Karfreitag und Ostern

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: doro

Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Kimi » Do 12. Apr 2012, 07:30

@Richard :umarm:

@Columba

Columba hat geschrieben:Warum gelten Dir diese Zeugen in der Bibel nicht?

Weil sie nicht neutral sind.

Warum glaubst Du diesen Millionen und Millionen von Menschen nicht, die seit 2000 Jahren bezeugen, dass Ihnen dieser wahrhaftig Auferstandene Jesus Christus Kraft, Hilfe, Zuversicht, Heilung ... gegeben hat und immer noch gibt.

Ich glaube diesen Millionen Menschen (Christen), dass sie fest daran glauben, Kraft, Hilfe...usw. von ihrem Gott zu bekommen. Aber ebenso glaube ich anderen Millionen Menschen, die behaupten, ihre Kraft von ihrem Allah zu bekommen, oder anderen, die glauben, dass die Natur ihnen Kraft gibt usw. Das ist eine Kopfsache und wie man konditioniert ist. Dass ein vermeintlich Auferstandener allein dafür zuständig sein soll, kraft, Hilfe, Zuversicht usw. zu geben, glaube ich nicht.


Akzeptierst Du denn Zeugnisse von Menschen nicht, welche von ihren Herzenserfahrungen mit Jesus berichten?

Doch, ich glaube diesen Menschen. Ich stellte ihnen ihre Herzenserfahrungen mit meinem Beitrag auch nicht in Abrede. Daher stimmt auch das NICHT:

Das zeigt wenig Achtsamkeit vor den Erfahrenen der Mitmenschen.


Nur - wie achtsam seid ihr Christen eigentlich? Wie achtsam geht ihr mit den Fragen, Zweifeln und Gedanken anderer um? Wie groß ist Eure Toleranz den Anders- oder Nichtgläubigen gegenüber?

Grüße
Kimi
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Do 12. Apr 2012, 07:54

Kimi hat geschrieben:@Richard :umarm:

@Columba

Columba hat geschrieben:Warum gelten Dir diese Zeugen in der Bibel nicht?

Weil sie nicht neutral sind.

Gibt es überhaupt diese Neutralität, die Du suchst? Wer etwas gesehen hat, kann doch nie neutral sein. Das ist doch überall so. Jeder Mensch wird beeinflusst von Bildern, Klängen, Gerüchen, ect.


Grüße Columba
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Do 12. Apr 2012, 07:56

...auf die weiteren Punkte von Dir gehe ich gerne später noch eingehender ein.

Grüße Columba
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Do 12. Apr 2012, 10:40

Kimi hat geschrieben:
columba hat geschrieben:Das zeigt wenig Achtsamkeit vor den Erfahrenen der Mitmenschen.


Nur - wie achtsam seid ihr Christen eigentlich? Wie achtsam geht ihr mit den Fragen, Zweifeln und Gedanken anderer um? Wie groß ist Eure Toleranz den Anders- oder Nichtgläubigen gegenüber?


Aber da sind wir doch an einem anderen Punkt. Es geht nicht mehr um Karfreitag und Ostern sondern um die Anfrage an Christen, was die Wirkung dieses Auferstehungsglaubens ist auf das tägliche Leben und das Beziehungsnetz von Christen.

...und das sind tatsächlich Fragen, welche für Aussenstehende wichtiger sind als die Frage nach dem leeren Grab, oder nicht? Es sind nämlich existentielle Fragen ins jetztige Leben. Im Grunde genommen werden diese Fragen nicht beantwortet mit dem Hinweis auf Hieronymus und die Unglaubwürdigkeit der Auferstehungszeugen sondern einzig und allein durch die Glaubwürdigkeit der heutigen Christusbezeugungen. ...sonst wird vieles in den Diskussionen über Krafreitag und Ostern verhüllt - dies bei vielen Christen UND Nichtchristen.

Bei der Glaubwürdigkeit von Karfreitag und Ostern ist es von christlicher Seite wichtig zu realisieren, dass immer auch Weihnachten, Auffahrt und Pfingsten hineinspielt. Wenn Bonhoeffer von einem Gott spricht, der uns verlässt (gemäss Marlus-Evangelium) hat das sehr viel für sich. Nicht mehr nur die Jünger bezeugen die Auferstehung sondern auch wir, die wir uns Christen nennen, und die als Beistand den Heiligen Geist nachpfingstlich empfangen haben. Diese Bezeugung kann halt nur im praktischen Leben realisiert werden.


Grüsse Columba
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Kimi » Do 12. Apr 2012, 13:58

Columba hat geschrieben:Gibt es überhaupt diese Neutralität, die Du suchst?


Sage mir, Columba, mal ganz unabhängig von den Zeugen, seien sie neutral oder nicht, sage mir bitte einen Grund dafür, warum mir ein "Auferstandener" irgendetwas bedeuten sollte, der DIESEN Gott:

"Wohl dem, der deine Kinder packt und sie am Felsen zerschmettert." (Ps 137,9)

seinen Vater nennt?
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Do 12. Apr 2012, 14:25

Lies doch mal den ganzen Psalm und fühle Dich in die zu Grunde liegende Situation ein. Vermutlich kommst Du dann selber zu einer Antwort.

...aber einmal mehr, die Frage dahinter steht nicht direkt im Zusammenhang mit dem Thema. Dir geht es doch um aktuelle persönliche Glaubensfragen, die das Jetzt betreffen?


Grüße Columba
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon lionne » So 15. Apr 2012, 09:39

Ganz speziell für Mary
(und alle Geschwister der orthodoxen Kirche) zum heutigen Osterfest:
Christos voskrese - radost donese!

http://www.youtube.com/watch?v=iuczNQonTXQ
Gruss lionne
:praise: :jump:
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 12:11

lionne hat geschrieben:Ganz speziell für Mary
(und alle Geschwister der orthodoxen Kirche) zum heutigen Osterfest:
Christos voskrese - radost donese!

http://www.youtube.com/watch?v=iuczNQonTXQ
Gruss lionne
:praise: :jump:


Voistinnu voskrese!

Er istwahrhaft auferstanden!

Danke liebe Lionne fürs Drandenken und den lieben Gruss.
Mary, heute glücklich und SEHR müde nach durchbeteter Nacht ;)
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Gnu » So 15. Apr 2012, 16:23

Mariette M. hat geschrieben: Mary, heute glücklich und SEHR müde nach durchbeteter Nacht ;)

:applause:

Müsst ihr das oder weshalb ist das so?
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 20:30

Gnu hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben: Mary, heute glücklich und SEHR müde nach durchbeteter Nacht ;)

:applause:

Müsst ihr das oder weshalb ist das so?


