Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Di 28. Dez 2010, 15:50

Gnu hat geschrieben:Was muss man tun, um den Stand eines Gerechten zu bekommen? Ist jeder, der sich nach einer evangelistischen Predigt zu Jesus bekehrt hat, automatisch in diesem Stand wenn er sich danach umbringt, zur Auferstehung und Entrückung bereit, oder braucht es dazu noch etwas, das er tun muss? Kann er also seinen Taglohn beziehen oder hat er ihn noch gar nicht?

Di Bibel sagt, daß wenn wir an den Herrn Jesus Christus glauben wir erlöst sein werden. Die Bibel präsentiert Glauben jedoch nicht als lediglich "geistiges Einverständnis zum Sachverhalt des Evangelium". Wahrer erlösender Glaube bedingt wahre Reue über die eigene Sünde und ein totales Vertrauen in Christus uns von Sünde zu erlösen und uns gerecht zu machen.
Das sind drei bis vier Fragen, aber eigentlich nur eine, somit braucht nicht jede separat beantwortet zu werden. Es ist, mit anderen Worten formuliert, die Hauptfrage des Threads, denn die Zusatzfrage macht, ohne diese Hauptfrage richtig beantwortet zu haben, fast gar keinen Sinn. Was nützt es mir, das Reich Gottes vom Hörensagen beschreiben zu können, wenn ich gar nicht hineinkomme?

Die Reformatoren sprachen von drei Aspekten des Glauben: Erkenntnis der Wahrheitsbehauptungen des Evangelium; Anerkennung ihrer Wahrhaftigkeit und genauer Übereinstimmung zum geistlichen Bedürfnis des Menschen; und eine persönliche Hingabe zum Herrn Jesus Christus der, kraft Seines Todes, das einzige genügende Opfer für unsere persönliche Sünde bereitstellt.

Alle drei Elemente zusammen (eines allein genügt nicht) resultieren in erlösendem Glauben…erlösender Glaube besteht aus geistigem, emotionalem und willensmäßigen Teilen…erlösender Glaube schließt beides den Verstand und den Willen ein.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 16:52

Oli4 hat geschrieben: Kannst Du uns etwas genauer erklären …

Leider geht das momentan nicht, weil meine (prophetische?) Katze mich dauernd anmööggt und kratzt, wenn ich am Schreiben bin.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Oli4 » Di 28. Dez 2010, 18:31

Gnu hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben: Kannst Du uns etwas genauer erklären …

Leider geht das momentan nicht, weil meine (prophetische?) Katze mich dauernd anmööggt und kratzt, wenn ich am Schreiben bin.

Wenn sie auch weder Prophet ist noch unser Nächster darstellt, so ist sie dennoch ein Geschöpf unseres Schöpfers und es freut mich, wenn Du dich ihr zuwendest. :))
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 20:27

Oli4 hat geschrieben:War denn dein gewünschtes, sinnerfülltes Leben nicht auch ein Leben in dem Du Sünde beherrschen konntest ?
Nein, ich konnte die Sünde definitiv nicht beherrschen, und nur wünschen, es zu können, war zu schwach.
und wenn ja weshalb ist es dann heute nicht mehr sinnerfüllt aber umso mehr gelebt ?
dein „wenn ja“ macht, zusammen mit meinem „Nein“ bei obiger Antwort, den Rest deiner Frage hinfällig. Lies dazu mehr im Rest meiner Antwort, oder, falls du noch mehr wissen willst, frag halt einfach noch einmal.

Kannst Du uns etwas genauer erklären, weshalb Du nun, nachdem Du ein sinnerfülltes Leben suchtest und es als fleischlicher Wunsch erkanntest dich zu was/wie/wem bekehrt hast und weshalb und von WEM Du nun diese dir bisher fehlende Kraft hast ?

Ich habe mich jetzt nach dem Muster von Apg. 2,37-39 bekehrt, während meine Bekehrung von vor 29½ Jahren eher dem Muster von Apg. 8,12 entsprochen hatte und der Nachbesserung nach Apg. 8,15-17 bedurft hätte, da aber Petrus und Johannes nicht mehr leben und keine beglaubigten oder sonst irgendwie glaubwürdigen Nachfolger haben, … Zwar wurden mir wiederholt Hände aufgelegt, aber von dazu nicht wirklich autorisierten Brüdern, weil mindestens der Pastor, der das Sagen hatte, damals von Erlo Stegens Pfingsterlebnis gefangen war. Die Überwinder-Kraft kommt aus den vier Passah-Parametern Kreuzigung, Sterben, Begräbnis und Auferstehung Jesu Christi, bzw. deren geistlicher Anwendung, worüber ich mich hier aber nicht weiter auslassen will, weil es sonst zu „theoretipraktilogisch“ wird.

Über das sinnerfüllte Leben predigt Pfarrer Busch in Kapitel 2 (Wozu lebe ich?) von »Jesus unser Schicksal« und einige Sätze daraus waren bei meiner Bekehrungs-Motivation führend geworden, ein Götze eben. Der Wunsch, ein sinnvolles Leben zu leben, ist nun sicher kein schlechtes Motiv, nur darf es nicht die Führung übernehmen über das Ziel, gerecht zu leben und charakterlich Jesus ähnlich zu werden, weil es sich sonst selbst ad absurdum führt. (Hähä, lateinisch tönt immer gut!)
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 20:43

magdala hat geschrieben: Gemäss Johannes ist man aber erst dann ein wahres Kind Gottes, also geistlich neu aus Gott geboren, wenn man nach der Bekehrung aufgehört hat zu sündigen, gar dazu unfähig ist, da ja aus Gott geboren und Gott Liebe ist.

1. Joh.3.6 Die Gute Nachricht Bibel: Wer mit ihm verbunden bleibt, der hört auf zu sündigen. Wer aber weiterhin sündigt, hat ihn weder gesehen noch verstanden.

9 Wer ein Kind Gottes ist, sündigt nicht mehr, weil Gottes Leben in ihm wirkt. Er kann gar nicht weitersündigen, weil Gott sein Vater ist.


Im Weinberg erhält jeder Arbeiter denselben Lohn, also einen Denar. Dies ob man schon lange dabei ist oder erst seit Kurzen dort tätig ist. Deshalb glaube ich, dass wir im Himmel auf gleicher Stufe stehen.

