Christsein - aber echt!

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon firebird » Di 19. Nov 2019, 18:01

Lieber John1955,

du schreibst:

John1955 hat geschrieben:Kingschild betont ja immer und immer wieder, kein Mensch sei aus sich selbst heraus fähig Gute Werke zu tun. Das tönt dann so, dass auch kein Christ dazu fähig sei.


Vielleicht muss ich da etwas ausführlicher werden. Bei unseren Werken sieht Gott längstens nicht nur auf das was unsere Hände tun. Gott schaut in unser Herz hinein er kennt unsere Beweggründe. Ich tue auch Vieles um Gott und Menschen zu dienen. Aber ich entdecke bei mir oftmals Motive, die vor allem bei Gott nicht so ehrenwert sind. Da erkenne ich zum Beispiel Geltungsdrang, oder es geht einfach nur um Selbstbestätigung und Vielem mehr.

Doch bei uns Christen geht es darum, Werke zu tun, die nicht nur in den Augen von Menschen gut sind, sondern vor allem in den Augen Gottes. Da sind wir halt auf die Fähigkeiten die Gott uns gibt, angewiesen.

Freundlicher Gruss
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Allein bin ich ein schlechtes Team!
Doch mit Jesus Christus bin ich im besten Team!
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon kingschild » Mi 20. Nov 2019, 11:25

John1955 hat geschrieben:Deine Ausführungen hier, kingschild, scheinen mir schon im Wesentlichen mit den Worten Jesus Christus, Johannes, Jakobus und Paulus unvereinbar zu sein, respektive unvollständig, was Gottes Willen und Jesus Evangelium Reiches Gottes anbelangt. Kann es sein, dass Du den Sinn von IN IHM SEIN, IN IHM BLEIBEN noch nicht wirklich verstanden hast?


Du sagst unvereinbar John, kannst aber keinen Punkt bringen, der gegen das Abendmahl spricht, gegen das Vater unser, gegen diese Aussage Christi:

Joh 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.


Seit wann ist das Abendmahl, das Vater unser das am Weinstock bleiben, unvereinbar mit der Lehre Christi? Dies ist die Basis und ja man kann sie eben bestätigen oder nicht für wahr halten oder für nicht wichtig errachten. Die Apostel und Christus lehrten genau solche Grundsätze und lehrten nicht das sei unvereinbar.


Wer sich nach Jesus Vorgaben und denjenigen von Johannes, Jakobus und Apostel zu einer neuen Schöpfung verändert hat (Gott hilft beim Wollen und Vollbringen, wenn wir ihn darum bitten) so kann uns Gott aufgrund unserer ureigenen von ihm geschenkten Begabungen und Möglichkeiten zu nurmehr Guten Werken schicken.


Dagegen habe ich nie Einwände gebracht. Das einzige was mein Einwand ist, wenn es ums blosse kopieren geht und man dabei eben vergisst, wer das Wolllen und Vollbringen schenkt und wer ab und an eben fallen kann und wer allein gut ist. Ein Mensch der mir sagt ich brauche z.B. das Vater unser nicht, denn ich lebe so gut nach den Vorgaben Christi, der ist und bleibt eben ein Sünder, der ein ganz schlimme Sünde begeht.


Unser Herr und Meister, Jesus Christus gibt all seinen Jüngern, so auch uns!!!! den Auftrag DEREN/UNSER LICHT leuchten zu lassen vor den Menschen, damit sie unsere -nurmehr Guten Werke in Gott getan- sehen und den Vater im Himmel preisen.


Deine Epheserstelle die du bringst, sagt auch: Sein Werk! Du bringst danach wieder unser Licht. Gottes Licht in uns ist eben nicht unser Licht, sondern, das ist sein Werk von dem wir zeugen.

Sein Licht, mein Licht, unser Licht ist nicht dasselbe. Mein Licht, ist eben sein Licht allein. Dort bleiben wir am Weinstock.