Also ok.... :D eigentlich ging das Beten nur von halb zehn Uhr abends bis morgens halb drei :)) . Zuerst eine Ostervigil und dann ab Mitternacht die Göttliche Liturgie.

Nein, müssen müssen wir garnichts, ist alles freiwillig und akrobat schöööööön.

Dem Fleische nach entschlafen wie ein Toter, bist Du auferstanden, König und Herr, nach drei Tagen, nachdem Du Adam aus der Verwesung erweckt und den Tod abgeschafft hast. O Pas'cha der Unverweslichkeit und der Welt Erlösung.
Exapostolarion im Morgenamt

Auferstehungstag! Lasset uns licht werden durch das Fest und einander umarmen. Lasset uns auch zu denen "Brüder" sagen, die uns hassen, vergeben wir alles um der Auferstehung willen und rufen aus: Christus ist auferstanden von den Toten, durch den Tod hat er den Tod zerstört, und denen in den Gräbern das Leben geschenkt.
Idiomelon im Morgenamt

Christus ist auferstanden
Mary
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Gnu » So 15. Apr 2012, 20:35

Mariette M. hat geschrieben: Dem Fleische nach entschlafen wie ein Toter, bist Du auferstanden, König und Herr, nach drei Tagen, nachdem Du Adam aus der Verwesung erweckt und den Tod abgeschafft hast. O Pas'cha der Unverweslichkeit und der Welt Erlösung.
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Hat Jashua Adam aus der Verwesung erweckt?
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » So 15. Apr 2012, 21:30

Gnu hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben: Dem Fleische nach entschlafen wie ein Toter, bist Du auferstanden, König und Herr, nach drei Tagen, nachdem Du Adam aus der Verwesung erweckt und den Tod abgeschafft hast. O Pas'cha der Unverweslichkeit und der Welt Erlösung.
Exapostolarion im Morgenamt

Hat Jashua Adam aus der Verwesung erweckt?


Gewiss.

Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.

1 Kor 15,45
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Cool » Mo 16. Apr 2012, 05:35

Mariette M. hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben: Dem Fleische nach entschlafen wie ein Toter, bist Du auferstanden, König und Herr, nach drei Tagen, nachdem Du Adam aus der Verwesung erweckt und den Tod abgeschafft hast. O Pas'cha der Unverweslichkeit und der Welt Erlösung.
Exapostolarion im Morgenamt

Hat Jashua Adam aus der Verwesung erweckt?


Gewiss.

Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen« (1.Mose 2,7), und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht.

1 Kor 15,45


Ich kann deine angebliche Begründung nicht nachvollziehen.

Apg 2,27.31 Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen und nicht zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung sehe. [...] hat er's (David) vorausgesehen und von der Auferstehung des Christus gesagt: Er ist nicht dem Tod überlassen, und sein Leib hat die Verwesung nicht gesehen.

Auf alle anderen trifft dieses aber aller Regel nach zu, das sobald sie dem Tod überlassen sind, also sterben, das sie dann auch die Verwesung sehen.

Apg 13,37 Der aber, den Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.

Auf Christus, den Heiligen Gottes trifft dieses bezeugt nicht zu.

Oder willst du zusätzlich sagen, das der erste Mensch nicht mehr im Tod, also in der Verwesung ist?

Wenn ja, wo wird von seiner Auferstehung berichtet?

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » Mo 16. Apr 2012, 19:22

Cool hat geschrieben:
Oder willst du zusätzlich sagen, das der erste Mensch nicht mehr im Tod, also in der Verwesung ist?

Wenn ja, wo wird von seiner Auferstehung berichtet?

Echt Cool


Ja, der erste Mensch ist nicht mehr im Tod.

Schau auch hier:
Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.
...
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.
Joh 5,21 und 25

Wann ist das geschehen, dass die Gerechten des Alten Bundes aus den Gräbern heraufgeholt wurden?
19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
1 Petrus 3,19

und auch hier
50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Mt 27,50

((und dann natürlich berichtet man das in der christlichen Tradition ;) siehe Bild. Christus zieht Adam und Eva aus den Gräbern))
http://www.ukrainian-church.de/bilder/ikone_aufersthung.jpg

Lg Mariette
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Cool » Di 17. Apr 2012, 07:16

Mariette M. hat geschrieben:
Cool hat geschrieben:
Oder willst du zusätzlich sagen, das der erste Mensch nicht mehr im Tod, also in der Verwesung ist?

Wenn ja, wo wird von seiner Auferstehung berichtet?

Echt Cool


Ja, der erste Mensch ist nicht mehr im Tod.


Das ist eine Vermutung, die stimmen kann, aber nicht stimmen muß.

Mt 27,52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf.

Da steht viele und das bedeutet nun einmal nicht alle. Somit ist es reine Spekulation, wer von den Heiligen Gottes auferstanden ist und wer nicht.

Mariette M. hat geschrieben:Schau auch hier:
Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.
...
25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.
Joh 5,21 und 25


Dazu solltest du zum rechten Verständnis Vers 28 und 29 lesen:

Wundert euch darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
und hervorkommen werden;
die das Gute getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse verübt haben zur Auferstehung des Gerichts.

Vers 25: '... Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.'

Dieses 'und ist schon jetzt', das gibt die Grundlage für das Zukünftige vor. Die Auferstehung Jesu, der Sieg über den Tod ermöglicht es, das die Toten hören und leben werden und zwar bei seiner Wiederkunft.

Mariette M. hat geschrieben:Wann ist das geschehen, dass die Gerechten des Alten Bundes aus den Gräbern heraufgeholt wurden?
19 In ihm ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,
1 Petrus 3,19


Also von einer Heraufholung lese ich dort rein garnicht, zumal der Text aus Petrus 3 im Zusammenhang gelesen etwas gänzlich anderes schildert.


Mariette M. hat geschrieben:und auch hier
50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.
51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.
52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf
53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
Mt 27,50


Diese vorgezogene Gnadenauferstehung steht nur als Zeugnis dafür da, das Jesus wirklich das vollbracht hat, wozu er auf diese Erde gekommen ist

Auch mußt du dieses 'viele Leiber' in der richtigen Relation sehen, denn wären es in der Anzahl aller bis dahin je gelebten Heiligen Gottes viele gewesen, dann wäre auf einen Schlag in Jerusalem und im weiten Umfeld mehr Auferstandene gewesen, wie Jerusalem damals Einwohner hatte.