Wichtiger sind natürlich die von Jesus gelehrten Voraussetzungen, um überhaupt im Himmel aufgenommen zu werden. ;)

Das sehe ich genau gleich wie du, es gibt aber auch noch andere Berufungen, als im Weinberg zu arbeiten. Eben zum Beispiel, als Knecht mit dem Pfund zu arbeiten, was zu ganz anderen Resultaten führt als einem Einheitslohn. Es ist eben wahrscheinlich so, dass die zwei Gleichnisse verschiedene Dinge im Leben des Christen beleuchten sollen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 21:07

Johncom hat geschrieben: Also ein sinnerfülltes Leben zu leben ... in meiner Vorstellung nenn ichs ein 'harmonisches Zusammensein mit der Umwelt und mit dem Nächsten'. ( Nur was mir gerade einfält .. ) Was, Gnu ist das fleischliche Motiv wenn man einfach Frieden im Leben wünscht ?
Fleischlich ist das Motiv dann, wenn ich von Gott erwarte, dass er Frieden sendet, ohne dass ich bereit bin, auf Unfrieden erzeugendes eigenes Verhalten zu verzichten. Wenn ich erwarte, dass Jesus mich nicht von den Sünden, sondern in den Sünden oder mitsamt den Sünden erlösen soll.

Wie kommst Du darauf, das 'Gott' Bekehrungs-Gründe bewertet.
Es klingt doch nach Deinen Worten so als sei Hölle etwas besser zu umgehendes, die Vorstellung einer Hölle macht bestimmt den Menschen Angst. Somit habe Gott ein göttliches Motiv, nämlich die, die sich aus Angst vor einer nachtodlichen Hölle 'bekehren' .... bekehren im neu-christlichem Ritual der Erwachsenen-Taufe, ein nachtodliches Weiterleben oberhalb der Hölle zu versprechen. Oder ?

Ich bin der vorläufigen festen Überzeugung, dass das Evangelium Jesu Christi überhaupt gar keinen Sinn macht, wenn es nicht von der Hölle erlöst. Nur um uns ein besseres, schöneres, gesünderes, reicheres, erfüllteres Leben ermöglichen zu können, hätte sich der Heiland das Kreuz sparen können.

Die Erlösung von der Hölle bzw. das Leben in den himmlischen Regionen beginnt im Geist schon jetzt, wird aber auf der neuen Erde eine materielle Erfüllung finden, welche auf dieser Erde nicht möglich ist, weil Gott nicht Defektes renoviert, sondern Altes verbrennt und Neues schafft. Wenn man das einmal begriffen hat, versteht man auch die alttestamentlichen Tieropfer besser und wirft ihm dann nicht mehr unökologisches Verhalten vor. (Das war jetzt nicht auf dich gemünzt, sondern ist mir spontan in den Sinn gekommen, deshalb habe ich es hier geschrieben.)
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 21:22

Leuchte hat geschrieben: Eigentlich soll der wiedergeborene Christ Gott gegenüber dankbar sein für die Errettung und damit die Verpflichtung fühlen, auch andere Mitmenschen zum Glauben zu bringen. Die Nächstenliebe strebt danach andere zum Glauben zu bringen, und nicht sein eigenes Leben zu nehmen.

Was muss ich aber tun, damit ich ein wiedergeborener Christ werde? Wenn dazu die Bekehrung ausreichend wäre, so gäbe es viel mehr wiedergeborene Christen, denn bekehrt hat man sich schnell mal und es kostet ja nichts.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 21:58

Columba hat geschrieben: Was meinst Du mit Jagen nach Frieden? Wer hat das jetzt gesagt?
Das hat der Schreiber des Hebräerbriefs gesagt (12.14)
„Jagt dem Frieden mit allen nach und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn schauen wird;“ (Rev. Elberfelder)
Was der Sinn des Lebens ist, bleibt immer noch offen. Wenn Du Dich bekehrt hast, damit Du nicht in die Hölle kommst, dann hat und braucht das Leben keinen Sinn mehr zu haben. Nach der (wirklichen) Bekehrung ist das Leben, so wie Du argumentierst, belanglos, nutzlos und nur noch hinderlich.
Pfarrer Busch predigte, der von Gott gegebene Sinn des Lebens sei es, ein Kind Gottes zu werden und alle, die das nicht begreifen, verpassen den eigentlichen Sinn. Das leuchtet mir ein, dass das so ist. Meine Threadfrage vertieft nun das evangelikale Problem, ob es genügt, sich zu Jesus zu bekehren, um ein Kind Gottes zu werden, oder ob es da nicht noch mehr braucht, denn wenn es nicht noch mehr brauchte, so wäre der Rest des Lebens nach der Bekehrung aus der Sicht der Ewigkeit vertrödelte Zeit, denn im Himmel wird es ja, immer laut evangelikaler Lehre, besser werden, als es hier ist.
Kannst Du also persönlich gar keinen Sinn mehr im Leben sehen, wenn Du Dich bekehrt hast? Das bedeutet es nämlich, was Du schreibst? Aber da Du ja hier auch ständig mitschreibst, nehme ich an, dass Du deshalb im Mitschreiben einen Sinn siehst. Dies ist aber auch ein Teil des Lebenssinnes, oder nicht?
Ich kann schon einen Sinn sehen, aber rein verstandesmässig ist das eher ein Unsinn als ein Sinn, was ich als Sinn des Lebens sehe.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Gnu » Di 28. Dez 2010, 22:09

Remo hat geschrieben:Im übrigen muss ich sagen, ohne hier den Psychiater zu spielen: Deine Ausgangsfrage hört sich an, als ob noch immer dunkle Nacht in deinem Herzen wohnt. Bitte entschuldige, dass ich so direkt schreibe, aber Gottes Leben ist lebenswert, weil er es uns einfach geschenkt hat. Aus voller Gnade.

Ich habe sie bewusst aus der Sicht eines Ignoranten formuliert, damit klar wird, dass die Behauptung, auf der sie aufbaut, ein Stumpfsinn ist. So einfach geht es nicht, auch wenn 90% der Christen das meinen, weil sie nie anders gelehrt werden und selber die Bibel nur unter der Anleitung tendenziöser Lesehilfen lesen, welche dazu da sind, sie nicht zum Licht der Wahrheit kommen zu lassen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 28. Dez 2010, 22:59

magdala hat geschrieben:Im Weinberg erhält jeder Arbeiter denselben Lohn, also einen Denar. Dies ob man schon lange dabei ist oder erst seit Kurzen dort tätig ist. Deshalb glaube ich, dass wir im Himmel auf gleicher Stufe stehen.

