Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

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Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Do 5. Sep 2013, 12:40

Wertes Forum!
In der Zeitschrift "Lebendige Seelsorge" lese ich (und nicke innerlich dazu): "Spritualität fragt nach der Mitte, nach dem "Herz aller Dinge" in unserem Leben. Sie ist das, was Menschsein ausmacht und zugleich die Quelle und Wurzel aller unserer Aktivitäten und Beziehungen. In diesem Sinne bereichert sie alle ..."
Seht Ihr das ähnlich?
Ich will gerne einen Aspekt zu beschreiben versuchen, was für mich Spiritualität meint: ein empfinden für das Ewige im Jetzt (einschl. meines eigenen Wesenskerns...). Im Erspüren dieser Lebensebene (etwa in WIRKlicher Stille) werden die kleinen Nöte der Zeitlichkeit sehr viel kleiner und bekommen z.T. sogar einen erkennbar positiven Sinn. Das schafft mir oft Trost.
Geht es hier Manchen ähnlich?
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Schoham » Do 5. Sep 2013, 19:35

Der Geist von Jesus Christus, Seine Wesensart im Herzen erfahrbar, ist wahres, befreiendes und erfülltes Leben. Aus diesem Gottes-Bewusstsein, dieser stillen Quelle, wachsen alle guten Gaben...Und die Grösse Gottes im denken, fühlen und empfinden schafft, dass die andern Nöte klein erscheinen....Vertrauen in Gott hilft, auch das anzunehmen, was unverständlich und für den Menschen unbegreifbar ist.

:praisegod:
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Remo » Sa 7. Sep 2013, 00:49

Lieber Herrmann,

Spiritualität wird als Begriff oftmals recht schwammig und beliebig benutzt. Ein Theologe, dessen Name mir entfallen ist, übersetzt den Begriff mit Frömmigkeit, was allerdings auch nicht sehr viel mehr Einsicht bringt. Aber die Beschreibung, die du bringst ist sicherlich eine der treffenderen, wie ich finde. Aus christlicher Sicht müsste man eigentlich von "christlicher Spiritualität" sprechen, um sich gegenüber Esoterik / Parapsychologie abzugrenzen.
So finde ich die Hinwendung zum Kern, zum Herzen durchaus als Wesensmerkmal von Spiritualität. Denn darauf wollte auch Jesus Christus immer wieder hinaus. Das Herz ist wichtig. Darum glaube ich z.B., dass eine Lüge vor Gott als gerecht gilt, wenn sie aus einem liebenden, guten Herzen geschehen ist. Klar darüber liesse sich nun streiten / diskutieren.
Allerdings frage ich mich, ob du den Begriff nicht überspannst, wenn Du nach dem Wesenskern aller Dinge fragst. Denn das würde ja bedeuten, dass Gott in jedem noch so profanen Gegenstand drin ist. Das aber finde ich ein wenig zweifelhalft - ??

So oder so, Herrmann, danke für deinen Beitrag :-)

Grüsse,
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » So 8. Sep 2013, 20:08

Leider wg. Technikproblemen verspätet. Schoham, was Du über Gottvertrauen sagst, kann ich nur voll unterstreichen! Warum aber muss Jesus unbedingt dazwischengeschaltet sein? Ist Direktkontakt zu Gott nicht möglich? Ich denke da an mystische Einheitserfahrungen...
Offensiver gefragt: Es gibt hier zahlreiche User, die die Dimension von Spiritualität in keinster Weise miteinbeziehen. Fehlt ihnen vielleicht "Musikalität" für diese Lebensebene? Würdest du sie dennoch als gottbezogen lebende Menschen bezeichnen?
Remo, danke zunächst für Deinen ausgewogenen Beitrag, der sich angenehmst vom Holzhackertonfall mancher User unterscheidet. Ja, ich gehe von der Beseeltheit der Dinge aus, aller Dinge, die Gott geschaffen hat. Darauf setzte auch Hildegard von Bingen, die z.B. von der Heilkraft bei gewissen Steinen ausging.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » So 8. Sep 2013, 21:28

Wie gesagt:

Gott erleben ist das Trachten der christlichen Mystik. Ganz allgemein schwafeln von Gott erleben kann jeder Esoteriker.
Warum dann nicht akzeptieren, dass christliche Gottessuche nicht nur allgemeine Schwärmerei von Gottesnähe ist ?

Wer Jesus nicht mag, nicht akzeptiert oder nicht braucht, findet in der Esoterik ein breites Betätigungsfeld.

WER OHNE Jesus Gottes Gegenwart erleben will, wird sicherlich etwas erleben. Aber ob es die Gänze in echt ist, ist zweifelhaft. Da hat der Mensch Erkenntnisgrenzen und spekuliert nur über das Wahrgenommene in der Dimension Gottes. Die Wirklichkeit und Bedeutung Christi erkennen damit werden "überreligiöse Gottsucher" sowieso Schwierigkeiten haben. Was der Mensch nicht erkennt, weder intellektuell noch mystisch, soll also auch nicht möglich sein als Wirklichkeit ?

lg, oTp
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 06:01

otp, Du weißt genau, dass Schwafeln über Gott auch unter einem Kruzifix und mit viel Bibelkenntnis möglich ist und Du kennst sicher "Christen", die aus ein paar guten Bibelstellen und diesem Getue eine Religion (Konfession) gemacht haben, z.B. die Pius-Bruderschaft mit ihren Holocoust-Leugnern.
Sogar Jesus selbst verlor zeitweise den Kontakt zum Vater, was z.B. durch die Stelle "Vater, warum hast Du mich verlassen?" beurkundet ist. Er sah sich zeitweise nicht fürs Heilen geeignet, weil er -wie man heute sagen würde- "nicht gut drauf" war ("Meine Zeit ist noch nicht gekommen"). Wo also liegt der große "Standortvorteil" für eine Gotteseinung, wenn man sich einem gemeindlichen Geschehen "christlicher Konvention" anschließt? Gemeinden, in denen sehr oft Leute das Sagen haben, die Mystik für "Schwärmerei" halten (Luther gehörte wohl später auch dazu) Dennoch war für Luther mit etwa 22 Jahren ein Mystiker-Buch "mein wichtigstes Buch nach der Bibel". Zitatherkunft könnte ich nachreichen, ich denke, der Autor war Johannes Tauler.
Im Übrigen: ich hoffe doch, dass Du mit dem flapsigen Satz "Wer Jesus nicht mag" nicht tatsächlich auch mich gemeint hast. Dann wäre das meine Reaktion: :shock:
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Gnu » Mo 9. Sep 2013, 06:29

Hermann hat geschrieben: Schoham, was Du über Gottvertrauen sagst, kann ich nur voll unterstreichen! Warum aber muss Jesus unbedingt dazwischengeschaltet sein? Ist Direktkontakt zu Gott nicht möglich? Ich denke da an mystische Einheitserfahrungen...

Versuch doch mal, Direktkontakt zu Jahweh aufzunehmen, dann gehen dir vielleicht die Augen auf.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 08:30

Gnu hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben: Schoham, was Du über Gottvertrauen sagst, kann ich nur voll unterstreichen! Warum aber muss Jesus unbedingt dazwischengeschaltet sein? Ist Direktkontakt zu Gott nicht möglich? Ich denke da an mystische Einheitserfahrungen...

Versuch doch mal, Direktkontakt zu Jahweh aufzunehmen, dann gehen dir vielleicht die Augen auf.