Wenn wir Gott im Himmel glauben, dann halten wir uns an seinen Auftrag vom Himmel her. Auf seinen geliebten Sohn Jesus Christus zu hören. Aber nebst Hörer auch Täter Jesus Anleitungen zu sein um von ihm als Geschwister anerkennt zu werden= TUN des Willens des Vaters im Himmel


Ja auch hier kein Einwand. Nur eben wieder der Hinweis, Täter werden wir wenn wir in IHM bleiben und nicht wenn wir etwas kopieren und sage das kopieren sei unsere Vollkommenheit.

Christus der Erlöser ist unsere Volkommenheit und nur in dieser wurden wir vom Vater als vollkommen, angenommen.

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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon kingschild » Mi 20. Nov 2019, 11:26

@ John zum zweiten!

Was verstehst Du denn überhaupt unter IN IHM bleiben? Ich halte mich da an Johannes unmissverständliche Feststellung. der ja Jesus auch glaubte, dass er, der Sohn Gottes gekommen sie um ihnen allen Einsicht über den wahrhaftigen Gott zu ermöglichen:

1Joh 2,6 Wer sagt, dass er in ihm bleibt, der soll so leben, wie er gelebt hat.


Also das ist eine konkrete Frage auf die ich Dir gerne antworte.

Also wie hat Jesus gelebt. Er sagte einer ist Gut. Gehen wir darüber hinaus, leben wir nicht wie er lebte. Weiter lehrte er das Vater unser. Bleiben wir also in IHM, bleiben wir auch in seinen Anleitungen, das Vater unser zu beten. Er lehrte das Abendmahl, bleiben wir in IHM, so gedenken wir im Abendmal, wer allein uns gut macht und sagen nicht wir sind gut. Die alles heisst nicht, das wir nicht nach mehr Heiligung streben, sondern heisst wir sind Heil, durch den der allein gut ist. Alles darüber hinaus ist Menschenwerk und Sünde.

Praktisches Beispiel Menschenwerk: Ich kopiere die Bibelstelle vom Reichen und schenke mein ganze Vermögen einer Gemeinschaft die Antichristlich unterwegs ist und sage das Blut Christi habe ich nicht nötig, habe ja breits getan was er verlangt und bin gut. Da bin ich nicht in IHM unterwegs, weil das ist mein Werk und ich verachte dabei das Blut Christi und eben den Umstand das nur einer Gut ist. Vielleicht habe ich eben nicht mal gewusst das diese Gemeinschaft Antichristlich unterwegs ist. Wie auch immer, so habe ich den Willen Gottes nicht getan.

Anderes Beispiel, zu in IHM bleiben: Ich bin mit Gott unterwegs und der Heilige Geist sagt mir diesem Menschen mit der roten Kappe, gibst Du heute Fr. 100.- Franken und sagst ihm das Christus sein Gebet erhört hat, da bin ich in IHM unterwegs, wenn ich das tue. Kann ich jetzt sagen, das dieses Werk mich erlöst und ich das Vater unser nicht mehr nötig habe und das Abendmahl? Nein kann ich eben nicht, weil ich eben vielleicht in meinem Alltagstress oder mit meinem eigenen gut sein wollen, etwas überhörte was er mir sagen wollte. Man kann sich das Himmelreich nicht erarbeiten oder erkaufen oder erschleichen.


Wie sagte doch eine meiner vielen sehr gottesfürchtigen Glaubensschwester in Christus von solchen die sowas schreiben und ungeprüft glauben und weiterverbreiten: >Die sind doch alle dem raffiniert kirchenseits dem Christentum aufdoktrinierten Erbsündedogma zum Opfer gefallen.


Nun wenn sie die Erbsünde verleugnet, ist sie defintiv nicht in Christus unterwegs, deine Schwester. Weil die Erbsünde ist für alle Menschen heute sichtbar und sie stammt sicher nicht von der Kirche.

Wie passt den der hochgespielte so genannte "Sündenfall" zu Jesus Worten
:Mt 5,48 Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Die Schlange sagte nicht, ihr werdet dann Götter sein, sondern WIE Gott sein und den Unterschied zwischen gut und böse erkennen.


Ja und da fangen sie an Gott zu spielen die Menschen, wenn sie glauben Gut und Böse trennen zu können und glauben sie seien wie Gott. Die Sünde war, Eva glaubte Gott nicht und wer Gott nicht glaubt, der ist sehr wohl in der Erbsünde gefangen.