Wichtiger sind natürlich die von Jesus gelehrten Voraussetzungen, um überhaupt im Himmel aufgenommen zu werden. ;)

Gnu hat geschrieben:Das sehe ich genau gleich wie du, es gibt aber auch noch andere Berufungen, als im Weinberg zu arbeiten. Eben zum Beispiel, als Knecht mit dem Pfund zu arbeiten, was zu ganz anderen Resultaten führt als einem Einheitslohn. Es ist eben wahrscheinlich so, dass die zwei Gleichnisse verschiedene Dinge im Leben des Christen beleuchten sollen.

Wir haben ja von Gottes Geist die unseren Möglichkeiten entsprechenden Talente/Begabungen bekommen um sie dann einzusetzen, wenn die Situation danach verlangt.

Wir sollen unser Licht leuchten lassen, damit auch andere Menschen sich aufraffen, mal deren eigenen Begabungen zu erkennen und sie von Gottes Geist ebenfalls nach seinem Wunsch fruchten lassen. Oder wie Petrus sagt:

1. Petrus 4.10 Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon magdala » Di 28. Dez 2010, 23:16

Gnu hat geschrieben:[Pfarrer Busch predigte, der von Gott gegebene Sinn des Lebens sei es, ein Kind Gottes zu werden und alle, die das nicht begreifen, verpassen den eigentlichen Sinn. Das leuchtet mir ein, dass das so ist. Meine Threadfrage vertieft nun das evangelikale Problem, ob es genügt, sich zu Jesus zu bekehren, um ein Kind Gottes zu werden, oder ob es da nicht noch mehr braucht, denn wenn es nicht noch mehr brauchte, so wäre der Rest des Lebens nach der Bekehrung aus der Sicht der Ewigkeit vertrödelte Zeit, denn im Himmel wird es ja, immer laut evangelikaler Lehre, besser werden, als es hier ist.


Mir ist aufgefallen, dass sich Evangelikale stark aufregen, wenn man sie mit denjenigen Bibelstellen konfrontiert, die bezeugen, wann man biblisch gesehen wirklich ein Kind Gottes geworden ist. Viele kennen doch nur die ganz bestimmten, in ihren Kreisen stark gehütete Bibelzitatensammlung, sodass die eigentlichen Wegweisungen Jesus und seiner Jünger gar nicht in sie eindringen können.

Ich war einige Zeit Gast in einer evangelikal geprägten Gemeinde, und gerade dieses Schwärmen vom Jenseits und das Fixiertsein auf die bekannten Bibelstellen, hat mich dazu bewogen, nicht mehr hinzugehen. Mir kam das Ganze vor, wie in einem SCHEINHEIL auf den erlösenden Tod wartend.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Di 28. Dez 2010, 23:39

Gnu hat geschrieben:Pfarrer Busch predigte, der von Gott gegebene Sinn des Lebens sei es, ein Kind Gottes zu werden und alle, die das nicht begreifen, verpassen den eigentlichen Sinn. Das leuchtet mir ein, dass das so ist. Meine Threadfrage vertieft nun das evangelikale Problem, ob es genügt, sich zu Jesus zu bekehren, um ein Kind Gottes zu werden, oder ob es da nicht noch mehr braucht, denn wenn es nicht noch mehr brauchte, so wäre der Rest des Lebens nach der Bekehrung aus der Sicht der Ewigkeit vertrödelte Zeit, denn im Himmel wird es ja, immer laut evangelikaler Lehre, besser werden, als es hier ist.

Hallo Gnu
ich suchte lange nach dem Sinn des Lebens, seit meiner Bekehrung habe ich einen Sinn für mein Leben, ich möchte Gott wohlgefällig leben und anderen in meinen Möglichkeiten Jesu errettende Botschaft bringen. Dass ich immer wieder strauchle und sündige sehe ich nicht als Folge einer Scheinbekehrung, sondern in meiner sündigen Natur behaftet, was aber nicht heisst, dass ich mich nicht bemühe eben die Sünde aus meinem Leben auszumerzen.
Mein Sinn und mein Ziel ist es für Gott, durch Gott und mit Gott zu leben.Mein Leben seit der Wiedergeburt ist keinesfalls vertrödelt, habe ich doch Familie mit Kindern und viele Freunde und Bekannte die es wert sind, dass ich ihnen Jesu Botschaft nahebringen kann. In meinem Versagen und Schuldigwerden darf ich auf die Gnade Gottes vertrauen :praisegod:
Klar ist der Himmel besser als das Leben auf der Erde, aber solange Gott will, dass ich hier auf Erden bin, will und darf ich mich glücklich schätzen in Seinem Dienst zu stehen, dies ist der Sinn des Lebens eines Christen, für Gott im Dienst zu stehen, egal wo und an welchem Lebensabschnitt er steht.


liebe Grüsse
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Zorro » Mi 29. Dez 2010, 09:53

Gnu hat geschrieben: Durch Aufgeben — sprich Kreuzigen — des Fleisches, das ist der egoistische Charakter, bekommt der Geist stets mehr Raum und die Jesusähnlichkeit wächst, bis wir ihn sehen, im Geist hoffentlich schon vor der Entrückung, sonst könnte es geschehen, dass ich wegen zuviel Ballast zu schwer bin, um entrückt werden zu können.


