dich zu schützen, und sein Wort ist wahr!

Str.2
Wir warn Sünder, vor ihm nicht würdig, doch er starb für dich und mich.

Und sein Geist, er erfüllt uns, und jetzt bezeugen wir:
Seine Liebe ist unendlich, seine Gnade, sie wird nie vergehn!

Bridge
Oft kann ich es nicht verstehn, wohin seine Wege gehn.
Ich bin in seiner Hand,
und im Glauben kann ich deutlich sehn:
Es gab eine Zeit,
wo der Glaube gegen die Vernunft verteidigt werden musste,
es kommt eine Zeit (und sie beginnt schon)
wo der Glaube die Vernunft verteidigen muss!
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Do 19. Dez 2002, 10:57

Hallo,

irgendwie war mir bisher nicht klar, was wir Menschen getan haben, oder wo unser freier Wille dafür gesorgt hat, dass es Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüch, Hurrikans und Tornados gibt. Oder wieso der gute Gott Malaria, Pocken, Pest, Cholera, Typhus etc. geschaffen hat.

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Re: Gott ist gut

Beitragvon cepheii » Do 19. Dez 2002, 11:04

Original von Florian T
Oder wieso der gute Gott Malaria, Pocken, Pest, Cholera, Typhus etc. geschaffen hat.



Mensch, das ist natürlich um die Sünder zu bestrafen! Ist doch völlig logisch... ;)

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 11:12

Hallo

Ich denke nicht, dass es Gottes Wille war, all die Krankheiten etc. zu erschaffen, um uns zu bestrafen.

Aber wenn man den Schöpfungsbericht und die weiteren Kapitel liest, dann bekommt man mit, dass die gesamte Schöpfung aus dem Paradies vertrieben wurde.

Achtet Euch mal darauf:
Am Anfang gab es keine Fleischfresser, auch der Mensch nicht. Aber nach der Sintflut gibt Gott ein anderes Gebot, was der Mensch essen darf und was nicht.

Also muss dazwischen einiges passiert sein, auch mit der Schöpfung.

Die Schöpfung in sich ist (ebenfalls) gefallen, daher läuft sie nicht mehr komplett in der Ordnung, die Gott geschaffen hat.


Gruss
-salzstreuer
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Do 19. Dez 2002, 11:36

Hallo Salzstreuer,

und woher kamen die Krankheiten dann her? Woher kamen die dratsiche veränderten Verdauungsapparate der Fleischfresser her?

Ich dachte, so etwas kann die Natur nicht hervorbringen, also müssen sie wohl von Gott geschaffen worden sein.

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 11:45

Hallo Florian

Gen 1:29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch gegeben alles samenbringende Kraut, das auf der Fläche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an welchem samenbringende Baumfrucht ist: es soll euch zur Speise sein;
Gen 1:30 und allem Getier der Erde und allem Gevögel des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem eine lebendige Seele ist, habe ich alles grüne Kraut zur Speise gegeben.



Gen 9:1 Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde;
Gen 9:2 und die Furcht und der Schrecken vor euch sei auf allem Getier der Erde und auf allem Gevögel des Himmels! Alles, was sich auf dem Erdboden regt, und alle Fische des Meeres, in eure Hände sind sie gegeben:
Gen 9:3 alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das grüne Kraut gebe ich es euch alles.
Gen 9:4 Nur das Fleisch mit seiner Seele, seinem Blute, sollt ihr nicht essen;


Ich kann Dir nicht erklären, was dazwischen passiert ist. Aber es muss möglich sein ... Anscheinend ist mit der Vertreibung aus dem Paradies wesentlich mehr passiert, als das der Mensch "nur" die Gemeinschaft Gottes verpasst hat.

Gruss
-salzstreuer

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Do 19. Dez 2002, 12:17

Hallo Sazlstreuer,

natürlich ist es möglich, Gott hat die Krankheiten geschaffen (wer auch sonst :D ). Ach ja, schon Abel hat Gott auch Fett seiner Tiere angeboten.

Florian
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Do 19. Dez 2002, 12:24

Tja, Florian,

wir werden hier auf keinen grünen Zweig kommen, werde Du noch ich.

Die Frage wird offen bleiben, weil (zur Zeit) nur Gott die Antwort weiss. Anhand der Bibel lässt sich lediglich die Veränderung aufzeigen, nicht der Grund dafür.