Zumal auch von denen den die Auferstandenen erschienen sind von vielen gesprochen wird: '... und erschienen vielen.

Man muß also diese 'viele/n' mit einer gewissen Vorsicht betrachten.

Mariette M. hat geschrieben:((und dann natürlich berichtet man das in der christlichen Tradition ;) siehe Bild. Christus zieht Adam und Eva aus den Gräbern))
http://www.ukrainian-church.de/bilder/ikone_aufersthung.jpg

Lg Mariette


Diese sogenannte christliche Tradition hat ja nur ein Bild von dem erstellt, welche auf deine gemachten Erklärungen beruhen, wenn dem denn so ist, das der Maler dieses zum Ausdruck bringen wollte. Aber ich denke eher, das der Maler ein Bild von der Wiederkunft Jesu zeigt und die Erlösten um ihn herum sind. Somit wäre diese Ikone kein Beweis für deine Aussagen.

Dan 12,13 'Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!'

Daniel selbst ist bei dieser Heiligenauferstehung damals nicht mit auferstanden, obwohl er einer der größten Propheten Gottes war und der HERR ihm praktisch die ganze Weltgeschichte offenbart hat, denn Daniel ruht bis zu dem Tag an dem Jesus in den Wolken wiederkommt in seinem Grab. Gott hat es so zu ihm gesagt: '... bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!'

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » Di 17. Apr 2012, 15:31

Cool hat geschrieben: und ist schon jetzt


Das "und ist schon jetzt" zeigt auf, dass bei Gott die Zeit aufgehoben ist. Es ist schon jetzt und gleichzeitig kommend.
Während der Anaphora der Göttlichen Liturgie preisen wir die zweite Wiederkunft des Herrn so, als sei sie schon geschehen. In der Liturgie vereinen wir uns mit dem immerwährenden himmlischen Gottesdienst. Das Jetzt und das Kommende verweben sich ineinander.

Cool hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:((und dann natürlich berichtet man das in der christlichen Tradition ;) siehe Bild. Christus zieht Adam und Eva aus den Gräbern))
http://www.ukrainian-church.de/bilder/ikone_aufersthung.jpg

Lg Mariette


Diese sogenannte christliche Tradition hat ja nur ein Bild von dem erstellt, welche auf deine gemachten Erklärungen beruhen, wenn dem denn so ist, das der Maler dieses zum Ausdruck bringen wollte. Aber ich denke eher, das der Maler ein Bild von der Wiederkunft Jesu zeigt und die Erlösten um ihn herum sind.


Nope, das hat der "Maler" nicht darstellen wollen.

Ikonen sind Bilder, die nach sehr genauen Regeln geschrieben werden. Sie sind quasi bildgewordene Theologie und derjenige, der sie anfertigt, hat keine künstlerischen Freiheiten. Diese Ikone heisst "Anastasis" und es ist DIE Osterikone der orthodoxen Kirche.
Neben Adam und Eva, die von Christus direkt aus den Särgen emporgezogen werden, muss diese Ikone zwingend König Salomo zeigen (-> Tempel), dann König David (als Ahne Jesu) und meist den Vorläufer Johannes. Hinter Eva wird meist noch Abel dargestellt, als erster der Gestorbenen und Gerechten (der Jüngling mit Hirtenstab) Weitere Gerechte des alten Bundes können fakultativ drauf sein.

Diese Ikone stellt also genau das dar, was ich sagte: Den Glauben, dass Christus während seiner Grabesruhe den Toten im Hades gepredigt hat und dass er die Tore der Hölle zerbrach und die Gerechten des Alten Bundes heraufholte.

Lg Mary
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Cool » Mi 18. Apr 2012, 04:41

Mariette M. hat geschrieben:
Cool hat geschrieben: und ist schon jetzt


Das "und ist schon jetzt" zeigt auf, dass bei Gott die Zeit aufgehoben ist. Es ist schon jetzt und gleichzeitig kommend.
Während der Anaphora der Göttlichen Liturgie preisen wir die zweite Wiederkunft des Herrn so, als sei sie schon geschehen. In der Liturgie vereinen wir uns mit dem immerwährenden himmlischen Gottesdienst. Das Jetzt und das Kommende verweben sich ineinander.


Das wäre dann aber etwas was in der nicht Bibel geschrieben steht, sondern geht sogar dahin das man dieses klar als Irrlehre bezeichnen könnte.

1. Das Ende der Zeit ist noch nicht gekommen in der Form, das Christus das zweite mal wiedergekommen ist. Die zweite Wiederkunft steht noch aus und ist nicht schon jetzt.

Mt 24,23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Da!, so sollt ihr's nicht glauben.

Und wenn dieses 'und ist schon jetzt' noch nicht erreicht ist in der sichtbaren Wiederkunft des Herrn, dann dürfen wir diese auch noch nicht feiern, als sei sie schon geschehen.

2. Kann man sich hier auf Erden nicht mit dem himmlischen Gottesdienst vereinigen, denn dadurch nimmt man Christus das Hoheitsrecht weg, das da wo zwei oder drei zusammen sind in seinem Namen, das er da mitten unter ihnen sein will. Nicht wir entscheiden wo er anwesend zu sein hat, er entscheidet.

Außerdem verstößt man mit dieser Herunterholung des himmlischen Gottesdienstes auf Erden gegen Eph 5,5

'Denn dies sollt ihr wissen und erkennen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger - er ist ein Götzendiener - ein Erbteil hat in dem Reich Christi und Gottes.'

Tut man es dennoch, dann behauptet man damit das kein Teilnehmer an diesem Gottesdienst unerlöst ist, ja das es sich bei ihnen nur um reine und geheiligte Menschen handelt. Man nimmt also Gott das Urteil über die Erlösung vorweg, wenn man jeden Anwesenden im Gottesdienst in den himmlischen Gottesdienst mit einbindet.

Mariette M. hat geschrieben:
Cool hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:((und dann natürlich berichtet man das in der christlichen Tradition ;) siehe Bild. Christus zieht Adam und Eva aus den Gräbern))
http://www.ukrainian-church.de/bilder/ikone_aufersthung.jpg

Lg Mariette


Diese sogenannte christliche Tradition hat ja nur ein Bild von dem erstellt, welche auf deine gemachten Erklärungen beruhen, wenn dem denn so ist, das der Maler dieses zum Ausdruck bringen wollte. Aber ich denke eher, das der Maler ein Bild von der Wiederkunft Jesu zeigt und die Erlösten um ihn herum sind.