Dieser Ballast ist auch eine neue alte Gesetzlichkeit, die heute vielerorts propagiert und gelebt wird. Die meisten sind sich der Konsequenzen aber nicht bewusst:

Gal. 5,4-6: Wenn ihr durch das Gesetz vor Gott bestehen wollt, habt ihr euch von Christus getrennt und die Gnade verloren. Wir dagegen haben folgende Hoffnung: Wir erwarten aufgrund des Glaubens durch den Geist Gottes die Gerechtigkeit, die vor Gott Bestand hat. Denn wenn jemand mit Christus verbunden ist, hat weder die Beschneidung noch das Unbeschnittensein irgendeinen Wert. Das Einzige, was zählt, ist der Glaube, der durch Liebe wirkt

und die Irrlehrer sind selbst in der Gemeinde Christi zu finden:

Vers 7-10: Es lief so schön bei euch. Wer hat euch nur daran gehindert, der Wahrheit zu folgen? Was man euch da einredet, kommt nicht von dem, der euch berufen hat. Schon ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. Doch ich vertraue dem Herrn, dass ihr nicht anders denkt als ich. Wer euch aber durcheinander bringt, wird das Urteil zu tragen haben, ganz gleich, wer er ist.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Oli4 » Mi 29. Dez 2010, 11:17

Gnu hat geschrieben: Es ist eben wahrscheinlich so, dass die zwei Gleichnisse verschiedene Dinge im Leben des Christen beleuchten sollen.
Hallo Gnu
Wie kommst Du darauf, dass hier direkte Christenlehre gelehrt wird ? Diese Christen gabs ja zu dem Zeitpunkt noch gar nicht.



Im übrigen frage ich rheorisch, hast Du, ganz alleine für dich, Offenbarung 20 und 21 in allen Ausagen verstanden und sind diese dir nun durchgehend so klar, dass Du eindeutig und unwiderlegbar sagen kannst, dass das neue Jerusalem eine künftige, physische Stadt auf Erden sei mit physischen Toren, Mauern etc. und dass es in K 21 in der durchgehenden Aussage ebenso klar um eine sich am Schnürli abspielende chronologische Zeitabfolge desselben Ortes der Geschehnisse handelt ?

Ich denke bevor man Leistung, Lohn und Brautgemeinde, zweistufieg Erlösung etc. als Fixum besieht und seine weitere Theologie auf derart bildhaft beschriebenn Dingen fundiert und nicht umgekehrt, -egal ob nun vorläufig oder nicht-, sollte man sich sehr gut klar werden was die Offenbarung speziell in diesen Dingen da beschreibt, und das ist ganz und gar nicht einfach oder vorschnell lösbar.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Mi 29. Dez 2010, 19:01

Gnu hat geschrieben:Was muss ich aber tun, damit ich ein wiedergeborener Christ werde? Wenn dazu die Bekehrung ausreichend wäre, so gäbe es viel mehr wiedergeborene Christen, denn bekehrt hat man sich schnell mal und es kostet ja nichts.

Sicherlich kostest es dich nichts…hat aber Christus Jesus Sein Leben gekostet…ein viel zu hoher Preis, meine ich! Was meinst du?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Reginald 32 » Mi 29. Dez 2010, 20:11

Hallo, lieber Gnu.
Für mich löst sich das Problem "wie kann ich als Christ leben und vor Gott bestehen?" folgender maßen:
Zuerst kommt die Erkenntnis: Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen....?
Der zweite Schritt ist die Übergabe an Christus. Nur er allein kann mich erlösen.

Indem ich mich und mein Leben an Christus übergeben habe, habe ich den Herrn meines Lebens gewechselt. Vorher lebte ich im Reich der Sünde und des Todes, jetzt lebe ich im Reich der Gerechtigkeit und des Lebens. Wer sich Jesus unterstellt, akzeptiert die Regeln seines Reiches und lebt vom Grundsatz her nach diesen. Doch da ist einer, der das nicht will. Er wird, solange Du lebst, versuchen, Dir knüppel in den Weg zu legen, über die Du fallen sollst. Das nennt die Bibel "sündigen". Aber der neue Herr Deines Lebens vergibt Dir das, und so bist Du ein Heiliger und Gerechter.

Wer sein Leben nicht an Jesus übergibt, bleibt im Reich Satans und der Sünde. Sein sündigen geschieht vom Grundsatz her, weil er die Regeln des Reiches Christi (z.B. die 10 Gebote und die Bergpredigt) nicht anerkennt. Das nennt die Bibel ebenfalls "sündigen".

Der Erste sündigt, weil er verführt wird, bleibt aber der Vergebung wegen ein Gerechter.
Der zweite sündigt gewohnheitsmäßig und erhält keine Vergebung und bleibt deshalb vor Gott ein Ungerechter.

Die Ersten werden sich bei der Wiederkunft Jesu freuen, die zweiten werden rufen: Ihr Berge, fallet über uns.

Im Leben der ersteren wird eine auch von anderen Menschen wahrnehmbare allmähliche Veränderung stattfinden, weil der Heilige Geist am Herzen wirkt und Gott Kraft zu einem neuen Leben schenkt (wiewohl dieser Mensch aber immer noch fallen wird. Wer Satan den Rücken kehrt, dem kehrt Satan noch längst nicht den Rücken zu, im Gegenteil!)
Im Leben des Zweiten wird es je länger, je ärger. Er mag äußerlich ein akzeptabler Mensch sein, vielleicht sogar honorig. Da er aber von der Vergebung Jesu nichts hält oder sogar seine Stellvertretung ablehnt, bleibt seine Sünde bei ihm.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Thelonious » Mi 29. Dez 2010, 20:19

"Kostet ja nichts" trifft es effektiv nicht! Kostet Sein Opfer, Seine Marterung, Er wurde verhöhnt und verleumdet!

Wie ich schon einmal hier schrieb:

Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist. Gott ergriff die Initiative, durch Jesu stellvertretenden Opfertod wurde die Welt vor Gott erlösbar. Obwohl die Welt als "prinzipiell" versöhnt ist, muß sich jeder einzelne Mensch versöhnen lassen, indem Er diese Opfertat für sich auch ganz persönlich so "in Anspruch" nimmt. Dann und nur dann erneuert sich die Beziehung zu Gott.

Gruß
Thelo
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
(Benedikt Peters )
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon lea Binn » Do 30. Dez 2010, 13:46

hallo alle
jetzt bin ich prompt wieder mal hier haengengeblieben....


bevor ich mir beantworte warum ich mich (bekehrt)habe...frage ich mich...

was waere mit mir,wen ich den glauben nicht haette?
wen ich mich ab-bekehren würde...?

was bin ich mit glauben an gott?

Was waere ich ohne glauben an ihn?


ich glaube nicht das eine Bekehrung ein lebensziel ende ist......

und der glaube an gott sollte auch keine anstrengung sein sondern ein hilfe/unterstützung....

liebe Grüsse an alle
lea
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Mariette M. » Do 30. Dez 2010, 14:09

Thelonious hat geschrieben:Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist.


DAS ist grauenhaft... und verkehrt zugleich!
Wie könnte Gott = Feind sein??