Uns schon wieder frage ich Dich, kingschild, wie Du Dir das im Alltag vorstellst. Das Bleiben an Jesus Reden befreit wahrhaftig von aller allenfalls bisherigen Gebundenheit an den Fürsten dieser Welt. Dann ist man erlöst von ihm.
Dass anhaltende, treue Nachfolger Jesus Chrsitus aus bisheriger Finsternis ERRETTET, kann Dir sicher auch Lazar bestätigen. Dies könnten auch viele andere User w/m hier hätte man sie nicht wegen ihrer Standhaftigkeit Jesus Christus Lehren zu verteidigen, aufleben zu lassen aus dem Forum AUSGEROTTET.


Gott glauben erlöst. Diese ewige Verquickung von Buddhismus, Lucerfianer, Freimaurer Glauben usw. mit dem Christentum ist eben nicht ein bleiben in der Lehre Christi, sondern das pure Gegenteil, davon. Gott erlöst, nicht wir schaffen uns das Licht oder Nirwana selber.

Was deinen anderen Einwurf anbelangt so sage ich Dir: Wer sagt er sei gut und nicht mal fähig ist, einfache Irdische Forenregeln zu lesen und zu respektieren, der ist weit ab davon die Gebote Gottes zu halten. Oder anders gesagt, wer schon an Irdischen Regeln scheitert, der scheitert um das viellfache an den Himmlischen. Der erwähnte User sündigt so viel und glaubt gut zu sein, das er nicht mal fähig ist Busse zu tun und dann sagt er und du das ist Gutes Werk das retten soll. Es rettet nicht und genau das hat eben Christus nicht gelehrt.

Wenn zudem ein Reicher Mann nebst dem Einhalten aller Gebote aus einem innigen Bedürfnis heraus sein Geld mit den Armen teilt, dann errettet er viele vor drohender Armut, Das wäre gottgefälliges christliches Gemeindeleben. Du weisst jetzt sicher welche Stelle in der Apg ich da im Kopf habe-.


Ein Reicher hält nichts und hat nichts, weil nackt kam er auf die Erde.

Gott gibt alles und erfüllt alles, an diesem kleinen aber feinen Unterschied, entscheidet sich ob das Gesetz erfüllt ist oder unerfüllt bleibt.

Es gibt Menschen die verschenken Ihr ganze Vermögen an die Welt aber keinen einzigen Pfennig denen die Gott glauben und seine Werke tun. Warum das so ist, wie es ist, steht geschrieben im Wort Gottes.


Nur das Jesus Anhimmeln ohne zu beherzigen, umsetzen, was er lehrte künftig zu meiden respektive zu tun öffnet niemandem die Himmelstür.


Solche Dinge sind doch unbestritten. Was meinst Du was die Christen eigentlich tun für diese Welt mit Gottes Hilfe, nichts? Wenn wir sagen, das rettet nicht, heisst das doch nicht das wir extra Böse Werke tun, damit wir sie im Abendmahl wieder bekennen können, nein das heisst wir sind demütig genug, das wir wissen ohne Abendmahl keine Gemeinschaft mit Christus und seinem Vater. Demut = Mein Werk ist nichts, Gott der Erlöser ist alles.

(hast Du gelesen, die Griechen in Saloniki TATEN es, hatten immer schon angefangen wahres Menschsein in Gott zu leben :applause: sie setzten offenbar die zum Heil, zu Gott führenden Lehren Christi um.....) :respekt:


Ja aber durch wenn sie es taten und warum lesen wir eben vorher:

1Th. 1.2 Wir danken Gott allezeit für euch alle und gedenken euer in unserm Gebet ohne Unterlaß
3 und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser HERR Jesus Christus, vor Gott und unserm Vater.

Gott am Anfang, Gott am Schluss. Erlöser am Anfang, Erlöser am Schluss. Die wollten sich doch nicht mit Werken ein Himmelreich erkaufen oder ein Lob von Paulus. Nein die glaubten Gott und blieben im Glauben an Ihren Erlöser und weil sie in IHM blieben, war die Folge daraus viel gute Frucht, die Paulus zu Recht erwähnte.