Was soll denn dieser hingeworfene Satz, der nach Pamphlet riecht? Ist Jahwe nicht nur ein anderer Name für Gott? Mir genügt es im Übrigen, so wie es großen Künstlern öfter gelingt, hin und wieder ein wenig in einen "Strom der göttlichen Inspiration" einzutauchen. Wenn Du dir Beethovens Ode an die Freude vor Augen führst, ahnst Du doch vermutlich, was ich grundsätzlich meine. Und wenn jemad fragt, woran man göttliche Eingebungen erkennt, dann würe ich mit Paulus antworten: "An den Früchten...". Auch der verstockteste Muslim hat da schon angefangen, über seine pauschale Ablehnung von "Ungläubigen" nachzudenken...
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 09:21

Hermann hat geschrieben: Sogar Jesus selbst verlor zeitweise den Kontakt zum Vater, was z.B. durch die Stelle "Vater, warum hast Du mich verlassen?" beurkundet ist. Er sah sich zeitweise nicht fürs Heilen geeignet, weil er -wie man heute sagen würde- "nicht gut drauf" war ("Meine Zeit ist noch nicht gekommen").


Ich habe das gelassen, was sich bedenklich anhört. Es sind Deine Interpretationen, denn man kann die Stellen ziemlich vom Sinn her anders interpretieren.

Gemeinden, in denen sehr oft Leute das Sagen haben, die Mystik für "Schwärmerei" halten
Im Übrigen: ich hoffe doch, dass Du mit dem flapsigen Satz "Wer Jesus nicht mag" nicht tatsächlich auch mich gemeint hast. Dann wäre das meine Reaktion: :shock:


Wer Jesus nicht mag habe ich schon bewußt gewählt. Auch einem Hindu würde ich das so sagen, wenn er mir sagen würde, Jesus war ein großer Eingeweihter. Denn gleichzeitig interpretiert er Jesus gemäß seines Hidu-Glaubens. Und sich ein Bild gemäß seiner Vorstellungen von Jemandem machen und ihn damit verkennen ist ja wohl eindeutig falsch.

Wo also liegt der große "Standortvorteil" für eine Gotteseinung, wenn man sich einem gemeindlichen Geschehen "christlicher Konvention" anschließt?

Anstatt zu kritisieren kann man selber alles tun, um als Christ verbindlich zu leben. Ablenken vom christlichen Glauben und seiner Mystik ist ja ein Verwerfen des christlichen Glaubens und ein sich Abwenden.

Wenn man von Mystik spricht ohne dabei lange von christlicher Mystik zu reden, macht man es sich sehr leicht. Man grenzt sie auf diese Weise sogar aus weil man sich mit ihrem Gehalt erst gar nicht auseinander setzt, noch nicht mal vergleichend, noch nicht mal kritisch.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Gnu » Mo 9. Sep 2013, 09:55

Hermann hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben: Schoham, was Du über Gottvertrauen sagst, kann ich nur voll unterstreichen! Warum aber muss Jesus unbedingt dazwischengeschaltet sein? Ist Direktkontakt zu Gott nicht möglich? Ich denke da an mystische Einheitserfahrungen...

Versuch doch mal, Direktkontakt zu Jahweh aufzunehmen, dann gehen dir vielleicht die Augen auf.

Was soll denn dieser hingeworfene Satz, der nach Pamphlet riecht? Ist Jahwe nicht nur ein anderer Name für Gott? Mir genügt es im Übrigen, so wie es großen Künstlern öfter gelingt, hin und wieder ein wenig in einen "Strom der göttlichen Inspiration" einzutauchen. Wenn Du dir Beethovens Ode an die Freude vor Augen führst, ahnst Du doch vermutlich, was ich grundsätzlich meine. Und wenn jemad fragt, woran man göttliche Eingebungen erkennt, dann würe ich mit Paulus antworten: "An den Früchten...". Auch der verstockteste Muslim hat da schon angefangen, über seine pauschale Ablehnung von "Ungläubigen" nachzudenken...

Dieser Satz war meine Antwort auf deine Frage, ob Direktkontakt zu Gott nicht möglich sei. Du suchst mit deiner Spiritualität den Direktkontakt zu Gott, und den gibt es tatsächlich. Die Frage ist nur, welcher Gott das ist, der da antwortet, wenn du ihn mit spirituellen Hilfsmitteln (welche auch immer) suchst.

Götter gibt es viele, Jahweh nur einen. Jahweh ist nicht „nur ein anderer Name für Gott“, sondern der (hebräische) Name des höchsten Gottes. Er wurde deshalb (inspiriert vom Gott dieser Welt) etwa siebentausendmal aus den Bibelübersetzungen entfernt, damit ja nicht jemand ihn erfahre. „Gott“ selbst ist kein Eigenname, sondern eine religiöse Hierarchiebezeichnung.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 10:39

otp: Ich setze mich natürlich mit christlicher Mystik auseinander und würde mich auch als Christ bezeichnen. Allerdings ist die Haltung zur Gotteserfahrung als Zentrum des Glaubens für mich so wichtig, dass mir ein Sufi etwa nähersteht als ein ziemlicher Gegner der Mystik wie etwa Benedikt der 16. Wichtig ist mir nämlich, welche theologischen Konsequenzen jemand aus seiner Erfahrung des Höchsten zieht (so er sie überhaupt gesucht bzw. gehabt hat). Wenn er dann zentral immer noch vom Opfertod redet, den Jesus für uns ach so armen Sünder auf sich genommen haben soll, dann merke ich eben, dass er sich nicht ganz auf die Reinwaschung durch das göttliche Licht hineinbegeben hat. Dass er die Verantwortung für seine Sünden nicht 100%ig zu übernehmen bereit ist, sondern "auswärts" nach Beruhigungspillen sucht.
Gnu: Ich weiß nicht, worauf Du hinauswillst. Gott ist es vermutlich egal, wie Du ihn nennst. Wichtig ist, dass Du aufs Höchste in den Prozess der Näherung ans Licht eintauchst, an dessen Ende Sätze stehen mögen wie :"Nicht ich, sondern der Vater in mir sagt das". Und die Frage von Zweiflern -etwa Atheisten-, ob man sich einer Schimäre higegeben hat, lässt sich eben mit dem Paulus-Prüfstein am besten beurteilen.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Seltsamer » Mo 9. Sep 2013, 11:10

In einem Science-Fiction Film, der „Stargate“ heißt, hab ich auch viele „Götter“ gesehen:
Gnu hat geschrieben:Götter gibt es viele, Jahweh nur einen. Jahweh ist nicht „nur ein anderer Name für Gott“, sondern der (hebräische) Name des höchsten Gottes. (…) „Gott“ selbst ist kein Eigenname, sondern eine religiöse Hierarchiebezeichnung.

Mose hat mit Gottes Namen andere Erfahrungen gemacht. „Gott sprach zu Mose: »Ich bin, der ich bin«, der Anwesender! Auch Mose stand vor dem sehr menschlichen Rätsel, welchen Namen (ziemlich heidnisch) der Gott hat, wie er den Volk erklären kann, mit wem er da gesprochen hat. Seit dem etwa gilt „Jahweh“ als hebräischer Name Gottes, oder?