Und wenn Abel Fett opfert, so steht nichts, dass er danach das Fleisch gegessen hat. Es gibt verschiedene Opfer und z.B. beim Brandopfer wird restlos alles verbrannt.

Gruss
-salzstreuer
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Do 19. Dez 2002, 16:38

Hallo Salzstreuer,

also, Krankheiten (und Vulkanausbrüche), sind da. Nehmen wir mal an, es gab sie nicht im Paradies (und Gott sah, dass es gut war), dann müssen sie ja trotzdem irgendwo hergekommen sein, da sind wir uns einig, oder?

Von selbst können sie sich nicht entwickelt haben, da die Erde wohl kaum einen eigenen Willen hat und Bakterien ja auch nicht "sich entscheiden" krank zu machen.

Woher also, wenn nicht von Gott, soll das alles kommen? Wenn Du keine andere Antwort weißt, dann könnte das ja daran liegen, dass es keine gibt.

Florian

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Do 19. Dez 2002, 17:23

Hallo Florian,
was die Krankheiten betrifft und ihren Zusammenhang mit Gott und Mensch, so scheint mir der Sinn darin zu liegen, oder zumindest ein gutes Stück Sinn, dass in dem Moment, wenn das Göttliche, also die Liebe in die Menschen gekommen ist, die Menschen eben darauf acht geben, dass ihre Mitmenschen nicht erkranken.
Im Mittelalter hätte dies bedeutet, für alle Menschen solche Lebensbedingungen zu schaffen, bei denen jeder eine menschenwürdige Unterkunft gehabt hätte. Dass jeder soviel bekommen würde, dass er gesund leben kann und dass er sich jeder entwickeln kann. So etwas schafft die Liebe. Die Überbevölkerung ist ja ein direkter Ausdruck unserer bestimmten Art und Weise miteinander zu Leben und diese Art und Weise ist in ihrem Kern lieblos.
Wäre die Liebe da, dann müsste niemand in solchen Gegenden wohnen, wo Vulkane drohen auszubrechen oder wo die Erdplatten aufeinander reiben. Alle Menschen würden sich darum bemühen, dass niemand in solchen Gegenden zu Hause sein müsste. Müssten wir nicht auf Gedeih und Verderb unsere Überproduktion absetzen, dann gäbe es diese Überbevölkerung gar nicht. Die ungebremste Macht des Profits, lässt grundlegende Bedürfnisse und Entfaltungsnotwendigkeiten zunichte werde. Dass so viele krepieren, ist der Beweis, dass die Botschaft von Jesus nicht durchgedrungen ist, denn wirklich sorgt sich niemand so durchschlagend um seinen Nächsten, als wäre er selbst dieser Nächste. Dies ist eine einfache Botschaft von Jesus, der nicht durchschlagend nachgegangen wird.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Do 19. Dez 2002, 18:02

Hallo Scardanelli,

entschuldige, das ist zu einfach gedacht. das Mittelmeer ist eine der fruchbarsten Regionen der Erde und gleichzeitig voll von Erdbebenzonen. Du müsstest Kalifornien, praktisch ganz Japn, weite Teile der fruchtbarsten Gebiete Chinas unbesiedelt lassen.

Und was die Bedingungen für Krankheiten angeht: Wie willst Du denn (ohne massive chemische Gifte) Malaria loswerden, wie die Pest, wenn Du gegen Ratten und Flöhe nichts machen kannst? Wie willst Du Gelb- und Tropenfieber oder Billharziose loswerden?

Was zu einer Krankheit führt ist doch erst seit ein paar Jahrhunderten bekannt.

Um Krankheiten und Naturkatastrophen zu vermeiden, dürften wir nur in Gegenden siedeln, die nicht viel Ertrag bringen. Siedeln wir da, wo man Ackerbau betreiben kann, dann sind Krankheiten und die Opfer von Naturkatastrophen unvermeidbar.

Und am Ende wäre immer noch Gott der, der das geschaffen hat und als Akt der Liebe kann man Malaria wohl kaum betrachten, oder?