Und schon wieder nimmt es mich Wunder, was Du diesmal unter diesen Worten verstehst. Meinst Du, wenn Du wiederholst beteuerst, du würdest an Jesus Christus glauben und an Gott, dann sei dies schon ein gutes vollkommenes Werk? Du wirst mich sicher gerne aufklären, wie Du das definierst, nicht wahr?

Ja wer den Retter bezeugt und Ihm glaubt, der ist Vollkommen. Aus dieser Vollkommenheit allein, entsteht gute Frucht.

Wer seine eigenen Werke bezeugt als Rettung, der bezeugt das Unvollkommene, wer den Retter bezeugt vor dieser Welt der bezeugt das Vollkommene.

Dieser kleine aber feine Unterschied, ist der über Leben und Tod entscheidet, über gute Frucht und faule Frucht.

Du glaubst John, das Christen keine gute Werke tun? Sie tun sie aber nicht um Ihrer Rettung willen und aus sich selbst heraus, sondern weil sei bereits gerettet sind, tun sie nicht ihre Werke, sondern das Werk Gottes. Und wenn sie mal Ihre Werke tun, so deckt das Blut Christi, Ihre Sünden zu und nicht ihre vorher geätigten Werke, gedenkt Gott, nein er gedenkt das sie IHM geglaubt haben, das nur einer Gut ist und der heisst eben nicht Mensch oder Menschenwerk, sondern Gott.

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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon lionne » Mi 20. Nov 2019, 14:04

Als Christen sollen wir ja Gutes tun!
Was ist das – Gutes tun?
Offensichtlich sprechen wir hier von guten Taten des erretteten Menschen. Da eröffnet sich uns ein weites Betätigungsfeld ungeahnter Möglichkeiten....
Gutes tun darf in der Familie anfangen, es schliesst die Geschwister der örtlichen Versammlung und weitere Gläubige ein und erreicht schliesslich alle Menschen.
Paulus unterscheidet zwei Zielgruppen, denen wir Gutes tun sollen/dürfen. Zum einen sind es alle Menschen, dann aber besonders die Hausgenossen des Glaubens. Das sind unsere Mitgeschwister.
Im Epheser-Brief nennt Paulus uns Hausgenossen Gottes: "Also seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes" (Eph 2,19). Ein Hausgenosse ist also jemand, mit dem ich eine besondere Beziehung habe, weil wir zum gleichen Haushalt gehören...
Es sind die Glieder der Familie Gottes, die wir besonders im Auge haben dürfen, wenn es darum geht, Gutes zu tun. Johannes schreibt: "Wer aber irgend irdischen Besitz hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschliesst sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm?" (1. Joh 3,17). Das ist eine Möglichkeit, den Hausgenossen des Glaubens Gutes zu tun.
Gott möchte uns die Herzen für alle Menschen erwärmen. Es ist der erklärte Wille Gottes, dass alle Menschen errettet werden (1. Tim 4,10; 2,4). Täglich begegnen wir unseren Mitmenschen, überall. Haben wir ein Auge für sie? Sind wir bereit, ihnen zu helfen?
Beten wir für unsere Mitmenschen, unsere Arbeitskollegen, unsere Nachbarn, unsere Mitschüler, unsere Regierungen? Wir werden im Wort ausdrücklich ermahnt, für alle Menschen zu beten.
Das Gute, das wir allen Menschen tun dürfen, beschränkt sich natürlich nicht auf das Gebet allein. Wir dürfen mit ihnen reden und sie auf die Notwendigkeit der Errettung hinweisen. Wir dürfen sie mit der Bibel und dem Heiland vertraut machen, wir dürfen sie zu Vorträgen einladen. Aber allen Menschen gegenüber Gutes wirken, schliesst auch praktische Hilfe ein...
Das vollkommene Vorbild ist auch hier der Herr Jesus. Er ging umher "wohltuend und alle heilend" (Apg 10,38). Er nutzte jede Gelegenheit, und sein Handeln kam sowohl den Gläubigen als auch den Ungläubigen zugut. Von Ihm wollen wir lernen.
Jetzt stellt sich halt hier (auch wieder) die Frage: Was schliesst diese Hilfe/dieses "Gutes tun" alles mit ein?
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon John1955 » Mi 20. Nov 2019, 17:08

firebird hat geschrieben:Lieber John1955,

du schreibst:

John1955 hat geschrieben:Kingschild betont ja immer und immer wieder, kein Mensch sei aus sich selbst heraus fähig Gute Werke zu tun. Das tönt dann so, dass auch kein Christ dazu fähig sei.