So was wurde jedoch im Widerspruch zur Erfahrungen Mosis stehen! Gott selber aber sagt, »Ich bin, der ich bin!« Klar gesagt, Gott ist der Anwesende, der keinen Namen trägt. Weil er über alles ist, auch über jeder Persönlichkeit! Ebenso Bezug auf reine geistige Ebene wurde den Verständnis über all Anwesenheit Gottes erheblich reduzieren. Gott ist der Anwesende – immer und überall, wenn wir das verstehen auch nicht vermögen.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 12:30

Wenn er dann zentral immer noch vom Opfertod redet, den Jesus für uns ach so armen Sünder auf sich genommen haben soll, dann merke ich eben, dass er sich nicht ganz auf die Reinwaschung durch das göttliche Licht hineinbegeben hat. Dass er die Verantwortung für seine Sünden nicht 100%ig zu übernehmen bereit ist, sondern "auswärts" nach Beruhigungspillen sucht.


Auch das kann dem Sinn nach christlich interpretieren. Du tust das nicht.

Eine völlig falsche Richtung ist für jeden, eine "Beruhigungspille" zu suchen, wenn Jemand sich nicht reinwaschen lassen will durch das Opfer Christi. Und wenn er meint, seine Sünden ignorieren zu können durch "ablagern" auf Jesus.

Sobald Du von alleinigen sich reinwaschen-lassen vom göttlichen Licht redest, befindest Du Dich nicht mehr auf christlichem Boden.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 13:40

Seltsamer: Ich unterstütze Deine Position voll, die letztlich jeden "Namen" Gottes (Jahwe würde ich da einschließen) als ersten Schritt der Lästerung Gottes sieht. oder: Zeichen eines Menschen, der Gott offenbar wesensmäßig noch nicht erfasst (erspürt...) hat. Dies führt dann in gewisser Konsequenz zur Negativen Theologie , die klug feststellt, dass über Gott eigentlich nicht gesagt werden kann, außer, was er/sie/es nicht ist.
otp: Aus Deinen Äußerungen schließe ich -etwas polemisch-, dass Du das Sündhafte als Wesenszug der Christen anzusehen scheinst. Da stimme ich dir 70%ig zu, aber auch Gründen, die Deinem Glauben nicht gerade als Kompliment erscheinen können. Noch anders: Wenn die "Übergabe" (Hingabe?!) des Lebens an Jesus so wunderbare Kräfte entfalten soll, soviel Reinigung in der Tiefe der Seele erreichen soll (dass z.B. die Therapeuten in den USA reihenweise arbeitslos werden, weil dort ja mit 20% Evangelikalen (Stand 2004, Bush-Regiment) das Musterland der Christen erstanden ist... warum lassen gerade - Ironie Ende- die USA gar so wenig von einem erahnbaren "Reich Gottes" erkennen?
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 14:15

Aus Deinen Äußerungen schließe ich -etwas polemisch-, dass Du das Sündhafte als Wesenszug der Christen anzusehen scheinst. Da stimme ich dir 70%ig zu, aber auch Gründen, die Deinem Glauben nicht gerade als Kompliment erscheinen können


Herrman, was willst Du denn damit aussagen, außer verbal aufzutrumpfen ?
Wenn das eine sachliche Überlegungs-Grundlage bei Dir haben soll, versuch es entsprechend logisch zu erklären.

Noch anders: Wenn die "Übergabe" (Hingabe?!) des Lebens an Jesus so wunderbare Kräfte entfalten soll, soviel Reinigung in der Tiefe der Seele erreichen soll (dass z.B. die Therapeuten in den USA reihenweise arbeitslos werden, weil dort ja mit 20% Evangelikalen (Stand 2004, Bush-Regiment) das Musterland der Christen erstanden ist... warum lassen gerade - Ironie Ende- die USA gar so wenig von einem erahnbaren "Reich Gottes" erkennen?


Netter Scherz. So wie Du wohl eher oberflächlich von den Kräften der Mystik erzählst-bisher jedenfalls- so gibt es auch oberflächliche Christen, die nur ihr Äußeres, den äußeren Schein, aufpolieren. Und Christen, die einfach zu schwach sind, siegreich zu erstarken um herauszuragen als Licht der Welt.

Jesu Wirkung auf Menschen war gewiß tief beeindruckend und überzeugend, Hoffnung gebend.
Aber daneben sind auch jene, besonders der "religiöse Adel" der Juden, die ihm nur Böses unterstellten. Ein Ärgernis und Gotteslästerer.

Wo erlebe ich Gott in Menschen ?
Mir geht es auch so, angesichts der Oberflächlichkeit von Christen, die ich erlebte, dass ich da manchen tief strebenden Sufi bevorzugen würde.



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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Seltsamer » Mo 9. Sep 2013, 16:23

So was kann ich nicht unwidersprochen bleiben lasen:
onThePath hat geschrieben:Jesu Wirkung auf Menschen war gewiß tief beeindruckend und überzeugend, Hoffnung gebend.

Hier zeigst du lieber onThePath leider, wie schwach dein Glaube ist! Denn du sagst: „war (..) tief beeindruckend und überzeugend, Hoffnung gebend…".

Der unterschied zudem, wie du Jesus wahrnimmst und wie ich Jesus wahrnehme ist der, dass für mich Jesus Wirken ist und wird bleiben (egal wie und wo ich bin), der Wegweisender, die Wahrheit, die ins Leben führt. Denn Jesus kenne ich persönlich, wie ein bester Freund, der ein Mensch gewesen ist und weiß genausten, wie schwer ist ein Mensch zu werden. Aber nicht etwa „kannte“. Hier ist unwesentlich wie ich Jesus kennen gelernt habe, wesentlich ist, dass ich Jesus kenne.

Dein „war“, reduziert Jesum als längst vergangenem geschichtlichem (kurzfristigen) Ereignis! Denn ich habe das Evangelium Jesu in meinem Herz, woraus Antworten habe in jeder Hinsicht, wie ich in meinem Dasein (jetzt und hier), handeln soll. Jesus ist mein geistiger Ratgeber, der meine ganze Spiritualität ausbaut. So erlebe ich Gott in mir, in einen Menschen. Meine ganze Spiritualität läuft durch Jesus, der mein Vertreter vor Gott ist. Nicht etwa irgendwann gewesen ist!
Zuletzt geändert von Seltsamer am Mo 9. Sep 2013, 16:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 16:32

otp, es ist schön, dass Du wohl doch die Universalität in Glaubensdingen besitzt, über Religionsgrenzen hinweg mehr ins Herz zu schauen als auf die "nominelle" Glaubenszugehörigkeit oder die ledigleich flott formulierte kirchentreue Formel. Gerade ein Albert Schweitzer -großes Vorbild für mich seit Kindheitstagen- hat den Schritt zur Universalität des Glaubens noch expliziter getan und diesen Wesenszug als existenziell für den mystischen Weg bezeichnet. Wer dies dann noch mit einem vor Nächstenliebe überfließendem praktischen Leben untermauert, der verdient für mich größte Achtung. Zwar kam es wohl nicht zur Heiligsprechung -wohl wg. fehlender formaler Vatikannähe- aber er würde in einer Umfrage der großen Vorbilder des 20. Jh. bei Vielen sehr weit oben stehen.
Auch wenn die Gefahr erneuten "Fingerhakelns" (Moderator-Jargon neulich) nicht wegzuleugnen ist: Wie kommt es, dass ich aus dem Mitlesen früherer Beiträge von Dir den Eindruck hatte, Du habest etwa soviel Angst vor dem Bösen wie der Durchschnitts-Amerikaner vor Kriminellen. (Bekanntlich hat man dort 4,5 mal mehr Waffen im Schrank stehen als im wirtschaftlich und kulturell vergleichbaren Kanada.) Ist Deine geistliche Waffe das Sich-klammern ans Kirchennahe, das ständige Beäugen der Esoterik als nur-gefährlich? Oder mag dies vl. Ausdruck oder Folge einer beruflichen Verquickung mit dem Kirchen-Milieu sein?
Seltsamer: Schön Deine Betonung der gegenwärtigen Bedeutung eines großen Propheten für Dich, der Jesus mindestens war. Erlebst Du es wie viele meiner Freunde, die von einer "Christus-Qualität" oder einem "Christusbewusstsein" sprechen. einer "Qualitätsstufe der Gottesnähe sozusagen, die sich als "geistliche für alle sensiblen spürbare Temperatur" auswirkt, weniger als persönlich-menschenähnliche Beziehung?
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Seltsamer » Mo 9. Sep 2013, 17:13