Florian

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Do 19. Dez 2002, 23:07

Hallo Florian,
das deine Kritik berechtigt ist, dass weißt du selber. Dass ich aber zu einfach gedacht habe, dass ist richtig, aber zugleich falsch. Was mir hier vorschwebt, ist aber nur aus einem Denken, denn in der Praxis gibt es so etwas nicht und deshalb ist es auch von lauter Unwägbarkeiten überseht; es ist im Grunde eine Art Träumerei.
Gesetzt den Fall und nach Jesus hätten sich wirklich die Gläubigen in großer Zahl gefunden, die ihm wirklich vertraut hätten; die also ganz konsequent alles hinter sich gelassen hätten, oder ganz konsequent unter Entbehrungen der Liebe zum Durchbruch verholfen hätten, dass sie eine wirkliche gesellschaftliche Größe geworden wäre, dann sähe heute vieles, wenn nicht alles ganz anders aus.
Liebe bedeutet ja, die Entfaltung des anderen voranzutreiben und zwar wechselseitig und zwar als erster Zweck. Wer so aufwächst, in einem Klima, in dem alle so aufwachsen, der hat schon daraus ganz andere Voraussetzungen. Es ist doch bekannt, dass Menschen, die in einem liebevollen Unfeld aufwachsen, viel Widerstandsfähiger sind, als Menschen die so dahin darben. Der Mensch vermag Kräfte frei zu setzen, die z. B. sein Immunsystem stärken, von denen Tiere nur Träumen können. Es ist vielleicht allzu spekulativ, aber es ist durchaus vorstellbar, dass in einem allgemein liebevollen Klima, in dem jeder Einzelne sicher weiß, dass er wirklich wichtig ist, dass er das Ziel von Zuwendung ist, dass dieser nur so vor körperlicher Kraft strotzt. Wer weiß denn, wie sich in einem solchen Klima z. B. unser Immunsystem ganz allgemein entwickeln könnte, dass es von sich aus Krankheiten strotzen könnte, wovon wir heute nur träumen. Im Ansatz ist doch so etwas erkennbar und deshalb kann es durchaus sein, dass dies zu einer beachtlichen Größe anwachsen könnte.
Vertrauen zu haben, ist sicherlich eine große Unwägbarkeit, aber ein wesentlicher Teil dieser Religion. Zumindest muss hier ein gewisser Vorschuss investiert werden, wenn man hier überhaupt weiter kommen will.
Was die Erdbebengebiete anbelangt, dann ist es doch so, dass hier gar nicht als erstes darauf geachtet wird, die Häuser entsprechend so zu bauen, dass sie „erdbebensicher“ sind. Es müssten doch nicht die Menschen in solchen Gebieten geballt aufeinander leben, sondern viel verstreuter, in einstöckigen Häusern, so dass ihnen die Beben wie ein grummeln vorkommen könnten. Warum müssen denn Menschen so nahe am Vesuv leben. Sie könnten doch hier Landwirtschaft betreiben aber in sicherer Entfernung leben. Wenn man den Menschen wirklich an die erste Stelle setzt, dann denkt man einfach zuerst an diesen und nicht an den Profit, der dafür verantwortlich ist, dass Menschen leiden müssen.
Die Liebe hat, wie eigentlich alles um uns die Eigenschaft, dass sie an ihrem Gegenteil erscheint und ohne dieses Gegenteil kann sie sich nicht herauswinden und herauswinden muss sie sich. Ist kein Herauswinden, dann ist auch kein Leben und deshalb ist es wichtig die Zusammenhänge zu erkennen, und das Gegenteil zu würdigen.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Florian T » Fr 20. Dez 2002, 10:12

Hallo Salzstreuer,

nehmen wir einmal an, und Du hättest in vielem so Recht und in der ganzen Menschheitsgeschichte wäre auch nur ein Mensch an Naturkatastrophen bzw. Krankheiten gestorben, dann wäre Gott immer noch der Schöpfer davon.

Nur ist die Botschaft der Liebe ja erst um 20n in die Welt gekommen und da auch nur zu einem ganz kleinen Teil der Menschheit. Wie also hättem z.B. die Einwohner Amerikas, die von dem Gott der Bibel bis 1500 nicht ein Wort gehört haben davon profitieren können?

Und wie soll ich wissen, dass ich in einem gefährdeten Gebiet lebe, wenn 5000 km entfernt ein Erdbeben einen Tsunami auslöst, der dann mein Dorf zerstört? Wie ist das überhaupt mit Meeresküsten, an denen immer Menschen bei Sturm sterben, sollen die nicht mehr besiedelt werden. Apropos, welche Gegenden sind denn bei Sturm sicher?

Und der Vorschlag mit Ackerbau treiben, aber nicht wohnen... tja, kaum realisierbar solange der Bauer nur 3-5 km zurücklegen konnte, oder?