Nope, das hat der "Maler" nicht darstellen wollen.

Ikonen sind Bilder, die nach sehr genauen Regeln geschrieben werden. Sie sind quasi bildgewordene Theologie und derjenige, der sie anfertigt, hat keine künstlerischen Freiheiten. Diese Ikone heisst "Anastasis" und es ist DIE Osterikone der orthodoxen Kirche.
Neben Adam und Eva, die von Christus direkt aus den Särgen emporgezogen werden, muss diese Ikone zwingend König Salomo zeigen (-> Tempel), dann König David (als Ahne Jesu) und meist den Vorläufer Johannes. Hinter Eva wird meist noch Abel dargestellt, als erster der Gestorbenen und Gerechten (der Jüngling mit Hirtenstab) Weitere Gerechte des alten Bundes können fakultativ drauf sein.


Gut, wenn die Ikone dieses als Tatsachenbericht darstellt, dann stellt auch sie eine unbiblische Begebenheit da, weil dieses eben noch nicht geschehen ist.

Joh 11,24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.

Der letzte Tag ist noch nicht gekommen, er steht noch aus und somit auch die Auferstehung.

2.Tim 2,16-18

16 Die unheiligen, leeren Geschwätze aber vermeide! Denn sie werden zu weiterer Gottlosigkeit fortschreiten,
17 und ihr Wort wird um sich fressen wie Krebs. Dazu gehören Hymenäus und Philetus,
18 die von der Wahrheit abgeirrt sind, indem sie sagen, dass die Auferstehung schon geschehen sei, und den Glauben mancher zerstören.'

Die orthodoxen Kirche hat also eine Lehre von Hymenäus und Philetus in ihre Liturgie übernommen, denn genau das wird ja wie von dir geschildert gelehrt.

Und die Aussage: '... und ihr Wort wird um sich fressen wie Krebs ...' hätte sich damit als prophetisches Wort erfüllt.

Mariette M. hat geschrieben:Diese Ikone stellt also genau das dar, was ich sagte: Den Glauben, dass Christus während seiner Grabesruhe den Toten im Hades gepredigt hat und dass er die Tore der Hölle zerbrach und die Gerechten des Alten Bundes heraufholte.

Lg Mary


Jesus hat zwar durch den Umstand seines Todes die Tore der Hölle zerbrochen, aber er hat in seinem Tod keine Totenpredigt gehalten, denn sein Geist war nicht im Tod, sondern beim himmlischen Vater.

Lk 23,46 'Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er.'

Diesen Geist bekam Jesus nach drei Tagen Grabesruhe von seinem himmlischen Vater wieder. Wenn also der Geist Jesu in des Vaters Obhut war, dann kann dieser nicht gleichzeitig in der Hölle den Toten gepredigt haben.

Außerdem würde das ja bedeuten, das Jesus mit ihnen schon das Hochzeitmahl des Lammes einnehmen würde, aber auch dieses steht noch aus und ist zukünftig wie das Wort Gottes lehrt.

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Mi 18. Apr 2012, 08:01

Cool hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:
Cool hat geschrieben: und ist schon jetzt


Das "und ist schon jetzt" zeigt auf, dass bei Gott die Zeit aufgehoben ist. Es ist schon jetzt und gleichzeitig kommend.
Während der Anaphora der Göttlichen Liturgie preisen wir die zweite Wiederkunft des Herrn so, als sei sie schon geschehen. In der Liturgie vereinen wir uns mit dem immerwährenden himmlischen Gottesdienst. Das Jetzt und das Kommende verweben sich ineinander.


Das wäre dann aber etwas was in der nicht Bibel geschrieben steht, sondern geht sogar dahin das man dieses klar als Irrlehre bezeichnen könnte.

1. Das Ende der Zeit ist noch nicht gekommen in der Form, das Christus das zweite mal wiedergekommen ist. Die zweite Wiederkunft steht noch aus und ist nicht schon jetzt.

Mt 24,23 Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Da!, so sollt ihr's nicht glauben.

Und wenn dieses 'und ist schon jetzt' noch nicht erreicht ist in der sichtbaren Wiederkunft des Herrn, dann dürfen wir diese auch noch nicht feiern, als sei sie schon geschehen.


Doch, Marietta, hat schon recht! Das Gegenwärtige und das Zukünftige ist verwoben in der Bibel und darf nicht einfach als getrennt verstanden werden:

    Markus 1,14 Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
"Die Zeit ist erfüllt und das Reich ist herbeigekommen" zeigt deutlich dieses "noch nicht aber schon" auf. Dies wird auch hier gezeigt:

    Lukas 2,4 Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.


Nochmals zeigt sich hier, dass mit Weihnachen für Christen etwas geschehen ist, was gegenwärtig ist und gleichzeitig in die Zukunft weist. Deshalb kann Jesus als Vorgriff auf Ostern Marta antworten:

    Johannes 11,24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird - bei der Auferstehung am Jüngsten Tage. 25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; 26 und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das?

Das jetzt schon begonnene und später zum Abschluss kommende Friedensreich hat Christen jetzt schon verändert in die neue Kreatur. Dies darf doch gefeiert werden. Fällt diese Verknüpfung von Gegenwart und Zukunft weg, dann führt die Botschaft Jesu nur zu einer äusserlichen Ethik und der Glauben wird ebenfalls äusserlich im Sinne von landläufigen "Ich glaube, bin aber nicht sicher". Das wollte ja gerade Luther wieder verhindern, dass der Glauben oberflächlich wird. Der Glauben bringt eben eine ganz neue Wirklichkeit im Jetzt eine ganz neue Qualität, die jetzt schon als etwas Endgültiges da ist. Dies sollte man eben im Leben der Christen auch sehen.

Diese neue letzte Wirklichkeit ist mit Weihnachten in die Welt gekommen und hat sich an Ostern allen endgültig offenbart:

    Markus 15,39 Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!


Ostern zeigt also auch auf, dass das "Allerheiligste" sichtbar und erkennbar ist. Der Vorhang ist aufgerissen - jetzt schon. Aber Ostern und Nachostern zeigt auch auf, dass noch nicht alles vollendet ist. Das neue Jesusalem ist hier und jetzt auf Erden noch nicht verwirklicht. Es ist eben keine Irrlehre, wenn die Gegenwart und Zukunft ganz konkret verknüpft wird - im Gegenteil, die Trennung ist fragwürdig, denn sie führt nicht zum Reich Gottes sondern zu einem trostlosen "alles geht bergab" Kulturpessimismus.

So wird doch die Osterbotschaft echt cool?