Nein, Gott war niemals Feind.... er war und ist der Menschenliebende!

Gesehen haben wir das wahre Licht, empfangen den himmlischen Geist und gefunden den wahren Glauben, die unteilbare Dreieinigkeit beten wir an; denn sie hat uns erlöst.
(Gebet in der Liturgie des Hl. Chrysostomos, nach der Kommunion)

Maria
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 17:38

Gnu hat geschrieben:Gelegentlich wird von Christen gesagt, wenn man sich zu Jesus bekehrt habe, ihn angenommen habe, sei man ein Kind Gottes und hätte den Himmel auf Nummer sicher.

Meine Frage dazu: Weshalb kann man sich, nachdem man sich bekehrt hat, nicht gleich die Kugel geben oder sich bei (www.)Exit(.ch) einen Abgang kaufen, man kommt ja dann in den Himmel und erspart sich so die unnötigen Streitigkeiten mit Ungläubigen und Andersgläubigen.

Zusatzfrage: Sind im Himmel alle gleich, oder kann man sich durch einen heiligen Lebenswandel eine höhere Stufe in der Hierarchie erarbeiten?


Wenn jemand Christus annimmt so sucht er doch was von dem kommt, den er angenommen hat.

Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

1Jo 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die GOtt zu uns hat. GOtt ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in GOtt und GOtt in ihm.

Wer sich aber zuviel (selbst) anstrengt der wird früher oder später unter seiner Last zusammen brechen. Der Feind wird Ihn wieder anklagen und dies wird für Ihn ein Grund mehr sein, noch weniger nach Christus zu fragen und sich noch mehr selbst anzustrengen. Bis er schlussendlich mehr dem Teufel und seiner Anklage dient, als das er denjenigen, denn er angenommen hat (ihn angenommen hat) wirken lässt in seinem Leben.

Mt 11:29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Mt 11:30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Anstrengen das Christus Raum findet damit das Joch sanft bleibt. Damit er in den Schwachen mächtig wirken kann. Erst wenn wir in seine Ruhe ein gekehrt sind, sind wir sicher. Wer sich nicht sicher fühlt der will meist mit eigenem Werk das Ziel erreichen und verpasst dabei das er mal gesagt hat Dein Wille geschehe und nicht mein Wille.

Ein Kind fühlt sich sicher in den Armen des Himmlischen Vaters, wenn das Kind angenommen ist und das Kind den Vater annimmt. Warum sollten sich die Kinder Gottes nicht sicher fühlen, das sie der Vater ans Ziel bringen wird?

Welcher Vater würde nicht alles tun um sein Kind ans Ziel zu bringen wenn das Kind bereit ist auf Ihn zu hören.

Diese Gewissheit hat damit zu tun das wir wissen, der Vater ist treu, gerecht und gnädig und das wir angenommen sind auch dann wenn wir hinfallen. Heiligung wird nur dann Frucht bringen, wenn man sicher ist das der Vater mit einem sicher ans Ziel kommt. Wer hier am Vater zweifelt der geht seinen Weg und überanstrengt sich so sehr das dieses Joch von Christus plötzlich todschwer wird. Ein solcher Mensch ist wohl eher aus der Ruhe des Vaters ausgegangen, als in die Ruhe des Vaters eingegangen.

Mt 11:30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Ga 6:9 Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.

Wenn Christus in uns lebt dann wollen wir eben gutes tun und damit wir nicht Müde werden sollten vorher in die Ruhe des Vaters eingehen können. Wenn wir in diese Ruhe nicht einkehren können, eingekehrt sind, dann hat die Anklage des Teufels wieder macht über uns.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 17:42

Mariette M. hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist.


DAS ist grauenhaft... und verkehrt zugleich!
Wie könnte Gott = Feind sein??

Nein, Gott war niemals Feind.... er war und ist der Menschenliebende!



Jes 63:10 Aber sie erbitterten und entrüsteten seinen Heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.

Thelo hat ja gesagt der sündigen Menschheit und dieser ist er bis heute Feind.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Wolfi » Do 30. Dez 2010, 18:32

@Thelonious:

Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist. Gott ergriff die Initiative, durch Jesu stellvertretenden Opfertod wurde die Welt vor Gott erlösbar. Obwohl die Welt als "prinzipiell" versöhnt ist, muß sich jeder einzelne Mensch versöhnen lassen, indem Er diese Opfertat für sich auch ganz persönlich so "in Anspruch" nimmt. Dann und nur dann erneuert sich die Beziehung zu Gott.


Bei deiner Ausgangssituation muss man allerdings Gott schon mal als tatsächliche Existenz akzeptieren. Deine sogenannte Ausgangssituation setzt also schon mal noch andere Dinge voraus. ;-)
Und von wegen "Beziehung zu Gott erneuern": Ist es denn wichtig, dass sich unsere Beziehung zu Gott erneuert, oder geht's nicht eher darum, dass wir unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen erneuern? ;-)
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Wolfi » Do 30. Dez 2010, 18:36

Hallo Lea

bevor ich mir beantworte warum ich mich (bekehrt)habe...frage ich mich...

was waere mit mir,wen ich den glauben nicht haette?
wen ich mich ab-bekehren würde...?

was bin ich mit glauben an gott?

Was waere ich ohne glauben an ihn?


ich glaube nicht das eine Bekehrung ein lebensziel ende ist......

und der glaube an gott sollte auch keine anstrengung sein sondern ein hilfe/unterstützung....

Genau. Und da finde ich auch, dass der christliche Glaube bei weitem nicht der Schlimmste ist, den man sich als Hilfe zulegen kann. Jedoch kann ich nicht verstehen, wie ein Glaube dann dazu führen kann, dass ein Herz dadurch in gewisser Weise sehr verstockt werden kann?-
Kann ein Glaube gut sein, der die Herzen gewissen anderen Menschen gegenüber gefrieren lässt?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Thelonious » Do 30. Dez 2010, 18:40

Wolfi hat geschrieben:@Thelonious:

Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist. Gott ergriff die Initiative, durch Jesu stellvertretenden Opfertod wurde die Welt vor Gott erlösbar. Obwohl die Welt als "prinzipiell" versöhnt ist, muß sich jeder einzelne Mensch versöhnen lassen, indem Er diese Opfertat für sich auch ganz persönlich so "in Anspruch" nimmt. Dann und nur dann erneuert sich die Beziehung zu Gott.