Vielleicht muss ich da etwas ausführlicher werden. Bei unseren Werken sieht Gott längstens nicht nur auf das was unsere Hände tun. Gott schaut in unser Herz hinein er kennt unsere Beweggründe. Ich tue auch Vieles um Gott und Menschen zu dienen. Aber ich entdecke bei mir oftmals Motive, die vor allem bei Gott nicht so ehrenwert sind. Da erkenne ich zum Beispiel Geltungsdrang, oder es geht einfach nur um Selbstbestätigung und Vielem mehr.

Doch bei uns Christen geht es darum, Werke zu tun, die nicht nur in den Augen von Menschen gut sind, sondern vor allem in den Augen Gottes. Da sind wir halt auf die Fähigkeiten die Gott uns gibt, angewiesen.

Freundlicher Gruss
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Hallo firebird
Ist das sich nach Christi Vorgaben für gottgefälliges Leben denn nach Deinem Empfinden ein Werk? gar Werksgerechtigkeit oder was man immer vorgeworfen bekommt, wenn man genau jene Bibelstellen priorisiert, die einem dazu verhelfen sich zu einem echten Christen zu entwickeln?

Kolosser 3,12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld; 13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.

15 Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. 16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.


Gruss John
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon John1955 » Mi 20. Nov 2019, 17:27

lionne hat geschrieben:Das Gute, das wir allen Menschen tun dürfen, beschränkt sich natürlich nicht auf das Gebet allein. Wir dürfen mit ihnen reden und sie auf die Notwendigkeit der Errettung hinweisen. Wir dürfen sie mit der Bibel und dem Heiland vertraut machen, wir dürfen sie zu Vorträgen einladen. Aber allen Menschen gegenüber Gutes wirken, schliesst auch praktische Hilfe ein...
Das vollkommene Vorbild ist auch hier der Herr Jesus. Er ging umher "wohltuend und alle heilend" (Apg 10,38). Er nutzte jede Gelegenheit, und sein Handeln kam sowohl den Gläubigen als auch den Ungläubigen zugut. Von Ihm wollen wir lernen.
Jetzt stellt sich halt hier (auch wieder) die Frage: Was schliesst diese Hilfe/dieses "Gutes tun" alles mit ein?
Think about! LG lionne


Fürs erste möchte ich mich für den ganzen Beitrag von Dir bedanken, lionne. Ja, von IHM, Jesus meinem Herrn und Meister habe ich schon sehr viel gelernt und tue es noch jeden Tag.

Mit was für Worten gedenkst den jeweils was für Menschen auf die Notwendigkeit ihrer Errettung hinzuweisen? Kennst Du die Angesprochenen? Weisst Du um ihren Lebenswandel, ihre Gesinnung? Und wenn sie Dich fragen, wovon sie denn nach Deiner Meinung errettet werden sollen?

Also ich überlasse es Gott, respektive seinem Heiligen Geist, was für Einsätze im Zeichen christlicher Nächstenliebe sie mir zugedacht haben. Manchmal eine ganze Woche nichts, dann wieder mehr, alles zu SEINER Zeit zu SEINER Ehre.
Mt 5,16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


In einer Charismatischen Christengemeinde (Pfingstmission) wurde anscheinend einem so quasi untersagt, sich zu freuen, wenn man jemandem helfen konnte und darüber Zeugnis ablegte. Obiges Zitat scheint denen nicht geläufig zu sein.