Grüße Columba
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Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in acht;
So ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht.

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Cool » Mi 18. Apr 2012, 09:50

Columba hat geschrieben:Doch, Marietta, hat schon recht! Das Gegenwärtige und das Zukünftige ist verwoben in der Bibel und darf nicht einfach als getrennt verstanden werden:

    Markus 1,14 Nachdem aber Johannes gefangen gesetzt war, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes 15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!
"Die Zeit ist erfüllt und das Reich ist herbeigekommen" zeigt deutlich dieses "noch nicht aber schon" auf. Dies wird auch hier gezeigt:


Warum läßt du ein Wort in Vers 15 aus?

15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich* Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Echt Cool

* oder: die Königsherrschaft

PS: Übrigens geht es nicht um den Inhalt der Oster- bzw. Weihnachtsbotschaft, das sollte man eigentlich schon erkennen können.
Viele Wege führen nach Rom - aber nur ein Weg in den Himmel!
"Wer sagt: ..." (1.Johannes 2,4)
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Columba » Mi 18. Apr 2012, 10:35

Cool hat geschrieben:Warum läßt du ein Wort in Vers 15 aus?

15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich* Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Echt Cool

* oder: die Königsherrschaft

PS: Übrigens geht es nicht um den Inhalt der Oster- bzw. Weihnachtsbotschaft, das sollte man eigentlich schon erkennen können.


Ich lasse nichts aus, es sind verschiedene Übersetzungen! Deutlich wird aber, dass diese Zeit erfüllt ist. Dieses Reich leuchtet schon in diese Welt herein und wirkt, aber ist noch nicht ganz da. Das siehst Du auch im Johannes Prolog:

    12 Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, 13 die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.

Ich hoffe jedenfalls, dass aus Dir auch etwas vom neuen Reich aufleuchtet, indem es Dich (mit Christus in Dir) verändert hat.

Natürlich hat es die Osterbotschaft etwas mit Weihnachten zu tun! Ohne Weihnachten kannst Du keine Ostern haben. ...und umgekehrt ohne Ostern ist die Weihnacht auch hinfällig. Deshalb muss man doch beides betrachten. *

Gerade die lineare Interpretation der Heilsgeschichte ist fragwürdig. Dieses "anfangs - früher - heute - später - letzten Endes" geht eben in der Frohen Botschaft nicht auf **, wie man auch in der Frage nach der Parusieverzögerung bei Paulus sehen kann.

Das was die Reformation mit Worten ausgedrückt hat, sieht man in den Ikonen der orthodoxen Kirche. Ikonen sind auch eigentlich "Übersetzungen" der Bibel in Bilder. In der Symbolik wird die Frohe Botschaft sehr exakt aufgezeigt. Dazu ist natürlich diese Symbolsprache zu lernen - nicht ganz so einfach in der heutigen Zeit.



Grüsse Columba


* Das ist ja die Gefahr der Verse-Pickerei-Theologie! Sie schaut nicht auf den ganzen Zusammenhang der Bibel, sondern will vom Einzelvers ausgehen, auch die Betonung eines Wortes bringt es nicht, wenn nicht die ganze Frohe Botschaft GLEICHZEITIG AUCH betrachtet wird. Insofern hatte Luther recht, dass sich die Bibel selbst auslegt: Wohl gemerkt die Bibel und nicht der einzelne Vers!

** In Offenbarung 12 (die Frau und der Drachen) sieht man auch wie Weihnachten, Kreuz und Auferstehung ineinander verwoben werden.
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Mariette M. » Mi 18. Apr 2012, 19:56

Cool hat geschrieben:Das wäre dann aber etwas was in der nicht Bibel geschrieben steht, sondern geht sogar dahin das man dieses klar als Irrlehre bezeichnen könnte.


Das darfst Du gerne tun. Du hast allerdings nicht wirklich verstanden, worum es ging..

Cool hat geschrieben:1. Das Ende der Zeit ist noch nicht gekommen in der Form, das Christus das zweite mal wiedergekommen ist. Die zweite Wiederkunft steht noch aus und ist nicht schon jetzt.

Ja, unwidersprochen.

Cool hat geschrieben:Und wenn dieses 'und ist schon jetzt' noch nicht erreicht ist in der sichtbaren Wiederkunft des Herrn, dann dürfen wir diese auch noch nicht feiern, als sei sie schon geschehen.

Doch, das dürfen wir. Denn wir WISSEN, dass es kommen wird und deshalb dürfen wir es auch jetzt schon preisen und feiern.

Cool hat geschrieben:2. Kann man sich hier auf Erden nicht mit dem himmlischen Gottesdienst vereinigen, denn dadurch nimmt man Christus das Hoheitsrecht weg, das da wo zwei oder drei zusammen sind in seinem Namen, das er da mitten unter ihnen sein will. Nicht wir entscheiden wo er anwesend zu sein hat, er entscheidet.

Ja, Christus entscheidet das.
Wenn wir uns zur Göttlichen Liturgie versammeln, dann tun wir das in Seinem Auftrag und Er selbst hat uns zugesichert, bei uns zu sein. Da wo zwei oder drei beten... und da, wo Er in der Eucharistie gegenwärtig ist.

Cool hat geschrieben:Außerdem verstößt man mit dieser Herunterholung des himmlischen Gottesdienstes auf Erden gegen Eph 5,5

Wer sagt denn, dass wir den Gottesdienst herunterholen?
Wir werden mit hinaufgenommen.

Cool hat geschrieben:Gut, wenn die Ikone dieses als Tatsachenbericht darstellt, dann stellt auch sie eine unbiblische Begebenheit da, weil dieses eben noch nicht geschehen ist.

Doch, das ist schon geschehen. Die Bibelstelle dazu habe ich genannt. Dass Du diese anders lesen willst, dafür kann ich nichts. Christus holt aber da nur die herauf, die im ALTEN BUND gestorben sind!

Cool hat geschrieben:Joh 11,24 Marta spricht zu ihm: Ich weiß, dass er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tag.

Ja, klar, wir warten alle auf die Auferstehung am letzten Tag.

Cool hat geschrieben:Der letzte Tag ist noch nicht gekommen, er steht noch aus und somit auch die Auferstehung.

Ja, die leibliche Aufestehung und das Endgericht stehen noch aus.

Cool hat geschrieben:Die orthodoxen Kirche hat also eine Lehre von Hymenäus und Philetus in ihre Liturgie übernommen, denn genau das wird ja wie von dir geschildert gelehrt.