Sicherlich, mit einem anderen Gesellschaftssystem könnte man einiges dämpfen aber u.a. um den Preis, das man eine strikte Geburtenkontrolle bräuchte, weil einfach die Bevölkerungsdichte vieles unmöglich macht. Aber es bleibt dabei, dass all diese Plagen von Gott geschaffen worden sind.

Florian

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 11:14

@florian

Salzstreuer gibt keine Antwort, weil er nicht angesprochen ist...

Und glaubt immer noch, dass Gott Krankheiten nicht "erschaffen" hat - es wiederspricht der Schöpfungskraft Gottes. Er hat sie nur zugelassen.

-salzstreuer
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Reto » Fr 20. Dez 2002, 12:06

Original von Gast
Gott ist so gut und wartet - er wartet auf uns. Er wartet so lange, bis wir kapieren, daß er gut ist.

Er wartet genau ein Leben lang. Wer es bis zu seinem Tod nicht erkannnt hat, der wird es nie mehr erkennen.


PS: Der wahre Grund, warum der Mensch nicht an Gott glauben will, ist ein anderer. Er ist in dem Wesen des Teufels zu suchen. Diesen Wesenszügen verfallen die Menschen nach wie vor - mehr denn je.

Macht, Überheblichkeit und Eitelkeit sind die wahren Gründe
Der Teufel war das schönste Engelwesen im Himmel. Dazu ist er noch sehr intelligent. Dies hat zu seiner Auflehnung und schliesslich zu seinem Abfall geführt. Denn er wollte immer mehr, er wollte sein wie Gott.
Die Schlange verführt uns auf Erden seit Anfang an. "Ihr werdet sein wie Gott!" flüstert er höllisch schön. Ein oben bereits genannter hat gesagt: "Wie könnte es einen Gott geben, und ich wäre nicht Gott!" Der ganze Humanismus baut auf dem Prinzip der Überheblichkeit und Eitelkeit auf. Kant: "Der Mensch ist das Mass der Dinge!"


Deshalb, es gibt nur eine vernünftige Lebenshaltung: Sich IHM zu unterwerfen und SEINEN Willen zu tun (siehe auch Jakobus 4).

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Salzstreuer » Fr 20. Dez 2002, 12:21

Mit IHM meinst Du schlussendlich Gott ;)

Gut geschriebener Beitrag, bin gespannt auf die Reaktionen, weil die Inbezugnahme des Teufels immer sehr kritisch gewertet ist.

Shalom!
-salzstreuer
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Fr 20. Dez 2002, 15:58

Lieber Salzstreuer,
es gibt etliche Beiträge hier, die einen betrüblich stimmen, aber nur wenige, die einen verzweifeln lassen:

Und glaubt immer noch, dass Gott Krankheiten nicht "erschaffen" hat - es wiederspricht der Schöpfungskraft Gottes. Er hat sie nur zugelassen.


Diese Behauptung ist strukturell so gelegen, dass sie nirgendwo einen halt finden kann, weder in eine Bestimmung Gottes überhaupt, noch in der Bibel selbst. Diese deine Feststellung treibt dich unversehens in einen Polytheismus, weil du dein kuschelig warmes Glaubensbett nicht verlassen möchtest und weil dir diejenigen, die sich mit dir da eingekuschelt haben, sagen: „bleib doch bei uns, es ist so warm hier!“
In Jesaja 45, 7 hast du deine Antwort, dass es nur einen geben kann und nicht zwei, drei oder vier, die schaffen oder zulassen.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Fr 20. Dez 2002, 16:13

Hallo Reto,
aufgrund ihrer reinen metaphysischen Fundierung heraus haben die landläufigen Christen ihre Schwäche genau darin. Aus diesem Grund sind sie zur Selbstreflexion unfähig. Sie sinnen nicht aus der Freiheit des Prüfens nach, denn dann könnten sie die Kälte verspüren, die um sie herum die Wirklichkeit ist.
Deine Geste um dein angeführtes Zitat von Kant entspringt selbst aus einer traurigen Eitelkeit, einer Eitelkeit aus der Notwendigkeit, nicht mehr prüfen zu können, weil die Angst dies verbietet und deshalb aus dem Prüfen nur noch Projektionen möglich sind.