Gruss John
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon lionne » Mi 20. Nov 2019, 17:55

Was nun mein "Gutes tun" angeht, konzentriert sich das zur Zeit auf die Unterstützung (nicht finanziell!) meiner Familie und meiner 'erweiterten Familie'. Damit bin ich schon "mehr als voll ausgelastet". Da kenne ich die näheren (Lebens-)Umstände der betreffenden Menschen natürlich schon.
Natürlich freue ich mich, zusammen mit diesen Menschen, wenn ich sehe, dass wieder ein Hindernis geschafft, eine Hürde genommen ist, die sie (hoffentlich) näher zu meinem Herrn bringt. Die meisten sind ja noch nicht 'bekehrte Christen'.
LG lionne
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon firebird » Do 21. Nov 2019, 11:27

Hallo John1955

du schreibst:

Ist das sich nach Christi Vorgaben für gottgefälliges Leben denn nach Deinem Empfinden ein Werk? gar Werksgerechtigkeit oder was man immer vorgeworfen bekommt, wenn man genau jene Bibelstellen priorisiert, die einem dazu verhelfen sich zu einem echten Christen zu entwickeln?


In der Formulierung der ersten Frage fehlt ein Verb. Dieses Verb ist nicht einfach ein Spleen von einem Grammatikfreak, sondern genau der springende Punkt.

Streben nach Werksgerechtigkeit hat wesentliche Kennzeichen:
1. Es geschieht aus der rein menschlichen Kraft
2. Es wird früher oder später scheitern.

Für das fehlende Verb mutmasse ich einmal:
- bemühen: Würde in meinen Ohren klingen als aus eigener Kraft.
- sich ausstrecken oder willig sein, das wäre eine Voraussetzung, damit Gottes Kraft zum Erfolg führt, beispielsweise wenn es um die Umsetzung der von dir zitierten Bibelstellen geht.

Freundlicher Gruss
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon John1955 » Do 21. Nov 2019, 16:26

firebird hat geschrieben:Hallo John1955

du schreibst:

Ist das sich nach Christi Vorgaben für gottgefälliges Leben denn nach Deinem Empfinden ein Werk? gar Werksgerechtigkeit oder was man immer vorgeworfen bekommt, wenn man genau jene Bibelstellen priorisiert, die einem dazu verhelfen sich zu einem echten Christen zu entwickeln?


In der Formulierung der ersten Frage fehlt ein Verb. Dieses Verb ist nicht einfach ein Spleen von einem Grammatikfreak, sondern genau der springende Punkt.

Streben nach Werksgerechtigkeit hat wesentliche Kennzeichen:
1. Es geschieht aus der rein menschlichen Kraft
2. Es wird früher oder später scheitern.

Für das fehlende Verb mutmasse ich einmal:
- bemühen: Würde in meinen Ohren klingen als aus eigener Kraft.
- sich ausstrecken oder willig sein, das wäre eine Voraussetzung, damit Gottes Kraft zum Erfolg führt, beispielsweise wenn es um die Umsetzung der von dir zitierten Bibelstellen geht.

Freundlicher Gruss
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"Verändern" ist das fehlende Verb, firebird,

Also willentliche Nachfolge, Jüngerschaft Christi immer mehr zu leben ist das A und O bezüglich innerem Weg zu echtem, authentischen Christsein. Weder Jesus noch Paulus würden dies so mit "Streben nach Werksgerechtigkeit " abtun, sondern als begrüssenswert anerkennen. Da bin ich vollkommen überzeugt. Schliesslich haben beide und auch Jünger Jesus ihr Leben dafür riskiert um auch uns in wahrem, segensreichen Menschsein zu unterrichten

Wenn Paulus lehrt, dass die zu Christus gehören, ihr Fleisch (also die gottfernen Eigenschaften und Verhaltensweisen in Gal. 5,19-21) gekreuzigt haben, ist es doch aus eigener Kraft, wohlverstanden nach Christi oder sinngleichen Vorgaben Paulus geschehen.

Gott hilft allen willigen Jesusnachfolgern doch beim Wollen und Vollbringen. Sicher wird man immer mal wieder himmelseits getestet, wie ernst es wem mit dem Umsetzen Jesus Wegweisungen für wahres Christsein ist. Und da zeigt sich dann, ob der unselige Geist Gottes Widersacher überhaupt noch Einfluss hat oder ob er schon geflohen ist.

Das offenbar hier negativ behaftete Wort "Werksgerechtigkeit" in Zusammenhang mit sich nach Jesus Vorgaben verändern zu wollen, in Zusammenhang zu bringen, finde ich schon nachdenklich stimmend.