Lieber Hermann,
ich gehe davon aus, dass deine Frage gestellt wurde, bevor ich mein letzten Beitrag abgeschickt habe:
Hermann hat geschrieben:Seltsamer: Schön Deine Betonung der gegenwärtigen Bedeutung eines großen Propheten für Dich, der Jesus mindestens war.
Über den „mindestens war“, hab ich genug gesprochen. Und Jesus einen Propheten gleich zu stellen kenne ich keinen Grund. Was hat Jesus eigentlich Prophezeit?

Über den „Erlebst“, kann ich viel sagen:
Hermann hat geschrieben: Erlebst Du es wie viele meiner Freunde, die von einer "Christus-Qualität" oder einem "Christusbewusstsein" sprechen. einer "Qualitätsstufe der Gottesnähe sozusagen, die sich als "geistliche für alle sensiblen spürbare Temperatur" auswirkt, weniger als persönlich-menschenähnliche Beziehung?
Erstens, ich erlebe nicht. Ich lebe mit Jesus.

Es ist schwer zu verstehen, wenn man so was nicht hat, aber die einfachste Erklärung darüber, wäre etwa so. Ich bin da und habe einen Freund. Echten Freund, der immer zu Seite steht unaufdringlich, aber immer dann, wenn ich selber nicht weiter kommen kann. So wie ein Vater zur sein Sohn oder wie ein Opa zur sein Enkel (etwa). Vorausgesetzt, diese Älteren oder Urältern sein Kind nicht als sein Eigentum sonder, als selbständigen Person betrachten.

Von eine "Christus-Qualität" oder von einen "Christusbewusstsein" würde ich nie wagen zu sprechen. Denn würde für mich eine Schande Jesum, durch welchen Chrestus (transkribiert Christus) zu ersetzen. Schon bei der geringste Vermutung, dadurch Jesum einen Tumulter gleich zustellen, wurde mein Herz im Schande verbluten…
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 17:33

Seltsamer hat geschrieben:So was kann ich nicht unwidersprochen bleiben lasen:
onThePath hat geschrieben:Jesu Wirkung auf Menschen war gewiß tief beeindruckend und überzeugend, Hoffnung gebend.

Hier zeigst du lieber onThePath leider, wie schwach dein Glaube ist! Denn du sagst: „war (..) tief beeindruckend und überzeugend, Hoffnung gebend…".

Der unterschied zudem, wie du Jesus wahrnimmst und wie ich Jesus wahrnehme ist der, dass für mich Jesus Wirken ist und wird bleiben (egal wie und wo ich bin), der Wegweisender, die Wahrheit, die ins Leben führt. Denn Jesus kenne ich persönlich, wie ein bester Freund, der ein Mensch gewesen ist und weiß genausten, wie schwer ist ein Mensch zu werden. Aber nicht etwa „kannte“. Hier ist unwesentlich wie ich Jesus kennen gelernt habe, wesentlich ist, dass ich Jesus kenne.

Dein „war“, reduziert Jesum als längst vergangenem geschichtlichem (kurzfristigen) Ereignis! Denn ich habe das Evangelium Jesu in meinem Herz, woraus Antworten habe in jeder Hinsicht, wie ich in meinem Dasein (jetzt und hier), handeln soll. Jesus ist mein geistiger Ratgeber, der meine ganze Spiritualität ausbaut. So erlebe ich Gott in mir, in einen Menschen. Meine ganze Spiritualität läuft durch Jesus, der mein Vertreter vor Gott ist. Nicht etwa irgendwann gewesen ist!


Du machst gerne solche Wortklaubereien ? Und schaust kurzsichtig nur in der nahen Umgebung einer Aussage ?
Da hättest Du auch genauer hinschauen sollen:
Ganz klar und unmißverständlich beschrieb ich Jesus, als er als Mensch Menschen begegnete. Dass Du mir zum Vorwurf machst, ich habe kein "umfassendes Wirkunsspektrum" von Jesus geschrieben, ist wirklich bemerkenswert negativ. Nein, ich bin nicht so abgrundtief dumm, Jesus so zu sehen wie Du es gerne hättest.

Das ist so ähnlich, als wenn ich sagte, in Old Delhi am Red Ford gewesen zu sein und Du daraus folgerst, sonstig Old und New Delhi überhaupt nie gesehen zu haben. :-P

Hättest Du es positiv geschrieben, nicht als Hieb gegen mich sondern als reines Bekenntnis zu Jesus, wäre es prima gewesen.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 17:43

Auch wenn die Gefahr erneuten "Fingerhakelns" (Moderator-Jargon neulich) nicht wegzuleugnen ist: Wie kommt es, dass ich aus dem Mitlesen früherer Beiträge von Dir den Eindruck hatte, Du habest etwa soviel Angst vor dem Bösen wie der Durchschnitts-Amerikaner vor Kriminellen. (Bekanntlich hat man dort 4,5 mal mehr Waffen im Schrank stehen als im wirtschaftlich und kulturell vergleichbaren Kanada.) Ist Deine geistliche Waffe das Sich-klammern ans Kirchennahe, das ständige Beäugen der Esoterik als nur-gefährlich? Oder mag dies vl. Ausdruck oder Folge einer beruflichen Verquickung mit dem Kirchen-Milieu sein?


Herrman, ein Komissar hat Ahnung von den bösen Spitzbuben und Mördern, aber außer gesundem Respekt keine Angst.
Das ist auch eine böswillige Unterstellung von Dir: Dass nämlich Jeder, der das Böse erforscht und untersucht es aus Angst davor tun würde. Wie gesagt, eine schwache Unterstellung. Im Gegenteil, man darf eben nicht zu zimperlich und ängstlich dabei sein.

Ist Deine geistliche Waffe das Sich-klammern ans Kirchennahe, das ständige Beäugen der Esoterik als nur-gefährlich?
Was für einen falschen Mumpitz Du daherreden kannst. Vermutungen und Unterstellungen.
Jesus ist mit seiner Wahrheit schon mal die stärkste Waffe gegen den Bösen. Und Esoterik darf man nicht künstlich verschönern.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Seltsamer » Mo 9. Sep 2013, 18:28

Falsch verstanden lieber onThePath:
onThePath hat geschrieben:Hättest Du es positiv geschrieben, nicht als Hieb gegen mich sondern als reines Bekenntnis zu Jesus, wäre es prima gewesen.
Es geht nicht um dich oder um mich.