Bei deiner Ausgangssituation muss man allerdings Gott schon mal als tatsächliche Existenz akzeptieren. Deine sogenannte Ausgangssituation setzt also schon mal noch andere Dinge voraus. ;-)
Und von wegen "Beziehung zu Gott erneuern": Ist es denn wichtig, dass sich unsere Beziehung zu Gott erneuert, oder geht's nicht eher darum, dass wir unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen erneuern? ;-)


Hi Wolfi,

Ausgangssituation für Vergebung war der Ansatz.

Ist die Beziehung zu Gott erneuert, so erneuert sich sukzessive auch die (vergebung-, nächstenliebegeprägte) Beziehung zu unseren Mitmenschen.

Gruß
Thelo
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon erbreich » Do 30. Dez 2010, 18:53

Hallo Gnu! :)
Gnu hat geschrieben:Fleischlich ist das Motiv dann, wenn ich von Gott erwarte, dass er Frieden sendet, ohne dass ich bereit bin, auf Unfrieden erzeugendes eigenes Verhalten zu verzichten. Wenn ich erwarte, dass Jesus mich nicht von den Sünden, sondern in den Sünden oder mitsamt den Sünden erlösen soll.

Sehr trefflich gesagt, Gnu! Die Neugeburt beinhaltet jedoch trotzdem genau das: Sie ist die Verheissung der Erlösung, noch nicht deren Erfüllung. Das tägliche Aufnehmen des eigenen Kreuzes in der Nachfolge - wie von Jesus (nach der Selbstverleugnung - ohne diese gibt es keine Neugeburt!) - gefordert, ist es dann, das Schritt für Schritt - prozesshaft - die Befreiung von den Sünden bewirkt.
Ich bin der vorläufigen festen Überzeugung, dass das Evangelium Jesu Christi überhaupt gar keinen Sinn macht, wenn es nicht von der Hölle erlöst.

Das sehe ich auch so. Die Neugeburt erlöst tatsächlich von der Hölle (dieseits und jenseits verstanden), genau aus dem Grunde, weil durch die Selbstverleugnung und die Annahme des eigenen Kreuzes in der Nachfolge die Erlösung von den Sünden stattfindet (wie gesagt: prozesshaft, nicht auf einen Schlag. Auf einen Schlag geschieht die Verheissung der Erlösung in und mit den Sünden).

Die Sünden können nicht mehr in die Hölle führen, weil sie als solche erkannt und nicht verdrängt oder beschönigt werden (ein oft sehr schmerzhafter, leidvoller Prozess). Das Vertrauen in die tatsächliche Möglichkeit eines sündenfreien Lebens (und die Sehnsucht danach) wächst mit jeder erlebten Befreiung von einer konkreten Sünde. Ich tätigte bestimmte sündige Verhaltensweisen während vieler Jahre (z.T. während Jahrzehnten) in fortwährendem innerem Kampf, stets im Wissen, dass ich damit unrecht tue, also sündige. Es ist mir in vielem ergangen wie Paulus, der sagte: "Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Böse, das ich nicht will, übe ich aus." Röm 7,19 Aber welche Freude und Erleichterung, als ich Befreiungen - und zwar nachhaltig und bleibend - schliesslich erleben durfte! Dieses Erleben ist es, das mir das Vertrauen und die Zuversicht darein bestärkt, auch vom Bösen, das jetzt noch in mir ist, dereinst (alles hat seine Zeit!) befreit zu werden:

Und ein jeglicher, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, gleichwie auch Er rein ist. 1.Joh 3,3

Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich jage aber darnach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin. Phil 3,12

Liebe Grüsse, erbreich
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Thelonious » Do 30. Dez 2010, 18:54

Mariette M. hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist.


DAS ist grauenhaft... und verkehrt zugleich!
Wie könnte Gott = Feind sein??

Nein, Gott war niemals Feind.... er war und ist der Menschenliebende!


Im Zustand der Sünde befindet sich Gott und der Mensch in einem Zustand der Feindschaft, Mariette. Siehe Dir z.B. Römer 5 an, Vers 10 sagt in aller Eindeutigkeit:
"Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wieviel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben! ". Gott betrachtet uns im alten, unvergebenen Zustand als Feinde, die Sünde steht so unüberbrückbar zwischen uns und Ihm. Er hat keine Gemeinschaft mit Sündern - das ist grauenhaft.
Zuvor heisst es "Wieviel mehr nun werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorn errettet werden!" (Vers 9). Feinde sind Gegenstand des Zorns!. In diesem alten, ungerechtfertigten Zustand könnte die Entfremdung von Ihm nicht grösser sein! Wir bedürfen / bedurften unbedingt der Versöhnung!

Durch die Opfertat Jesu wird/wurde der Mensch wieder mit Gott versöhnt. Gott war zornig auf den Menschen, von Ihm ging (durch die Kenosis Jesu, durch Seine Tat auf Golgatha) die Initiative aus. Wir dürfen diese Gnadentat dankbar für uns ganz persönlich in Anspruch nehmen.

Gruß
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Wolfi » Do 30. Dez 2010, 18:56

Hallo Thelo.

Ist die Beziehung zu Gott erneuert, so erneuert sich sukzessive auch die (vergebung-, nächstenliebegeprägte) Beziehung zu unseren Mitmenschen.


Okay, dann begegnen wir uns ja vielleicht doch noch irgendwann mal ... ;-) Wäre ja witzig, wenn auch dafür noch genug Zeit bleiben würde ... :-)
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Do 30. Dez 2010, 19:09

Wolfi hat geschrieben:Ach, alegna...

Ach Wolfi ;)
In deinen Augen (wie auch denjenigen vieler anderen Gläubigen) hat sie wohl durch ihren Suizid die Würde als Mensch erst verloren.

Nein, es hat für mich nichts mit verlorener Würde zu tun, ich weiss wie enorm viel es braucht bis man für sich entscheidet dem eigenen Leben ein Ende zu setzen.
welche grossen Respekt verdient.