Wer in ihm ist soll auch leben wie er gelebt hat. Das geht ja wohl nicht wenn man auf dem Stühlchen sitzt und mit aufgeschlagener Bibel wartet bis Gott oder wer auch immer kommt und einem verändert. Das wird wohl hie und da so gelehrt, aber DAS ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Gruss John
John1955
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Re: Christsein - aber echt!

Beitragvon firebird » Sa 23. Nov 2019, 12:30

Lieber John1955,

vielen Dank für deine Zeilen. Dazu gibt es noch etwas zu sagen.

John1955 hat geschrieben:Also willentliche Nachfolge, Jüngerschaft Christi immer mehr zu leben ist das A und O bezüglich innerem Weg zu echtem, authentischen Christsein. Weder Jesus noch Paulus würden dies so mit "Streben nach Werksgerechtigkeit " abtun, sondern als begrüssenswert anerkennen. Da bin ich vollkommen überzeugt. Schliesslich haben beide und auch Jünger Jesus ihr Leben dafür riskiert um auch uns in wahrem, segensreichen Menschsein zu unterrichten


Wenn man bescheiden genug ist, um zu bekennen dass dies nur durch Gottes Hilfe möglich ist umzusetzen, dann sehe ich gar nichts Verwerfliches daran. Solche bescheidenen Christen geben Gott dafür die Ehre, weil allein er es möglich macht.

John1955 hat geschrieben:Wenn Paulus lehrt, dass die zu Christus gehören, ihr Fleisch (also die gottfernen Eigenschaften und Verhaltensweisen in Gal. 5,19-21) gekreuzigt haben, ist es doch aus eigener Kraft, wohlverstanden nach Christi oder sinngleichen Vorgaben Paulus geschehen.


Ich könnte dir begründen weshalb es nicht aus eigener Kraft geschieht. Doch ich befürchte, dass solches für dich blosse Theorie bleibt. So sage ich dir: "Sei mutig und packe an!!"

John1955 hat geschrieben:Gott hilft allen willigen Jesusnachfolgern doch beim Wollen und Vollbringen. Sicher wird man immer mal wieder himmelseits getestet, wie ernst es wem mit dem Umsetzen Jesus Wegweisungen für wahres Christsein ist. Und da zeigt sich dann, ob der unselige Geist Gottes Widersacher überhaupt noch Einfluss hat oder ob er schon geflohen ist.


Hier die Originalaussage der Bibel in Philipper 2 Vers 13

Denn Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.

Da steht eben mehr, als die Aussage, dass Gott hilft. -- Nein, er bewirkt!!
So verstehe ich eben nicht, weshalb du noch die eigene Kraft ins Spiel bringst.

John1955 hat geschrieben:Das offenbar hier negativ behaftete Wort "Werksgerechtigkeit" in Zusammenhang mit sich nach Jesus Vorgaben verändern zu wollen, in Zusammenhang zu bringen, finde ich schon nachdenklich stimmend.


Ob etwas streben nach Werksgerechtigkeit ist oder nicht, das hängt von den Motiven ab. Eine wichtige Frage: Warum will ich mich zu einem Leben nach Jesu Vorgaben verändern?

Ein Kennzeichen von Werksgerechtigkeit ist Stolz. Schaue ich auf andere Menschen herab, die in meinen Augen weniger nach Jesu Vorgaben leben?

John1955 hat geschrieben:Wer in ihm ist soll auch leben wie er gelebt hat. Das geht ja wohl nicht wenn man auf dem Stühlchen sitzt und mit aufgeschlagener Bibel wartet bis Gott oder wer auch immer kommt und einem verändert. Das wird wohl hie und da so gelehrt, aber DAS ist von vornherein zum Scheitern verurteilt.


Ja, es ist so, dass Gott auf stetige Passivität nicht eingeht. Unsererseits muss die Bereitschaft da sein. Unsererseits muss auch die Willigkeit da sein. (Vielleicht ein Zeichen, dass Gott bereits zu wirken begonnen hat.) Es gibt auch Menschen die können nicht mehr wollen. (Depressionen) Trotzdem setzt sie Gott wieder in die Lage, dass sie wieder wollen können.

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