Quark.
Willst Du etwa behaupten, die Kirche kennt ihre eigene Bibel nicht und tut die Fehler, die dort beschrieben sind? Tz tz tz,... ;)

Cool hat geschrieben:Jesus hat zwar durch den Umstand seines Todes die Tore der Hölle zerbrochen, aber er hat in seinem Tod keine Totenpredigt gehalten, denn sein Geist war nicht im Tod, sondern beim himmlischen Vater.


Cool hat geschrieben:Diesen Geist bekam Jesus nach drei Tagen Grabesruhe von seinem himmlischen Vater wieder. Wenn also der Geist Jesu in des Vaters Obhut war, dann kann dieser nicht gleichzeitig in der Hölle den Toten gepredigt haben.


Ist Christus denn für Dich nicht Gott?

Wir singen folgenden Tropar darüber:
"Mit dem Leibe warst Du im Grab, mit der Seele im Hades als Gott, warst im Paradies mit dem Räuber, auf dem Throne, Christus, mit dem Vater und Geist, alles erfüllend, unumgrenzt.

(Ich finde diesen Hymnus herrlich. Nenn ihn meinetwegen unbiblisch, wenn Du willst)

Cool hat geschrieben:Außerdem würde das ja bedeuten, das Jesus mit ihnen schon das Hochzeitmahl des Lammes einnehmen würde, aber auch dieses steht noch aus und ist zukünftig wie das Wort Gottes lehrt.

Zu dieser Gleichzeitigkeit die nicht mehr an eine Abfolge der hiesigen Zeit gebunden ist, hat Dir Columba schon sehr schön geschrieben!

Danke, Täubchen, dafür!! Du verstehst, wie ich es meine!

Christus ist auferstanden
Mary
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Thelonious » So 31. Mär 2013, 07:38

DER HERR IST AUFERSTANDEN, ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN! HALLELUJA!
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon lionne » So 31. Mär 2013, 09:17

An dem ersten Wochentag aber, ganz in der Frühe, kamen sie zu der Gruft und brachten die wohlriechenden Öle, die sie bereitet hatten. Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewälzt; und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus nicht. Und es geschah, als sie darüber in Verlegenheit waren, siehe, da standen zwei Männer in strahlendem Gewand bei ihnen. Als sie aber von Furcht erfüllt wurden und das Gesicht zur Erde neigten, sprachen sie zu ihnen: Was sucht ihr den Lebenden unter den Toten? 6 Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Gedenkt daran, wie er zu euch geredet hat, als er noch in Galiläa war ... (Lukas 24,1-6).
Christus ist auferstanden, Er ist wahrhaftig auferstanden! Hallalujah!
Er lebt. Er lebt in alle Ewigkeit....
http://www.youtube.com/watch?v=E2KNvuscKRA
Frohe Ostern!

LG lionne
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Segler » Mo 1. Apr 2013, 16:03

Golgatha

Ich lebte frei, tat nur was mir behagte
und merkte kaum, dass mich ´ne Sünde plagte,
doch als ich sah, was Du für mich erlitten,
ging ich den Weg hinauf nach Golgatha.

Du, Jesus bist das wahre Lebenswasser,
du bist das Brot, das meinen Hunger stillt.
Du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt,
du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt.

Wie oft schon weinte ich gar bittre Tränen,
ich konnte Deine Wege nicht verstehen.
Du schienst mir weit entfernt von meinem Kummer,
bis ich Dich sah am Kreuz auf Golgatha.

Du, Jesus bist das wahre Lebenswasser,
du bist das Brot, das meinen Hunger stillt.
Du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt,
du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt.

Was ich zuvor als Frieden hab empfunden,
das heilt nicht mal die allerkleinsten Wunden
Dein Friede füllt mein Sehnen und mein Denken
Ich ruh bei Dir, beim Kreuz auf Golgatha.

Du, Jesus bist das wahre Lebenswasser,
du bist das Brot, das meinen Hunger stillt.
Du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt,
du bist das Licht, das meinen Pfad erleuchtet,
bist selbst der Weg, der mich zum Vater bringt.

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Thelonious » Mo 1. Apr 2013, 19:51

Hallo Segler,

vielen Dank für das Einstellen dieses Gedichtes! Oder handelt es sich evtl. um einen Liedtext!

Ich wollte Dir auch noch ein herzliches Willkommen zurufen. Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast!

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Segler » Do 4. Apr 2013, 11:12

Danek für die nette Begrüßung.

Ja, Thelo, Du hast es erraten: es ist ein Lied. Es entstand ganz langsam, über etliche Zeit. Den Chorus hatte ich in Wort und Melodie schon länger. Nachdem ich gerade deswegen längere Zeit Gott in den Ohren lag, konnte ich Melodie und Worte aufschreiben: der Text passte in die Melodie und diese zum längst erstellten Chorus...
Leider ist mein Notenschreibprogramm ausgesteigen. (war ja auch museeumsreif...) So kann ich hier nur den Tet einstellen.

Willy (Segler)
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Bernhard » Fr 18. Apr 2014, 07:52

Die Bedeutung von Karfreitag wurde mir erst richtig bewusst, nachdem ich das stellvertretende Opfer von Jesus Christus für mich persönlich annahm.
Gott, der den ersten Menschen das Todesurteil für ihren Ungehorsam gab, wurde in Jesus Christus Mensch, und nahm das Todesurteil, das auf alle Menschen kam, auf sich. Seit dem Tod und der Auferstehung von Jesus Christus muss kein Mensch mehr verloren gehen.
Gott nimmt alle an die zu ihm kommt, weil er alle Menschen liebt. «Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht. (Johannes Kapitel 3 Vers 16).
Die Liebe Gottes hat mich berührt und ermutigt Jesus Christus als meinen Erlöser und Herrn anzunehmen und nach seinem Willen zu leben.
Was bedeutet dir die Liebe Gottes?
Ich sehe mir gerne die mutmachenden Berichte von www.hofmithimmel.de an.
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon kingschild » Sa 19. Apr 2014, 13:49

Bernhard hat geschrieben:Was bedeutet dir die Liebe Gottes?


Ohne seine Liebe wäre ich tot. Ohne seine Liebe wäre ich gefangen. Ohne seine Liebe wäre ich verloren.

Ohne sein Tod und seine Auferstehung, wäre ich somit heute nicht hier.

Somit verdanke ich seiner Liebe alles was ich heute habe und morgen haben werde. Das Leben das ewig bleibt, der Hunger und der Durst welcher gestillt ist für die Ewigkeit. Die Dunkelheit die mich gefangen hielt, war schwächer als seine Liebe die mich befreite.