Der ganze Humanismus baut auf dem Prinzip der Überheblichkeit und Eitelkeit auf. Kant: "Der Mensch ist das Mass der Dinge!"



Hast du nachgesinnt, warum Kant dies so, oder ähnlich formuliert hat. Weist du wie Kant zur Religion überhaupt gestanden hat, weißt du was Kant zu und über Gott gesagt hat?
Wenn du es nicht weißt und wenn es nicht stimmt, was du hier behauptest, dann bist du ein Lügner, dann hast du Kant verurteilt und du weißt was Jesus über solch ein Handeln gesagt hat. Gerade Christen haben eine Verantwortung, nicht einfach aus einer Laune heraus andere anzuschwärzen. Wenn du dir bei einer Sache nicht sicher bist oder nicht sicher sein kannst, dann enthalte dich apodiktischer Urteile.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Farfallina » Fr 20. Dez 2002, 20:46

Da eine Definition aus einem philosphischen Lexikon:

Humanismus
Philosophische Lehre, die alle Werte auf den Menschen selbst zurückführt. "Der Mensch ist das Maß aller Dinge" (Protagoras). Der Weg zu Gott wird damit ausgeschlossen.
Was wir für uns selbst tun, stirbt mit uns.
Was wir für andere tun und für die Welt, ist und bleibt unsterblich. A. Pine


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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Fr 20. Dez 2002, 21:36

Hallo Farfallina,
Begriffe sind oft von einem Tiefgang, dass einem bei deren Ergründung oft der Atem wegbleibt. Mit jedem Begriff, der sich in der zwischenmenschlichen Welt direkt abspielt, musst du auch immer die gesamten menschlichen Bestimmungen mitdenken, wenn du Herr über die Begriffe werden willst und nicht ihr Diener bleiben willst.
Ein Mensch kann sich z. B. gar nicht direkt Gott zuwenden, denn in diesem Moment wandelt sich Gott für uns zu einem Menschen. Der Zugang zu Gott ist nur über den anderen Menschen möglich, auf jeden Fall immer indirekt. Direkt könnte nur ein Gott mit einem Gott verkehren.
Die Nächstenliebe, auf die Jesus einen so großen Wert gelegt hat, die ist nicht irgendein Abfallprodukt seiner Botschaft, sondern ein Kernstück, für mich das Kernstück, aber auf alle Fälle ein Grund.
Über mögliche Werte Gottes wissen wir gar nichts, denn sonst würden wir Gott erkennen, wie er ist. Wir kennen ausschließlich menschliche Werte und deshalb ist der Mensch in der Tat, dass Maß aller Dinge, denn andere Dinge als menschliche kommen ihm nicht unter. Dies ist keine Hybris, sondern Demut, denn man erkennt darin seine Beschränkung.
Es gibt nur eine einzige Sache, an der wir Gott erkennen können, weil diese Sache, außerhalb unserer Sphäre eine Wirklichkeit für uns hat und das ist die Schöpfung. Wir erkennen Gott darin in seinem Wirken, wie es für uns ersichtlich ist. Und genau diese Wirkung, gleichsinnig als unsere eigene umgesetzt ist unser Gottesdienst und Jesus ist ein direkter Ausdruck dieses Gottesdienstes und deshalb der einzige Weg zu Gott, weil dies auch ganz folgerichtig, der einzig erkennbare Anhaltspunkt für uns ist, Gott zu erkennen. Die Versicherung darüber, dass Jesus mit Gott eins ist, die haben wir aus der Schöpfung und dies ist der sinnliche Beweis dafür. Der Glaube an Jesus ist deshalb auch rational und selbst keine Demutshaltung; er versteht sich eigentlich von selbst.
Dieses Selbstverständnis, welches dieser Glaube eigentlich erheischt, ist aber leider durch metaphysischen Ballast zugeschüttet worden, so dass dieser Weg gar nicht mehr gut sichtbar ist.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Farfallina » Fr 20. Dez 2002, 21:37

Ich möchte den Gedanken von Rolf aufnehmen, weil da auch meiner Meinung nach der Grund für die Trennung von Gott, vom Guten und von Gesundheit liegt.