Hmm, stelle ich mal in Frage, lass es aber so stehen ...
Wenn ein (erwachsener) Mensch sein Leben nicht mehr als lebenswert betrachtet, warum sollte ich ihn unbedingt davon überzeugen wollen, dass es trotz allem lebenwert sei?-

Weil Gott mich gewollt hat, Er hat mich geschaffen nach Seinem Bilde, so wie ich bin, bin ich für Ihn lebens-und liebenswert (Psalm 139!)
Die Verantwortung über die Lebenszeitspanne einem ausserirdischen Wesen zuschreiben zu wollen, wie (nebst anderen) du das hier zu tun beabsichtigst, lässt für mich bloss den Schluss zu, dass du dich diesbezüglich aus der Verantwortung zu ziehen versuchst.

Warum soll ich mich deswegen aus der Verantwortung ziehen, ich habe ja gerade die Verantwortung mein Leben so zu leben wie es Gott gedacht hat für mich, töte ich mich selbst, ziehe ich mich aus der Verantwortung. Und um zum Thema zurück zu kommen, als Christ gebe ich nicht die Verantwortung über mein Leben ab, im Gegenteil ich bekomme sie gerade zurück, deshalb soll ich mich anstrengen, persönlich gefällt mir aber bemühen besser, mein Leben Gott wohlgefällig zu leben.

liebe Grüsse
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon lea Binn » Do 30. Dez 2010, 19:16

Wolfi hat geschrieben:Hallo Lea

bevor ich mir beantworte warum ich mich (bekehrt)habe...frage ich mich...

was waere mit mir,wen ich den glauben nicht haette?
wen ich mich ab-bekehren würde...?

was bin ich mit glauben an gott?

Was waere ich ohne glauben an ihn?


ich glaube nicht das eine Bekehrung ein lebensziel ende ist......

und der glaube an gott sollte auch keine anstrengung sein sondern ein hilfe/unterstützung....

Genau. Und da finde ich auch, dass der christliche Glaube bei weitem nicht der Schlimmste ist, den man sich als Hilfe zulegen kann. Jedoch kann ich nicht verstehen, wie ein Glaube dann dazu führen kann, dass ein Herz dadurch in gewisser Weise sehr verstockt werden kann?-
Kann ein Glaube gut sein, der die Herzen gewissen anderen Menschen gegenüber gefrieren lässt?
lg, wolfi



Ein Glaube bewirkt das das eigene Herz ver-sturrt und verstockt und andere HErzen gefrieren laesst...???'
Upsalla das ist eine kalte,eisige und starre sache....da würde ich nein Danke dazu sagen.....

lg lea
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 19:32

erbreich hat geschrieben:Die Neugeburt beinhaltet jedoch trotzdem genau das: Sie ist die Verheissung der Erlösung, noch nicht deren Erfüllung. Das tägliche Aufnehmen des eigenen Kreuzes in der Nachfolge - wie von Jesus (nach der Selbstverleugnung - ohne diese gibt es keine Neugeburt!) - gefordert, ist es dann, das Schritt für Schritt - prozesshaft - die Befreiung von den Sünden bewirkt.

Falsch! Wir sind entweder aus Gnade erlöst und von Gnade gehalten…oder…durch das Gesetz erlöst und vom Gesetz gehalten. Beides zusammen geht nicht…wir sind nicht aus Gnade erlöst und vom Gesetz gehalten!

Petrus sagt "Wachse in Gnade". Wir leben in Gnade. Wir atmen die Luft der Gnade und wir wachsen in Gnade. Der Zustand der Erlösung ist ein Zustand der Gnade…es ist die gnädige Vermittlung von Christus die uns hinein gebracht hat, die uns darin haltet. Aus Gnade sind alle unsere Sünden vergeben…vergangene, gegenwärtige, zukünftige…nie spielt im Bereich der Gnade das Gesetz in unserem Gehalten sein eine Rolle!
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 20:18

Sandra73- hat geschrieben:Eben, dann sind wir uns ja einig :))


Sicher Sandra, das sind wir.

Hier noch eine Ergänzung:

Joh 1:16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Joh 1:17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch JEsum Christum worden.


Es ist also ein Christ durch diese Gnade angenommen aber einer der vom Geist Gottes getrieben wird der wird das tun was Gott wohlgefällt.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Mariette M. » Do 30. Dez 2010, 20:49

kingschild hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
Thelonious hat geschrieben:Die Ausgangssituation ist, dass Gott zum Feind der sündigen Menschheit geworden ist.


DAS ist grauenhaft... und verkehrt zugleich!
Wie könnte Gott = Feind sein??

Nein, Gott war niemals Feind.... er war und ist der Menschenliebende!



Jes 63:10 Aber sie erbitterten und entrüsteten seinen Heiligen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.

Thelo hat ja gesagt der sündigen Menschheit und dieser ist er bis heute Feind.

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Andere Übersetzungen treffen es besser, wo bsp steht (Schlachter): Da wurde er ihnen zum Feind.... da wird der menschliche Anteil ersichtlich. Für die Menschen , das heisst, aus deren Sicht, was Gott Feind. Nicht weil ER in sich etwas Feindseliges gehabt hätte, sondern weil er sie so streng behandeln musste.

Man darf nie vergessen, welchen Sinn Gottes Zorn hat: Er soll immer zur Umkehr bewegen! Und so ist auch der Zorn und die "Feindschaft" Gottes im Letzten nichts anderes als Menschenliebe.

Lg Maria
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 21:24

kingschild hat geschrieben:
Sandra73- hat geschrieben:Eben, dann sind wir uns ja einig :))


Sicher Sandra, das sind wir.

Hier noch eine Ergänzung:

Joh 1:16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Joh 1:17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch JEsum Christum worden.


Es ist also ein Christ durch diese Gnade angenommen aber einer der vom Geist Gottes getrieben wird der wird das tun was Gott wohlgefällt.

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Bedeutet das nun, daß ihr beide nie etwas tut das Gott nicht wohlgefällt…?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 21:29

Pilgrim, ich finde es gut, dass Du nun vorzu nachfragst. :))
Dennoch: Das schreibt doch hier keiner. Wie kommst Du darauf?
Es geht doch darum, dass wir durch eine falsche Tat nicht einfach so die Erlösung verlieren können weil es Jesus nicht vergeben würde.
Es geht ums "trotzdem", nicht darum, dass ich nie etwas tun würde, was Gott nicht wohlgefällig wäre.