Kurz gesagt, seine Liebe bedeutet mir alles, denn ohne diese wäre ich nichts.

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon onThePath » Mo 21. Apr 2014, 10:59

Ich bin gerade in Jerusalem , wo viele Christen gerade zu ostern sein wollen.
allerdings haben alle dieses jahr zur selben zeit ostern und das gedraenge in der grabeskirche ist gross.
zum glueck haben wir einen ruhigen ort, wir wohnen in einem haus mittenendrin in der altstadt.


frohe ostern aus jerusalem
otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon kingschild » Mo 21. Apr 2014, 14:04

onThePath hat geschrieben:Ich bin gerade in Jerusalem , wo viele Christen gerade zu ostern sein wollen.
allerdings haben alle dieses jahr zur selben zeit ostern und das gedraenge in der grabeskirche ist gross.
zum glueck haben wir einen ruhigen ort, wir wohnen in einem haus mittenendrin in der altstadt.


frohe ostern aus jerusalem
otp


Wünsche ich Dir auch oTp. Geniesse die Zeit und schau Dir mal das Garden Tomb an. Vielleicht ist dort ein wenig mehr Platz. Du findest es ausserhalb des Damasukus Tores, dies zu passieren ist bei Gedränge zwar das schlimmste aber wenn Du raus bist gibts vielleicht ein wenig Luft.

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon onThePath » Di 22. Apr 2014, 10:56

Danke,
Und der trubel lichtet sich allmählich.

karfreitag harrten wir mit den syr-orh von 23uhr bis 6uhr in der kirche aus
innerlich zur ruhe kommen ist schwer, zumal es auch um unsere begleiter geht, dir wir nicht so oft sonst sehen.
aber ich freue mich mit dem himmel und allen menschen ueber jesu sieg.

lg otp
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Bernhard » Fr 3. Apr 2015, 07:35

Ich wünsche allen einen besinnlichen Karfreitag.

Sein Anspruch, der Sohn Gottes zu sein und der einzige Weg, der zu Gott führt, war vielen zu viel. Sie machten ihm mit falschen Zeugen den Prozess. Er bekam die Todesstrafe. Er hing am Kreuz zwischen zwei Verbrechern, die jetzt nur noch fluchen oder beten konnten.

Da betete einer: "Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst." Ein Mörder bittet in letzter Minute um Aufnahme ins Reich Gottes. Und Jesus nimmt ihn auf. "Heute wirst du mit mir im Paradies sein." Dieser Mann ist der erste, der durch das Kreuz gerettet wurde. Er starb in Frieden.

Der auf der anderen Seite starb mit einer Lästerung, obwohl er direkt neben Jesus hing. Das Kreuz trennt die Menschen haarscharf in Gläubige und Ungläubige, Gerettete und Verlorene.

Jesus ist gekommen, um die Verlorenen zu retten. Keiner ist für ihn zu schlecht. Egal, wie tief einer gefallen ist - die Liebe von Jesus reicht bis in die untersten Tiefen menschlicher Schuld.

Jesus, der sogar für seine eigenen Mörder um Vergebung bat, vergibt jedem, der ihn darum bittet. Die Bibel sagt: "Wer den Namen des Herrn anruft, soll gerettet werden" (Apostelgeschichte 2,21.

Am Kreuz hat Jesus die Strafe auf sich genommen, die eigentlich uns als die Schuldigen hätte treffen müssen. Wer sich unter das Kreuz von Jesus stellt, ist vor dem Strafgericht Gottes sicher und gerettet.
Ich sehe mir gerne die mutmachenden Berichte von www.hofmithimmel.de an.
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Pilgrim » Fr 3. Apr 2015, 17:01

Bernhard hat geschrieben:Ich wünsche allen einen besinnlichen Karfreitag.

Ja, da liegt eine besinnliche Zeit vor uns. Am Sonntag ist der Auferstehungstag. Auferstehung ist der Grund für unsere Regeneration, der Grund für unsere Erlösung aus des Todes furchtsamer Sklaverei und die Grundlage des Evangelium.

Der Tag der Auferstehung ist sicher! Genau wegen dem Auferstehungssonntag können wir freudig feiern und rufen, "Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?"
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Johelia » Fr 3. Apr 2015, 17:23

Pilgrim hat geschrieben:Der Tag der Auferstehung ist sicher! Genau wegen dem Auferstehungssonntag können wir freudig feiern und rufen, "Tod, wo ist dein Stachel? Totenreich, wo ist dein Sieg?"


Auch euch allen wünsche ich herrliche Tage der Erfüllung. Jesus hat mit seinem freiwilligen Oper das Gesetz erfüllt und ein ewiges Sühneopfer für uns aufgestellt.
Halleluja :praisegod: :praise:

Epheser 4,10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte.

Frohe Feier und Gottes Segen

Johel
Ihr könnt nicht Gott (JHWH) und dem Geld dienen!
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon kingschild » Sa 4. Apr 2015, 20:52

Johelia hat geschrieben:Auch euch allen wünsche ich herrliche Tage der Erfüllung. Jesus hat mit seinem freiwilligen Oper das Gesetz erfüllt und ein ewiges Sühneopfer für uns aufgestellt.



Wünsche euch allen eine gesegnete Ostern. Danke Jesus, für alle die erkannt haben und teilhaftig wurden, an deinem wunderbaren Sieg, am Kreuz.

Möge der Herr mit seiner Auferstehungskraft, eure Familien, Freunde und Bekannten berühren, damit der Segen überfliessen kann, zu denen welche noch in der Finsternis wandeln.

Heb.7.26 Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns, der heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sündern abgesondert und höher als der Himmel ist,
27 der nicht wie die Hohenpriester täglich nötig hat, zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen, darnach für die des Volkes; denn das hat er ein für allemal getan, indem er sich selbst zum Opfer brachte.


Ein für allemal, vollkommen, treu und wahrhaftig. Lasst es uns nie vergessen:

1Kor 15:57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesum Christum!

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Bernhard » Mo 17. Apr 2017, 10:09

Ich wünsche allen auch frohe Ostern und viel Freude an dem, an was wir uns an Ostern erinnern.