In Litauen, wo ich meine Jugend verbracht habe, gab einen sehr populären Spruch: „Teufel weiß es“ (Velnias žino…). Lange habe ich überlegt, bis ich festgestellt habe, dass dieser Spruch interne Einstellung (interne Sichtweise) schildert. Das heißt, anstatt zu sagen „Gott weiß es“ (sprich ich weiß es nicht), Leute die sich nicht an Gott orientieren, sagen: „Teufel weiß es“. Danach habe ich jeden betroffenen hingewiesen (direkt zwischen Augen), dass mit diesem Spruch der Betroffenen den Teufel zu sich ruft!

Auf unsere Gegebenheiten umgeleitet, sage ich auch, wenn jemand über Jesus spricht und sagt, Er „war“ (irgendwann, irgendwo) der sagt auch gleich, Jesus gibt es nicht mehr. So viel über die Spiritualität des Wortes „war“…
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 18:41

Seltsamer, jetzt redest du aber so, dass Du Dich Deinem Nick auf nicht so angenehme Weise näherst...: "Jesus habe nichts prophezeit" klingt fast so, als habe er Prophetenniveau nicht erreicht?! Aber den billigt eine Weltreligion, der Islam, ihm durchaus zu...Hat er nicht mal gesagt:" Es werden welche kommen, die Größeres als ich tun werden?" klingt doch sehr wie eine Prophetie.
Wenn er ein "Freund" von Dir ist, dann frage ihn doch bitte mal, ob er die etablierten Kirchen der Welt in Treue zu ihm stehen sieht.
Christus= Der gesalbte. Eine Ehren-Auszeichnung hochspiritueller Art. Wie Du zu diesem negativ gefärbten Christusbegriff kommst, ist mir nicht klar.
otp: Natürlich ist Angst nur e i n e Haltung zum Bösen. Eine 2. wäre die Projektion: Der redet viel vom Dunklen, der -womöglich tagtäglich- die dunklen Seiten in sich mühsam in Schach halten muss. Wegen ihrer Macht.
ich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die täglich voll Dankbarkeit das Schöne am Leben betonen, hundertmal positiver sind als die, die Gefahren (Sünden) und dunkle Seiten übertrieben oft herausstellen.
Esoterik darf man nicht schönen? Es ist wie mit der Ideologie des Antikommunismus, die oft so ähnliche Fratzen wie der Kommunismus hat(te). Wer Esoterik mit dogmatischer Exoterik bekämpft, ist oft ähnlich eng wie diese Leute.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Seltsamer » Mo 9. Sep 2013, 19:22

Da bin ich sehr penibel, was konkreten Aussagen angeht. Weil, wenn jemand was sagt, spricht es viel mehr über den Sprecher, als über das Gesagte. Mir gegenüber kannst du lieber Hermann diese Regel sich ruhig bedienen. Vorausgesetzt, hast du auch verstanden was ich gesagt habe.

So dann:
Hermann hat geschrieben:Jesus habe nichts prophezeit" klingt fast so, als habe er Prophetenniveau nicht erreicht?! Aber den billigt eine Weltreligion, der Islam, ihm durchaus zu...Hat er nicht mal gesagt: "Es werden welche kommen, die Größeres als ich tun werden?" klingt doch sehr wie eine Prophetie.

Abgesehen davon, dass ich unter deine Wörter islamische Propaganda vermute, hab ich nur gefragt, was eigentlich Jesus prophezeit hatte. Anstatt eine Antwort zu geben, bedrängst du mich mit der „Billigung eine Weltreligion“. Welchen Erlaubnis brauche ich von welche Weltreligion, Jesus so zu kennen, wie ich Ihm kenne? Witzig, ne?

Aber so was kann ich ruhig vertragen. Die Frage ist, wo steht so was: "Es werden welche kommen, die Größeres als ich tun werden?"? Wenn du mir eine eindeutige Antwort geben willst, wollen wir weiter darüber reden. Aber Moderatoren nach, wird hier keine islamische Propaganda geduldet, wie ich aus die letzte Beiträge von Lena1 wahrnehmen konnte.

Na dann, welche „spirituelle Propaganda“ wollen wir hier weiter besprechen?
Ich bin für jede Frage offen, aber Moderatoren kaum…

Hermann hat geschrieben: Christus= Der gesalbte. Eine Ehren-Auszeichnung hochspiritueller Art. Wie Du zu diesem negativ gefärbten Christusbegriff kommst, ist mir nicht klar.
Es wird dir ev. klare, wenn du lieber Hermann, mein Buch über die Entstehung der Evangelien gelesen hast. Aber bitte, nicht weiter sagen (das Buch ist noch geheim!)…
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 19:45

Das ist ja wirklich seltsam: Jemand spricht Jesus prophetische Qualität ab, ein spiritueller Christ wie ich erinnert daran, dass sogar eine dem Christentum gegenüber eher kritische Religion, der Islam, erkennt, wie hoch Jesus anzusetzen ist, und dann spricht dieser offenbare Jesus-Herabsetzer von "islamischer Propaganda".
Ja, ich glaube weiterhin, dass Jesus Fundamentales in die Zukunft hinein gesagt hat - damit hat er prophetische Qualität- aber nicht nur diese.
Weiterhin: Warum gehst Du nicht auf mein Bibelzitat ein? Meine Deutung kann ich aber gerne voranschicken -wenn dich das sicherer macht: "Ich sehe darin ein evolutionären Zug im Menschenbild Jesu. So wie er eine große Menscheitstür zu mehr Liebe aufgemacht hat, so werden Menschen kommen, die einen weiteren Schritt tun könnten.
Interessant auch, dass Du Jesus offenbar in einem Freund-Status hast (facebook-artig vielleicht, wo mancher User 350 hat), der seine Antwort auf konkrete Fragen nicht beinhaltet.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Schoham » Mo 9. Sep 2013, 20:02

Guten Abend Hermann

Nach meinem Glauben ist Jesus Christus Gott - der Mensch geworden ist und so ist für mich nichts zwischen Gott und Jesus. Ich kann mir auch keinen Menschen vorstellen, der von Herzen in allen Dingen das Gute sucht, der nichts von Gottes Geist und seinem Wirken in seinem Leben wissen will. Was anderes ist Spiritualität?!
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Mo 9. Sep 2013, 21:21

Schoham hat geschrieben:Guten Abend Hermann

Nach meinem Glauben ist Jesus Christus Gott - der Mensch geworden ist und so ist für mich nichts zwischen Gott und Jesus. Ich kann mir auch keinen Menschen vorstellen, der von Herzen in allen Dingen das Gute sucht, der nichts von Gottes Geist und seinem Wirken in seinem Leben wissen will. Was anderes ist Spiritualität?!


Nach meinem Glauben ist Gott das Sein. Beides ist praktisch gleichzusetzen. Gott ist aber ebenso auch die Liebe und die Wahrheit, in voller Gleichsetzungs-Qualität. Natürlich suchen alle irgendwo das Gute. Aber da offenbar so ungeheuer verschiedene Ergebnisse bei der gelebten Antwort herauskommen, was das nun ist, könnte es ja daran liegen, dass unterschiedliche Grade an Heilig-Geist-Durchdringung die Menschen unterscheidet. Bei Manchem lag es an bitteren Erfahrungen in der Kindheit liegen, bei dem anderen an fehlender Bildung, die ihn für Vorurteile anfällig macht.
Spiritualität beginnt für mich, wenn jemandem die HG-Durchdringung schon recht gut gelungen ist. Dies ist grundsätzlich bei Menschen aller Religionen und Philosophien möglich.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2013, 22:03

Spiritualität beginnt für mich, wenn jemandem die HG-Durchdringung schon recht gut gelungen ist. Dies ist grundsätzlich bei Menschen aller Religionen und Philosophien möglich.