Aus dem Jerusalemer Lexikon:
Der Ausdruck Satan leitet sich aus dem hebräischem Wort für Gegenspieler« ab.
In drei Büchern des Alten Testamentes erscheint Satan als Ankläger des Menschen vor Gott und Anstifter der Menschen zum Bösen.
Er bleibt jedoch ein Mitglied des göttlichen Gefolges und ist als solches dem göttlichen Willen untergeordnet und keine unabhängige Macht des Bösen.
Dies kommt deutlich zum Ausdruck im Prolog des Buches Hiob (Kapitel 1-2), wo Satan unter den »Söhnen Gottes« erscheint (Hiob 1,6), um Hiob anzuklagen.
In Sacharia 3,1-2 erscheint Satan ebenfalls als Verkläger des Menschen, hier des Hohenpriesters Jeschua.
Der dritte Bezug auf Satan im Alten Testament steht in 1. Chronik 21,1. Diese Stelle steht in einem theologischem Spannungsverhältnis zu 2. Samuel 24,1, wo Gott selbst es ist, der im Zorn David dazu reizt, eine Volkszählung vorzunehmen und damit eine verbotene Handlung mit harten Konsequenzen zu vollziehen.
Der Autor der Chronik bezeichnet den Satan, also nicht Gott, als den Anstifter und schwächt damit die Härte von 2. Samuel 24,1 dahingehend ab, daß er lehrt, es sei der Satan, der den Menschen zum Bösen veranlasst, was aber stets unter der Kontrolle Gottes geschehe (vgl. Jakobus 1,13ff.).

Epheser 2, 2 "in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams;"

1. Mose 3, 15 sagt Gott zu Satan: "Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen."

"Keine Versuchung hat euch ergriffen als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so dass ihr sie ertragen könnt." 1 Korinther 10, 13

"Treu ist aber der Herr, der euch stärken und vor dem Bösen bewahren wird." 2 Thessalonicher 3, 3

2. Korintherbrief 11, 3 "Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, so vielleicht euer Sinn von der Einfalt und Lauterkeit Christus gegenüber abgewandt und verdorben wird. "

Als er uns das erste Mal begegnet, tut er dies als Schlange im Paradies.
Er sagt ihr "Sollte Gott gesagt haben..."
Genau das ist auch heute noch sein Trick.
Könnte es sein?
Ist es vielleicht doch anders?
So ernst kann Gott das doch nicht gemeint haben!


Esoterische Definitionen (gekürzt) von Krankheit:
Gesundheit entspringt rechtem Denken, Fühlen und Handeln, das im Einklang mit unserem Seelen - Lebensplan und unserer spirituellen Berufung steht.

Krankheit = Disharmonie = Abtrennung vom Gott-Geist.
Gesundheit = Harmonie = Verbundenheit mit dem Gott-Geist.


Heilung:
Die Macht und Kraft unserer Vorstellung, unserer Gedanken und bildhaften Imagination entspricht den selbst gesteckten, eigenen Grenzen und erhält unser derzeitiges, persönliches Weltbild aufrecht. Vor jeder Verkörperung auf einem materiellen Planeten wie z.B. der Erde nehmen wir uns in Absprache mit unseren jenseitigen Mentoren und Beratern bzw. Engeln einen individuellen Lebensplan vor, um die nächsten Stufen auf unserem Weg zu Gott, dem Göttlichen oder der all-umfassenden selbstlosen Liebe möglichst effektiv und schnell zu beschreiten. Wir müssen uns aber über zwei gegensätzliche Kräfte in uns selbst bewusst werden, die zuerst gegeneinander gerichtet sind und erst nach einer langen spirituellen Entwicklung im Einklang stehen.


Der Widersacher kennt die Ursache von Leid und Krankheit sehr genau. Er hat auch Adam und Eva nicht verheimlicht, dass sie weniger Erkenntnis hatten als Gott.
Seine List ist es aber seit jeher, dem Menschen glaubhaft zu machen, dass jeder eine göttliche Kraft aus sich selber erhalten kann. Dass er im Prinzip Gott nicht braucht.
satan hat den Menschen zur Ablehnung des Willen Gottes verführt, was zu Krankheit und Not zur Folge hat, und versucht gleichzeitig, sich als Retter auszugeben. Dies mit dem Ziel, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen und so zur völligen Trennung - zum geistlichen Tod, dem er selber einmal unterworfen sein wird - zu führen.