Viele freuen sich an Ostern auf das Aufwachen der Natur vom Winterschlaf. Ostern ist aber ein Fest des Aufwachens nach dem Tod. Jesus Christus ist drei Tage nach seinem Tod aufgewacht und auferstanden. Ein einmaliges Geschehen in der Menschheitsgeschichte. Jesus starb nicht wie ein anderer Mensch. Er starb stellvertretend für die Sünden aller Menschen. Seine Auferstehung ist die Garantie für ein Leben nach dem Tod und der Beweis seiner Erlösung. Der Glaube an den auferstandenen Christus ist die Grundlage des christlichen Glaubens. Paulus schreibt den Korinthern: «Wäre Jesus nicht von den Toden auferstanden, so wäre euer Glaube völlig wertlos» (1.Kor.15,14). Wer ein Leben Jesus anvertraut und seine Erlösung annimmt, wird nach dem Tod aufwachen und ewig mit Gott Leben. Dies ist die Siegesbotschaft von Ostern, die jeder als Geschenk annehmen kann, weil niemand die Auferstehung verdient hat.
Ich sehe mir gerne die mutmachenden Berichte von www.hofmithimmel.de an.
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon maria139 » Mi 19. Apr 2017, 08:18

Bernhard hat geschrieben:IJesus Christus ist drei Tage nach seinem Tod aufgewacht und auferstanden. Ein einmaliges Geschehen in der Menschheitsgeschichte.


So ganz kann ich diese Worte nicht nachvollziehen, Bernhard. Eine Auferweckung nach dem Tod ist Gottes Werk, ohne Zweifel.

So wie Jesus vom Tode auferwecken konnte (das Töchterchen des Jairus), selbst auferweckt wurde, so hatte dann ja auch Petrus die Fähigkeit, vom Tode zu erwecken

Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder. Apostelgeschichte 9.40


Schon lange Zeit vorher konnte auch Elia mit des Schöpfers Kraft und Segen einen Jungen vom Tode auferwecken.1. König 17. 20-23.

Dass jemand, der das Volk Israel von seinen Sünden erlösen wollte, hingerichtet wurde, war schon vor und blieb auch nach Jesus Aufopferung hierfür gang und gäbe.

Gruss Maria (der Auferstandene Jesus gab einen Missionsauftrag, der ja damals noch 1:1 weitergegeben wurde, nach wenigen Jahrhunderten aber krass verdreht, verändert ohne das von Gott erwünschte Resultat, als er seinen Sohn Gab um zu erretten was verloren war. Joh. 3.16.)

Wenn der Geist dessen, der Jesus vom Tode auferweckte in euch ist, dann seid ihr wahrhaftig Kinder Gottes.
So wie derjenige Geist Christus vom Tode auferweckt hat so wird er auch euch vom Tode auferwecken.

Tja, welcher Geist hat denn Jesus ans Kreuz geliefert, wenn nicht derjenige der Schriftgelehrten und Pharisäer, die weiss Gott keine Geschwister Jesus in seinem Sinne gewesen sind.
Jesus Christus ist für mich Masstab für wahre Göttlichkeit in AT und NT.z.B. betr. Johannes 12.45 / 14.9 I love Jesus deep down in my heart...
maria139
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Thelonious » Do 20. Apr 2017, 19:09

Ich weiß nicht, wie du Maria139 zu solchen Aussagen wie hier zuletzt kommst. Eines ist aber maximal klar: du bis damit absolut bibelkonträr und damit diametral zu allen jesuanischen Aussagen. So z.B.

- Petrus hatte noch nicht einmal ansatzweise eine "Fähigkeit" vom Tode zu erwecken. Jesus tat solche Wunder (da Gott, genau so wie der Vater, wie der Heilige Geist) aus eigener Kraft. Apostel beteten und handelten im Namen Jesu. Er ist es, der so wirkt. Allein Er! Eine menschliche "Fähigkeit", wie du sie postulierst gibt es nicht.

Jesus erlöste und erlöst durch Seinen stellvertretenden Opfertod. Sonst keiner zuvor und ebenso nicht danach:

Als aber der Christus kam als ein Hoherpriester der zukünftigen [Heils-] Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,
12 auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung2 erlangt.
13 Denn wenn das Blut von Stieren und Böcken und die Besprengung mit der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zur Reinheit des Fleisches,
14 wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst durch den ewigen Geist als ein makelloses Opfer Gott dargebracht hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, damit ihr dem lebendigen Gott dienen könnt.
15 Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes3, damit — da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen — die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
16 Denn wo ein Testament ist, da muss notwendig der Tod dessen eintreten, der das Testament gemacht hat;
17 denn ein Testament tritt auf den Todesfall hin in Kraft, da es keine Gültigkeit hat, solange derjenige lebt, der das Testament gemacht hat.
18 Daher wurde auch der erste [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht.
19 Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk verkündet worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk,
20 wobei er sprach: »Dies ist das Blut des Bundes, den Gott mit euch geschlossen hat!«4
21 Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut;
22 und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
23 So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.
24 Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, in eine Nachbildung des wahrhaftigen, ist der Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen;
25 auch nicht, um sich selbst oftmals [als Opfer] darzubringen, so wie der Hohepriester jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut,
26 denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an. Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst.
27 Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,
28 so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.
(Hebr. 9, 11-28).

Sein (Jesu) Tod war ein Sühneopfer:
Darin besteht die Liebe — nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und seinen Sohn gesandt hat als Sühnopfer für unsere Sünden. (1. Joh. 4,10)

...
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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Thelonious » Do 20. Apr 2017, 19:14

... diese Stellvertretung des Opfertods Jesu unterstreicht auch 1. Petr. 3,18 mit

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht durch den Geist.

Ich kann dich also nur mit allem Nachdruck auffordern ab jetzt das, was du schreibst, zuvor an der Heiligen Schrift abzuprüfen. Alles andere als "bibelkonform" führt nur in die Irre.

(Bibelzitate = Schlachter2000).

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Re: Karfreitag und Ostern

Beitragvon Thelonious » Do 20. Apr 2017, 20:23

Maria139,

nach meiner Wahrnehmung versuchst du immer und immer wieder großes
- Gott wurde Mensch = Jesus (und blieb dabei ganz Gott),
- Jesus ging für uns ans Kreuz: litt unsere Schmerzen, starb unseren Tod, die Auferstehung geschah am dritten Tage,
- allein so geschieht Versöhnung! Nur so haben wir wieder Gemeinschaft mit Gott Vater!
- so siegte Jesus über Sünde, Tod und Teufel!
- einen anderen Weg zurück zu Gott gibt es nicht!
klein zu machen.

Weißt Du eigentlich, wen / was du groß machst, wenn du großes (Kenosis, stellvertretenden Opfertod, Sühneakt, Auferstehung, Erlösung) klein machst?
Ahnst du das? Willst du das?

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