Herman,
Da beginnt es, unchristlich zu werden, denn ein solcher Umgamg mit Gedanken bestimmt auch, wer Jesus Christus zu sein hat, angepasst an eigene Vorstellungen.

Jesus Christus ist für mich der, wie er von Sundar Singh erlebt und dargestellt wurde. Das hat er sehr christlich erlebt, der ehemalige Sikh. Als Herrn des Himmels, als Licht der Welt.
Wenn ein Esoteriker, von dem hier im Forum schon mal geredet wurde, im ersten Moment glaubt, er sehe und erlebe Christus und dann besinnt er sich darauf, dass er einen "hoher Meister" in seinem himmlischen Glanze sieht und nicht Christus, dann hat man es schon mit Göttern zu tun, die dann eifrig Esoterisches verkünden.
Kommt wohl schon von den Griechen, die laut Augustinus nicht zwischen Engeln und Dämonen unterscheiden konnten. Und Steiner setzt dieses Spielchen fort.

Nein, irgendwo ist da eine Grenze, wo Esoterik beginnt. Und Du hörst Dich nicht wie Sundar Singh an, nicht wie die ersten Wüstenmönche und nicht wie die Mönchsväter.


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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Di 10. Sep 2013, 04:55

Nun, otp, Du passt das Christentum an Singhs Vorstellungen an, ich an europäische. ich bin in diesem Kontinent geboren und sehe schon einen Sinn, von Gott hierhergestellt worden zu sein. Der Mode, das indische Milieu und die Kultur anziehend zu finden, erlag ich nur zwei, drei Jahre und besann mich dann wieder auf meine Wurzeln. Ich habe mich kurz über den Herrn erkundigt und sehe in der Mentalität deutliche Unterschiede. Zitat aus Wiki:
"Sundar Singh ist der erste neuzeitliche indische Theologe, der seine Verkündigung ganz innerhalb des indischen Kulturkreises entwickelte. Das bedeutete auch, dass er auf westliche Philosophie verzichtete und die eigenen indischen Traditionen heranzog. Dadurch erreichte er gerade die einfachen Menschen. Dem Einwand aus hinduistischen Kreisen, er verkündige eine fremde Religion, begegnete er mit dezidiert indischen Argumentationsmustern".
Einiges ist sicher faszinierend bei ihm. Aber das Echo im Europa von heute- wenn ich ihn so mit Sri Aurobindo oder Bhagwan (Osho) vergleiche, ist eher recht schwach.
Allerdings ist er eine erfreulich schallende Ohrfeige für die "Christen", die sich wohlstands-bequem und fremdenfeindlich (mehr oder weniger) in Polit-Parteien (CDU/CSU in D , SVP in der Schweiz) tummeln und die die Synthese zwischen Christentum und Spießertum versuchen.
Mich allerdings in Kontrast zu den Wüstenvätern zu setzen, müsste schon genauer begründet werden. Oft habe ich mit ihnen meine Kritik am Gewohnheits-Kirchenchristentum belegt. die Mystik hat bei ihnen auch einen festen Platz.
Zwischen Engeln und Dämonen konnten die Griechen angeblich schon nicht unterscheiden? Da hat Deine kritische Haltung zu Europa aber eine merkwürdige Blüte getrieben. Warum Paulus` Satz von den Früchten bei ihnen nicht anwendbar sein soll, erschließt sich mir auch nicht.
Rudolf teiner: Die Absolventen von Waldorfschulen tendieren bei der Berufswahl stärker zu sozialen und künstlerischen Berufen als die christlich akzeptierter Staatsschulen. Wahrhaftig: Die armen Kinder dort :-P wurden von einer dämonischen Lehre zu einem schrecklichen Altruismus (Heilberufe, Lehrer,...) und merkwürdigen Talenten wie Musikalität etc. (!!) verführt. Ja, sie sollten bekämpft werden -vielleicht sogar verboten?
Noch zu Dir, Seltsamer: Folgende Gedanken finde ich sehr gut bei Dir im Blog, die auch otp bedenken sollte:
Auch später, als Jesus Hingerichtet wurde, konnten Pharisäer keine Ruhe finden. Sie verfolgten Nachfolger Jesu und töteten sie. Und der eifrigste Pharisäer von Pharisäer damals, ein gewisser Saulus, der später den Tarnnamen Paulus angenommen hat, gründete gar das Christiantum und „im Namen Jesu“, setzte dann seine eigene, angepasste „Pharisäerlehre für Heiden“ durch. Und so gegen die Lehre Jesu gerichtet, steuerte Saulus seine Nachfolger zum Alten Testament zurück…
Dämonisch beeinflusst wohl!!
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Di 10. Sep 2013, 09:03

Nun, otp, Du passt das Christentum an Singhs Vorstellungen an


Bewußte Falschaussage ?
Tatsache ist, dass er keinen anderen Jesus Christus gesehen hat wie die Bibel predigt, und das was er in den Himmeln beobachtete auch ein Klartext der Bibel sein könnte.

Aber versuch es ruhig weiter, alles Deinen Vorstellungen anzupassen, was ich sage oder die Bibel aussagt.

Rudolf teiner: Die Absolventen von Waldorfschulen tendieren bei der Berufswahl stärker zu sozialen und künstlerischen Berufen als die christlich akzeptierter Staatsschulen. Wahrhaftig: Die armen Kinder dort wurden von einer dämonischen Lehre zu einem schrecklichen Altruismus (Heilberufe, Lehrer,...) und merkwürdigen Talenten wie Musikalität etc. (!!) verführt. Ja, sie sollten bekämpft werden -vielleicht sogar verboten?


Da sieht man höchstens, dass auf Steiners synthetischer Esoterik mit völlig abstruser Jesus-Christus Darstellung dennoch Positives daneben erstehen kann. Man sollte tunlichst das Falsche vom Richtigen und Guten trennen.
Oder meinst Du, z.B. Spiritismus sei wegen den paar Edelspiritisten eine gute Sache ? Solcher ordinäre Spielerei mit Jenseitskontakten ? Steiners Bücher (einige davon)habe ich regelrecht studiert und von Waldorfpädagogik weiß ich auch genug. Erlaube mir, das ganze etwas anders zu sehen als Du.

(Bisher war Dir Gutes im Christentum seltsamerweise keine Bemerkung wert ? Oder habe ich es in Deiner ständigen Kritik überlesen?)

Aurobinda kenne ich von einem riesigen Buch, die Synthese des Yoga, her, war sogar in Auroville. Aber vergleiche ihn bitte nicht mit dem Christ Sundar Singh. Bhagwan (Osho) würde ich nur mit einem gewöhnlichen Sextherapeuten und Spaßbringer vergleichen, nicht mit einem ernsthaften Wahrheitssucher, sondern im Gegenteil.

Wenn falscher Glaube immer scharf schwarz wäre wie schwarze Magie, dann wäre es für mich und Dich einfach, zu unterscheiden. Aber es ist ein Verwirrspiel, wo man hart um Durchblick ringen muß.

Was Du von Sundar Singh sagst, trifft es übrigens gar nicht. Lies mal seine Erlebnisse in den Himmeln.