Gruss
farfallina

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Re: Gott ist gut

Beitragvon Scardanelli » Fr 20. Dez 2002, 21:49

Hallo Farfallina,
was du da sagst und folgerst, dass ist ja in meinen Augen so falsch nicht. Du kommst aber zu schnell zu einem bestimmten Punkt, ohne deine Begriffe richtig aufeinander zu beziehen und die Begriffe selbst zu entfalten. Unter welchen Bedingungen können wir denn beispielsweise von einem Willen Gottes sprechen? Was passiert denn mit Gott, oder mit unserem vorgestellten Gott, wenn wir ihm einen Willen beimessen? Es ist hier gar nicht zuerst zu fragen, dass Gott ganz sicher einen Willen haben muss, sondern ob dies überhaupt möglich ist. Wir reden ja auch erst dann von Wirklichem, wenn wir die Möglichkeiten erwogen haben.
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Re: Gott ist gut

Beitragvon Farfallina » Fr 20. Dez 2002, 22:41

Hallo Scardanelli

Ich weiss mittlerweilen, dass Du versuchst, für alles einen Beleg zu finden, bevor Du es annimmst, was ich zwar für mich und für das Heilsverständnis nicht als notwendig erachte, was aber bestimmt nicht grundsätzlich abzulehnen ist. ;)
Ich denke einfach, dass ich für mich den Heilsplan Gottes erkannt habe, soweit ich das fassen kann, und sich für mich dadurch alle anderen Fragen des Lebens entschlüsseln. Aber ich muss nicht zuerst alle Fragen entschlüsseln, bevor ich glauben kann.

Ich habe vor einiger Zeit einmal davon gesprochen, dass ich den Eindruck hätte, mehrere Mosaiksteinchen zur Wahrheit gefunden zu haben. Nun denke ich, dass ich im Bild, das sich da langsam zusammenfügt, den Willen Gottes erkennen kann. Natürlich fehlen noch tausende von Steinchen, und viele davon sind mit menschlichem Verstand gar nicht zu erfassen. Doch hat Gott uns allen ermöglicht, essentielle Stellen dieses Bildes auszufüllen, nämlich durch das Leben von Jesus, durch ihn wir Gottes Willen begreifen und ergreifen können. Durch Seinen Geist sollen wir Seine Absicht erkennen.
Er hat uns sozusagen den Rettunsring zugeworfen - ergreifen müssen wir ihn jedoch selber, und zwar bevor wir keine Luft mehr kriegen!

Wenn ich mal beim Mosaik bleiben darf: Bei Dir habe ich den Eindruck, dass Du bei der Zusammenfügung des Bildes systematisch von einer Seite zur anderen vorgehst. Ein Steinchen neben das andere legst. Natürlich kommt man schlussendlich eigentlich so auch ans Ziel, das Problem ist nur, dass wir alle eine begrenzte Lebenszeit haben... :(

Ich stelle mir Gott nicht vor, ich bemesse IHM keinen Willen bei. Ich versuche nur zu verstehen, was Er uns offenbart hat. Warum soll ich mich zuerst fragen, ob es denn überhaupt eine Möglichkeit gibt, dass Gott einen Willen haben könnte?
Jesus hat gesagt, wir sollen im Glauben werden wie die Kinder. Fragt sich ein Baby nach der Geburt auch, ob es denn überhaupt ein Möglichkeit gibt, dass es jetzt Eltern hat, die es versorgen? Oder fragt sich ein Kind, ob es vernünftig ist, seinem Vater zu vertrauen, wenn er sagt, dass es gefährlich sei, über die Strasse zu rennen? ein solches Verhalten wäre verheerend!

Gott liebt uns und hat seit Anfang Grosses mit uns vor. Gott ist definitiv GUT!!!
Und er möchte, das möglichst viele Menschen an diesem Plan teilhaben können. Leider haben sich noch immer nicht sehr viele davon überzeugen lassen...
Beten wir dafür, dass es bis zum nächsten Jahr noch einige mehr werden! Die Weihnachtszeit ist perfekt dafür, von Jesus zu erzählen!

Nun muss ich mich für eine Weile verabschieden, und ich werde bis im nächsten Jahr wohl keine Beiträge mehr schreiben können.
Ich wünsche Euch allen, dass Ihr auf der Suche nach GOTT fündig und im Glauben an IHN gestärkt werdet.
Dabei möchte ich mich bei allen bedanken, welche bis jetzt meinen Ausführungen mehr oder weniger geduldig gefolgt sind und deren Mängel schonungslos aufgedeckt haben. Gott segne Euch alle!