Ich denke, dass es hier um einen wesentlichen Unterschied geht, der ein Missverständnis hervorruft:
Es kann sein, dass wir in einem Moment, in dem wir etwas tun, nicht im Geist Gottes handeln, weil wir uns mit anderen, Gott nicht wohlgefälligen Gedanken beschäftigen, die dann letztlich Gott nicht wohlgefällige Taten bewirken, wenn wir ihrer nicht wehren.
Diese Tat wurde dann begangen in einem Moment, in dem wir nicht ganz in Gott waren, also nicht in Gottes Willen.
Aber bestimmt sidn wir dann nicht ausserhalb von Gottes Hand, udn schon gar nicht ausserhalb unserer Erlösung.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 22:48

Zum Ersten: Hast Du seit Du Dich bekehrt hast, noch nie gesündigt?

Zum Zweiten: Ja, diese Herausforderung ist sicher notwendig. Jedoch in Liebe, und im richtigen Ton. Wennmöglich nicht mit Druck und Forderung, da sonst die Gefahr besteht, dass sich der Mensch umso wertloser fühlt vor Gott und die Suizidgefahr steigen kann. Und vor allem geht es nicht darum, seine Erlösung in Frage zu stellen oder seine Bekehrung! Sondern dem Menschen vor Augen zu halten, dass er damit nicht in Jesu Willen handelt und dass er Gedanken des Feindes damit Macht gibt.

Jedoch hängt das wohl vom Mensch und von der jeweiligen Situation ab, wie stark darauf gepocht werden kann. Denn in Erster Linie sind solche Mwenschen ja in Not, udn nicht einfach vor allem im Begriff, Sünde zu tun, was wir ihnen dann unter die Nase reiben sollten.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon erbreich » Fr 31. Dez 2010, 11:08

Hallo Pilgrim
Pilgrim hat geschrieben:Petrus sagt "Wachse in Gnade". Wir leben in Gnade. Wir atmen die Luft der Gnade und wir wachsen in Gnade. Der Zustand der Erlösung ist ein Zustand der Gnade…es ist die gnädige Vermittlung von Christus die uns hinein gebracht hat, die uns darin haltet. Aus Gnade sind alle unsere Sünden vergeben…vergangene, gegenwärtige, zukünftige…

Natürlich, davon spreche ich ja. Sie sind vergeben, das heisst aber nicht, dass sie nicht mehr stattfinden. Immerhin gäbe es ja keine zukünftige Sünden zu vergeben, wenn sie nicht noch stattfinden würden.

Das Wachsen in der Gnade bedeutet genau dies: dass der Mensch immer weniger Sünden begeht. Das ist geistliches Wachstum. Bewirkt und ermöglicht wird es durch das Leben in Gnade, das frei ist von Anklage und Schuldigsprechung (wo Schuldspruch ist, übernimmt Jesus und spricht frei, er vergibt). Nur so ist Wachstum möglich. Nur wer keine Angst haben muss vor dem Fehlermachen, kann die Fehler auch immer wieder ins Licht bringen und so an ihrer Überwindung mitarbeiten. Und diese Mitarbeit wird von Gott erwartet, weshalb Paulus seine Gemeinde ermahnt: "...vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern."

Diese Forderung hat mit dem mosaischen Gesetz nichts zu tun, auch nicht mit egoistischem Selbermachenwollen, sondern diese Mitarbeit an der Rettung ist Ergebnis des Erlebens der Gnade und des Bewusstseins, dass weder das Wollen der Mitarbeit noch das Vollbringen der Rettung von mir getan werden können, sondern, wie Paulus weiter sagt: "Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen." Phil 2,12-13

Deshalb wird der Nachfolger Jesu sich anstrengen. Nicht weil er soll (Gesetz), sondern weil er es einsieht und weil er will was Gott will (Gnade).

Gruss, erbreich
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Fr 31. Dez 2010, 12:12

Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Hier noch eine Ergänzung:

Joh 1:16 Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
Joh 1:17 Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch JEsum Christum worden.


Es ist also ein Christ durch diese Gnade angenommen aber einer der vom Geist Gottes getrieben wird der wird das tun was Gott wohlgefällt.

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Bedeutet das nun, daß ihr beide nie etwas tut das Gott nicht wohlgefällt…?


Pilgrim ich werde aus Dir nicht ganz schlau. Ich poste Verse über Gnade und Du fragst mich so etwas :?: :?: :?:

Eigentlich ist Deine Frage beantwortet und wenn nicht, dann sag mir einfach auf was Du hinaus möchtest damit ich Deinen Gedanken gang erfassen kann?

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Fr 31. Dez 2010, 14:24

kingschild hat geschrieben:Pilgrim ich werde aus Dir nicht ganz schlau. Ich poste Verse über Gnade und Du fragst mich so etwas :?: :?: :?:

Dann sind wir schon zwei die sich nicht verstehen… :cry: Wenn ich aus deiner (und Sandras) Antwort "schlau" geworden wäre, hätte ich nicht gefragt.
Eigentlich ist Deine Frage beantwortet und wenn nicht, dann sag mir einfach auf was Du hinaus möchtest damit ich Deinen Gedanken gang erfassen kann?

Wenn meine Frage schon beantwortet ist, dann erkläre mir diesen mir nicht ganz verständlichen Satz nochmals…vielleicht klappt dann unser gegenseitiges Verständnis… :pray:
kingschild hat geschrieben:Es ist also ein Christ durch diese Gnade angenommen aber einer der vom Geist Gottes getrieben wird der wird das tun was Gott wohlgefällt.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon SunFox » Fr 31. Dez 2010, 15:07

Einige hier meinen ja, das sie sich in keinster Weise mehr anstrengen müßen, das erledigt der Heilige Geist für sie! :baby:

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Fr 31. Dez 2010, 16:18

erbreich hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben: Petrus sagt "Wachse in Gnade". Wir leben in Gnade. Wir atmen die Luft der Gnade und wir wachsen in Gnade. Der Zustand der Erlösung ist ein Zustand der Gnade…es ist die gnädige Vermittlung von Christus die uns hinein gebracht hat, die uns darin haltet. Aus Gnade sind alle unsere Sünden vergeben…vergangene, gegenwärtige, zukünftige…nie spielt im Bereich der Gnade das Gesetz in unserem Gehalten sein eine Rolle!

Natürlich, davon spreche ich ja…

Solange wir uns einig sind, daß es nicht "Errettung durch Werke bedeutet" (Römer 3:21; Epheser 2:8-9)…!
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