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Zuletzt geändert von onThePath am Di 10. Sep 2013, 09:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon POW » Di 10. Sep 2013, 09:21

Hermann hat geschrieben: Rudolf teiner: Die Absolventen von Waldorfschulen tendieren bei der Berufswahl stärker zu sozialen und künstlerischen Berufen als die christlich akzeptierter Staatsschulen. Wahrhaftig: Die armen Kinder dort :-P wurden von einer dämonischen Lehre zu einem schrecklichen Altruismus (Heilberufe, Lehrer,...) und merkwürdigen Talenten wie Musikalität etc. (!!) verführt. Ja, sie sollten bekämpft werden -vielleicht sogar verboten?


Einigen deiner Ausführungen stimme ich im wesentlichen zu. Aber was R. Steiner angeht eindeutig nicht.
Und hier geht es nicht um Waldorf Schulen und die Steiner'sche Pädagogik, sondern um Steiners "religiöse" Ansichten überhaupt.
Wer keinen Kontakt zu den von Steiner verkündeten geistigen Welten hat, wer sich nicht ihnen nähern kann, der ist schon einmal nicht vollwertig, des "Herrn Doktors" theosophischen und anthropologischen "Zirkeln" anzugehören. Ich selbst erlebte, wie Steiners Adepten mit entzückter und vor Ehrfurcht zitternder Stimme immer wieder vom "Herrn Doktor" sprachen und wie sehr sie doch die geistigen Welten eines R. Steiners verstanden. Jesus spielt in diesem esoterischen Club und wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle.
Dafür ist dann die Steiner'sche "Religion/Theosophie" ein wilder Mischmasch aus allen möglichen Religionen und am ende wissen sie eigentlich selbst nicht mehr, wer denn nun und was denn nun und wo denn nun!


Ich habe mir, damals, einiger dieser theosophischen "Schriften" des Herrn "Doktor" angetan, was für ein Wust von phantastischen Spekulationen und märchenhaften Krautköpfigkeiten.
Und letztendlich, dieser R. Steiner hat einige rassenfeindliche Aufsätze geschrieben, so das man nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Er ist einer der Wegbereiter der faschistischen Rassenideologie und mehr braucht man dann nicht zu sagen.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon POW » Di 10. Sep 2013, 09:28

Im übrigen halte ich Spiritualität nicht für einen typisch christlichen Wesenszug, sondern für einen urmenschlichen Wesenszug. Und außerdem sind Frauen im allgemeinen und im besonderen spiritueller veranlagt als die männliche Belegschaft dieses Planeten.
Warum?
Ich weiß es nicht, es sind nur die Beobachtungen aus einer jahrelangen Erfahrung heraus, gesammelt in Gesprächen mit vielen Menschen verschiedenster Religionen.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Schoham » Di 10. Sep 2013, 09:43

Hermann hat geschrieben: Natürlich suchen alle irgendwo das Gute.


Wer es für den Nächsten ebenso wie für sich selbst, nicht nur sucht - auch lebt, der muss vom Heiligen Geist - vom Sein der Liebe, der Wahrheit, der Freundlichkeit, der Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit und all dem was Gott Ist - durchdrungen sein.

:praisegod:

Die christliche Spiritualität zeigt sich im Dienen und das ist ganz praktisch. Schenkt Gott einem Menschen dazu besondere geistige Erfahrungen wie Verzückung, Visionen oder sonst etwas das der Mensch als besonders von Gott kommend ansieht, so hat doch für den Mitmenschen vor allem das gelebte miteinander Wert. Für den Erlebenden mögen diese besonderen Erfahrungen gewichtig sein, ob echt von Gott kommend, eingebildet, oder durch Ekstasen herbeigeführt.

Spiritualität ist ein christlicher Wesenszug, weil Christus dieses Geisterfüllt sein, vollkommen gelebt hat.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon onThePath » Di 10. Sep 2013, 10:12

Schoham hat geschrieben:
Die christliche Spiritualität zeigt sich im Dienen und das ist ganz praktisch. Schenkt Gott einem Menschen dazu besondere geistige Erfahrungen wie Verzückung, Visionen oder sonst etwas das der Mensch als besonders von Gott kommend ansieht, so hat doch für den Mitmenschen vor allem das gelebte miteinander Wert. Für den Erlebenden mögen diese besonderen Erfahrungen gewichtig sein, ob echt von Gott kommend, eingebildet, oder durch Ekstasen herbeigeführt.

Spiritualität ist ein christlicher Wesenszug, weil Christus dieses Geisterfüllt sein, vollkommen gelebt hat.


Kann ich auch so befürworten. Und wichtig ist in erster Linie, das Miteinander richtig zu gestalten.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Benji » Di 10. Sep 2013, 11:00

onThePath hat geschrieben:
Schoham hat geschrieben:
Die christliche Spiritualität zeigt sich im Dienen und das ist ganz praktisch. Schenkt Gott einem Menschen dazu besondere geistige Erfahrungen wie Verzückung, Visionen oder sonst etwas das der Mensch als besonders von Gott kommend ansieht, so hat doch für den Mitmenschen vor allem das gelebte miteinander Wert. Für den Erlebenden mögen diese besonderen Erfahrungen gewichtig sein, ob echt von Gott kommend, eingebildet, oder durch Ekstasen herbeigeführt.

Spiritualität ist ein christlicher Wesenszug, weil Christus dieses Geisterfüllt sein, vollkommen gelebt hat.


Kann ich auch so befürworten. Und wichtig ist in erster Linie, das Miteinander richtig zu gestalten.

lg, oTp


Das finde ich auch wichtig. Häufig kommt Spiritualität auch aus einer Art Egoismus heraus, nach dem Motto: Ich will jetzt erfahren, ich will Gott erleben, ich will erkennen.
Dabei kann es doch mindestens genauso wertvoll, also befriedigend und weiterbringend sein, für seinen nächsten da zu sein. Das ist doch auch eine Art Erkenntnis, die eine grössere Erfüllung bringt als eine unsichere Suche in den verschiedensten Formen von Spiritualität. :))
Wer mit Dreck nach Gott schmeisst, der muss sich nicht darüber wundern, wenn dieser Dreck wieder auf einen selbst zurück fällt. So hoch kann kein Mensch schmeissen!
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Di 10. Sep 2013, 12:11

POW: Ich gebe Dir völlig recht, dass Steiners Leute häufig elitär und verschroben sind. Aber wenn der meistgelesene Philosoph der Gegenwart (Sloterdijk) in D ihn in 2012 ein Genie nennt und daraufhin kaum eine öffentliche Protestwelle zu vernehmen ist, dann gilt es eben auch, die andere Seite zu sehen. Er ist Neognostiker und die Gnosis gibt es seit 2000 Jahren. Das Genick wurde ihnen z.T aber kirchlicherseits gebrochen, als sie in Form der Katharer in Südfrankreich in einer Art theologischem Genocid nahezu ausgerottet wurden.
Voll zustimmen kann ich dem wichtigen Indiz für einen spirituellen Menschen aktive Nächstenliebe zu üben, sozial eingestellt zu sein. Nicht zufällig äußerte ich mich (zu eisigem Schweigen von otp!) ausführlicher zu Albert Schweitzer. (Er schrieb wohl auch zwei Bücher zu Jesus.) Dass das im politischen Spektrum der deutschsprachigen Länder vom sozialen Miteinander nur wenig zu merke(l)n ist, sei von mir als Gründungs-Sympathisant der Grünen gerade mal gesagt. "Dienen" ist für mich auch eins ehr positives Stichwort, ebenso wie die DEMUT, die von der Wortwurzel her ja "Mut zum Dienen" ausdrücken will.
otp: natürlich sehe ich einiges positive auch im üblichen Christentum. Aber da dieses Forum das ja sehr stark betont, ist mir natürlicherweise an einem gewissen Ausgleich gelegen.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Schoham » Di 10. Sep 2013, 12:12