In freundschaftlichem Gruss
farfallina

Was wir für uns selbst tun, stirbt mit uns.
Was wir für andere tun und für die Welt, ist und bleibt unsterblich. A. Pine


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Re: Gott ist gut

Beitragvon Reto » So 22. Dez 2002, 22:42

Original von Scardanelli
Hallo Reto,
aufgrund ihrer reinen metaphysischen Fundierung heraus haben die landläufigen Christen ihre Schwäche genau darin. Aus diesem Grund sind sie zur Selbstreflexion unfähig. Sie sinnen nicht aus der Freiheit des Prüfens nach, denn dann könnten sie die Kälte verspüren, die um sie herum die Wirklichkeit ist.

Denkfehler: Wir Christen glauben an Himmel und Hölle, an das Gute und an das Böse. Hier auf Erden werden wir vom Bösen gehasst. Bis wir nicht gestorben oder erlöst sind, haben wir nicht die lezte Gewissheit am Ziel zu sein (himmlischer Schatz in irdenen Gefässen). Alles andere als kuschelig warm, zumindest für mich. Dies solltest du aus meinen Aussagen ja zur Genüge gemerkt haben.

Der Humanist hingegen hat es kuschelig warm: Es gibt nichts Böses und es gibt keine Hölle, er hat also nichts zu befürchten. Dazu sind alle Menschen gut, und haben in ihrem Tun keine bösen Absichten. Man hat also nichts zu befürchten, alles wird gut.

Die Bibel sagt: "Prüfet alles, und das Gute behaltet!", "Seid wachsam!" usw. Wir Christen sind aufgefordert zu prüfen. Mehr denn je in unserer Zeit, wo Verführung und Irrlehre Hochkonjuktur haben.




Deine Geste um dein angeführtes Zitat von Kant entspringt selbst aus einer traurigen Eitelkeit, einer Eitelkeit aus der Notwendigkeit, nicht mehr prüfen zu können, weil die Angst dies verbietet und deshalb aus dem Prüfen nur noch Projektionen möglich sind.

Du argumentierst oft scharfsinnig zumal aber auch etwas wirr.
Merke: Ein guter Lehrer ist in der Lage, etwas verständlich rüberzubringen.




Hast du nachgesinnt, warum Kant dies so, oder ähnlich formuliert hat. Weist du wie Kant zur Religion überhaupt gestanden hat, weißt du was Kant zu und über Gott gesagt hat?
Wenn du es nicht weißt und wenn es nicht stimmt, was du hier behauptest, dann bist du ein Lügner, dann hast du Kant verurteilt und du weißt was Jesus über solch ein Handeln gesagt hat. Gerade Christen haben eine Verantwortung, nicht einfach aus einer Laune heraus andere anzuschwärzen. Wenn du dir bei einer Sache nicht sicher bist oder nicht sicher sein kannst, dann enthalte dich apodiktischer Urteile.

Ich weiss genug über Kant, um mir ein Urteil bilden zu können. Letztenendes kennt nur Gott ihn bis ins letzte Detail.
Nach deinem Ansatz wären wir nie in der Lage, uns ein Urteil bilden zu können. Es gibt immer noch ein Detail, das wir nicht wissen. Aber genau das ist die Masche des Teufels. Er sagt: "Du darfst nicht über eine Sache oder einen Menschen urteilen, denn das ist Böse!" Deshalb geht die Lüge in den Kleidern der Wahrheit, und die Wahrheit läuft nackt herum.
PS: Dieses Verhalten wird einer der Hauptgründe für den Untergang Europas sein. Wir rechtfertigen noch den letzten Dreck und suchen wie versessen nach einer guten Absicht dahinter. Letztenendes ist es der Versuch des Menschen sich ohne Gott zu rechtfertigen, denn wenn ein Mensch vor Gott nicht gerechtfertigt ist, dann sind es logischerweise alle. Oder anders gesagt, wenn ein Mensch böse ist, dann sind es die anderen auch. Deshalb ist der Kinderschänder das Opfer seiner kaputten Jugend, und der Mörder handelt nur so wegen seinem hoffnungslosen Umfeld, und der Satanist sucht nach einem spirituellen Sinn.

Wir sind nicht aufgefordert zu prüfen, damit wir alles rechfertigen können. Sondern, damit wir das Gute vom Bösen unterscheiden können. Damit wir wissen, was richtig und falsch ist, sonst ergibt das Prüfen keinen Sinn, oder?


Viele Grüsse,
Reto
Reto
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