Benji hat geschrieben:Das finde ich auch wichtig. Häufig kommt Spiritualität auch aus einer Art Egoismus heraus, nach dem Motto: Ich will jetzt erfahren, ich will Gott erleben, ich will erkennen.
Dabei kann es doch mindestens genauso wertvoll, also befriedigend und weiterbringend sein, für seinen nächsten da zu sein. Das ist doch auch eine Art Erkenntnis, die eine grössere Erfüllung bringt als eine unsichere Suche in den verschiedensten Formen von Spiritualität. :))


Ein feines Wort zur Mittagszeit (Punkt 12.00) 8-)

Und Hermann ..., also ich halte es mit Petrus und nenne Paulus nach langem studieren, beten und ringen - unseren lieben Bruder :).
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon POW » Di 10. Sep 2013, 13:15

Hermann hat geschrieben:POW: Ich gebe Dir völlig recht, dass Steiners Leute häufig elitär und verschroben sind. Aber wenn der meistgelesene Philosoph der Gegenwart (Sloterdijk) in D...


Hast du dafür eine öffentlich zugängliche Quelle?
Und falls du die Möglichkeit oder den Kontakt zu Philosophie Dozenten oder Professoren hast, dann erkundige dich einmal, was sie von Sloterdijk als Philosophen halten!

:lol:

Jedenfalls seit seinem grässlich unmenschlichen Buch: Regeln für den Menschenpark, da zeigt dieser "Philosoph" eindeutig faschistoide Züge. Und wer in seiner Philosophie verkündet, die monotheistischen Religionen müssen - zivilisiert werden, der mag sich in der Tradition Nietzsches und Heideggers sehen, ist aber ansonsten ein Palaver Hannes.
Ansonsten sind einige deiner Ansichten vertretbar. Das westeuropäische Christentum ist verkleinbürgerlicht, preist zwar in frömmster Anmut die christlichen Werte wie Nächstenliebe und Demut, verteidigt aber gleichzeitig mit allen Klauen und Zähnen seinen oft nicht unbeträchtlichten Privatbesitz.
Dafür verinnerlichten und verteidigten große Teile des Christentums das Wohlstands-Evangelium mit einem weltlichen Schwung und Elan, so das dieses dann Richtungsweisend für die allgemeine Denke dieses grundsätzlich materiell eingestellten Wohlstandschristentums ist.
Das goldene Kalb steht immer noch immer Mittelpunkt allgemeinchristlicher Interessen, erkauft mit der Armut und dem bittersten Elend von Millionen Menschen in anderen Ländern und Kontinenten.
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Di 10. Sep 2013, 15:33

POW: Hier zum Thema Sloterdijk und Steiner:

Quelle. http://waldorfblog.wordpress.com/2011/1 ... u-steiner/

Sloterdijk erklärte beispielsweise, Steiner – den er als “größten mündlichen Philosophen des 20. Jahrhunderts” bezeichnete – sei kein Guru gewesen, sondern würde inzwischen als “ganz normales Genie” erkannt. Das ist zwar Konsens aller, die den “spirituellen” Dschungel des Steinerschen Weltanschauungskosmos’ heute mit postmodernen Motiven als Steinbruch benutzen – frei nach dem Motto: Der habe alles irgendwie “ganz anders”, rein konstruktivistisch, heuristisch, kreativ gemeint…

Danke für Deine treffsicheren Charakterisierungen des Wohlstands-Christentums in Europa/USA und damit Deiner Zustimmung zu meiner Position. Sloterdijk und die Schulphilosophen? Ja, die kritisiert er ja auch massiv, so wie er Schulmedizin aus apparate-kritischer, esoterisch-angehauchter Psycho-Sicht kritisiert (Wie ich!). Noch wichtiger hier ist aber dieses Argument: Religiös zu sein ist in der Philosophie zwar wieder im Kommen, aber es geht eben sehr, sehr langsam. (Immerhin: Kein Vergleich zu den politisierten 60er Jahren!) Und Sloterdijk ringt ständig um das Göttliche, erkennt "Vertikalspannungen", wo andere sich bewusst als "religiös unmusikalisch" outen (Habermas). Den Menschenpark kenne ich nicht, glaube aber, dass er manchmal arg überzieht. Kennst Du "Du musst dein Leben ändern"?
Das ist weniger anfechtbar. Seine Sprache muss man mögen; ich finde sie genial.
Und wenn Du im Unterton auch noch Nietzsche unangenehm findest: Lies doch bitte mal, wie der große Theologe Eugen Biser feststellt, ohne Nietzsche sei seine Theologie wesentlich ärmer als ohne ihn. Ich hoffe nicht, dass Du dem Hausfrauen-Argument zustimmen könnest, Nietzsches Satz "Gott ist tot" habe irgendetwas mit einer atheistischen Grundanschauung zu tun. Er war Zaroastiker und Dionysos-Anhänger und schätze überhaupt die Antike. Ein von der sinnlichen Freude des Lebens an die Mystik Herangehender. Unheimlich beeindruckt Nietzsche durch seine hemmungslose Ehrlichkeit: "Komisch nur, warum viele Christen so unerlöst aussehen."
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon bigbird » Di 10. Sep 2013, 15:43

POW hat geschrieben:
Ansonsten sind einige deiner Ansichten vertretbar. Das westeuropäische Christentum ist verkleinbürgerlicht, preist zwar in frömmster Anmut die christlichen Werte wie Nächstenliebe und Demut, verteidigt aber gleichzeitig mit allen Klauen und Zähnen seinen oft nicht unbeträchtlichten Privatbesitz.
Dafür verinnerlichten und verteidigten große Teile des Christentums das Wohlstands-Evangelium mit einem weltlichen Schwung und Elan, so das dieses dann Richtungsweisend für die allgemeine Denke dieses grundsätzlich materiell eingestellten Wohlstandschristentums ist.
Das goldene Kalb steht immer noch immer Mittelpunkt allgemeinchristlicher Interessen, erkauft mit der Armut und dem bittersten Elend von Millionen Menschen in anderen Ländern und Kontinenten.


Da kommt es ganz einfach darauf an, was genau du mit "christlich" meinst. Meinst du das "christliche Abendland", dann trifft das grösstenteils zu. Meinst du aber Menschen, die in einer persönlichen Beziehung mit Christus unterwegs sind, dann sind deine Aussagen eine verallgemeinernde Diffamierung.

bigbird
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Spiritualität- ein christlicher Wesenszug?

Beitragvon Hermann » Di 10. Sep 2013, 16:13

Bigbird zu POW: Wäre es denn Deiner Ansicht nach "diffamierend", wenn er "80% aller kirchennahen Christen" meint (so schätze ich den Anteil an Wohlstands- und Gewohnheits-Getauften" ein)?
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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"Du hast recht, aber meine Meinung gefällt mir besser". - Links-spiritueller Satiresatz aus einem Gespräch zw. einem spirituellen Menschen und einem Normalchristen.
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